Lise Gast - Anja, Petra und die Pferde

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Anja, Petra und die Pferde: краткое содержание, описание и аннотация

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Anja und Petra haben nur eines im Kopf: Pferde, Pferde, Pferde. Kein Wunder also, dass sich alles in ihrem Leben um die Vierbeiner dreht. Drei rührende Geschichten für alle Pferde-Fans über Turniere, Hochzeiten und vor allen Dingen Freundschaft. In diesem Band enthalten: Anja und Petra zu PferdeReiterferien mit Anja und PetraAnja und Petra im Turnier -

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„Das Gedicht vom Reiter über den Bodensee stand auch in unserem Lesebuch“, sagte Petra. „Ich hab’ es immer doof gefunden, daß der hinterher tot umfiel. Da war doch alles gut.“

Stine lachte.

„Ja. Damals waren die Leute noch zarter besaitet als heute, glaub’ ich. Heute würde der Reiter vermutlich sagen: ‚So, über den See bin ich geritten? Na, da haben wir ja wieder mal Glück gehabt.‘“

„So wie wir eben, als die Lok später kam“, sagte Anja. „Wenn sie gerade über die Unterführung gedonnert wäre, als wir drunter waren – ich jedenfalls hätte gescheut, wenn ich ein Pony gewesen wäre!“

„Ich wahrscheinlich auch“, sagte Stine vergnügt, „aber sie ist ja nicht. Und nun fahren wir einen weiten Bogen und kommen dann auf dem Rückweg über die Eisenbahnbrücke und eben nicht mehr durch den Tunnel.“

Anja atmete insgeheim auf. So ganz zu Hause fühlte sie sich im Vierspänner eben doch nicht, auch wenn Stine fuhr.

Die Ponys gingen allmählich auch vernünftiger, sie waren abgetrabt und nicht mehr zu Dummheiten aufgelegt.

„Nur über die Bundesstraße müssen wir noch mal, das ist klar“, sagte Stine, „aber Petra hält wieder die Autos an, dann wird es schon klappen.“

„Natürlich klappt es, ich möchte den Autofahrer sehen, der nicht hält, wenn er so eine süße Kutsche sieht.“

„Ja, die meisten sind nett und rücksichtsvoll, so wie damals in Cannstatt“, sagte Stine, „es gibt aber auch andere. Ich ritt einmal mit einer etwas nervösen Isländerstute – Isländer sind die größeren Ponys, die, auf denen auch Erwachsene reiten können – an der Bundesstraße entlang, das heißt, neben der Straße her, auf dem Fahrradweg. Da kam ein Autofahrer von hinten und dachte wahrscheinlich, das gibt einen schönen Spaß. Er fuhr ganz rechts und zunächst im selben Tempo, in dem ich ritt. Als die Stute schneller wurde – es gibt ja Pferde, die nicht autosicher sind, sondern durchgehen, wenn ein Auto in die Nähe kommt –, legte er auch an Tempo zu und wurde schneller und schneller. Meine Isländerin auch. Ich dachte: ‚Hier hilft nur aussitzen, etwas anderes gibt es nicht.‘ Da fing er auch noch an zu hupen, um den Spaß voll zu machen, und damit gab er mir den Rest. Die Stute ging in blinder Panik rechts über die Felder ab, bockte und bockelte, bis sie mich los war. Ich flog flach auf den Rücken, was ja nie sehr angenehm ist. Zum Glück ging das Pferd nicht davon, und da wir zu mehreren waren, konnten die andern es bald einfangen. Ich hatte mich inzwischen auf den Bauch gedreht und versuchte aufzustehen, aber es tat im Rücken infam weh. Auf alle viere kam ich, weiter aber nicht. Die andern ritten heran und sprangen ab, und dann war guter Rat teuer. Wie sollten sie mich transportieren?

Schließlich nahm einer alle Pferde am Zügel, und zwei andere hoben mich auf. Nicht weit von dieser Stelle liegt eine Hütte, deren Besitzer wir kennen, dorthin trugen sie mich. Dabei mußten wir einen steilen Fußweg hinunter, dort ging es mit dem Tragen nicht, und so faßten sie mich beide unter den Schultern und ließen mich Schritt für Schritt absteigen, was weder für sie noch für mich ein Vergnügen war. Dann aber waren wir doch glücklich unten und fanden sogar gleich den Schlüssel zur Hütte unter einem Stein, wo er immer hingelegt wurde.

Nun konnten sie mich in der ebenerdigen Küche dieses kleinen Hauses absetzen, neben dem Herd. Es war spät im Herbst und kalt. Einer machte Feuer, dürre Tannzapfen waren da, der andere lief zurück, und mit Handpferden rechts und links ritten sie bis zur nächsten Telefonzelle. Wir haben ja überall Freunde und Bekannte. Den nächsten riefen sie an und erzählten, was passiert war. Ich saß inzwischen am Herd, mein Rücken feuerte wie ein Backofen, und ich erwartete meinen Tod. Derjenige, der bei mir geblieben war, sorgte sich sehr um mich, ich muß scheußlich ausgesehen haben. Er suchte in allen Schränken herum, die dort allerlei beherbergen, und fand schließlich eine große Flasche Pflaumenschnaps, noch halb voll. Daraus goß er mir einen tüchtigen Becher voll ein, und ich mußte trinken. Er nahm auch selber einen ordentlichen Schluck. Von da an sah die Welt für uns beide wieder anders aus, und ich wartete nicht mehr auf meinen Tod, sondern auf meine Retter. Wir haben sogar gelacht, wir beide – ihm ging das Ganze sehr nahe, er dachte, er würde dort womöglich mein Ableben erleben.

Die andern hatten einen Freund mit Auto alarmiert. Aber mit dem Wagen kann man den Hang nicht hinunterfahren. Es ist ein ganz schmaler, sehr hoppliger Weg. So hielt er oben, und ich mußte, gleichgültig, wie weh es tat, den Weg wieder hinauf. Holle und einer der anderen Reiter hatten mich untergefaßt, und Schritt für Schritt, meist seitlich, quälte ich mich mühsam hinauf. Wie war es schön, sich ins Auto sinken zu lassen!

Aber zu Ende war die Qual noch nicht. Das Fahren tat zwar nicht mehr so weh, aber zu Hause wurde es wieder schlimm. Ich ächzte die ganze Nacht, ohne schlafen zu können, und dann fuhren sie mich nach langem Hin und Her ins Krankenhaus zum Röntgen. Tatsächlich war etwas angebrochen, hier“ – Stine zeigte ihre Wirbelsäule hinauf und hinab – „sind an den Wirbeln Dornfortsätze, und davon waren zwei durchgeknackst.

‚Ist das sehr schlimm?‘ fragte ich, denn ich hatte natürlich eine fürchterliche Angst, nicht mehr reiten zu können.

‚Ach was‘, sagte der behandelnde Arzt, der übrigens selbst ritt, fröhlich, ‚die sind sowieso zu nichts nütze. In zehntausend Jahren trägt man das nicht mehr. Sie sind sozusagen überflüssig.‘

‚Na und ich?‘ fragte ich, nicht ganz so heiter wie er. ‚Sie liegen ein paar Wochen – oder Monate –, und dann sind sie wieder geleimt.‘

‚Wochen! Monate! Womöglich auch noch in Gips!‘ rief ich verzweifelt. Ich war wütend über seine Heiterkeit.

‚Den Gips erlasse ich Ihnen, wenn Sie versprechen, still zu liegen‘, sagte er und tat, als habe er mir einen Mercedes geschenkt.

‚Und wie viele Wochen?‘ giftete ich.

‚Sagen wir erst mal fünf‘, bestimmte er. ‚Dann sehen wir weiter. Ich weiß ja nicht, wie gut sie heilen. Und still liegen, Frau Zappelmann, verstanden?‘

Als ich wieder losschimpfen wollte, legte er mir die Hand auf die Schulter.

‚Ganz ruhig. Ich komm’ mal nach Ihnen sehen. Bei manchen heilt es schneller. Ich möchte doch gern Ihre Pferde sehen.‘

‚Wann?‘ fragte ich, schon etwas versöhnt.

‚Sagen wir in drei Wochen. Ab, der Nächste bitte!‘

Sie fuhren mich heim. Ich wurde auf ein ganz hartes Bett gelegt, und Holle pflegte mich rührend, obwohl er ja die ganze Arbeit auf dem Halse hatte, die Pferde, die Küche und den gesamten Haushalt neben seinem Beruf. Kinder hatten wir damals noch nicht. Am Tag, als die drei Wochen um waren, wartete ich, bis er weggefahren war, und rief eine meiner Reitschülerinnen zu mir.

‚So, jetzt probier’ ich es. Du holst mir Grauschimmel – das ist unser vernünftigster Isländer – und hilfst mir rauf. Ich muß probieren, ob ich noch reiten kann.‘

‚Aber –‘

‚Kein Aber. Auf meine Verantwortung.‘

Gila gehorchte. Dann kam sie zurück und half mir aufzustehen. Das ging. Aufs Klo hatte ich auch gedurft, die ganze Zeit, an zwei Stöcken. Jetzt ging ich an Gilas Arm.

Vor der Tür stand Grauschimmel. Ich tätschelte ihn. Wie lange hatte ich kein Pferd angefaßt! Dann machte mir Gila die Räuberleiter. Die kennt ihr ja: die Hand unter den linken Spann des Aufsitzenden legen und einen ganz kleinen Druck geben. Das, so dachten wir, ist sicher schonender, als mit dem Bügel aufzusitzen. Richtig, Gila machte das sehr geschickt, so daß ich eigentlich oben saß, ehe es mir richtig klargeworden war. Himmel, war das ein Gefühl! Ich hatte die ganzen drei Wochen in der Angst gelegen, nie wieder reiten zu können.

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