Hanna Lützen - Das Buch der Wunder

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In einem Zisterzienserkloster im Dänemark des 12. Jahrhunderts wird Franz, ein heilkundiger Bruder aus Frankreich, erwartet. Zur allgemeinen Überraschung bringt er ein kleines Albinomädchen mit, das auf den Namen Christa getauft wird und unter der Obhut der Mönche aufwächst. Ausgerechnet vor dem Besuch des Erzbischofs versetzen ein unheimlicher Bauer und ein Reliquienhändler das Kloster in Unruhe. Christa erlebt den Widerspruch zwischen falschen und wahren Wundern, zwischen Wissenschaft, Glaube und Aberglaube und wird in einen dramatischen Kampf zwischen Gut und Böse hineingerissen. Eine packende Fantasy-Erzählung, in der der mittelalterliche Glaube an das personifizierte Böse mit historischen Tatsachen fesselnd verknüpft wird.-

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Die Tiere standen ruhig da und kauten das frisch eingeschüttete Heu, aber in der Ecke hinter dem Futtertrog polterte es. Vielleicht war es ja nur eine Ratte, das etwas schrille Piepsen des Tiers erinnerte allerdings an das Weinen eines Kinds. Aber davon ließen sich die Kühe nicht stören.

Christas erste Zeit in Esrom war ganz gut verlaufen Bis auf einige leichtere - фото 9

Christas erste Zeit in Esrom war ganz gut verlaufen. Bis auf einige leichtere Erkrankungen und kleinere Probleme hatten die Brüder keinen Grund zur Sorge gehabt. Sie hatten gelernt, mit einem Kleinkind zu leben, und alle wollten an ihrer Erziehung teilhaben. Selbst Jens, der an sich schüchtern und sehr zurückhaltend war, zeigte ein wachsendes Interesse an der neuen Mitbewohnerin. Und jetzt, vor Eskils Ankunft, schien sein Interesse für das Kind noch deutlich größer zu werden. Wahrscheinlich war ein gewisser Beschützerdrang über ihn gekommen. Auch wenn die Mönche ihm nie die Verantwortung für sie überließen, war er oft in ihrer Nähe. Wenn die Brüder ihr Bett hinausgestellt hatten, damit sie die frische Luft genießen konnte, war auch Jens draußen. Er hielt sich in der Nähe auf und kontrollierte sorgfältig, dass der Sonnenschutz, den Franz hatte herstellen lassen, weil Albinos direkte Sonnenstrahlen nicht vertragen können, auch seinen Dienst erfüllte. Aber er kam ihr nie wirklich nahe. Dafür trieb er einen großen Aufwand mit seinen beschützenden Beschwörungen, wenn er um sie herumschlich. Anfangs hatte es einige der Brüder irritiert, vor allem William, der den blinden Glauben des jungen Mannes an alle möglichen Talismane als ungesund und an der Grenze zur Ketzerei angesehen hatte. Aber er ging nicht näher darauf ein, da diese Aktivitäten offensichtlich das Einzige waren, das den verwirrten Menschen beruhigen konnte. Und Christa schien seine sonderbaren Beschwörungen und Bewegungen lustig zu finden. Jedenfalls verfolgten ihre Augen intensiv Jens, sobald er in ihr Blickfeld kam.

Am Tag vor Eskils erwartetem Kommen waren alle mit den letzten Vorbereitungen beschäftigt. Jede Ecke wurde mit Besen und Wischlappen gesäubert. Alles sollte strahlend sauber sein. In der Kapelle glänzten Gold und Silber frisch geputzt und poliert und in den Kerzenhaltern steckten neue Altarkerzen. Franz hatte frische Blumen in die Vasen gestellt, eine Sitte, die er von seinen Reisen in den Süden mitgebracht hatte. Es herrschte strahlender Sonnenschein, und William, der alles mehrere Male inspiziert hatte, ohne etwas bemängeln zu können, hatte vor Nervosität und vibrierendem Tatendrang die vier jungen Novizen angestellt, den Hofplatz zu fegen. Als sie vor lauter Ausgelassenheit anfingen, sich gegenseitig mit den Besen zu necken, war er herausgestürmt und hatte sie streng ermahnt, sich würdig zu verhalten. Wie konnten sie nur derartige Possen treiben – und das am Tag vor der Ankunft des Erzbischofs! Aber im Stillen war er dankbar für ihre unbekümmerte Freude. Solange sie ihr nachgaben, würde keine Angst die Oberhand gewinnen können. Jens’ Verhalten in letzter Zeit hatte William nämlich stärker bekümmert, als er sich hatte anmerken lassen: Es passte nur allzu gut zu seinem eigenen, immer stärker gewordenen Alptraum. Wie Jens’ Unruhe mit Christa und ihrem weiteren Wohlbefinden verknüpft zu sein schien, so waren auch seine eigenen Träume auf das überwältigende Verlangen gerichtet, das Kind vor dem Bösen zu beschützen. Warum? Weil, versuchte er sich selbst zu erklären, das eine Aufgabe war, die ihre Kräfte gegenüber dem lauernden Feind auf die Probe stellen würde. Aber die Träume von dem dunklen Schatten, der konstant über dem Findelkind lag, erschienen mit der Zeit immer dringlicher und deutlicher. Sie waren verknüpft mit dem Keller unter der Küche und er hatte ›gesehen‹, dass der Schatten langsam den dünnen Sonnenstrahl schluckte, der sich durch das kleine Fenster hineinzwängte. William schüttelte resigniert den Kopf. Das waren nur Träume – keine Warnungen. Wenn Eskil da war, würde er dafür sorgen, dass das Kind Eskils Segen bekam. Das würde ihm vielleicht zu einem weiteren Schutz verhelfen.

Er wurde in seinen Gedanken von Bruder Severin gestört, der mit blutbespritzter Schürze über den Hof herankam, wobei ihm der Schweiß übers Gesicht lief. Er hatte gerade ein Schwein geschlachtet und den Rest der schweren Arbeit mit dem Brühen und dem groben Tranchieren einigen der Brüder überlassen, die in der Küche arbeiteten. Er wollte später zurückkommen und das endgültige Zerteilen übernehmen. Gerade hatte er William entdeckt und war der Meinung, dass der Augenblick günstig wäre, diesem eine dringende Sache vorzutragen. William nickte ihm zu und machte eine einladende Geste, die sofort Severins Zunge in Bewegung setzte. Der kleine, stämmige Mann wischte sich die Stirn mit dem Ärmel ab und verneigte sich leicht vor dem Abt: »Wir wollten eigentlich heute zwei Schweine schlachten. Aber gestern ist eins verschwunden. Wir haben angenommen, dass Jens vergessen hatte, den Koben zu verschließen, aber er behauptet steif und fest, in keiner Weise etwas versäumt zu haben.«

Severin seufzte und fuhr fort: »Das Schwein war weg, aber heute Morgen, als ich in die Küche kam, habe ich zu meiner großen Verwunderung entdeckt, dass in der Vorratskammer eine lange Reihe Würste, ein Vorderviertel und zwei Eisbeine hängen. Außerdem lag ein Schweinekopf mit einem Apfel im Maul auf dem Tisch!«

Der kleine Mann verdrehte die Augen und schüttelte verzweifelt den Kopf.

»Es sieht so aus, als wäre das Schwein geschlachtet worden, aber wer hat das gemacht? Keiner in der Küche hat eine Ahnung davon!«

Ein geschlachtetes Schwein, dachte William, während er verwundert den kleinen Schlachter ansah, dessen Tonsur trotz des sehr kurzen Schnitts ihm wild zu Berge stand. Ist denn jetzt hier alles vollkommen durcheinander gekommen! Er seufzte und überlegte, was er dem Mann sagen sollte. Severin war nicht einer der klügsten Brüder, aber er versah seine praktische Arbeit trotz seines etwas verwirrten Charakters sehr genau und außerdem konnte auf seine Chorstimme kaum verzichtet werden. Aber wie konnte er hier einfach behaupten, jemand hätte die Arbeit für ihn gemacht!

»Du willst damit sagen, dass jemand ungesehen und ungehört hier im Kloster ein Schwein geschlachtet hat, Bruder Severin?«

Der Mönch nickte eifrig, besann sich dann aber.

»Vielleicht ist das Schwein ja wirklich nur davongelaufen, denn wer kann in einer einzigen Nacht Würste machen? Und außerdem war ein Vorderviertel auch noch geräuchert! Also, wenn ich es mir recht überlege, dann kann es nicht unser Schwein gewesen sein. Aber von wem ist dann dieses Geschenk?«

William nickte. Das Schwein musste einfach weggelaufen sein. Es war ausgezeichnet, dass Severin selbst darauf gekommen war, aber es blieb die Frage nach den Esswaren in der Vorratskammer. Vielleicht hatten Gönner des Klosters das Fleisch im Morgengrauen hineingelegt. Es gab trotz allem einige Bauern in Nødebo, die regelmäßig in Esrom vorbeikamen, um sich einige Heilkräuter einzutauschen oder dem Messgesang zu lauschen. Und die hatten ja schon gehört, dass der Erzbischof Eskil aus Lund erwartet wurde. Selbst die einfachen Leute kannten die höchste Autorität der Kirche in den nordischen Ländern.

»Versuche herauszufinden, ob jemand aus Nødebo hier gewesen ist, Severin. Ich denke, dass es sich um ein Geschenk handelt. Wir dürfen nicht vergessen, unserem Gönner zu danken, wenn er sich zu erkennen gibt.«

Nachdem er die letzten Worte gesagt hatte, durchfuhr ihn plötzlich ein Schauder. Wenn er sich zu erkennen gibt, erklang das Echo in seinem Gehirn. Wenn er sich zu erkennen gibt!

Als Eskil in Esrom ankam und die Nachricht von Bernhards Tod überbracht bekam - фото 10

Als Eskil in Esrom ankam und die Nachricht von Bernhards Tod überbracht bekam, nickte er nur und bat darum, dass eine seiner Reisetaschen gebracht wurde. Die Mitteilung hatte seine Züge verdüstert, aber William wunderte sich darüber, dass kein Zeichen der Überraschung im Gesicht des Erzbischofs zu entdecken war. Eskil saß nachdenklich nickend da, als hätte er erwartet, vom Tod seines alten Freundes zu erfahren. Als er kurz darauf seine Reisetasche in den Händen hielt, zog er ein kleines Päckchen heraus. Es enthielt ein Stück Brot, das Bernhard ihm bei seiner Abreise gegeben hatte. Das war jetzt bereits Monate her und seht: Das Brot war immer noch frisch. Eskil überreichte es William, der es verwundert in den Händen hin und her drehte. Ein Wunder? Vielleicht, aber das Brot musste noch eine ganze Weile aufbewahrt und beobachtet werden, bevor man wirklich an ein wahres Wunder glauben durfte! William sah ein, dass es eine große Bedeutung für sein Haus hier in Esrom haben könnte. Wenn er dafür sorgte, dass diese Gabe mindestens ein Jahr lang bewacht wurde und das Brot dann immer noch so frisch war wie jetzt, konnte Eskil oder sein Bote in den Süden ziehen, um das Wunder anerkennen zu lassen, damit die Welt, und nicht nur die Ordensbrüder, daran glauben konnten. Das Kloster hatte ja bereits einen gewissen Respekt unter den umwohnenden Bauern erlangt und William zögerte nicht damit, Eskil zu erzählen, dass die Speisen, die sie ihm servierten, ihnen von einem in der Nähe wohnenden jungen Bauern geschenkt worden waren, der vor kurzem den Hof seines Vaters übernommen hatte. Es war Severin selbst, der die Sache mit dem Geschenk eines Unbekannten aufklärte. Schon am Nachmittag nach Severins Bericht bei William war ein junger Mann auf den Hof gefahren und hatte sich als Rupert vorgestellt. Er hatte bisher keinen Kontakt mit den Brüdern gehabt, wollte jedoch eine gute Nachbarschaft mit einem Geschenk für das Kloster einleiten. Severin hatte ihm gedankt, konnte sich aber nicht auf ein längeres Gespräch einlassen, weil Eskils Gefolge bereits auf dem Hügel zu sehen war. Der Mann war wieder fortgefahren, hatte jedoch versprochen zurückzukommen. William war dankbar für die schnelle Klärung der Sache. Ihn hatten die schlimmsten Gedanken geplagt. Aber im Augenblick waren sie von der Freude verdrängt, den Erzbischof zu Gast zu haben.

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