Hanna Lützen - Das Buch der Wunder

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In einem Zisterzienserkloster im Dänemark des 12. Jahrhunderts wird Franz, ein heilkundiger Bruder aus Frankreich, erwartet. Zur allgemeinen Überraschung bringt er ein kleines Albinomädchen mit, das auf den Namen Christa getauft wird und unter der Obhut der Mönche aufwächst. Ausgerechnet vor dem Besuch des Erzbischofs versetzen ein unheimlicher Bauer und ein Reliquienhändler das Kloster in Unruhe. Christa erlebt den Widerspruch zwischen falschen und wahren Wundern, zwischen Wissenschaft, Glaube und Aberglaube und wird in einen dramatischen Kampf zwischen Gut und Böse hineingerissen. Eine packende Fantasy-Erzählung, in der der mittelalterliche Glaube an das personifizierte Böse mit historischen Tatsachen fesselnd verknüpft wird.-

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»Meine Brüder, ich habe mich lange auf diesen Augenblick gefreut. Ich habe von eurer Arbeit gehört und betrachte voll Freude mein neues Heim, das Kloster Esrom!«

Bruder Franz, der es nicht für nötig gehalten hat, seinen Namen zu nennen, sieht lächelnd und voller Erwartung seine neuen Brüder im Dienste Gottes an. Abt William fasst sich und beginnt mit fester Stimme, ohne von dem beharrlichen Schreien des Kinds Notiz zu nehmen: »Willkommen, Bruder Franz. Ich hoffe, deine Reise hierher ist ohne Sorgen und Gefahren verlaufen! Wir erwarten dich bereits seit einiger Zeit und freuen uns, aus deiner Sachkenntnis und deinem Eifer Nutzen ziehen zu können. Abt Occo hat dich mit lobenden Worten beschrieben!«

Aber dennoch kann er es nicht lassen, er muss eine Kopfbewegung zu dem Bündel im Arm des neuen Bruders machen: »Du bringst ein Kind mit?«

Vorsichtig schiebt Bruder Franz das Tuch zur Seite und zeigt das Kind. Sofort hört das Weinen auf. »Es lag neben mir, als ich eine Tagesreise von hier in einer Scheune geruht habe. Ich habe die Leute auf dem Hof gefragt, ob es ihr Kind sei, aber keiner wollte es kennen.«

Er seufzt, aber lächelt daraufhin abgeklärt seine Brüder an: »Ich wusste sofort, dass ich es mit hierher nehmen sollte. Es ist ein Mädchen und etwas ganz Besonderes. Seht nur . . .« Er hält ihnen das Kind hin, und wirklich ist etwas ganz Besonderes an ihm. Die Augen sind fast farblos mit milchiger, durchsichtiger Iris, und die Gesichtshaut, von der sich die streifige Röte vom Weinen jetzt zurückzieht, sieht auch ganz durchsichtig aus. Die wenigen Härchen sind schneeweiß. Ein Albino!

»Ich habe einen Namen für sie ausgesucht. Christa!«

Die Mönche sehen sich an. Der Abt hat sich bisher noch nicht zu dem Kind und dessen Schicksal geäußert. Franz kann doch nicht einfach davon ausgehen, dass . . .

William räuspert sich: »Lasst uns hineingehen. Wir müssen entscheiden, was mit dem Kind geschehen soll, aber zunächst dürfen wir nicht vergessen, unsere Gastfreundschaft zu zeigen. Bruder Franz, zuerst sollst du etwas essen, dann werden dir deine Zelle und deine Arbeitsbereiche gezeigt. Das können wir bis zur Vesper schaffen. Außerdem braucht das Kind Pflege und etwas zu essen . . .«

Er schaut sich ratlos um und lässt dann wieder seinen Blick auf Bruder Franz fallen.

»Du bist sicher derjenige, der sich am besten um sie kümmern kann . . . Du hattest sie ja schon den ganzen Tag bei dir. Was brauchst du für das Kind?«

»Da der Kräutergarten ja meine Aufgabe sein wird, habe ich Minze, Rosmarin und Baldrian für beruhigende Getränke und stärkende Öle mitgebracht. Außer Samen, die ausgesät werden müssen, und getrockneten Kräutern habe ich nicht viel bei mir; denn ich will ja hier anpflanzen und herstellen, was für Tinkturen und Extrakte benötigt wird. Aber etwas Wasser, sauberes Leinen, warme Milch und ein bisschen Grütze wären ausgezeichnet. Zeigt mir erst meine Zelle und bringt mir diese Dinge, bevor ich mich mit euch an den Tisch setze, meine Brüder!«

William setzte sich nachdenklich an den schweren Eichentisch der sein - фото 2

William setzte sich nachdenklich an den schweren Eichentisch, der sein Leseplatz war während der seltenen Stunden, die nicht den Stundengebeten oder der Planung praktischer Dinge gewidmet waren. Und von denen gab es in dem neuen Kloster noch viele. Eskils Brief lag vor dem Abt und bereits ein kurzer Blick darauf war beruhigend. Worte aus Clairvaux, wohin der Erzbischof oft reiste, und Grüße vom Gründer des Ordens, Bernhard, dessen emsiges Wirken ein Ideal darstellte, dem alle Brüder nachstrebten. Bernhard von Clairvaux, erhöht durch seine beispielhafte Demut, derentwegen der mächtige Eskil ihrem Orden besonders gewogen war. Vielleicht enthielt dieser seltene Brief, der von einem reisenden Bruder auf dem Weg nach Herrisvad in Schonen mitgebracht worden war, nicht nur die Mitteilung über Eskils baldige Abreise von Clairvaux, sondern außerdem eine diskrete Erinnerung daran, dass nichts zu unbedeutend ist, als dass es nicht die Diener Gottes zu größerer Einsicht und höherer geistiger Bildung leiten könnte. Bernhard war ja die reine Personifizierung eines derartigen Gedankengangs. Vielleicht war Christa, das neugeborene Albinomädchen, dem Kloster aus Gründen geschenkt worden, die noch niemand durchschauen konnte. Weiß war die Farbe der Zisterzienser – das Symbol der Reinheit! Christa . . . Er hatte bereits den Namen akzeptiert . . . Sie musste so bald wie möglich getauft werden. Sie konnten keine Ungetaufte bei sich aufnehmen, Bruder Rus . . .

Allein bei dem Gedanken an den verfluchten Namen durchlief William ein Schauer und er stand schnell auf, um die Taufe mit seinem langjährigen Freund und Mentor zu besprechen, dem alten Mystiker Bruder Sigurd. Das konnte nicht schnell genug geschehen!

In der Zwischenzeit war Franz in den südlichen Flügel geführt worden. Die Brüder hatten alles, worum er gebeten hatte, gebracht und er begann, noch etwas ungeschickt, das Findelkind zu waschen. Er hatte richtig gehandelt, das wusste er ganz genau! In der Nacht, bevor ihm das Kind gebracht worden war, hatte er von einem weißen Lamm geträumt. Von einem weißen Lamm, das von seiner Herde weggelaufen war, um sich selbst einem hungrigen Wanderer als Opfer darzubieten, der es sofort geschlachtet hatte! Der Rauch war gen Himmel gestiegen und Gott hatte dafür seinen Engel auf die Erde gesandt. Und er hatte dem Kind einen Namen gegeben . . . Der Name war im Traum gesagt worden und Franz konnte immer noch Gottes Worte in seinen Ohren nachklingen hören. Er wollte nicht vergessen, William von seinem Traum zu erzählen. Niemand konnte die Bedeutung des Traums anfechten und es gab für ihn keinerlei Zweifel daran, dass Christa zu ihm gekommen war, um bei ihm zu bleiben. Er wickelte sie in das saubere Leinen und nahm die Schale mit der Grütze und der Milch. Erleichtert atmete er auf, als sie ohne Schwierigkeiten trank. Es war Zeit für das Gebet, als das Kind in Schlaf gefallen war und erst einmal auf das schmale Bett des Mönchs gelegt wurde. Franz eilte davon, um seine Brüder nicht warten zu lassen. Seine Gedanken waren vollkommen mit der unerwarteten Verantwortung und den Schwierigkeiten beschäftigt, die die unerfahrenen Brüder in Verbindung mit der Erziehung eines Säuglings erwarteten. Gleich nach dem Gebet wollte er mit William reden.

William, der die gleichen Gedanken wie Franz hatte, ohne von dem Offenbarungstraum zu wissen, warf dem reisemüden und zerzausten Bruder während des Gebets viele verstohlene Blicke zu. Das war also Franz. Der berühmte Wundarzt und Heiler von Cîteaux! Wenn er wirklich so tüchtig war, wie von ihm gesagt wurde, würde er mit Leichtigkeit das Kind auch ohne Hilfe von Frauen am Leben erhalten. Das Kloster war zwar offen für Laienbrüder, sie beherbergten bereits zwei, aber Frauen nahmen am täglichen Klosterleben nicht teil. William hoffte, dass sie bis auf weiteres ohne Hilfe von außen das Kind erziehen konnten. Es würde eine weitere Herausforderung für ihr Wirken bedeuten.

Als die Messe beendet war, eilten der Abt und Bruder Franz eilig aufeinander zu. Sie hatten beide viel auf dem Herzen und begannen gleichzeitig aufeinander einzureden. Abt William hob resigniert die Arme in die Höhe und gab Franz ein Zeichen, ihm zu folgen. Wortlos eilten sie aus der Kapelle und stellten sich in einer Fensternische gegenüber dem Refektorium auf.

»Das Kind muss baldmöglichst getauft werden. Ich werde den Zeitpunkt mit Bruder Sigurd absprechen, er bereitet die Taufe vor.«

»Das freut mich zu hören! Das Kind ist auserwählt, unter uns zu sein. Wir müssen diese Aufgabe auf uns nehmen und seine Erziehung gewissenhaft planen. Vorläufig werde ich für das Kind sorgen. Das ist meine Pflicht. Aber ich brauche Hilfe! Das muss besprochen werden, damit dadurch keine Schwierigkeiten bei den täglichen Pflichten entstehen. Wir alle müssen uns mit allen Kräften um Christa kümmern.«

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