Hanna Lützen - Das Buch der Wunder

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In einem Zisterzienserkloster im Dänemark des 12. Jahrhunderts wird Franz, ein heilkundiger Bruder aus Frankreich, erwartet. Zur allgemeinen Überraschung bringt er ein kleines Albinomädchen mit, das auf den Namen Christa getauft wird und unter der Obhut der Mönche aufwächst. Ausgerechnet vor dem Besuch des Erzbischofs versetzen ein unheimlicher Bauer und ein Reliquienhändler das Kloster in Unruhe. Christa erlebt den Widerspruch zwischen falschen und wahren Wundern, zwischen Wissenschaft, Glaube und Aberglaube und wird in einen dramatischen Kampf zwischen Gut und Böse hineingerissen. Eine packende Fantasy-Erzählung, in der der mittelalterliche Glaube an das personifizierte Böse mit historischen Tatsachen fesselnd verknüpft wird.-

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Christa war schon vor langer Zeit getauft worden und die Brüder kümmerten sich - фото 5

Christa war schon vor langer Zeit getauft worden und die Brüder kümmerten sich mit der Zeit ganz selbstverständlich um das Kleinkind. Mit Franz’ Hilfe war es ihnen gelungen, die meisten Probleme zu bewältigen, vom Ausschlag bis zu Krampfschmerzen. Denn Franz hatte ihnen gezeigt, dass es für fast alles eine Kur gab. Immergrün oder Vinca minor konnte die Darmkrämpfe des Kinds lindern, Weißer Andorn war geeignet, um juckreizstillende Salben herzustellen. Baldrian in warmer Milch ließ das Kind umgehend einschlafen, ein Hausmittel, das die Brüder als einen Segen Gottes ansahen, und Pestwurz war fiebersenkend und half gegen Infektionen. Alle kleineren Unpässlichkeiten ließen sich offensichtlich mit Franz’ wunderbaren Mitteln kurieren. Aber was wäre, wenn ernstere Krankheiten sich unter ihnen ausbreiten würden? Niemand zweifelte daran, dass die Zwiesprache mit Gott der einzige Weg von irdischem Frieden zu himmlischer Erlösung war. Denn Gottes Willen gegenüber waren sie alle machtlos und deshalb würden sie sich auch allem unterwerfen, was ihnen an Widerwärtigkeiten und Leiden zugedacht war. Franz war kein Wunderheiler und auch sein großartiges Wissen durfte sie nicht zu Eitelkeit und übertriebenem Interesse an ihrem vergänglichen Fleisch verleiten!

Als Bruder Martin eines Tages Christa ganz apathisch und mit gelblicher Haut auf dem Bett liegend fand, schlug er Alarm. Abt William, der die ganze Zeit auf das Schlimmste gefasst war, kam herbeigeeilt und bekreuzigte sich, als er sah, dass selbst die milchige Iris des Kinds eine unangenehme gelbliche Farbe angenommen hatte. Das war das Ende von allem. Der Fluch war über sie gekommen! Es war ihnen nicht gelungen, die Verantwortung für dieses Kind zu tragen!

Endlich kam Franz herbeigelaufen. Er warf einen kurzen Blick auf das reglose Wesen, griff sich einen kleinen Lederbeutel von seinem Regal und verschwand in der Küche. Nach einer Weile kam er mit einer Flasche Saft zurück. »Scharbockskraut mit Honig und Essig«, erklärte er. »Sie hat Gelbsucht, das habe ich schon früher gesehen, das kann geheilt werden!« Er träufelte dem Mädchen den Saft in den Mund und achtete darauf, dass nichts danebenlief.

»Auch wenn es schlimm aussieht, darf man nicht zögern, andere, praktischere Dinge als Gebete und Beschwörungen anzuwenden!«, bemerkte er und wendete sich mit lächelndem Gesicht den besorgten Mönchen zu.

»Es gibt gute Chancen für eine Genesung, auch wenn man ihren Zustand nicht zu leicht nehmen darf! Lassen wir die Zeit für uns arbeiten. Morgen können wir bereits eine Besserung erwarten, wenn Gott es will!«

Er stellte die Flasche neben sich auf einen Schemel und erklärte: »Ich werde ihr diesen Saft im Laufe des Tages jede zweite Stunde geben. Danach, wenn sich ihr Zustand gebessert hat, kann ein anderer die Pflege übernehmen. Bruder Martin?«

Er schaute seinen Bruder fragend an, der eifrig nickte. Er würde wachen, damit Franz seinen Schlaf bekäme und die Stundengebete nicht versäumte.

Wie Franz vorhergesagt hatte, erholte Christa sich schnell und die Brüder atmeten erleichtert auf. Aber kaum war diese Sorge vorbei, da erreichte eine traurige Kunde Esrom. Bernhard war tot! Und sonderbarerweise hatte der Abt einige Wochen zuvor die Nachricht erhalten, dass Eskil auf dem Weg nach Esrom war. Der Erzbischof, der einige Wochen in Deutschland zugebracht hatte, konnte also von Bernhards Tod noch gar nichts wissen, was auch aus einem Brief hervorging, der teilweise an Eskil gerichtet war. William machte sich bereit, den Wohltäter des Klosters mit der traurigen Nachricht zu empfangen. ›Bernhard, unser Bruder und Freund, schläft‹, hatte der Clairvaux-Mönch Geoffrey geschrieben, ›aber ein Teil von ihm schläft nicht. Seine Seele wacht über uns.‹ Danach hatte Geoffrey mit seiner Feder einen persönlichen Gruß an Eskil hinzugefügt, dessen tiefe Freundschaft zu Bernhard allen bekannt war. Es war William bewusst, dass Bernhards Tod mehr als der Verlust eines Bruders war; mehrfach hatte Eskil die lange, gefährliche Reise nach Clairvaux um Bernhards willen unternommen und hatte für diese Zeit den Bischofssitz in Lund seinem Stellvertreter überlassen – eine riskante Handlung, die möglichen Feinden freie Hand im Spiel um die Macht geben konnte, auch wenn Eskil sehr geschickt darin war, sich während seiner Abwesenheit mächtiger Verbündeter zu versichern. All das für Bernhard! Diese echte Freundschaft, das selbstlose Handeln für einen Bruder des Ordens, war ein Beispiel, das die Gemeinschaft der Brüder stärken musste. Bernhard war es wirklich gelungen, dem stolzen, harten Erzbischof nahe zu kommen.

Es waren unruhige Zeiten für die Zisterzienser Sie hatten sich in einem Land - фото 6

Es waren unruhige Zeiten für die Zisterzienser. Sie hatten sich in einem Land angesiedelt, in dem die Vergangenheit die noch unsicheren Meilensteine des Christentums bedrohte. Gegenüber dem Klosterleben herrschte ein weit verbreitetes Misstrauen, auch wenn der König und der Adel sich dreingefügt hatten und damit begannen, den Klöstern für ihr künftiges Wohl beträchtliche Schenkungen zu machen. Und auch unter dem gemeinen Volk war ein Meinungswandel zu erkennen: Die Legende vom Priester Poppo erzählte man sich mittlerweile in jeder Stadt und sie überzeugte bei weitem mehr Dänen, als es die Messen und die fromme Lebensweise der Mönche vermochten. Die dramatische Erzählung von der Feuerprobe, die zur Bekehrung des Wikingerkönigs Harald Blauzahn geführt hatte, bekam ihr glückliches Ende bei Jelling in Stein gemeißelt: Der König bezeugte vor aller Welt seine Bekehrung zum Christentum, indem er ein Monument zu Ehren des Ereignisses errichtete. Dass Poppos bei der Feuerprobe in die Flammen gehaltene Hand unverletzt geblieben war, bot einen Mythenstoff, der lange Zeit als überzeugender Beweis für das Christentum angeführt wurde. Dieses Motiv wurde bei der Ausschmückung von Kirchenwänden, Altartafeln und anderen Dingen, die mit gravierten, gemalten oder gezeichneten Bildern versehen werden konnten, besonders häufig verwendet. Poppos Hand und das Feuer, das ihn nicht besiegen konnte! Das war ein Wunder, und Wunder waren es, die benötigt wurden. Das hatte Eskil bereits zu einem früheren Zeitpunkt eingeräumt. Er wusste, dass starke Argumente notwendig waren, um die herrschenden Männer von der Notwendigkeit zu überzeugen, der Kirche zu spenden, soviel sie konnten, an geistiger Treue wie auch mit klingender Münze. Besonders ein umfangreiches Vermögen war für die weitere Ausbreitung und Blüte der Klosterbewegung von großer Bedeutung. Dass man seiner Kirche etwas gab, war für die christianisierten Dänen nur natürlich. Es war für jeden Einzelnen in der Gemeinde ein Anliegen. Aber den Klöstern! Wer wollte schon von seinen geringen Schätzen den abseits gelegenen und sich sichtlich gut selbst versorgenden Klöstern spenden! Die Mönche konnten sich doch wohl von den Früchten ihrer eigenen Arbeit ernähren! Eskil kannte diese Einwände und sagte sehr deutlich, dass die kleinen Gemeinden in der unmittelbaren Nähe der Klöster nicht die einzige Quelle zur Mehrung der Besitztümer der Klöster sein dürften. Er wollte den Orden der Zisterzienser sich ausdehnen sehen, aber ohne bedeutenden Landbesitz würde kein Kloster in der Lage sein, die notwendige Selbstständigkeit zu erreichen, damit die Ordensbrüder ungestört wirken konnten. Bernhard von Clairvaux hatte sich um weltliche Güter und ökonomische Fragen des Ordens wenig gekümmert. Eskil respektierte Bernhard, doch er sah die Dinge aus einer anderen, praktischeren Sicht. Wenn es dem Orden, seinem auserwählten Orden gelingen sollte, Mittel für einen gewissen Wohlstand zu erlangen, dann musste er dafür sorgen. Die Zisterzienser sollten sich in Skandinavien niederlassen und er war der Mann, der diese Entwicklung so beeinflussen konnte, dass sie nach seinen Wünschen verlief. Und dafür war Geld nötig, viel Geld und viel Land!

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