Dietrich Schulze-Marmeling - Davidstern und Lederball

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Jüdische Sportler und Mäzene spielten in den frühen Jahren des Fußballs eine wesentliche Rolle – vor allem in Deutschland, Österreich und Ungarn. Jüdische Pioniere waren an prominenten Vereinsgründungen wie Bayern München, Austria Wien oder Eintracht Frankfurt beteiligt, jüdische Kicker verstärkten die Nationalmannschaft, jüdische Förderer trugen dazu bei, den Fußball zur Massensportart zu machen. Dieses Engagement, das ab 1933 ein gewaltsames Ende fand und seither in Vergessenheit geriet, wird von den Autoren erstmals ausführlich beschrieben. Dabei thematisieren sie auch die Diskriminierung, der jüdische Fußballer vielfach noch heute ausgesetzt sind.

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»Unendlich viel zu verdanken« – Jüdische Traditionen im Fußball-Süden

Es gibt zahlreiche Fußballvereine, die bis 1933 jüdische Funktionäre und Gönner besaßen – eine Tatsache, die in den offiziellen Vereins- und Verbandsgeschichten eher als Marginalie oder gar nicht behandelt wird. Meist waren es Fußball-Pioniere bzw. die so genannten Stadtvereine, die geprägt waren von Aktiven und Funktionsträgern aus der Ober- und Mittelschicht – von Kaufleuten und Ärzten beispielsweise. Der nachstehende Beitrag benennt einige der Vereine, die jüdische Wurzeln hatten, wobei die lokale Forschung teils Wesentliches zutage brachte.

Einige der jüdischen Fußball-Repräsentanten der frühen Jahre sind in diesem Buch erwähnt, dazu gezählt werden muss auch »der jahrelange Führer des Hamburger und darüber hinaus des norddeutschen Fußballsports, unser Glaubensgenosse Paul Koretz« (»Israelitisches Familienblatt« 8.9.1926), der im Alter von 42 Jahren in Hamburg verstarb. Paul Koretz war 20 Jahre lang Vorsitzender des renommierten SC Victoria Hamburg, außerdem Vorsitzender und Ehrenvorsitzender des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV). Koretz stammte aus Österreich.

Süd-Elite fordert »Entfernung der Juden«

Dieser Beitrag allerdings hat vorrangig die süddeutsche Fußballszene zum Thema, Anfang des 20. Jahrhunderts das eigentliche Zentrum der deutschen Fußballbewegung. Die führenden Klubs der Region hatten sich um den 9. April 1933 in einer Art von vorauseilendem Gehorsam »freudig und entschieden« zur NS-Machtübernahme bekannt und versprochen, sich »insbesondere in der Frage der Entfernung der Juden aus den Sportvereinen« zu engagieren. Unterzeichnet hatten das Schreiben aus Bayern der FC Bayern München, 1860 München, 1. FC Nürnberg, SpVgg Fürth, aus Hessen Eintracht Frankfurt, FSV Frankfurt, aus Baden Phönix Karlsruhe, Karlsruher FV, SV Waldhof, aus Württemberg Stuttgarter Kickers, Union Böckingen und aus der bayerischen Pfalz FC Kaiserslautern und FC Pirmasens.

Warum gerade diese Vereine die Erklärung abgaben, erschließt sich aus einem Blick auf das Fußballgeschehen zu der Zeit: Alle genannten Klubs spielten damals in zwei Gruppen um die Südmeisterschaft. Was allerdings noch niemandem auffiel: Aus diesem illustren Kreis hatten zwei Endrunden-Teilnehmer nicht unterschrieben, nämlich Wormatia Worms und der FSV Mainz 05. Waren deren Vertreter nicht erreichbar gewesen oder wollten sie nicht unterzeichnen?

Zu Mainz wäre im Übrigen anzumerken, dass noch am 15.3.1933 (laut Meisl/Pinczower) der Jude Jack Koronczyk, insgesamt 25 Jahre als Referee tätig, von etwa hundert Schiedsrichtern zum Vorsitzenden der Schiedsrichter-Vereinigung Mainz gewählt wurde. Koronczyk war in ca. 500 Spielen Unparteiischer und leitete auch Begegnungen um die Süddeutsche Meisterschaft. Der Kaufmann Jakob Koronczyk war 1899 in München geboren worden, wurde 1928 in Karlsruhe als Badener eingebürgert und betrieb zu Beginn der 1920er Jahre das »Sporthaus Stadion« in der Flachsmarktstr. 34 in Mainz.

Doch zurück zur Resolution der süddeutschen Spitzenklubs. Als der Reichskommissar Hans von Tschammer zu Osten am 10.5.1933 kundtat, »in der Arierfrage muss ich mir die endgültige Lösung noch vorbehalten«, hatte längst, »vom gesamtgesellschaftlichen Klima inspiriert« (Artur Heinrich), der Verdrängungsprozess jüdischer Sportler aus den Vereinen eingesetzt. Der Judenboykott vom 1. April, das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums samt sog. Arierparagraf vom 7. April, die Umsturz-Stimmung, die hemmungslose antisemitische Propaganda und die brutale Verfolgung der Opposition hatten eine Stimmung geschaffen, in der die Sportverbände nur zu willfährig das vollzogen, was letztlich auch im Sinne der Nationalsozialisten war.

Voraus eilen die mächtige Deutsche Turnerschaft, Amateurboxer und Berufsboxer, Deutscher Kanu-Verband, Deutscher Schwimm-Verband etc. Der DFB-Vorstand, Datum 9.4.1933, »fordert von seinen Vereinen, mit allen Kräften an der nationalen Erneuerung mitzuarbeiten«. Am 19.4.1933 ist im »Kicker« zu lesen: »Der Vorstand des Deutschen Fußball-Bundes und der Vorstand der Deutschen Sportbehörde halten Angehörige der jüdischen Rasse (…) in führenden Stellungen der Landesverbände und Vereine nicht für tragbar. Die Landesverbände und Vereine werden aufgefordert, die entsprechenden Maßnahmen, soweit diese nicht bereits getroffen wurden, zu veranlassen.« Der Reichssportkommissar Tschammer war noch nicht einmal ernannt – und insofern gab es keine offizielle Direktive –, als jüdischen Fußballsportlern verdeutlicht wurde, dass für sie in den sog. paritätischen Vereinen kein Platz mehr sei. Der Süddeutsche Fußball- und Leichathletik-Verband schloss die jüdischen Klubs aus, es folgte der Südostdeutsche Fußball-Verband, die Stadt Hannover forderte die Vereine zur Einführung des so genannten Arierparagrafen auf, der Ende 1933 für die Berliner Vereine galt. Südbadische Vereine hatten (nach Schwarz-Pich) am 12.4.1933 verlangt, den so genannten Arierparagrafen sofort einzuführen. Die Presse in Mannheim und Umgebung sei – von wem? – aufgefordert worden, keine Berichterstatter jüdischen Glaubens mehr zu Fußballspielen zu schicken.

Als Tschammer sich wieder zum Thema äußerte, hatte alles längst seinen Lauf genommen. Der Reichssportkommissar laut »Kicker«-Bericht im Mai 1933 im Rundfunk: »Ich will nicht über einen Kamm scheren, aber dass es dem jüdischen Turner und Sportler im neuen Deutschland nicht möglich ist, eine führende oder mitbestimmende Stellung einzunehmen, hat er unterdessen selbst eingesehen.« Am 24.5.1933 äußert Tschammer, sollten Vereine sich weigern, jüdische Mitglieder auszuschließen, müsse man scharf vorgehen – Ausnahme seien bekannte Mitglieder. Aber auch da hatte die Realität bereits die Absichten überholt: Der »Kicker«-Chefredakteur, Würz-burgs bester Fußballer, Ulms bester Mittelstürmer, bekannte Vereins-Funktionäre hatten längst keinen Platz mehr im Sport im »neuen Deutschland«.

Sanktioniert wurde all das, was bereits geschehen ist, mit der »Einheitssatzung des Deutschen Verbandes für Leibesübungen« im Januar 1935, Tschammer ist seit dem 19.7.1933 Reichssportführer. Danach können keine jüdischen Sportler mehr von den Vereinen dieser Organisationen aufgenommen werden. Falls der jeweilige Klub in eigener Initiative die Satzung um den so genannten Arierparagraphen ergänzen würde, hätte dies den Ausschluss jüdischer Mitglieder zur Folge.

Mannheim: Herbergers Gönner

Mit der Erklärung der süddeutschen Spitzenklubs begann der Exodus der Mitglieder jüdischen Glaubens aus den Fußballvereinen. So war es auch beim traditionsreichen VfR Mannheim, der im Ruf eines »Judenklubs« stand, nach dem Zweiten Weltkrieg Deutscher Meister war (1949) und sich 2002 aus finanziellen Gründen von der 3. Liga in die 5. Liga zurückzog. Die Rasensportler waren der »Stadtverein« (andere schreiben vom »Geldverein«) und standen als Repräsentanten der Bürgerschicht damit im Gegensatz zum Lokalrivalen SV Waldhof, der aus dem proletarischen Milieu kam.

Wie in so vielen anderen Fällen auch existiert beim VfR kein Vereinsarchiv, in dem Unterlagen aus der Zeit der Weimarer Republik und der Nazizeit auffindbar wären. Schwarz-Pich berichtet, die führenden Männer des VfR hätten sich bei den jüdischen Vereinsmitgliedern entschuldigt, als diese von ihren Funktionen »entbunden« wurden. Karl Geppert vom VfR, in den 1920er Jahren 3. Vorsitzender des DFB und im Vorstand des Süddeutschen Fußball-und Leichtathletik-Verbandes (SFV), besuchte 1934 Fußball-Pionier Walther Bensemann in dessen Schweizer Exil und soll den in ärmlichen Verhältnissen lebenden Emigranten finanziell unterstützt haben. In Richard »Little« Dombi (Kohn) besaß der VfR in den 1920er Jahren einen jüdischen Trainer, der in Süddeutschland bereits erfolgreich bei den Sportfreunden Stuttgart gearbeitet hatte und später u.a. als Coach des Deutschen Meisters Bayern München (1932) und als »De Wonderdokter« bei Feyenoord Rotterdam Berühmtheit erlangte.

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