Anny von Panhuys - Irenes Liebeslied

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Ein Roman über die Sorgen und Nöte des verarmten Adels und einer jungen Frau, die nicht aufgibt: Irene von Felsen lebt in sehr einfachen Verhältnissen zusammen mit ihrer Mutter, die trotzdem nicht möchte, dass ihre Tochter Karriere als Operettensängerin macht, da sie es für eine Adlige als nicht schicklich ansieht. Zusätzlich zu den Reibereien und Geldsorgen kommen auch noch Liebeswirrungen hinzu. Doch Irene lässt sich nicht beirren, und so meint es das Schicksal schließlich doch gut mit ihr!-

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Irene nickte, versprach alles und wußte doch, sie würde niemals den Mut haben, dem steifen, kühlen Herrn von Kuffstein von ihren Wünschen und Träumen zu reden. Der verstand sie sicher noch viel, viel weniger, als die Mutter sie verstanden.

Tief in schwarze Trauerschleier gehüllt, reiste sie mit Herrn von Kuffstein ab, fuhr durch einen Teil des Thüringer Landes, bis sich die Berge immer tiefer duckten und allmählich ganz verloren. Die Tannen und Kiefern der Mark begannen, strömten würzigen Hauch aus, aber auch jene leise Melancholie, die dem Flachland eigen. Ein Stündchen hinter Berlin, eingeklemmt zwischen Föhren und einem dunklen See, lag die Maxburg, deren Name nicht zu der ganzen Landschaft zu passen schien, obgleich der alte, breitflügelige Bau entschieden burgähnlichen Charakter trug. Aber Irenes Empfinden nach gehörte eine Burg auf eine Höhe.

Frau Littegarde von Kuffstein war eine schmale, vornehme Frau, die noch heute schön zu nennen gewesen wäre, wenn ihr Gesicht nicht einen gar so starren Ausdruck gehabt hätte. Bei Irenes Anblick ward ihr Antlitz wärmer, und in ihrer spröden Stimme schwang eine leise Zärtlichkeit, als sie die Tochter ihrer toten Jugendfreundin begrüßte.

III

Nun weilte Irene bereits seit Wochen im Heim ihres Vormundes, und die Natur begann schon ihr Herbstgewand zu rüsten, aber bisher hatte Irene noch nicht gewagt, auch nur mit einer Silbe von der Sehnsucht und dem Traum ihres Lebens zu sprechen. Herr von Kuffstein blieb immer gleich steif und förmlich, kein warmes Wort wollte in seiner Gegenwart laut werden, und Frau Littegarde schien immer in tiefe Gedanken eingesponnen. Wenn man mit ihr sprach, nistete sich allerdings ein verbindliches Lächeln um ihre Lippen ein, doch der abwesende Ausdruck in ihren grauen Augen verriet wenig Teilnahme.

Zuweilen kam Besuch aus der Nachbarschaft, aber es waren meist ältere Herrschaften, und Irene lebte in fast klösterlicher Stille und Einsamkeit dahin. Die ganze Natur um Maxburg herum betonte die Stille noch. Irene wollte es manchmal dünken, als wären ihr die Freuden vordem in der alten Mainstadt doch nicht so karg zugemessen gewesen, wie es ihr damals geschienen.

Herr von Kuffstein schrieb Tage und halbe Nächte an irgendeinem dickleibigen, genealogischen Werk, und Frau Littegarde legte sich die Karten, starrte dann mit verträumten Augen ins Weite, lächelte ihr abwesendes Lächeln. Die Dienstboten waren meist ältere Leute, im Dienst der Herrschaft ergraut. Alles war unwirklich und verblaßt in Maxburg, das warme, lebendige Leben wohnte nicht in den düsteren Mauern, die hohe, hallende Säle und endlose Zimmer umschlossen. Irene fürchtete sich manchmal in den weiten Räumen mit den alten Möbeln im Stile vergangener Zeiten, fürchtete sich vor den Ahnenbildern, und ihr war es, wenn sie zur Dämmerstunde durch die langen, sich endlos dehnenden Gänge schritt, als liefen Herren und Damen in verschollenen Trachten neben ihr her, verfolgten ihre Bewegungen mit starren, toten Augen.

Eines Tages nahm sie am Flügel Platz, ein paar weiche, suchende Akkorde kamen unter ihren Händen aus dem Instrument. Plötzlich stürzte Frau Littegarde erregt ins Zimmer.

„Um des Himmels willen, nicht spielen, Irene, niemals spielen, mein Mann verträgt keine Musik, sie kann ihn rasend machen, wir wollen froh sein, wenn er dich nicht gehört hat!“

Irene wollte daraufhin allerlei fragen, doch mit fast befehlender Handbewegung gebot ihr die Schloßfrau Schweigen.

„Der Onkel mag keine Musik, das muß dir genügen.“ Leiser hatte sie hinzugefügt: „Auch mich stört Musik, mein Kind!“

Ihre Augen blickten schon wieder abwesend, sie schien bereits vergessen zu haben, was sie gesprochen.

Aber Irene vergaß es nicht.

Nun durfte sie also auch nicht spielen, nicht singen.

Frau Leipholz’ Mahnung fiel ihr ein. Wie hatte sie doch gesagt in der Abschiedsstunde?

„Baroneßchen, blondes, süßes, lassen Sie sich Ihr Lerchenseelchen nicht von harten Junkerfäusten zerdrücken. Singen Sie, singen Sie, bis Sie sich die Welt ersungen haben!“

Komisch, wehtuend komisch wirkte die Mahnung in dieser Umgebung, in die sie der letzte Wille der Mutter verpflanzt. Junkerfäuste erdrückten ihr Lerchenseelchen allerdings nicht, ein paar Worte aus dem Munde Frau Littegarde Kuffsteins genügten dazu.

Und hier mußte sie noch mindestens zwei Jahre leben. Vor kurzem war sie neunzehn geworden, zwei Jahre stand sie noch unter Vormundschaft. So lange durfte sie kein Instrument berühren, so lange kein helles Jubelliedchen singen. Unmöglich dünkte es sie, ganz unmöglich. Und weshalb durfte sie nicht? Wen störte es, wenn sie in einem von den Wohnräumen des Ehepaares ziemlich entfernten Zimmer ein wenig Musik trieb? War das, was Frau von Kuffstein gesagt, vielleicht nur der Ausfluß einer momentanen schlechten Laune gewesen und dachte sie ein anderes Mal kaum noch daran, wußte möglicherweise gar nicht mehr, was sie gesagt? Zuzutrauen war es der Frau mit dem immer abwesenden Blick schon.

Nein, sie durfte sich nicht gleich von ihr ins Bockshorn jagen lassen.

Es lag doch für sie kein Grund vor, sich sofort dem merkwürdigen Verbot zu fügen. Musik gehörte zu ihr, und sie fieberte förmlich danach, wieder einmal Beethoven oder Haydn zu spielen oder sich zu einem schönen Lied zu begleiten.

Der Flügel war ein prachtvolles Instrument, hatte einen viel volleren, ausgiebigeren Ton als ihr Piano, das mit ihren anderen mütterlichen Möbeln im leeren rechten Seitenbau Platz gefunden. Irene hatte zwei Zimmer im ersten Stock zugewiesen erhalten. Beide waren bequem und hübsch mit alten, wertvollen Möbeln eingerichtet, und ein schmaler Balkon vor dem Fenster gehörte noch zu den ganz besonderen Vorzügen der Zimmer.

Es war ein selten warmer Herbsttag gewesen, und auch der Abend war lau und milde. Über dem Föhrenwäldchen lag noch ein glühender Wolkensaum, schien die Spitze der hochragenden Bäume zu berühren. Irene stand auf dem Balkon, und ihr Blick umfaßte die Gegend vor ihr.

Dunkel und schwermütig breitete sich links der See, schob sich rechts das Föhrenwäldchen heran wie ein Heer von Riesen, das gegen die Burg marschiert. Zum erstenmal, seit sie hier weilte, spürte Irene den stillen, ernsten Zauber der Mark, schwang in ihr eine Seite, die noch nie erklungen, seit sie vom Main hierher verschlagen worden. Eine Art Heimatgefühl, das sie bis jetzt noch nicht einen Augenblick hier empfunden, ergriff sie. Eine Art Heimatgefühl, durchtränkt von leiser Wehmut. Sie war ja heimatlos, war nirgends zu Hause, keinen Menschen gab es auf der weiten Welt, dem sie angehörte.

Ihre Jugend in Wien lag wie ein ferner, schöner Traum hinter ihr, dünkte sie unwirklich, und wie an Unwirkliches erinnerte sie sich an den immer fröhlichen Vater. Nun war auch die Mutter gestorben wie er, und es bedeutete ein großes Glück für sie, in der Maxburg Asyl gefunden zu haben. Ihr kleines Kapital blieb unangetastet, ihre Möbel brauchten nicht verkauft zu werden, und daß die Menschen, die sie aufgenommen, ihr keine Liebe gaben, damit mußte sie sich abfinden. Es schienen Menschen zu sein, die abseits am Leben vorbeigingen, Menschen, die so sehr mit sich selbst beschäftigt waren, daß für ihre Nebenmenschen nichts mehr übrig blieb. Aber die Stimmung des lauen Herbstabends, die tiefe, weiche Schwermut, die dieser Gegend eigen, langte nach ihr mit sanften, gütigen Händen, strich über ihr junges, noch von tausend Sehnsüchten erfülltes Herz. Ein Duft schwebte von Föhren und Wasser her, der beruhigend und stark zugleich war, und in Irene flüsterte es leise: Heimat!

Ganz in sich versunken, ließ sie den eigenartigen Reiz dieser Stunde auf sich wirken. Irgendwo klangen ferne Abendglocken, füllten den Frieden, der in der Natur herrschte, mit heiliger inbrünstiger Bedeutung.

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