Anny von Panhuys - Irenes Liebeslied

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Ein Roman über die Sorgen und Nöte des verarmten Adels und einer jungen Frau, die nicht aufgibt: Irene von Felsen lebt in sehr einfachen Verhältnissen zusammen mit ihrer Mutter, die trotzdem nicht möchte, dass ihre Tochter Karriere als Operettensängerin macht, da sie es für eine Adlige als nicht schicklich ansieht. Zusätzlich zu den Reibereien und Geldsorgen kommen auch noch Liebeswirrungen hinzu. Doch Irene lässt sich nicht beirren, und so meint es das Schicksal schließlich doch gut mit ihr!-

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„Weshalb schweigst du denn, Kind? Weißt du kein armseliges Trostwort für mich?“ sagte Frau von Felsen vorwurfsvoll und zerriß damit Irenes Sinnen.

Das junge Mädchen zwang ihre aufrührerischen Gedanken nieder.

„Ja, Muttchen, ich möchte dich gerne trösten, aber womit? Vielleicht heirate ich einmal einen Inder, einen reichen Maharadscha, werde indische Fürstin, und wir wenden allem, was dich kränkt und ärgert, endgültig den Rücken. Vielleicht finden wir dann irgendwo unter Palmen eine neue Heimat. Ich will fleißig Umschau nach dem Maharadscha halten.“

Nun lächelte Frau Olga von Felsen.

„Die Maharadschas laufen bei uns nur im Film herum, Irene, und die Schattengestalten lassen sich nicht einfangen.“

Sie ging langsam an den Schreibtisch zurück, vertiefte sich in eine allzu schwere Haushaltsrechenaufgabe.

Irene packte die Teepuppe sorgfältig ein.

„Ich will nun zu Frau Klaußmann gehen, Mutter.“

Die Baronin nickte nur dazu, ließ sich nicht stören.

Irene atmete tief auf, als sie ins Freie trat. Die warme, strahlende Frühlingssonne tat ihr gut, und vergnügt betrat sie den Bäckerladen.

Ein wohlwollendes, volles Frauengesicht lächelte ihr entgegen.

„Ah, die Baronesse, und mir scheint, das Püppchen ist fertig“, klang es ihr entgegen. „Kommen Sie, bitte, mit ins Zimmer, wir wollen eben Kaffee trinken, vielleicht darf ich Ihnen ein Täßchen anbieten.“

Irene bejahte gerne. Bei der Mutter gab es nur Kaffeezusatz, hier guten, reinen Bohnenkaffee. Auch war es nicht das erstemal, daß sie am Klaußmannschen Tisch Platz nahm.

Bei Irenes Eintritt erhob sich ein schlanker Herr von einem der Stühle, sah auf die bildhübsche, junge Dame, die verwundert sagte: „Ich wußte nicht, daß Sie Besuch haben, Frau Klaußmann, und will lieber ein anderes Mal wiederkommen.“

Frau Klaußmann hielt sie einfach am Ärmel fest. „Das gibt es nicht, Baronesse, nun Sie einmal hier sind, lasse ich Sie nicht gleich wieder fort. Heute gibt’s prima Makronentörtchen und Mohrenköpfe.“

Irenes Augen lachten, und ein begeistertes: „Hm, fein!“ entschlüpfte ihren Lippen.

Der schlanke Herr verbiß ein Lächeln, sagte ernst: „Sie scheinen sehr viel für Makronentörtchen und Mohrenköpfe übrig zu haben, und deshalb rate ich Ihnen ebenfalls zu bleiben. Um so mehr, da ich kaum stören dürfte. Im übrigen gestatten Sie mir, mich Ihnen vorzustellen, ich heiße Alfred Grote und bin so eine Art fahrender Musikant, dazu ein Neffe von Frau Klaußmann.“

Irene neigte leicht den Kopf. „Irene von Felsen.“

Sie sann, weshalb sie der Name Alfred Grote so bekannt dünkte, als hätte sie ihn erst vor kurzem gehört oder gelesen.

Etwas zögernd sprach sie das aus.

Die dicke Frau Klaußmann wollte Antwort geben, doch der Mann kam ihr zuvor.

„Mein Name ist kein allzu seltener.“

Er mochte nicht erwähnen, daß morgen abend im Frankfurter Opernhaus seine erste Operette zur Aufführung kam, daß er deshalb in Frankfurt weilte und bei dieser Gelegenheit die ihm bisher fast unbekannten Verwandten aufgesucht hatte. Er war, wie alle Künstler, ein wenig abergläubisch, und man spricht am besten so wenig wie möglich vorher von erhofften Erfolgen.

Frau Klaußmann merkte die Absicht ihres Neffen und schwieg, so gern sie sich auch ein bißchen wichtig getan hätte, um so lieber, als sie wußte, die Baronesse schwärmte für gute Operetten und wäre vielleicht für einen Freiplatz nicht unempfänglich gewesen. Aber Alfred Grotes ganzes Wesen imponierte ihr. Sie bekräftigte seine Worte noch, stimmte ihm bei. „Grote ist wirklich kein allzu seltener Name. Bin ja auch eine geborene Grote, mein Bruder ist Alfreds Vater.“

Sie rief das Dienstmädchen herbei, das gewandt den Kaffeetisch deckte. Frau Klaußmann entschuldigte sich. „Die Verkäuferin ist heute beurlaubt, sonst brauchten wir ja nicht im Hinterzimmer Kaffee zu trinken, aber ich muß aufpassen, wenn Kundschaft kommt.“ Sie wandte sich an Irene. „Doch jetzt packen Sie aus, liebe Baronesse, ich bin so gespannt auf meine Puppe.“

Alfred Grote fragte verblüfft: „Willst du mit Puppen spielen? “

Frau Klaußmann erklärte: „Bewahre, aber Baronesse von Felsen ist Kunstgewerblerin und versteht entzückende Teepuppen zu machen.“

Der Mann sah plötzlich wie hergeweht einen bitteren Zug um Irenes Mund, der wenig zu ihrer Jugend paßte, und erriet, daß Geldmangel dieses hübsche, blonde Mädchen mit dem klingenden Namen dazu trieb, für Frau Bäckermeister Klaußmann eine Teepuppe zu machen, er verstand plötzlich, daß Makronentörtchen und Mohrenköpfe höchster Feiertagsschmaus für sie waren.

Eine warme Welle des Mitleids spülte über sein Herz hin, und sein Blick suchte den ihren.

Als fühlte sie, was in ihm vorging, so kalt und hochmütig sah sie ihn jetzt an. Deutlich stand auf dem feinen Antlitz geschrieben: Mitleid erträgt mein Stolz nicht.

Da ließen die Augen des Mannes das liebliche Gesicht frei, warteten, was sich aus der Papierumhüllung lösen würde.

Fast zögernd stellte Irene die Teepuppe auf einen kleinen, mit weißer Spitzendecke geschmückten Tisch, ihr Werk gefiel ihr mit einem Male gar nicht mehr.

Frau Klaußmann klatschte geräuschvoll in die molligen Hände.

„Reizend, wundervoll ist die kleine Dame, ich könnte mich beinahe vor ihr fürchten, so vornehm sieht sie aus.“

Alfred Grote nickte ihr zu.

„Stimmt, Tante, das Dämchen hat Rasse, Kultur und alten Adel in jeder Kleiderfalte.“

Frau Klaußmann legte Irene die Hand auf die Schulter.

„Ich glaube, Sie haben das, was mein Neffe eben sagte, ich meine, die Geschichte mit Kultur und Rasse sieht besonders gut aus, weil Sie selbst von altem Adel sind. Das sind Dinge, die müssen angeboren sein, denke ich mir.“

Irene erinnerte sich an die Unterhaltung mit der Mutter.

„Möglich, aber es ist zuweilen entsetzlich langweilig und beengend, von altem Adel zu sein. Wenn man jung ist, nicht allzuviel Geld hat, ist alter Adel ein Fluch.“

Ohne es selbst zu wollen, waren Irene die bitteren, anklagenden Worte entflohen.

Frau Klaußmann blickte ziemlich verständnislos, Alfred Grote aber schwebten warme, linde Worte auf den Lippen, doch vor dem Hochmutsblick, der ihn traf, schwieg er. Er empfand Zorn.

Was fiel denn dieser Baronesse, die für seine Tante, die Frau Bäckermeister Klaußmann, Handarbeiten machte, um sich etwas zu verdienen, nur ein, ihn anzusehen wie eine entthronte Königin einen zudringlichen Diener?

Er befragte seine Uhr, sagte gleichmütig: „Leider muß ich auf das Kaffeestündchen verzichten, da ich, wie mir eben einfällt, eine wichtige Verabredung habe. Du entschuldigst mich wohl, Tante, in einer Stunde bin ich wieder zurück.“

Vor Irene machte er eine knappe Verbeugung, und dann war er gegangen.

Irene warf die Lippen auf.

Sie fühlte noch immer den mitleidigen Männerblick auf sich ruhen, schämte sich, daß dieser Mann sie durchschaute. Er hatte begriffen, weshalb sie für die reiche Frau Bäckermeister die graziöse, hochmütige Marquise geputzt, und er mochte jetzt wohl lächeln über die Bettelbaronesse.

Frau Klaußmann lud zum Niedersitzen ein, goß Kaffee in die goldumrandeten Tassen.

Irene nahm Platz. Wären die Makronentörtchen und die Mohrenköpfe nicht gar so verlockend gewesen, dann wäre sie jetzt wohl auch gegangen, aber so viel Charakterstärke brachten ihre achtzehn Jahre nicht auf. Auch wußte sie von früheren Besuchen her, eine Tüte voll süßer Backwaren erhielt sie für die Mutter mit nach Hause.

In einem Umschlag überreichte ihr Frau Klaußmann das Honorar für die Teepuppe, aber als Irene heimging, brannte ihr das Geld in der Hand, und sie hatte sich doch so sehr darauf gefreut. Obwohl Frau Klaußmann keine Silbe mehr über den Neffen geäußert, hatte Irene fortwährend an ihn denken müssen, dachte noch jetzt an ihn, an seine hohe Gestalt und die scharfgezeichneten Züge. Einen fahrenden Musikanten hatte er sich genannt. Sie wußte nicht recht, was er damit meinte.

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