Anny von Panhuys - Irenes Liebeslied

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Ein Roman über die Sorgen und Nöte des verarmten Adels und einer jungen Frau, die nicht aufgibt: Irene von Felsen lebt in sehr einfachen Verhältnissen zusammen mit ihrer Mutter, die trotzdem nicht möchte, dass ihre Tochter Karriere als Operettensängerin macht, da sie es für eine Adlige als nicht schicklich ansieht. Zusätzlich zu den Reibereien und Geldsorgen kommen auch noch Liebeswirrungen hinzu. Doch Irene lässt sich nicht beirren, und so meint es das Schicksal schließlich doch gut mit ihr!-

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Aber es ging sie ja weiter nichts an, am besten war es, gar nicht mehr an den unsympathischen Menschen zu denken. Aber es ist eine alte Geschichte, unangenehme Dinge haften meist viel fester im Gedächtnis als angenehme. Noch in den Traum der Baronesse von Felsen schlich sich Alfred Grotes schlanke Gestalt, sein kühnes Profil und sein mitleidiger Blick.

Sie weinte morgens ein paar zornige Tränen. Was kümmerte sie dieser Mensch!

Was war das nur für ein seltsam unheimliches Gefühl? War sie krank, oder war das Angst vor der ungewissen Zukunft, in die sie mit der Mutter hineinlebte, mit der Mutter, die sich nicht dazu verstehen mochte, der neuen Zeit auch nur die kleinsten Zugeständnisse zu machen. War der Rest des Vermögens aufgebraucht, dann stand man dem Nichts gegenüber.

Irene fror, wenn sie daran dachte. Ihre Jugend sehnte sich nach Freude und Geselligkeit, nach hübschen Kleidern und ungestopften Strümpfen. Aber die Mutter hatte kein Verständnis dafür. Nach ihrer Ansicht wurde der Wert eines gestopften Taschentuchs oder Strumpfes reichlich aufgewogen durch die darin eingestickte siebenzackige Krone. Sie selbst war eine geborene Komtesse, die Wäsche, die aus ihrer Ausstattung stammte, zeigte die neunzackige Krone.

Irene dachte: Es muß schön sein, mutig in die weite Welt hinauslaufen zu dürfen, wie wohl ein Kind auf eine große Wiese hinausläuft, sich Blumen pflückt und nach bunten Schmetterlingen hascht. Draußen, irgendwo in der weiten Welt, flog das Glück umher, wie im Frühling die Schmetterlinge über die Wiesen fliegen, und man konnte es sich, wenn man flink und keck war, einfangen. Aber wenn sie hier in den drei Zimmern der leidlich eleganten Mietskaserne weiterhocken mußte, dann würde sie ein glückloses Altjüngferchen werden mit glattem Scheitel und verbittertem Herzen. Ein armes Altjüngferchen, das dazu verdammt war, am Leben vorbeizueilen.

Aber plötzlich lächelte sie wieder. Sie war erst achtzehn Jahre! Und mancher Mensch braucht überhaupt nicht hinaus auf die Glücksjagd, zu manchem Menschen kommt es von selbst, das Glück, ohne sich vorher anzumelden, und steht mit einem Male vor einem und lacht blankäugig: Hier bin ich!

II

Irene war in der Leihbibliothek gewesen, hatte ein Buch für die Mutter umgetauscht, deren Lieblingsbeschäftigung das Lesen von Romanen war. Darüber vergaß sie am besten die Gegenwartssorgen. Am Roßmarkt begegnete Irene der Opernsängerin Frau Leipholz, die lächelnd eine etwas theatralische Umarmung markierte.

„Baroneßchen, blondes, liebliches, weshalb kommen Sie denn gar nicht mehr zu mir? Sie wissen doch, Kind, wie sehr ich mich freue, wenn Sie mich besuchen!“

Sie schob ihren Arm in den Irenes.

„Ich wollte schon zu Ihnen schicken, aber ich weiß, Ihre Mutter sieht Ihren Umgang mit mir nicht gern, da unterließ ich es lieber. Wollen Sie ’ne Karte fürs Opernhaus heute abend, ja? Hab’ gerade einen feinen Platz, denken Sie, vom Komponisten selbst, und es macht Ihnen vielleicht Vergnügen, einer gediegenen Erstaufführung beizuwohnen. Wissen Sie, Mädel, die neue Operette ,Blütenzauber‘ ist etwas wert, darüber sind wir vom Fach uns alle einig. Unser Opernhaus hat lange nicht mehr solche prima Musik gehört, wie sie dieser Herr —“, sie schnippte mit den Fingern, „ach, dieser unbekannte Dingsda — ich kann keine neuen Namen behalten — bringt. Beim Deiwel, der Mensch hat was los. Man könnte meinen, die ollen seligen österreichischen Vollblutmusiker hätten ihm ein Stück ihrer durch und durch musikalischen Seelen vermacht, so jauchzt und trillert und lebt und tanzt alles in der Operette. Gestern war Generalprobe, da ist unser Star, die Mila Wischer, dem Komponisten einfach um den Hals gefallen vor Entzücken. Also nehmen Sie die Karte, Kind, und spenden Sie recht fleißig Beifall, ich habe auch keine üble Rolle zu spielen.“

Bis jetzt war es Irene noch nicht gelungen, den geringsten Einwurf anzubringen. Aber sie wußte längst, wenn Frau Leipholz sprach, dann sprach sie eben, es war schon am besten, man wartete, bis sie selbst ein Pause machte. Dieser Augenblick schien gekommen.

„Ich danke Ihnen recht herzlich, Frau Leipholz, daß Sie an mich gedacht haben, ich bin nach Ihrem Lob ganz außerordentlich auf das neue Werk gespannt!“

„Das dürfen Sie auch“, nickte die Sängerin, schritt neben Irene her. „Das Interessanteste ist aber, Liebste, niemand hat vordem etwas von dem Komponisten gehört, man sagt, er wäre auch nie vordem mit einer Arbeit hervorgetreten, und nun steht da ein Fertiger. Und Schwung hat der Mensch, Rhythmus zuckt in jedem Takt. Außerdem ein feudal aussehender Herr, nicht mehr ganz jung, sieht aus wie ein früherer Gardeoffizier oder Großgrundbesitzer. Die Komponisten, die ich bisher kennenlernte, sahen alle anders aus.“ Sie drückte Irenes Arm fest an sich. „Kommen Sie rasch auf einen Sprung mit zu mir herauf, damit ich Ihnen die Eintrittskarte gebe.“

Irene lächelte zustimmend. Ach, wie freute sie sich auf den Abend. Die Mutter gönnte ihr sicher die Erholung, obwohl sie für die eigene Person, seit sie sich keine Logenplätze mehr zu kaufen vermochte, nichts mehr für Theater und Oper übrig hatte. Sie zog einen Roman aus der Leihbibliothek vor.

Nachdem Irene ihre Karte erhalten, eilte sie heim, doch machte sie an der nächsten Litfaßsäule halt. Jetzt wollte sie sich doch unterrichten, von wem diese neue Operette eigentlich war. Die zerstreute Frau Leipholz nannte den Komponisten einfach „Herrn Dingsda“, und das klang doch ziemlich unbestimmt.

Sie ging mit suchenden Augen um die Säule herum. Da war das Opernhausprogramm. Mit auffallend dick gedruckten Lettern sprang ihr der klangvolle Titel „Blütenzauber“ förmlich entgegen, und dann las sie den Namen des Komponisten und las ihn noch einmal, schüttelte verwirrt den Kopf, als könne es nicht stimmen, was da stand.

Ihre Lippen bewegten sich, mechanisch murmelte sie vor sich hin, was sie las: Text und Musik von Alfred Grote.

Dann ging sie weiter, dachte nur immer, wie seltsam das war, daß sie den Komponisten der neuen Operette, die so hervorragend sein sollte, kannte, daß es niemand anders war als der Neffe von Frau Klaußmann, der unangenehme Mensch, der ihr mit seinem mitleidigen Blick Zorn ins Blut gejagt.

Nun ward ihr der Sinn klar, weshalb er von sich gesagt, er sei so eine Art von fahrendem Musikanten.

Ob er wirklich so viel konnte, wie Frau Leipholz meinte, oder ob die lebhafte Dame nur so begeistert war, weil ihr selbst in der neuen Operette eine hübsche, beifallssichere Rolle zuteil geworden? Dergleichen fällt bei Bühnenkünstlern sehr ins Gewicht, und sie verwechseln ihre Rolle oft mit dem ganzen Werk.

Warum wünschte sie nur plötzlich, die Operette möchte nichts Besonderes sein? Was kümmerte es sie, ob Alfred Grote Erfolg oder keinen Erfolg hatte, sie mußte den Menschen von seiner Kunst scheiden. War ihr Alfred Grote unsympathisch, konnte er doch als Komponist sympathisch sein.

Zu Ungerechtigkeiten gegen den Künstler durfte sie sich nicht verleiten lassen.

Es war ein schöner Balkonplatz, den ihr Frau Leipholz gegeben, und Irene saß in fiebernder Erwartung, als berühre sie das Schicksal der neuen Operette persönlich. Sie sah Frau Klaußmann, in feierlichem Schwarzseidenen mit großen Brillanten in den Ohren und an den Fingern, neben irgendeiner ihrer Freundinnen im Parkett, doch nirgends entdeckte sie das scharfe Profil Alfred Grotes. Plötzlich wurde der Platz neben ihr besetzt, ein Herr in tadellosem Abendanzug machte ihr, ehe er sich niederließ, eine kleine Verbeugung, und zu ihrer grenzenlosen Verwunderung erkannte sie in ihm Alfred Grote selbst.

Welch ein Zufall führte ihn in diesem großen Haus ausgerechnet auf den Platz neben ihr? Sie fühlte, wie ihr das Blut in die Wangen stieg und ärgerte sich gleichzeitig darüber.

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