Anny von Panhuys - Irenes Liebeslied

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Ein Roman über die Sorgen und Nöte des verarmten Adels und einer jungen Frau, die nicht aufgibt: Irene von Felsen lebt in sehr einfachen Verhältnissen zusammen mit ihrer Mutter, die trotzdem nicht möchte, dass ihre Tochter Karriere als Operettensängerin macht, da sie es für eine Adlige als nicht schicklich ansieht. Zusätzlich zu den Reibereien und Geldsorgen kommen auch noch Liebeswirrungen hinzu. Doch Irene lässt sich nicht beirren, und so meint es das Schicksal schließlich doch gut mit ihr!-

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In impulsiver Bewegung breitete sie weit die Arme aus.

Auch in ihren Adern war Künstlerblut, auch durch ihre Adern strömte es heiß, und die Kunst dünkte sie der selige Garten Eden, in dem zu leben sie sich verzehrte und der ihr doch verschlossen blieb, weil die Mutter ihr Sehnen und Wünschen nicht verstand. Von wem war ihr nur die Sehnsucht ins Blut gekommen? Von der Mutter nicht, aber der Vater, der in seiner Jugend einer der feschesten Reiteroffiziere Wiens gewesen war, mochte das Singen und Klingen gekannt haben, das ihrem Körper zuweilen federnde Leichtigkeit gab, ihm alle Erdenschwere nahm. Der Vater starb zu früh, die Mutter verließ Österreich, denn die veränderten Zeitverhältnisse nahmen ihr die alte Sicherheit, mit der sie bis dahin in ihren Kreisen gelebt, und ein Zufall verschlug sie nach der alten Mainstadt.

Anfangs lebte man hier ja noch etwas gesellig, auch die Gesangstunden, die ihr die Mutter bewilligt hatte, halfen Irene über manches Entbehren hinweg, jetzt aber wallte ihre Neigung, vor dem Publikum singen zu dürfen, zuweilen mit elementarer Kraft in ihr auf, glich einem schäumenden Wildbach, der sich nicht in seinem engen, vorgezeichneten Weg halten lassen will.

Was wußte denn Alfred Grote von ihr? Sie ließ sich ihr Denken und Fühlen nicht von der Stirne ablesen wie er, ließ andere nicht unter sogenannten „Künstlerlaunen“ leiden. Ein ungezogener, unerzogener Mensch war er, weiter nichts, und es war schade um jeden Gedanken, den sie noch an ihn verschwendete.

Sie nahm ein Staubtuch zur Hand, rieb die Möbel blank. Man konnte sich nur eine Aufwärterin halten, die täglich ein bis zwei Stunden kam und in der kurzen Zeit natürlich nicht alle Arbeit leisten konnte.

Alfred Grote hatte das Haus, darin die Baronin Felsen wohnte, in weniger guter Stimmung verlassen, als er es betreten. Eigentlich war es diese hochfahrende Baronesse gar nicht wert, daß er sich über sie ärgerte. Aber er kam nicht so rasch über die Sache weg. Eine verdammt hübsche Person war diese blaublütige Kunstgewerblerin, die ihn von oben herab wie einen dummen Jungen behandelt hatte. Mochte er anfangs auch der Schuldige sein, jetzt waren sie beide durch ihr Benehmen gründlich quitt. Natürlich, so ein Mädel saß eingeplustert in seinem Adelsdünkel wie ein Huhn in seinen Federn, da fehlte jede Brücke des Verständnisses, über die er zu dem Mädel hätte hinüberschreiten können.

Er lächelte. Es war auch unglaublich albern von ihm gewesen, diesen Besuch heute zu machen, schließlich war er doch nicht der Erstbeste. Die Blätter trugen seinen jungen Ruhm schon durchs Land, bald würde seine Operette in Berlin aufgeführt werden, und er wußte es mit Bestimmtheit, auch dort wartete der Erfolg auf ihn.

Er ging auf die Intendanz, machte noch ein paar Besuche und kehrte dann heim zu Frau Klaußmann.

Die gute Dicke strahlte.

„Alfredche, du glaubst nicht, wie ich mich freue, daß wir verwandt sind. Ich kann es gar nicht begreifen, daß ein Grote so etwas Herrliches wie deine Musik zuwege bringen konnte.“ Sie klopfte ihm liebevoll ein Stäubchen vom Rock. „Dein Vater ist doch nicht viel über seinen Schmiedehammer hinausgewachsen, aber daß du selbst jahrelang am Amboß gestanden, sieht dir sicherlich kein Mensch an.“

Alfred Grote lachte laut.

„Ist keine Schande, Tante. Schwer war es damals all die Jahre mit dem Vater, der durchaus nicht an mich glauben wollte. Acht Jahre lang mußte ich mir mein Musikstudium förmlich erkämpfen, aber dafür bin ich nun über und über belohnt, und mit Vater wird es jetzt ein leichtes Spiel werden. Der Erfolg gibt mir recht, und den Erfolg will ich mit meinen Schmiedehänden festhalten, das darfst du mir glauben! Sieh sie dir nur mal an! Die verstehen anzupacken.“

Frau Klaußmann nickte eifrig.

„Dir glaube ich alles, Alfred, für mich bist du ein Zauberer, ein Hexenmeister.“ Sie zog die Brauen hoch. „Daß ein Grote jemals ein berühmter Komponist werden könnte, das ist erstaunlich. Ich muß fortwährend darüber nachgrübeln.“

Am Nachmittag reiste Alfred Grote wieder ab, und sein junger Ruhm war ihm vorangeflogen. Die Vaterarme öffneten sich weit, ein rauhschaliger Mann auf der Mittagshöhe des Lebens, drückte ihn an die Brust, brummte: „Junge, du hast mich besiegt, hast besser gewußt, was das Rechte für dich war, als dein Alter.“

Auch in Berlin errang „Blütenzauber“ einen vollen Erfolg.

Und Irene von Felsen las die Notizen und las auch eines Tages eine längere Abhandlung, die sich mit dem Werdegang Alfred Grotes befaßte. Sie verzog die Lippen. Also ein Schmied war er gewesen, ehe er ein Musiker geworden, deshalb war seine Art, sich zu geben, so rauh und grobschlächtig.

Frau Klaußmann erzählte ihr stolz von dem Neffen.

„Sie glauben nicht, Baroneßchen, was der Junge ausgehalten hat daheim, ehe es so weit gekommen ist. Mein Bruder ist ein Vierschröter und meint, die beste Musik sei es noch alleweil, wenn der Schmiedehammer niederfällt aufs Eisen. Seine Frau ist eine Stille, wagt nicht allzuviel gegen den Derben, und mein Bruder mag den armen Kerl manches liebe Mal bös geduckt haben. Daß er dabei noch so ein Prachtmensch geworden ist, gereicht ihm selbst zum höchsten Lob. Das zeugt für seine Seelenstärke.“

Irene hörte nur gequält zu, wenn Frau Klaußmann auf ihr Lieblingsthema kam, sie mochte Alfred Grote nicht leiden. Sie kannte ihn kaum und empfand doch etwas wie Haß gegen ihn. Dreimal erst war sie mit ihm zusammengetroffen, und dreimal hatte sie sich über ihn ärgern müssen.

Wozu sich seiner erinnern! In ihrem Herzen aber wachten und lebten seine singenden Melodien, und die eine oder andere davon sang sie bei Frau Leipholz.

Die ältliche Sängerin nahm Irene einmal derb bei den Schultern.

„Dummes Mädel, Sie sind echtes, rechtes Theaterblut, und Ihre Frau Mutter kann es nicht verantworten, was sie an Ihnen sündigt.“

Da sickerten ein paar aus tiefstem Herzen kommende Tränen aus Irenes schönen Augen, und mit krampfhaftem Lächeln um den schmerzlich verzogenen Mund sagte sie:

„Ich habe ja keinen Mut, mich gegen die Mutter aufzulehnen, meine immer, wenn es der liebe Herrgott will, daß ich singen soll, hilft er mir schon. Inzwischen mache ich Teepuppen und Kaffeewärmer, male Eierbecher und schnitze Trödelkram. Wenn ich das nur nicht mehr brauchte!“

Es lag viel Ergebung in dem Tonfall der jungen Stimme.

Und dann eines Tages brauchte Irene den Trödelkram, wie sie ihre Kunstfertigkeit nannte, nicht mehr zu machen, aber das ergab sich auf andere Weise, als sie gewünscht und geahnt. Ihre Mutter starb nach kurzer Erkältung, und Irene stand mit ein paar tausend Mark und dem Rest einer einst hochvornehmen Möbelausstattung allein in der Welt.

Irene fand sich nicht zurecht. So lautlos und schattenhaft, wie ihre Mutter in den letzten Jahren gelebt, so lautlos und schattenhaft hatte sie sich fortgestohlen aus der Welt. Und doch mußte sie sich längst mit dem Gedanken an den Tod vertraut gemacht haben, denn es fand sich ein sorgfältig niedergeschriebener letzter Wille, in dem die Baronin Olga von Felsen den Mann einer Jugendfreundin, mit der sie ab und zu Briefe gewechselt, bat, Irenes Vormund zu werden. Das war Herr von Kuffstein, ansässig auf Maxburg in der Mark Brandenburg. Irene hatte noch nie etwas von ihm gehört.

Herr von Kuffstein nahm die Vormundschaft an, kam eines Tages angereist, ließ die Möbel verpacken und setzte den Tag der Abreise mit seinem Mündel schnellstens fest. Kaum, daß sich Irene noch von Frau Klaußmann und Frau Leipholz verabschieden konnte.

Frau Leipholz umarmte sie innig.

„Baroneßchen, blondes, süßes, lassen Sie sich Ihr Lerchenseelchen nicht von harten Junkerfäusten zerdrücken. Singen Sie, singen Sie, bis Sie sich die Welt ersungen haben! Sie sind jung und schön, und Ihre Stimme ist mehr wert als Gold und Geld. Sie sind für die Operette geboren, folgen Sie Ihrer Bestimmung! Die Maxburg liegt ja nicht weit von Berlin, dort können Sie den besten Unterricht haben, machen Sie das Ihren Pflegeeltern klar.“

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