Jannis Linkelmann - Ultras im Abseits?

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Mit gewaltigen Choreografien und dem Einsatz von Pyrotechnik sorgen die «Ultras» unter den Fußballfans für besondere Stimmung auf den Rängen. Doch spätestens nach den Ausschreitungen im Herbst 2011 sind sie ins Gerede gekommen: Man wirft ihnen vor, dass die Grenzen zu Krawallmachern und Gewalttätern zuweilen fließend sind.
Dieses Buch unternimmt erstmals den Versuch, diese Form jugendlicher Subkultur von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Beiträge lieferten Ultra-Anhänger selbst, aber auch andere Fans und Fanprojekte, Journalisten und Wissenschaftler. Damit gelingt es, die Ultra-Szene differenziert abzubilden und zu einem besseren Verständnis beizutragen. Für alle, die sich über das Phänomen der Ultras informieren wollen, wird dieses Standardwerk unentbehrlich sein.

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1./2. Bundesliga Zuschauerentwicklung 2000-2010 16

Saison 1. Bundesliga Zuschauer Durchschnitt 2. BundesligaZuschauer Durchschnitt Gesamtzahl
2000/01 8,7 Mio. 28.400 2,9 Mio. 9.600 11,6 Mio.
2001/02 9,5 Mio. 31.000 2,5 Mio. 8.000 12,0 Mio.
2002/03 9,8 Mio. 31.900 3,0 Mio. 10.100 12,8 Mio.
2003/04 10,7 Mio. 35.000 2,6 Mio. 8.600 13,3 Mio.
2004/05 10,8 Mio. 35.200 3,7 Mio. 12.100 14,5 Mio.
2005/06 11,7 Mio. 38.200 3,7 Mio. 12.000 15,4 Mio.
2006/07 11,5 Mio. 37.600 4,7 Mio. 15.300 16,2 Mio.
2007/08 11,8 Mio. 38.600 5,5 Mio. 18.000 17,3 Mio.
2008/09 12,8 Mio. 41.900 4,8 Mio. 15.600 17,6 Mio.
2009/10 12,8 Mio. 41.800 4,6 Mio. 15.000 17,4 Mio.

Mit den erhöhten Besucherzahlen in den modernisierten Stadien änderten sich zumeist auch die Verhältnisse in ihnen, und die gesellschaftliche Bedeutung des Massensports wurde deutlicher. Während die Zahl der unauffälligen Normalos anstieg, die ohnehin schon den größten Teil der Fan-szene stellten, verringerte sich die Präsenz der zuvor die Kurven optisch prägenden Kutten. Innerhalb der insgesamt vergrößerten Zuschauermengen fielen Hooligans weniger ins Auge, und mit den Ultras etablierte sich eine die Fanszene nachhaltig ändernde Bewegung.

Hooligans

Zur Jahrtausendwende stand mit den Hooligans ein kleiner Teil der Fan-szene im Blickfeld der Öffentlichkeit. Ursächlich dafür waren auch Ausschreitungen deutscher Gewalttäter während der 1998 in Frankreich ausgetragenen WM, in deren Verlauf sie in Lens einen Polizisten derart schwer verletzten, dass er zu einem lebenslangen Pflegefall wurde. 17Die Politik reagierte darauf mit verstärkter Repression. Dazu gehörten Polizeieinsätze während der Spiele, Stadionsperren, Strafverfahren und die Arbeit der bei der nordrhein-westfälischen Polizei angesiedelten „Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze“ (ZIS) mit ihrer Datei „Gewalttäter Sport“.

Andererseits verbesserten politische Entscheidungsträger auch ihren Wissensstand. Dem dienten nicht nur die polizeilichen Erkenntnisse der „Szenekundigen Beamten“ (SKB), sondern auch die Ergebnisse eines durch das Bundesministerium des Innern initiierten Forschungsprojektes. Dies stellte fest, dass die meisten Hooligans, entgegen wiederholt in den Medien geäußerter Auffassungen, Fußballspiele nicht allein als Austragungsbühnen nutzen, sondern in der Regel in ihren lokalen Fanszenen, häufig als vormalige Kuttenträger, aufgewachsen sind. 18

Für die Hooligans hatte die Modernisierung negative Auswirkungen. Sie hatten bereits Ende der 1990er Jahre auf ansteigende Sicherheitsmaßnahmen in und um die Spielstätten mit einer Verlagerung ihrer Aktivitäten reagiert. So stellte die ZIS seit der Spielzeit 1997/98 eine Tendenz zu verabredeten Kämpfen abseits der Stadien und sogar der Spielzeiten fest. 19Die baulichen Gegebenheiten der neuen Stadien/Arenen bewirkten eine weitere Verschlechterung ihrer Handlungsmöglichkeiten. Verbesserte Absperrungen erschwerten ein gewaltsames Eindringen in gegnerische Blöcke von außen, und die übersichtlichere Gestaltung der Ränge erschwerte den unauffälligen Positionswechsel innerhalb der eigenen Blöcke. Darüber hinaus ermöglichte neue Kameraüberwachungstechnik bei Ausschreitungen die rasche Zuführung von Ordnungskräften, die Identifizierung von Tätern sowie die Beweissicherung für Strafverfahren. Während sich der Handlungsspielraum der Hooligans in den modernen Spielstätten der 1. und 2. Bundesliga einschränkte, war für sie die Lage bei unterklassigen Vereinen günstiger. Das betraf insbesondere die in schwierigen wirtschaftlichen Umfeldern arbeitenden ostdeutschen Klubs.

Negative Auswirkungen auf den Hooliganismus dürften nicht nur der verbesserte Erkenntnisstand staatlicher Stellen, deren Repressionsmaßnahmen und die Modernisierungen der Spielstätten gehabt haben, sondern auch zwei weitere Aspekte, welche die Gewinnung von Nachwuchs betrafen. Den ersten bildeten sozialpädagogisch arbeitende Fanprojekte, die sich auch um gewaltgeneigte Jugendliche kümmerten. Der andere war die sich ausweitende Bewegung der Ultras, in der junge Fußballanhänger, die sich nicht auf ein übliches Fanleben beschränken wollten, ihre Leidenschaften ausleben konnten, ohne dabei zwangsweise gewalttätig werden zu müssen. Die sich für die Hooligans zwischen 2000 und 2010 in den obersten Spielklassen verschlechternden Rahmenbedingungen korrespondierten mit einer Verminderung ihres Personenpotenzials in einem Zeitraum, in dem die Gesamtzuschauerzahlen stark anstiegen.

1./2. Bundesliga Gewaltpotenzial 20 21 22

Saison Kategorie C Körperverletzungen21 Zuschauerzahlen22
2000/01 2.558 751 11,6 Mio.
2001/02 2.440 861 12,0 Mio.
2002/03 2.452 911 12,8 Mio.
2003/04 2.195 913 13,3 Mio.
2004/05 2.415 1.296 14,5 Mio.
2005/06 2.305 1.294 15,4 Mio.
2006/07 2.308 1.232 16,2 Mio.
2007/08 2.185 1.237 17,3 Mio.
2008/09 2.125 1.696 17,6 Mio.
2009/10 2.295 1.439 17,4 Mio.

Der zahlenmäßige Rückgang der Hooligans in den beiden obersten Spielklassen führte nicht zu einem Rückgang der Gewalt, denn gleichzeitig verdoppelte sich die Anzahl der wegen Körperverletzungen eingeleiteten Strafverfahren. Während in den Medien in der Regel Hooligans als Verursacher der Gewalttaten erschienen, wurden diese Delikte auch von den durch die Polizei als Kategorie B geführten gewaltbereiten/-geneigten Fans verübt. 23Zu ihnen gehören Normalos, Kutten und Ultras.

Ultras

Die Entwicklung der in den 1960er Jahren in Italien entstandenen Ultra-Bewegung in Deutschland ist die augenscheinlichste Veränderung der Fan-szene. Sie begann in hiesigen Stadien Ende der 1980er Jahre mit einzelnen kleineren Gruppen. Als in den 1990er Jahren immer mehr junge Vereinsanhänger ihre Mannschaften mit Spruchbändern, Doppelhaltern und lang andauernden Sprechchören auf eine neue Weise anfeuerten, wurden sie zuweilen von älteren Fans zunächst mit Verwunderung registriert. Doch je aufwendiger sie Kurven mit Choreografien schmückten und je stärker sie Stimmungen durch Gesänge und den Einsatz von Pyrotechnik schufen, umso deutlicher zeigte sich, dass sich eine nachhaltige Bewegung entwickelte, deren Anhänger sich nicht nur an Spieltagen mit ihren Klubs beschäftigten, sondern sie durch ihr alltägliches Leben mit sich trugen. Die Polizei stellte ab der Spielzeit 1999/2000 bei fast allen Vereinen der vier obersten Spielklassen Ultragruppierungen fest. 24In den Jahren nach 2000 etablierten sie sich derart, dass sie die Stimmung in den Stadien maßgeblich beeinflussten. 25

Die neue Bewegung führte nicht nur zu einem neuen Klima auf den Rängen, sondern brachte auch neue Konfliktfelder mit sich. Unter Berufung auf ihr massives Engagement sahen sich Ultragruppierungen zuweilen als Kern ihrer Kurven oder „Herz und Seele des Vereins“, was teilweise von anderen Fans als anmaßend empfunden wurde. Zur Durchführung von Choreografien benötigten Ultras Freiräume in den Stadien, was den Sicherheitsinteressen der Vereine und der von diesen eingesetzten Ordner entgegen stand. Die Ultras präsentierten sich als Wahrer der Tradition ihrer Vereine gegen das zunehmende Engagement der Wirtschaft, was den Plänen daran interessierter Vereins- und Verbandsfunktionäre zuwider---------lief. Die unbedingte Unterstützung des eigenen Klubs führte zwangsläufig zur Frontstellung gegen Ultragruppen konkurrierender Vereine, was unter anderem zum Raub von Zaunfahnen sowie zu damit verbundenen körperlichen Auseinandersetzungen führte.

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