Astrid Wenke - Kein Krieg in Deutschland

Здесь есть возможность читать онлайн «Astrid Wenke - Kein Krieg in Deutschland» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Kein Krieg in Deutschland: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Kein Krieg in Deutschland»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Mit dieser Sammlung belletristischer Anekdoten entführt die Autorin ihre Leserinnen und Leser in die jüngere Vergangenheit ihrer Heimat Deutschland. Es ist eine ungeschönte Suche nach einem guten zivilen Leben vor dem besonderen geschichtlichen und gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Hintergrund der Bundesrepublik Deutschland.

Kein Krieg in Deutschland — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Kein Krieg in Deutschland», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

»Die Wunder des Alltags«, murmelte Agnes. Sowas passierte. Sie zögerte. Es wäre ein Leichtes gewesen, eine der Zellkugeln herauszunehmen, nur um sie unter dem Mikroskop genauer zu betrachten. Agnes drehte entschieden den Deckel zu. Sie war fertig hier. Als sie mit ihrer Aktentasche auf dem Flur stand, gab sie wie üblich den Verriegelungscode auf ihrem Handy ein, das Schloss der Labortür leuchtete rot auf. Agnes wandte sich zum Gehen, kehrte jedoch nach einigen Schritten um und drückte gegen die Labortür. Alles in Ordnung, die Tür war verschlossen.

Plötzlich verspürte Agnes Angst. Sie wollte nach Hause zu Adrienne. In ihrem Büro stellte sie fest, dass Robert schon gegangen war. Agnes schickte ihm eine Notiz auf den Schirm für informelle Kurznachrichten: »Hast du kürzlich die Box mit den motorisch Unruhigen geöffnet? Wer hat alles den Schließcode vom Labor? Bis morgen! Agnes.«

Agnes nahm den Außenfahrstuhl hoch zu ihrem Apartment. In der Wohnung war es dunkel, als sie aus dem Fahrstuhl stieg. Sie zoomte das Licht hoch. Keine Nachricht auf dem Küchentisch. Heute Morgen hatte dort ihre offene Hand gelegen. Agnes setzte sich an den Tisch und legte den Arm so, wie er am Morgen dort gelegen hatte.

Sie hatte es nie gemocht, allein in die dunkle Wohnung zu kommen. Adrienne hatte ihr geraten, eine Freundin anzurufen, wenn sie sich allein fühlte. Erst viel später verstand sie, dass Agnes keine Freundin hatte, die sie anrufen würde.

Sie hatten sich geeinigt, dass Adrienne eine Nachricht hinterließ, wenn sie ohne Absprache abends ausging. Mit wenigen Ausnahmen hatte Adrienne sich daran gehalten. Heute lag keine Nachricht da. Auch auf dem Handy war keine Message angekommen.

Agnes drückte die Radiofunktion. Der Nachrichtensprecher hatte eine tiefe, beruhigende Stimme. Aber dann begann er, Agnes von den schwarzen Hubschraubern zu berichten, die an der Mauer des Hochhauses aufgestiegen waren. Sie wollte nichts darüber hören und schaltete das Radio aus.

In den vergangenen Jahren war es meist Agnes gewesen, die abends nicht zu Hause war, weil sie bis spät in die Nacht arbeitete. Was machte das schon?, dachte sie. Adrienne hatte so viele Freundinnen.

»Nicht schlimm?«, hatte Adrienne irgendwann gebrüllt. »was denkst du denn! Ich möchte mit dir Zeit verbringen. Mit dir, verstehst du?«

Nein, Agnes verstand das nicht – nicht wirklich –, aber es war doch schön. Sie hatte weinen müssen.

Als sie später ins Bett gegangen waren, hatten sie nach langer Zeit wieder miteinander geschlafen. Agnes lächelte in der Erinnerung daran. Dann versickerte das Lächeln in den Minuten, die vergingen. Sie spürte die Stille und Leere der Wohnung.

Adrienne war nicht da und Frida wollte, dass sie illegale Experimente durchführte. Agnes nahm das Handy und zielte auf den Vorratsschrank. Die Tür sprang auf. Sie stellte die Magnetfunktion ein. Geniale Erfindung, die Weinflasche flog geradezu auf den Tisch. Seit der Magnettransport auf fast jedem Handy installiert war, waren in alle Verpackungen Metallstückchen eingearbeitet. Agnes hatte zudem Geschirr mit Metallstreifen gekauft, sobald es auf dem Markt war. Jetzt holte sie sich mit der Magnetfunktion ein Glas.

»Mit diesen Erfindungen wird die Menschheit es tatsächlich noch schaffen, aus Bewegungslust eine Krankheit zu erschaffen«, hatte Adrienne genörgelt, als Agnes ihr begeistert die neuen Errungenschaften vorführte.

Schchch. Agnes schreckte auf. Das war der Fahrstuhl und er hielt direkt an der Außenwand der Küche. Die Tür öffnete sich und Agnes musste lachen, fiel Adrienne um den Hals. »Da bist du endlich. Ich hatte Angst, ganz alleine.«

»Hallo Agnes«, Helge stieg aus dem Fahrstuhl.

»Wir waren in der Redaktion«, Adrienne drückte Agnes an sich,: »Schön, dass du da bist.«

»Warum wart ihr in der Redaktion? Heute hast du frei, es ist Donnerstag.«

»Wegen der Demo«, mischte Helge sich ein. »Wir haben uns gewundert, wieso diese umstrittene Organisation spontan eine Großdemo auf die Beine stellen kann.«

»Es war alles schon lange geplant«, erklärte Adrienne, »sie wollten verhindern, dass es im Vorfeld Proteste gibt. Die Mitglieder sind über Mail informiert worden und haben über Mundpropaganda und Mailkontakt den Demotermin an Interessierte weitergegeben.«

Agnes überlegte; »Sie müssen viele Anhänger haben, wenn sie diese Masse nur durch Mundpropaganda mobilisiert haben.«

»Die Leute werden gefährlich.«

»Warum hat die Stadt ihnen die Genehmigung erteilt?«

»Weißt du das nicht?«, fragte Adrienne.

»Nein.«

»Rohloff, der derzeitige Bettgenosse deiner Frida und Sohn von Viktor Rohloff, Eigentümer des Unternehmens Manipulation und Kloning von Tieren und Pflanzen , hat unserem Bürgermeister einen Besuch abgestattet.«

»Ach. Rohloff geht mit Frida ins Bett. Ich dachte, er ist ihr Stichwortgeber.«

»Der sticht sie wohl nicht nur mit Worten.« Helge kicherte. Adrienne musterte ihn mit einem Blick aus dem Augenwinkel. Helge zog für einen Moment den Kopf ein.

»Wie auch immer, dieser Rohloff hat gesagt, wegen der Aktualität des Themas würde eure Abteilung und auch die Firma seines Vaters befürworten, dass die OzEmG ihre Demo durchführen kann und eine öffentliche Diskussion anstößt.«

»Aber woher wusste er davon, wenn nur Mitglieder …«, Agnes stockte, überlegte, »… und ihre Transparente haben sich auf meine Rede bezogen. Woher wussten sie, was ich sagen würde?«

»Du weißt es nicht? Wir dachten, du weißt vielleicht mehr.«

»Irgendetwas stimmt hier nicht.« Agnes erzählte von Fridas unausgesprochener Aufforderung und der geöffneten Box mit den Embryoblasten. »Ich will das nicht!« Sie sah Adrienne an und ballte die Fäuste. »Ich bin überzeugt von der Gentherapie, aber die Menschen müssen sich dafür entscheiden. Ich will nicht Gott spielen.«

Adriennes Augen umfassten sie ruhig und liebevoll: »Ich weiß, dass du das nicht willst.«

»Morgen ist die Gegendemo der Christen«, unterbrach Helge. »Wir fanden eine Demonstration etwas mager, um eine öffentliche Diskussion anzustoßen, das sieht doch eher nach Manipulation der Bevölkerung aus. So haben wir das dem Bürgermeister gesagt. Er hat uns daraufhin mitgeteilt, so sei es nun keinesfalls und dass die Christen für morgen eine Demo angemeldet hätten. Er habe sie gerade genehmigen wollen. Na ja, jetzt hat er sie genehmigt.«

»Es gefällt mir nicht, dass die Christen die Einzigen sind, die öffentlich gegen die Gentherapie eintreten.«

Zwischen Adriennes Augenbrauen erschienen senkrechte Falten. Agnes lächelte spöttisch und sagte: »Wahrscheinlich liegt es daran, dass es keine vernünftigen Argumente gegen die genetische Anpassung an die Zukunft gibt.«

Es war anders am nächsten Morgen, als Agnes und Adrienne aufstanden, obwohl sich doch nichts verändert hatte, eigentlich. Agnes hatte keine Lust auf die Magnetfunktion. Sie genoss es, mit Adrienne Becher und Teller auf den Tisch zu stellen.

»Ich müsste in die Redaktion«, warf Adrienne in den Raum. Agnes hätte schon längst aufbrechen müssen, aber am Ende riefen beide auf ihrer Arbeit an, sie hätten verschlafen, es täte ihnen sehr leid, wirklich peinlich ... Sie kicherten gemeinsam aus Freude über die gestohlene Zeit.

»Meine Schwester hat gemailt. Pauline ist schon wieder im Krankenhaus mit einem Lungeninfekt.«

»Das tut mir leid.« Agnes erschrak. »Ich wusste nicht, dass Pauline in letzter Zeit ins Krankenhaus musste.« Sie senkte den Blick, betrachtete ihre Hände.

»Ich hatte keine Gelegenheit, mit dir darüber zu sprechen. Du hast gearbeitet.« Adriennes Stimme blieb angestrengt sachlich. »Pauline hat Angst, dass der Ausbildungsbetrieb das nicht mehr mitmacht mit ihren Fehlzeiten.«

»Können wir etwas für sie tun?«

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Kein Krieg in Deutschland»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Kein Krieg in Deutschland» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Kein Krieg in Deutschland»

Обсуждение, отзывы о книге «Kein Krieg in Deutschland» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x