Astrid Wenke - Kein Krieg in Deutschland
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Robert saß am Computertisch und tippte, als Agnes das Büro betrat. Ihre schmale Gestalt sah ganz zusammengefallen aus. Sie grüßte nicht einmal.
»Hallo«, Robert dämpfte vorsichtig seine Stimme. Sie zuckte dennoch zusammen. Er lächelte entschuldigend.
Agnes holte tief Luft. »Die Embryoblasten von heute früh sind schon eingefroren?«
»Sind im Labor im Trockeneis, elf waren es heute.«
Sie nickte, setzte sich, stellte die Aktentasche auf ihre Knie, als wäre sie nur auf Durchreise in ihrem Büro.
Er räusperte sich: »Die Abteilungsleitung hat eine außerordentliche Zusammenkunft anberaumt.«
»Ahja?« Sie sah auf.
»René Reuter von der umstrittenen Organisation zur Entwicklung des menschlichen Genoms hat dich für deine Äußerungen zur gentherapeutischen Elternpflicht gelobt. Augenblick!« Robert drehte sich schwungvoll zum Tisch und griff ein Papier aus der Ablage. »Hier ist das Pamphlet: ,Wir geben der Gentherapeutin Agnes Krauß recht: Die Verseuchung des menschlichen Genoms muss aufgehalten werden.‘ Sie schlagen vor, alle zwangszusterilisieren, die gentherapeutische Maßnahmen ,hartnäckig verweigern‘.«
Agnes atmete schwer.
»Beifall von der falschen Seite, Chefin. Dagegen ist niemand gefeit.« Robert wartete einen Moment, bevor er fortfuhr: »Frida will sich mit unseren Diagnostikerinnen und Therapeutinnen zusammensetzen, um die Haltung der Abteilung zu diesen Fragen herauszuarbeiten.«
»Das ist gut.« Ihr Körper richtete sich auf wie eine welkende Blume, die in Wasser gelegt wird. »Wann ist die Sitzung?«
Er warf einen Blick auf den Bildschirm des Laptop. »Jetzt.«
Agnes setzte sich neben Andresen, den Diagnostiker.
»Die Frau hat’s drauf.« Andresen starrte nach vorne, wo Frida stand und sprach, dunkel, gelassen, selbstsicher, überzeugend, dazwischen das energische Klacken ihrer Hackenschuhe.
»Die Welt verändert sich – und die Menschen verändern die Welt. Alles Leben, das sich der Veränderung nicht anpasst, wird aussterben, auch wir Menschen.«
Ein Mitarbeiter hob die Hand. Agnes lehnte sich zu Andresen hinüber.
»Wer ist das?«, zischte sie.
»Rohloff«, flüsterte er, »der ist neu bei uns in der Diagnostik. Er ist scharf auf die Frida. Ah, sieh an, er hat es geschafft: sie beachtet ihn.«
»Bei deinem Vortrag gerade geht es nicht um die Mucoviscidose«, stellte Rohloff fest.
»Richtig. Ich möchte, dass uns allen klar ist: Gentherapie ist die Technik der Zukunft. Die Mucoviscidose ist nur ein Probelauf für die Aufgaben, die noch auf uns warten.«
Rohloff hakte ein: »Die genetische Umstrukturierung der Menschheit? Ist das nicht anmaßend?«
Frida hob beruhigend ihre offene linke Hand. »Ich spreche von Krankheiten. Vieles, was unter heutigen Verhältnissen noch gesund ist, wird unter veränderten Umständen Leid verursachen. Nehmen wir die Erwärmung der Erde. Schon heute haben viele, auch schon sehr junge Leute gesundheitliche Probleme aufgrund der zunehmenden Hitze. Sie sind genetisch bedingt empfindlicher als der Durchschnitt. Wir beobachten das Entstehen einer künftigen Erbkrankheit.«
»Ist das Institut aktuell mit der Diagnostik künftiger Erbkrankheiten befasst?«
Frida entließ Rohloff aus ihrem Blick und warf ihn ohne Zögern auf Agnes. Agnes bekam eine Gänsehaut.
»Unsere Kollegin Agnes Krauß arbeitet seit vielen Jahren an dem Phänomen der motorischen Überbedürftigkeit (MÜB). Vor hundert Jahren war das noch eine Randerscheinung. Bestimmte Erscheinungsformen dieser Krankheit wurden ADHS genannt und medikamentös behandelt. Je weiter wir uns von der Jäger und Sammlergesellschaft entfernen, desto problematischer wird jedoch die MÜB für die Betroffenen und auch für ihre Umwelt! Wir vermuten, dass frustrierte MÜB eine der Hauptursachen für aggressives Verhalten ist.«
»Die Kollegin forscht an menschlichen Embryoblasten?«
»Das leider nicht! Die Krankheit ist als solche bisher nicht anerkannt. Daher sind Forschungen an menschlichem Material noch verboten.«
»Dann sollte das Institut für eine Anerkennung der motorischen Unruhe als Erbkrankheit eintreten.«
»So ist es«, stimmte Frida zu.
»Was ziehen die da eigentlich ab«, brummte Andresen, »das ist doch ein abgekartetes Ping-Pong-Spiel.«
Nervös rieb Agnes ihre rechte Schläfe. »Den Rohloff kenne ich ... Aber ich erinnere mich nicht …«
Rohloff platzierte seinen Arm auf der Rückenstütze des benachbarten Stuhls und lehnte sich zurück. Agnes starrte zu ihm hinüber. »Mein Gott, ist der selbstgefällig«, hörte sie Andresen sagen.
»Ich bin da in etwas hineingeraten«, dachte Agnes, während ihre Augen zwischen Frida und Rohloff hin und her wanderten. Sie rief sich ins Gedächtnis, wie Frida ihr auf dem Kongress zur Gentherapie diese unselige Abschlussrede aufgenötigt hatte. Vor drei Tagen war das gewesen. Frida hatte sie mit ihrem rot geschminkten Mund angelächelt, dass Agnes ganz schwummrig geworden war. Es gäbe etwas Wichtiges zu besprechen. Mit einem Sekt hatten sie sich in eine ruhige Ecke im Foyer zurückgezogen. Frida hatte zu einer kleinen Rede ausgeholt. »Man muss die Weichen für die Zukunft stellen: Die Menschheit hat sich der natürlichen Selektion entzogen. Zum Glück«, hatte sie sehr ernst hinzugefügt »denn jeder Einzelne hat ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben.«
Solche Worte trieben Agnes die Tränen in die Augen, so verdammt rührselig war sie.
»Wer sich der natürlichen Selektion entzieht, muss sich der Herausforderung zur Selbstgestaltung stellen.«
Agnes hatte genickt, sie hätte wohl zu fast allem genickt, was der rote Mund ihr vertraulich zuraunte.
»Du kennst die Situation. Die Welt verändert sich, die Zeit drängt. Aber die Menschen sind gefangen in einem Kinderglauben und fürchten die Rache Gottes, wie damals, als die Eisenbahn erfunden wurde, wie immer, wenn die Menschheit ein Stück über sich hinauswächst. Überall werden uns Steine in den Weg gelegt.« Frida hatte ihre Hand auf Agnes’ Oberarm gelegt. »Wir werden es über die Krankheiten erklären müssen«, hatte sie ihr eingeschärft. »Das verstehen sie. Morgen auf der Pressekonferenz musst du klarmachen, dass du als Gentherapeutin nicht akzeptieren kannst, wenn Einzelne ihre genkranken Embryoblasten weiterhin der Gentherapie entziehen und dadurch das menschliche Genom verseuchen.« Frida griff fester in Agnes’ Oberarm, sie bohrte die Spitzen ihrer Fingernägel hinein. »Du musst es sagen, Agnes! Du bist die anerkannte Wissenschaftlerin, dein Wort gilt etwas.«
»Ein abgekartetes Spiel«, das waren Andresens Worte gewesen.
»Willst du hier Wurzeln schlagen?«, fragte Andresen nun. Er lachte. Am Ausgang drängelten sich die Kolleginnen.
»Agnes«, rief Frida und steuerte direkt auf sie zu. Sie streckte ihr beide Hände entgegen. »Du siehst, die Abteilung steht hinter dir. Ich muss mit dir reden, am besten in meinem Büro. Da sind wir ungestört. Ich bin noch nicht dazu gekommen, es dir zu sagen: Du warst großartig auf der Pressekonferenz«, Frida hastete mit so flottem Gang den Flur entlang, dass Agnes Mühe hatte, Schritt zu halten. »Morgen bist du zu der Talkshow Marina am Freitag eingeladen. Ein Gespräch mit einem Vertreter der Christen und René Reuter von der OzEmG.«
»Die Organisation zur Entwicklung des menschlichen Genoms ist zu einer Talkshow eingeladen?«, fragt Agnes verwirrt. »Die werden doch geächtet wegen ihrer menschenfeindlichen Positionen.«
»Ja«, Frida nickte langsam, »da hat sich viel getan.«
»Ich kann da nicht hingehen«, Agnes sah Frida direkt ins Gesicht, »wir können diese Organisation nicht als Gesprächspartner anerkennen.«
»Das geht nicht! René ist ein wichtiger Sponsor unserer Arbeit. Mach unsere Grenzen klar, aber schlag die Tür nicht zu.«
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