Astrid Wenke - Kein Krieg in Deutschland

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Mit dieser Sammlung belletristischer Anekdoten entführt die Autorin ihre Leserinnen und Leser in die jüngere Vergangenheit ihrer Heimat Deutschland. Es ist eine ungeschönte Suche nach einem guten zivilen Leben vor dem besonderen geschichtlichen und gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Hintergrund der Bundesrepublik Deutschland.

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Agnes stutzte: »Wir werden von der OzEmG gesponsert? Ist das vertretbar?«

»Geld stinkt nicht. In großen Bereichen decken wir die Interessen der Organisation. Die extremen Positionen müssen wir nicht bedienen. Ich wollte allerdings über etwas anderes mit dir sprechen.«

Sie zückte ihr Handy und ließ die Bürotür aufspringen. »Setz dich.«

Agnes setzte sich aufrecht auf einen der unbequemen harten Stühle. Sie spürte Fridas warme Hand auf ihrer Schulter. Agnes dreht sich um und versank in Fridas weiten schwarzen Pupillen. Es war wie damals, als Frida die Leitung der Abteilung übernommen hatte. Es war viel getuschelt worden, als sich herumsprach, dass die Stelle extern besetzt werden würde. Gerüchte verbreiteten sich wie Krankheiten über die Flure. Die neue Chefin sollte beängstigend sein, atemberaubend, irgendwie besonders. Dann hatte Frida alle Mitarbeiterinnen einzeln zu einem persönlichen Gespräch gebeten. Agnes war nach dem Gespräch wie benommen gewesen.

»Diese Augen! Als wären ihre Pupillen ein Tunnel, der mich ohne Umschweife in ihr Innerstes führt. Sie ist einsam, denke ich. Seltsam, wie warm sich das anfühlt.«

Robert hatte die Achseln gezuckt: »Vielleicht ist es Sehnsucht. Ein Liebesversprechen aus Sehnsucht. Aber sie wird es nicht einhalten können, verlass dich drauf. Die Frau ist kalt.« Aber Agnes hatte unbeirrt geschwärmt: »Wie sie redet! Klar, logisch, auf den Punkt gebracht.«

Robert hatte aus dem Fenster gesehen, den Blick in etwas Fernem fest verankert. »Weil sie kalt ist. Sie könnte dir beim Ertrinken zusehen ohne jedes Mitgefühl. In ihr ist die Leere, nichts, was die Klarheit ihrer Gedanken trübt oder ihren Gedanken die Schärfe nimmt. Da ist keine Gefühlsregung, die sie irritiert.« Robert hatte Agnes angesehen, fast hatte er sie mit seinen tiefbraunen Augen gestreichelt. »Lass dich bloß nicht verführen. Logik kann wahnsinnig sein, in sich schlüssig und total verrückt. Ich kenne mich damit aus, glaub mir.«

»Sie berührt mich sehr«, Agnes hatte schlucken müssen, »es schmerzt.«

Adrienne war mit dem Fahrrad gut durch den Verkehr gekommen. »Komm rein, komm rein«, forderte Helge sie auf. Sie küsste ihn und griff nach seinem gelben kurzgeschnittenen Schlips. »Du bist mal wieder ausgesprochen hübsch und originell angezogen.«

»Nicht wahr?«, er senkte den Kopf und bedachte sie mit einem Augenaufschlag. »Setz dich nur, ich hole uns zur Aufmunterung ein frühes Sektchen.« In jeder Hand ein langstieliges und gut gefülltes Glas kehrte er kurz darauf aus der Küche zurück. Vorsichtig, um nur nichts zu verschütten, setzte er sich neben sie.

»Auf die Liebe! Und nun erzählst du, was los ist mit euch beiden.«

Adriennes Schultern begleiteten einen tiefen Atemzug. »Es hat angefangen, als diese Frida die Abteilung übernommen hat. Ich hasse sie.«

»Frida, die diabolische Abteilungsleiterin! Ein leckeres Schnittchen! Immer noch eifersüchtig?«

Adrienne lachte. »Abgründig. Diese Frida ist abgründig. Sie berührt Agnes auf eine Art, die nicht zu ertragen ist. Es ist nicht gut.«

Helge saß nur da mit ihrem Sektglas. Jetzt zog sie die Augenbrauen hoch und betrachtete kokett ihre gelb lackierten Fingernägel.

»Agnes hat etwas schrecklich Verlorenes.« Adriennes Finger krümmten sich und kratzten an der Handfläche.

»Ich weiß.«

»Manchmal träume ich, wie Agnes ganz allein in einem unendlich weiten, unendlich schwarzen See schwimmt. Sie ertrinkt beinah. Sie streckt die Hand nach mir aus und ich greife sie und ziehe sie an Land.«

»Rührend«, Helge tupfte die Augen mit einem gelben Seidentuch. »und nun badet Frida mit ihr.«

»Nein, Frida hat das Schwarze getrunken. Sie ist bis zum Hals damit abgefüllt. Sie zeigt es Agnes. Agnes läuft ihr hinterher. Sie will das Schwarze haben. So steigen sie einander hinterher auf einen hohen Berg. Auf der Spitze zeigt Frida mit großartiger Gebärde über das Land. Hier auf dem Gipfel sei der Ort der Erkenntnis, behauptet sie. ,Wir überblicken die Welt. Von dieser Warte erschließt sich alles, was das kleine Gewimmel im Tal niemals begreifen wird.‘ Dann kotzt Frida das Schwarze aus. Es stürzt den Berg hinunter, reißt Bäume mit sich, Tiere, Städte, Menschen, alles. ,So ist das Leben‘, sagt Frida.«

»Lass mich raten«, Helge klimperte mit den Augenlidern, »jetzt retten sie gemeinsam die Welt.«

»Die Menschen sind dieser Welt auf Dauer nicht gewachsen«, erklärte Adrienne mit ernstem Gesicht. »Sie müssen vollständig gentherapiert werden.«

Helge warf sich kreischend in eine Sofaecke. Nein«, japste sie. »Und damit kommt sie durch? Da bin ich doch spießig mit meinem konventionellen BusenImplantat.«

»Ich würde auch lachen. Aber ein Großteil der Medien ist bereits auf die neue Linie eingeschwenkt: Gentherapie, die Technik der Zukunft

»Warte mal«, Helge horchte. Was ist das für ein Geräusch?«

Gerade hatte es sich angehört wie das Sirren eines Mückenschwarms, jetzt schwoll der Lärm an, wurde zum Dröhnen. Dann brachen Hubschrauber in den Himmel ein, schwarze Ungetüme mit um sich schlagenden Rotoren. Sie steuerten direkt auf das Fenster zu. Kurz bevor das Glas splitterte, drehten sie ab. Adrienne sah einen der Piloten lachen. Sie rissen Spruchbänder hinter sich her mit roten harten Buchstaben: Wer die Gentherapie verweigert, verseucht das menschliche Genom .

Auf der Straße skandierten Menschen: »Nein zum Elend, nein zum Leid – Krankheiten vererben, das geht zu weit.«

Adrienne und Helge waren zum Fenster geeilt und beugten sich vorsichtig hinaus. Dort unten schnellten Fäuste wie auf Befehl gemeinsam in die Höhe.

Wieder lärmte ein Hubschrauber vorüber: Eine Demonstration der Organisation zur Entwicklung des menschlichen Genoms .

OzEmG

Adrienne und Helge standen reglos, bis der Lärm verebbte. Adrienne brach das Schweigen: »Was geht hier vor?«

Helge fältelte seine Stirn.

»Unsere Redaktion hat keine Meldung über eine Demonstration bekommen.«

»Das war eine Spontandemo. Die wittern Morgenluft wegen Agnes’ Äußerungen auf dem Kongress. Und irgendjemand hat diese Demo genehmigt.«

»Was ist das? Wer hat das genehmigt?«

Vor dem Fenster des Francis-Crick-Hochhauses flogen schwarze Hubschrauber. Sie kreisten um das Gebäude, so dicht, dass die Spruchbänder gegen die Mauern klatschten.

Frida stellte sich neben Agnes. »Sie haben Kontakte. Sie haben Kontakte, darum haben sie Geld, sie haben Geld, darum haben sie Kontakte. Demokratie ist eine Farce. Wer Geld hat, hat die Medien, früher oder später. Menschen sind manipulierbar. Sie sind der Demokratie genetisch nicht gewachsen. Manchmal denke ich, es wäre besser, die Demokratie auszuhebeln, bis wir mit der Gentherapie der Menschheit weiter vorangeschritten sind.«

»Das ist absurd«, Agnes wurde laut.

»Wahr! Nur, wie lange liegen deine Versuche zur genetischen Therapie der motorischen Unruhe beim Menschen schon brach? Wie viel weiter könnten wir sein? Es sind die Menschen, die sich über die Regeln ihrer Zeit hinwegsetzen, die ihre Zeit voranbringen.«

»Es geht um die Zukunft unserer Art«, sagte Agnes fest. »Das dürfen wir nicht allein entscheiden.«

Frida sah sie mit weit geöffneten Augen an. »Ich wünschte, ich hätte deine Geradlinigkeit.«

Wenig später verließ Agnes das Büro. Beinahe rannte sie. Sie war glücklich, als sie ihr Labor erreichte: Das Weiß der Wände, die glatte Fläche ihres Arbeitstisches, die klirrende Härte der Reagenz- und Bechergläser. Hier herrschte Klarheit, Gewissheit. Mit routinierten Griffen zog sie die Box mit der Aufschrift »Mucoviscidose-Manipulation« aus dem Trockeneis, griff eines der elf Röhrchen heraus und stellte es in die Halterung. Sie stutzte. Irgendetwas war da gewesen, da stimmte was nicht, aber was war es? »Unsinn«, dachte sie sich, aber das Gefühl blieb, während sie unter dem Mikroskop mit der Therapie begann. Nach einer Stunde konzentrierter Arbeit stellte sie die genveränderten Embryoblasten zurück. Dabei bemerkte sie es: Der Deckel der »anderen Box« war nicht verschlossen, lag nur locker oben auf. Die »andere Box«: Agnes hatte die Diagnostik gebeten, überzählige Embryoblasten, wie sie regelmäßig bei künstlichen Befruchtungen anfielen, screenen zu dürfen. Sie war sich sicher, die Basenfolgen zu kennen, die die motorische Unruhe kodierten. Wenn sie einen Embryoblast entdeckte, der das Phänomen aufwies, sortierte sie ihn in die »andere Box« – für später. Irgendwann würde sie daran forschen dürfen. Jetzt stand die Box offen.

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