Robert Heymann - Die hörige Frau

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Heymann verfolgt in beiden Teilbänden die Sittengeschichte der sexuellen Hörigkeit durch die Jahrhunderte und versucht durch zahlreiche Beispiele und Überlegungen seine (durchaus dem damaligen Zeitgeist entsprechende) ¬These von einem naturgegebenen Hörigkeitsverhältnis der Frau gegenüber dem Mann zu untermauern. Der mit vielen teils amüsanten, teils pikanten, teils regelrecht absurden Anekdoten gepfefferte sowie reich und geschmackvoll bebilderte Band ist ein Muss für den Liebhaber opulenter Erotika aus dem frühen 20. Jahrhundert. Allen kultur- und soziologiehistorisch Interessierten bietet er darüber hinaus eine Fundgrube von geschlechtsgeschichtlichen Stereotypen, wie sie die Gesellschaft über Jahrhunderte dominiert haben, und eröffnet dadurch einen vielsagenden und unverstellten Einblick in das weite Kreise prägende männliche Denken und den chauvinistisch-männlichen Blick auf die Frau vor rund hundert Jahren.-

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Ein öffentlicher Verkauf wurde noch im Jahre 1806 auf dem Marktplatz in Hull vollzogen. Der beschränkte Volksverstand hatte jedenfalls die kirchliche Auffassung, daß die Frau des Mannes Hab und Gut ist, zu wörtlich genommen und daraus das Recht für den Ehemann abgeleitet, dieses Stück Hab und Gut verkaufen zu dürfen. Das ist freilich eine Begriffsverwirrung der seltsamsten Art.

*

Wir müssen an dieser Stelle einer Frau gedenken, die ein Beweis dafür ist, daß selbst die bevorzugteste Stellung ein Weib nicht vor der Gemeinheit des Mannes und vor der Dummheit ihrer Zeit retten kann, wenn nicht die von Männern gemachten Gesetze sie vor einem Schicksal bewahren, das die Gemahlin Georgs IV. von England betroffen hat.

Es ist vielleicht das dunkelste Schicksal einer hörigen Frau der Vergangenheit, denn diese Hörige war eine Königin, und ihre Peiniger waren Männer, die die höchste Bildung genossen hatten.

Folgendes ist — wörtlich — die Anklage, die einer der moralisch verkommensten Herrscher, einer der ekelhaftesten Kreaturen männlichen Geschlechts gegen eine unglückliche und anständige Frau — seine Frau — erhoben hat. Es ist unnötig, diese Anklage zu widerlegen. Ihr Ton, ihre Detaillierung zeigen die Niedrigkeit des Charakters dessen, der anklagt — und die Dummheit eines Zeitalters, in dem die Tugend ebenso englisches Nationaleigentum war wie heute.

Eine königliche Bordellkomödie

Am 21. August 1820 erhob der Attorney-General im Hause der Lords folgende Anklage des Königs gegen die Königin Karoline:

„Wie bekannt, reiste die Königin im Jahre 1814 aus England fort. Am 9. Oktober desselben Jahres kam sie in Mailand an, wo sie als Kurier einen gewissen Bartolomeo Bergami in ihre Dienste nahm, der damals gerade dienstlos, früher aber als Kammerdiener bei dem General Pino gewesen war. Es war in den ersten vierzehn Tagen des Aufenthaltes der Königin in Mailand, als sie den Bergami in ihre Dienste nahm. Bereits am 8. November kam die Königin in Neapel an, und folglich war damals Bergami höchstens drei Wochen im Dienste von Ihro Majestät. Wer könnte aber wohl glauben, daß in einer so kurzen Zeit sich schon ein vertrautes Verhältnis zwischen einer Person von so hohem Range und einem Domestiken anknüpfen konnte! Und dennoch läßt es sich durch Zeugen beweisen, daß der ehebrecherische Umgang der Königin mit dem Bergami bereits am Abend des 9. November seinen Anfang nahm. Schon am Tage ihrer Ankunft in Neapel hatte die Königin befohlen, daß der Knabe William Austin, ihr Adoptivsohn, nicht mehr wie bisher in ihrem Zimmer schlafen sollte. Am Abend des 9. November bemerkte eine der Kammerfrauen der Königin, daß diese bei ihrer Rückkehr aus der Oper ganz ungewöhnlich bewegt war. Unfern des Schlafkabinetts hatte sie ein anderes Kabinett, welches mit dem ihrigen in direkter Verbindung stand, einrichten und ein Bett hineinsetzen lassen. Man glaubte, dieses Gemach sei für William Austin bestimmt. Aber keineswegs, Bergami erhielt es. Die Kammerfrau, welche wie gewöhnlich, Ihro Majestät bedienen wollte, wurde zu ihrem großen Erstaunen abgewiesen, verwunderte sich aber noch mehr, als sie am andern Morgen sah, wie das Bett der Königin ungebraucht war, während das von Bergami aufs unverkennbarste zeigte, daß es zwei Personen zum Lager gedient hatte.

Dieser einzige Umstand würde schon vor einem Geschworenengericht den Ehebruch außer Zweifel stellen. Allein es ist meine Pflicht, die weiteren Umstände dieses unsittlichen Lebenswandels in ein noch näheres Licht zu setzen. Obschon Bergami noch immer bei der Tafel die Dienste eines Domestiken verrichtete und auf der Reise die eines Kuriers, so bemerkten doch die andern Dienstleute sehr wohl die unschickliche Vertrautheit, welche zwischen ihm und der Königin herrschte. Er frühstückte z. B. mit ihr allein in ihrem Kabinette, und man sah sie verschiedentlich mit ihm auf der vor ihrem Hause befindlichen Terrasse sich ergehen und ihm den Arm geben. Bei einem großen Feste, welches die Königin dem Murat und den Großen von Neapel gab, erschien sie unter verschiedenen, für eine ehrbare Frau unschicklichen Verkleidungen, und so oft sie diese wechselte, zog sie sich allein mit Bergami, ohne daß eine ihrer Kammerfrauen ihr folgen durfte, in das zum Umkleiden bestimmte Kabinett zurück. Lassen sich aber solche Vertrautheiten einer Dame von hohem Stande gegen einen Diener anders erklären, als durch die Voraussetzung eines ehebrecherischen Lebens?

Ich werde aber einen noch gewichtigeren Beweis aufstellen. Bergami wurde durch das Ausschlagen eines Pferdes verwundet und erhielt während seiner Krankheit die Erlaubnis, zu seiner Verpflegung einen seiner Bekannten ins Haus nehmen zu dürfen. Dieser Mensch schlief nahe bei Bergamis Zimmer und hörte mehrmals die Königin, wenn schon alles zur Ruhe gegangen war, vorsichtig und leise über den Korridor nach Bergamis Stube hinschleichen. Er legte sein Ohr an die Tür und hörte nun genau, wie die Königin und Bergami sich umarmten (bei dieser Anführung ließ sich durch die ganze Versammlung der Ausdruck des Unwillens vernehmen). Der Kläger, dies bemerkend, fuhr fort: Ich fühle, daß die Details, zu welchen ich gezwungen bin, von einer Art sind, daß ich in Gefahr komme, mir Euren Unwillen zuzuziehen. Aber ich muß Eure Herrlichkeiten bitten, nicht zu vergessen, daß es meine Pflicht ist, klar, obschon mit möglichster Dezenz, die Sachen, wie sie sind, darzulegen.

Ihro Majestät blieb bis März des folgenden Jahres in Neapel und setzte während dieser ganzen Zeit ihren ehebrecherischen Umgang mit Bergami fort. Von Neapel reiste sie nach Rom, Civitavecchia und Genua. Durch Zeugen läßt sich beweisen, daß in Genua die Königin den Bergami stets in einem mit dem ihrigen in Verbindung stehenden Zimmer wohnen ließ, daß die Kammerfrauen alle Morgen das Bett der Königin ungebraucht fanden, so daß sie nur die Decke desselben ein wenig wieder in Ordnung zu bringen hatten, und daß sich in Bergamis Bette die unverkennbaren Spuren davon zeigten, daß zwei Personen darin übernachtet hatten. —

Auf dem Schiffe Leviathan, mit welchem sie die Überfahrt nach Sicilien machte, spazierte sie häufig mit Bergami auf dem Verdeck umher und gab ihm überhaupt viele Beweise ihrer Zuneigung. In Messina, wo sie bis zum 6. Januar blieb, dauerten die gegenseitigen Vertraulichkeiten fort. Hier sahen sie die Kammerfrauen im tiefsten Negligé aus Bergamis Zimmer kommen und hörten, wie sie ihn mit den zärtlichsten Benennungen, z. B. „mein Herz, mein Freund“ usw. ansprach.

Als Kapitän Peachell, der die Klorinde führte (auf welchem Schiffe die Königin sich am 6. Januar einschiffte), sich weigerte, den Bergami mit an seinen Tisch zu nehmen, fragte ihn die Königin um die Ursache, und Peachell antwortete: „Weil er noch im vorigen Jahr hinter meinem Stuhle stand.“

In Syrakus und in Catania sah man die Königin im Negligé aus Bergamis Zimmer kommen, unter dem Arm ein Kopfkissen tragend, auf welchem sie gewöhnlich zu ruhen pflegte. Hier verschaffte sie dem Bergami das Malteserkreuz.

Von Catania begab sich die Königin nach Augusta. Hier mietete sie eine Polacre und begann ihre Seereise. Auf dem Schiffe ließ sie ihr Schlafkabinett so einrichten, daß sie, wenn sie sich in ihrem Bett befand, Bergami in dem seinen sehen konnte. In Tunis und Utica kam der Bergami sehr häufig in das Kabinett der Königin, noch ehe diese sich erhoben hatte. In Savona, wo die Königin am 12. April 1816 ankam, hat man die überzeugendsten Beweise von der Fortsetzung ihres ehebrecherischen Umganges mit Bergami gesammelt. Sie schlief daselbst niemals in ihrem Bette, und das von Bergami zeigte fortwährend die Spuren, daß immer zwei Personen darin geschlafen hatten.

Von Afrika begab sich Ihro Majestät nach Athen und hielt sich einige Zeit in Milo auf. Von Athen begab sich die Königin über Konstantinopel nach Epheus. Hier bereitete man ihr ein Schlafzimmer in der Vorhalle einer alten, mit Bäumen umgebenen Kirche. Hier speiste sie auch mit Bergami und saß gewöhnlich auf einem kleinen Reisebette, Bergami aber neben demselben auf der Erde. Nach Tische blieb er immer eine geraume Zeit mit ihr allein. Von Epheus reiste Ihro Majestät nach Aume in Syrien. Hier ergaben sich noch mehrere Beweise für den strafbaren Lebenswandel der Königin. Man errichtete ein Zelt für Ihro Majestät und setzte ein Bett hinein. Auf diesem lag die Königin halb ausgezogen, und Bergami, gleichfalls im Negligé, saß daneben und blieb beträchtliche Zeit bei ihr. Von hier ging der Weg nach Jerusalem und von da nach Jaffa. Da es sehr heiß war, so wollte Ihro Majestät nicht in der Kajüte schlafen und ließ sich daher auf dem Verdeck ein Zelt aufschlagen, in welchem ihr Bett ganz nahe und ohne Zwischenwand bei dem von Bergami stand. So schliefen sie beide ohne Unterbrechung alle Nächte bis zur Rückkehr nach Italien. Am Tage wurde das Zelt gewöhnlich geöffnet, um frische Luft einzulassen. Aber zuweilen ließ sie es am hellen Tage zumachen und blieb dann geraume Zeit mit Bergami allein in demselben. An Bord des Schiffes nahm die Königin zuweilen ein Bad, und dann war Bergami der Einzige, der sie dabei bedienen und bei ihr bleiben durfte.“

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