Robert Heymann - Die hörige Frau

Здесь есть возможность читать онлайн «Robert Heymann - Die hörige Frau» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die hörige Frau: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die hörige Frau»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Heymann verfolgt in beiden Teilbänden die Sittengeschichte der sexuellen Hörigkeit durch die Jahrhunderte und versucht durch zahlreiche Beispiele und Überlegungen seine (durchaus dem damaligen Zeitgeist entsprechende) ¬These von einem naturgegebenen Hörigkeitsverhältnis der Frau gegenüber dem Mann zu untermauern. Der mit vielen teils amüsanten, teils pikanten, teils regelrecht absurden Anekdoten gepfefferte sowie reich und geschmackvoll bebilderte Band ist ein Muss für den Liebhaber opulenter Erotika aus dem frühen 20. Jahrhundert. Allen kultur- und soziologiehistorisch Interessierten bietet er darüber hinaus eine Fundgrube von geschlechtsgeschichtlichen Stereotypen, wie sie die Gesellschaft über Jahrhunderte dominiert haben, und eröffnet dadurch einen vielsagenden und unverstellten Einblick in das weite Kreise prägende männliche Denken und den chauvinistisch-männlichen Blick auf die Frau vor rund hundert Jahren.-

Die hörige Frau — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die hörige Frau», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Der Anlaß zum Eingreifen Kemal Paschas waren die Reklamationen, die von zahlreichen Europäern, vor allem Engländern und Engländerinnen, an ihn gerichtet worden sind.

Man staunt über die Heuchelei dieser „zivilisierten“ Nationen, die eine Million Armenier durch die Türken abschlachten ließ, zusah, daß man hunderttausende armenischer Frauen und Kinder vergewaltigte, tierisch — nein, menschlich! — zu Tode marterte, ohne mehr zu tun, als in den Zeitungen da und dort zur „Menschlichkeit“ zu mahnen. Man staunt über die Heuchelei Englands, die die Draga Maschin, Serbiens letzte Königin, wie ein Vieh abschlachten ließ, ohne mehr zu tun, als einige papierene Proteste nach Serbien zu senden. Man staunt über die Entrüstung, die die „Zivilisation“ sofort ergreift, wenn es sich um die Sittlichkeit (des Andern) handelt!

Hindu-Frauen dürfen ohne Erlaubnis des Familienvaters das Haus nicht verlassen. In Gegenwart der Schwiegermutter dürfen sie mit ihrem Manne nicht sprechen. Während der Mahlzeiten kauern sie auf der Erde und warten, bis die Männer sich erheben. Den alten Chinesen hatte Confucius befohlen: Mann und Frau bewohnen getrennte Räume. Sie dürfen nichts gemeinsam haben. Confucius forderte ausdrücklich die Hörigkeit der Frau.

Bei den Chinesen ist der zwangsweise Verkauf von Frauen etwas Alltägliches, und oft genug befassen sich die nächsten Angehörigen des Opfers mit dem Verbrechen. Im Jahre 1881 schrieb der Generalgouverneur der beiden Kiangs in Schanghai:

„Aus jedem Distrikt der Provinzen meiner Verwaltung sind mir in der letzten Zeit Bittschriften des Inhalts zugegangen, daß Witwen entführt oder durch Gewalt und Zwang wider ihren Willen zur Wiederverehelichung veranlaßt wurden ... Es geschehe auch, daß der Schwiegervater eine Beischläferin fälschlich beschuldigt, mit andern unerlaubten Umgang gehabt zu haben, und die Schwiegereltern und der Mann selbst sie gewaltsam zu unsittlichen Zwecken zum Verkauf bringen ... Von allen widerlichen und empörenden Handlungen ist diese sicherlich die schlimmste ...“

„Strafbar ist“ — heißt es dann in einer Verfügung des Gouverneurs:

1 „Die Entführung von Frauen und Mädchen oder der Versuch derselben.

2 Der durch den beabsichtigten zwangsweisen Verkauf von Witwen, Beischläferinnen und Mädchen zu unsittlichen Zwecken herbeigeführte Selbstmord derselben.

3 Der Verkauf von Witwen und Beischläferinnen durch die Schwiegerväter ...“

Die Strafen, die für diese Verbrechen festgesetzt sind, sind Tod durch Enthauptung oder Erdrosselung. Übrigens nimmt es der Staat mit der Erkenntnis, daß diese Behandlung der Frauen „die schlimmste aller widerlichen und empörenden Handlungen“ sei, nicht allzu genau. Er deportiert die weiblichen Angehörigen politischer Verbrecher meist nach dem Süden des Reiches, um einen schwunghaften Handel mit ihnen zu treiben, von dem er selbst nicht weniger profitiert als die dortigen zahlreichen Bordelle. Der Preis einer solchen Unglücklichen schwankt zwischen 50 und 100 Dollar. Ob diese Maßregeln geeignet sind, die politischen Verbrecher zu Patrioten zu erziehen, möge eine offene Frage bleiben.

Betrachten wir aber das Land des Fortschritts, das Land, in dem die Zivilisation in den letzten Jahrzehnten ihre größten Triumphe gefeiert — Amerika, und zwar die Vereinigten Staaten, in denen jener unerhörte wirtschaftliche Aufschwung zu verzeichnen ist. Sie ernähren eine ungeheure Zahl von Mädchenhändlern, Kupplerinnen, Bordellinhaberinnen mit allen ihren Trabanten, deren Namen und Würden in jedem Strafgesetzbuch figurieren. Die Bordelle in New York, Chicago und San Francisco beherbergen Mädchen aus allen Ländern der Erde, am wenigsten — Amerikanerinnen. Die meisten Insassinnen dieser Häuser sind gewerbsmäßige Dirnen, die sich freiwillig aufnehmen ließen. Allein diese Freudenhäuser schließen neben diesen Mädchen unzählige Opfer in sich ein, die durch List und Gewalt aus ihrer Heimat über den Ozean geschleppt und hier der Schande preisgegeben werden. Die Art und Weise, wie die Unglücklichen gefangen werden, ist schon so oft erörtert worden, daß es wohl unnötig ist, diesem Punkt eine längere Auseinandersetzung zu widmen. Eine Annonce in der Zeitung, in der ein Zimmermädchen, eine Köchin, Gouvernante oder Gesellschafterin zu sehr hohem Gehalt für das Ausland gesucht wird, ein Verhältnis mit einem eleganten Mann, der das Opfer nötigenfalls auch heiratet, um es erst in einem andern Weltteil, wenn es völlig in seiner Gewalt ist, erkennen zu lassen, daß es die Beute eines Sklavenhändlers geworden — das sind die gewöhnlichsten Mittel, deren sich die Mädchenhändler bedienen. Einmal im Ausland, ist den Mädchen, infolge ihrer Unkenntnis der Sprache, eine Verständigung mit den Mitreisenden, die den Opfern eventuell die Augen öffnen könnten, erschwert, ja unmöglich gemacht.

M. v. Brandt („Sittenbilder aus China“) schreibt charakteristisch: „Der Zweck der chinesischen Ehe ist ausschließlich die Erziehung eines männlichen Nachkommen, der bei dem Tode des Vaters die Waschung des Leichnams desselben vornehmen kann.“ Die Heirat vollzieht sich als Handel. Von den Nebenweibern wird dies als selbstverständlich zugestanden. Dagegen will man in China nichts davon wissen, daß auch die „rechte“ Frau „gekauft würde“. Die Beischläferin allein wird „gekauft“. Der Preis, der für sie bezahlt wird, heißt „Körperpreis“. Das Geld, das für die Frau gegeben wird, heißt jedoch „Verlobungsgeschenk“. Diese Logik, die wohl ein Wort — aber keine Begriffsänderung mit sich bringt, ist wenig einleuchtend. Was unser Autor über die Beziehungen zwischen Mann und Frau schreibt, trägt auch keineswegs dazu bei, die Ansicht zu erwecken, als vollziehe sich die Ehe in China unter irgendwelchen sittlichen Auspizien. Um die Ehe zu vermeiden, werden die Mädchen Nonnen oder begehen Selbstmord. „Der Begriff, die Frau als Gefährtin des Mannes,“ heißt es in den „Chinese characteristics“, „fehlt in China fast vollständig, und solange die Gesellschaft dort in ihrer jetzigen Form bleibt, kann sie es auch nie werden. Eine junge Frau hat in der Familie, in die sie eben eingetreten ist, sichtbare Beziehungen zu niemandem weniger als zu ihrem Manne. Er würde sich schämen, mit ihr sprechend gesehen zu werden, und es scheint, als wenn beide in der Beziehung wirklich nicht oft Veranlassung haben, sich zu schämen. In den seltenen Fällen, in denen ein junges Paar soviel gesunden Verstand hat, um zu versuchen, miteinander bekannt zu werden, und den Anschein erweckt, als wenn es seine Gedanken austauscht, bildet es den Gegenstand des Spottes für die ganze Familie und ein unlösbares Rätsel für alle Mitglieder derselben.“

An diese Stelle gehört noch die „Totenehe“. Eine Witwe darf oder soll in China nicht mehr heiraten. Denn sie ist und bleibt die Gattin des Toten. Geschieht es aber doch — was höchst selten passiert —, daß eine Witwe aus guter Familie sich wieder verehelicht, so tritt an sie der Wunsch heran, für den Toten eine andere Gattin zu finden, damit der Platz derselben auf der Familienbegräbnisstätte und im Ahnensaal nicht unausgefüllt bleibe. Für Geld versteht sich dann wohl auch die Tochter einer armen Familie zu einer solchen Ehe, die als völlig rechtmäßig angesehen wird. — In einzelnen Teilen Rußlands herrscht der regelrechte Frauenraub. Im übrigen besteht im allgemeinen der Frauenkauf. Die unsittliche Form der Ehe hat auch Tolstoi veranlaßt, die noch viel unsittlichere „Kreuzersonate“ zu schreiben. Denn ein Volksphilosoph, der die Ehe an sich, also den Geschlechtsaustausch, als eine Unsittlichkeit bezeichnet, ist aus dem Rahmen des Naturbegriffes ausgetreten und verdient darum schon bekämpft zu werden, weil die zivilisierte Welt begierig solche Grundsätze aufschnappt, die, je weiter sie sich von aller Natürlichkeit entfernen, um so ungefährlicher dem Gebäude ihrer Moral sind, weil niemand sich zu ihnen bekehren wird.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die hörige Frau»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die hörige Frau» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die hörige Frau»

Обсуждение, отзывы о книге «Die hörige Frau» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x