David Goldblatt - Die Spiele

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Die Olympischen Spiele sind das größte Spektakel der Welt. David Goldblatt erzählt ihre Geschichte von den antiken Vorläufern bis zu den Massenevents von heute. Er zeigt, wie die Zahl der Teilnehmer und Disziplinen immer weiter gewachsen ist. Er beleuchtet, wie die Spiele politisch instrumentalisiert wurden. Und er berichtet von den ersten Fernsehübertragungen, der zunehmenden Kommerzialisierung, Dopingproblemen und Bestechungsskandalen. Dabei vergisst Goldblatt nie den eigentlichen Gegenstand der Spiele: den Sport und seine herausragenden Athleten."Eines der besten Sportbücher, das je geschrieben wurde." (Kirkus)"Eine exzellente, flotte, anekdotenreiche Geschichte der Spiele der Neuzeit." (The Times)"Goldblatt ist wohl der führende englischsprachige Sporthistoriker. Dieses Buch ist erhellend, wohlunterrichtet, unvoreingenommen, schön zu lesen, temporeich erzählt und stellt die Spiele in ihren gesellschaftlichen und politischen Kontext." (Financial Times)"Eine lebhafte Geschichte der Spiele, die ihnen den Nimbus nimmt, geschrieben mit der Intelligenz und dem sozialen Verständnis, wie man sie von Goldblatt kennt, mit einem hervorragenden Auge für die entlarvenden Details." (Guardian)"Ein ambitioniertes Buch, das auch abschrecken könnte, aber Goldblatt ist ein kompetenter Führer. Sein Buch zeichnet das Verständnis und die Reichweite aus, wie man sie von seiner heldenhaften Geschichte des Fußballs The Ball Is Round kennt." (Observer)"Eine elegante und anspruchsvolle neue Studie." (The Economist)"Eine Hochgeschwindigkeitsrodelfahrt durch die Geschichte." (New Statesman)'Goldblatts detailreiche Recherche der politischen und finanziellen Betrügereien der heutigen olympischen Spiele ist beeindruckend. Seine Analyse ist faszinierend zu lesen." (Wall Street Journal)

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Erstaunlicherweise versuchte sich eine 15-jährige junge Frau aus Großbritannien namens Helen Preece für den Wettbewerb anzumelden, wurde von den schwedischen Veranstaltern aber abgewiesen. Somit waren, bis auf drei, sämtliche Teilnehmer Inhaber eines Offizierspatents, darunter ein junger Major namens George Patton, der für die Vereinigten Staaten den sechsten Platz belegte. Alle drei Medaillengewinner waren Leutnants der schwedischen Armee. Man sollte also meinen, dass sich das »junge Mädchen von heute« nach dem Sieger im Modernen Fünfkampf Gösta Åsbrink verzehrt hätte, doch der Schwede bekam in Stockholm starke Konkurrenz. »Sie, mein Herr, sind der größte Athlet der Welt«, soll der schwedische König den Sieger im Fünfkampf und im Zehnkampf Jim Thorpe gepriesen haben, worauf Thorpe angeblich entgegnete: »Danke, König.« Das Zitat tauchte erst drei Jahrzehnte nach den Spielen auf, in einem Interview in einer Zeitschrift, aber die Mischung aus Scheu und Selbstsicherheit klingt durchaus glaubhaft.

Jim Thorpe kam als Kind europäischstämmiger und indianischer Eltern im Indianer-Territorium in Oklahoma zur Welt. Nachdem er von zu Hause ausgerissen war und sich als Jäger und Farmarbeiter durchgeschlagen hatte, besuchte er, inzwischen verwaist, die staatliche Indian Industrial School in Carlisle, Pennsylvania. Dort tat er sich in jedem Sport hervor, in dem er sich versuchte – Leichtathletik, Football, Baseball, Lacrosse –, und gewann 1912 die College-Meisterschaft im Gesellschaftstanz. Erst im Frühling des gleichen Jahres begann Thorpe, für den Zehnkampf zu trainieren. Der Speerwurf war ihm so fremd, dass er, weil er nicht wusste, dass ein Anlauf erlaubt war, bei den US-Trials für die Olympischen Spiele aus dem Stand warf und dennoch Zweiter wurde.

Auch wenn sich die sportlichen Leistungen verschiedener Generationen nur schwer vergleichen lassen, zählen Thorpes Auftritte in Stockholm bis heute zu den herausragenden Darbietungen der olympischen Geschichte. Nicht nur gewann er den Fünfkampf und den Zehnkampf, er erzielte dabei auch Zeiten und Weiten, die ihm in den individuellen Disziplinen noch eine Handvoll weiterer Goldmedaillen beschert hätten. Er stellte Rekorde im Zehnkampf auf, die zum Teil noch 60 Jahre später Bestand hatten. Am zweiten Wettkampftag kamen ihm seine Schuhe abhanden, und er machte in alten Tretern weiter, die jemand für ihn aufgetrieben hatte und in denen er dicke Socken tragen musste, damit sie einigermaßen passten.

Ein Jahr später machten in der Presse Geschichten die Runde, Thorpe habe sich 1909 und 1910 dafür bezahlen lassen, in Rocky Mount, North Carolina, Baseball zu spielen. Es waren nur geringe Beträge gewesen, doch obwohl die im olympischen Regelwerk verankerte Frist von 30 Tagen längst verstrichen war, erkannte ihm das IOC rückwirkend, offenbar aus reiner Niedertracht, seine Medaillen ab und löschte ihn aus den Siegerlisten und den Rekordbüchern. Erst 1982 wurde Thorpe rehabilitiert und seinen Erben Nachbildungen der Goldmedaillen von 1912 überreicht.

Stockholm 1912 steckte wahrlich voller Kuriositäten: eine Feier der menschlichen Athletik, die den nachweislich besten Allrounder seiner Zeit ausschloss; ein Fest des Friedens und des Pazifismus, das dem Kult des Kriegers huldigte; die Speerspitze des Internationalismus in der Belle Époque, die zunehmend zur Bühne nationalistischer Empfindungen wurde. In Stockholm hatte die Sonne auf die Sportnationen geschienen, aber selbst dort, inmitten des anscheinend harmlosen Patriotismus, zeichneten sich Schatten ab. Die Schweden hatten zwischenzeitlich Sorge, dass der bevorstehende europäische Feuersturm während der Spiele entbrennen würde. Dazu kam es nicht, aber wie ein weitsichtiger deutscher Beobachter 1913 notierte, waren sie bloßes Vorspiel: »Die Olympischen Spiele sind ein Krieg, ein echter Krieg. Seien Sie versichert, dass viele der Teilnehmer bereit sind, – ohne zu zögern – mehrere Jahre ihres Lebens für einen Sieg des Vaterlands zu opfern. … Die olympische Idee der modernen Ära hat uns ein Sinnbild des Weltkriegs gegeben, das seinen militärischen Charakter nicht offen zur Schau trägt, aber es gewährt uns – denjenigen, die Sportstatistiken lesen können – einen ausreichenden Einblick in die weltweite Rangordnung.« 12Ab August 1914 würde sie auf dem Prüfstand stehen.

Die Spiele - изображение 4

Nicht die Einzigen ihrer Art: Die Olympischen Spiele und ihre Herausforderer in den 1920er Jahren

Antwerpen 1920 • Paris 1924 • Amsterdam 1928 Chamonix 1924 • St. Moritz 1928

Zu wessen Ehren versammelt ihr euch nun?

Welchen toten Anchises oder Patroklos feiert ihr in euren Leichenspielen?

Darauf hielt sie inne,

als durch die Nacht sich fernes Raunen stahl,

das wie ein Sturzbach von den Hängen hallte,

der tausendfache Schritt marschierender Männer.

Näher kamen sie und näher, bis die Schar

die Arena zu passieren schien; einer war darunter,

der verweilte und im schwindenden Licht des Mondes

in unserer Nähe stand.

Einen Helm trug er, doch keine Waffen.

»Wir sind die Toten!«, rief er, »derer ihr gedenkt.

Von diesen umkämpften Höhen, deren Ströme vom Blut sich röteten, sind wir marschiert

aus zerstörten Städten und verheerten Feldern,

aus wüsten Gräben, durchlöchert vom Stahl

grässlicher Hagelschauer, rostig vom Regen

nachlässigen Bluts …«

Sir Theodore CookPindarische Ode, eingereicht zu den olympischen Kunstwettbewerben in Antwerpen 1920

EINS

Als die Olympischen Spiele 1920 in Antwerpen wiederaufgenommen wurden, lag der Gestank des Todes in der Luft. Mit seiner pindarischen Ode an die Spiele sprach Sir Theodore Cook – Oxbridge-Klassizist, Olympiateilnehmer im Fechten und Herausgeber der Zeitschrift The Field – vielen Angehörigen seines Standes aus dem Herzen. Die Göttin Atlanta fragt: »Zu wessen Ehren versammelt ihr euch nun? Welchen toten Anchises oder Patroklos feiert ihr in euren Leichenspielen?« Die Toten in den Schützengräben von Ypern antworten: »Wir sind die Toten … wir [sind] marschiert aus zerstörten Städten und verheerten Feldern, aus wüsten Gräben, durchlöchert vom Stahl grässlicher Hagelschauer.« 1Auf dem Triumphbogen, der als feierlicher Eingang des in aller Eile wiederaufgebauten Olympiastadions diente, sah man dort, wo man vielleicht einen klassischen Diskuswerfer erwarten würde, die Skulptur eines belgischen Soldaten, der gerade eine Handgranate warf. Die amerikanische Wasserspringerin und Goldmedaillengewinnerin Aileen Riggin nahm sich einen Tag frei, um sich auf den erst vor Kurzem verlassenen Schlachtfeldern in Flandern umzuschauen, und zeigte sich von den Spuren des Krieges tief erschüttert: »Deutsche Helme lagen auf den Feldern, und wir brachten einige mit heim. Ich las einen Stiefel auf und ließ ihn gleich wieder fallen, als ich sah, dass sich noch die Reste eines menschlichen Fußes darin befanden.« 2Selbst der ewig unverzagte Coubertin stellte in seiner Nachbetrachtung der Eröffnungsfeier fest, dass »hier und da jemand zu sehen war, dessen Schritt weniger unbeschwert als gewohnt war, dessen Gesicht älter wirkte; doch der Durchhaltewillen war unverändert groß«. 3

Die Zeremonie selbst hatte in der Liebfrauenkirche begonnen, wo Kardinal Mercier, Prälat von Belgien, sich an die Athleten, das IOC und Vertreter des internationalen Militärs wandte und über den Sport sagte, er habe »vor 1914 zur Vorbereitung auf den Krieg gedient, … heute ist er eine Vorbereitung auf den Frieden … und die grässlichen Eventualitäten, die noch nicht am Horizont verschwunden sind«. Mit einem kaum verhohlenen Seitenhieb auf die Deutschen argumentierte er, Sportler seien »nicht bloß eine rohe und arrogante Interpretation von Nietzsches Lebensanschauung. … Wir sind, Gott sei Dank, keine Wilden und rühmen uns im Gegenteil, jene zu zivilisieren, die es noch sind.« 4

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