Nataly von Eschstruth - Nachtschatten

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Die verwaiste und verarmte Margret von Uttenhofen lebt bei ihrem Onkel, dem Professor von Uttenhofen, aber bald wird Margret Opfer eines Rufmords und muss die Kleinstadt Rügenfurt verlassen. Sie lässt sich als Diakonisse ausbilden und wird aufopferungsvolle Pflegerin der sterbenskranken Baronin von Thüngen. Doch inzwischen kommt die Nichte der Baronin, Gräfin Joriède ins Haus, die partout auf Triberg Schlossherrin werden möchte und sich die Zeit mit einem jungen Verwalter vertreibt. Als der Sohn der Baronin, Maurus von Thüngen, wieder nach Hause kommt, werden die Karten neu gemischt. Joriède will ihn erobern, während Maurus sich zu Margret hingezogen fühlt. Joriède jedoch fasst einen teuflischen Plan: Als die Baronin überraschend stirbt, stellt sie die Pflegerin Margret als Mörderin hin. Margret ergreift voller Angst die Flucht …-

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Ein Gefühl der Glückseligkeit überkam sie. Welch ein schöner Freudentag war es heute! — Wahrlich, da konnte man lustig und guter Dinge sein, schon dem Onkel zuliebe, der sie auch so bittend ansah.

Lachend rezitierte sie die schauerliche Ballade von dem Ritter Kunz, deren Wiege wohl auch die Fliegenden Blätter gewesen, und die sie ehemals bei heiterem Fest in der Pension dramatisch dargestellt hatten.

Ritter Kunz kann der Gespenster in seiner Burg nicht Herr werden.

Die grausigen Unholde toben Nacht für Nacht weiter, und der arme Schlossherr wendet alle nur erdenklichen Mittel an, um sie zu verscheuchen.

Umsonst! Die schauerlichen Spukgestalten spotteten jedweder Beschwörung, bis der geplagte Ritter auf ein letztes Mittel verfällt.

Er ruft seine Schwiegermutter zu Hilfe.

Just als der Höllenspektakel im fahlen Mondlicht der Rüsthalle wieder seinen Höhepunkt erreicht hat, öffnet sich die Tür, und in einer Nachttoilette, die das Entsetzen der bleichen Geister nur zu begreiflich erscheinen lässt, mit drohend erhobenem Besen erscheint die Schwiegermama auf der Schwelle.

Da ward’s still. —

In heillosem Schreck stieben die Gespenster auseinander und flüchten in wilder Hast aus dem Bereich der alten Dame.

Sie, die nichts in die Flucht schlagen konnte, packte bei dem Anblick einer Schwiegermutter bleiches Grauen.

Die Dichtung wirkte ungeheuer erheiternd auf die kleine Tischrunde, der Professor wischte sich die Lachtränen aus den Augen und sagte doch voll kopfschüttelnden Mitleids: „Die armen Schwiegermütter! Solange wie der Deutsche noch seine Witze macht, werden sie die Kosten derselben tragen müssen. Ein wunderlicher Widerspruch! — Keine Nation stellt ihre Frauen so hoch, hält sie so heilig und wert wie der Deutsche, dem das Wort ‚Mutter‘ ein Stücklein Religion umschliesst, — und doch macht er mit Vorliebe seine Scherze über dieses so teure Wort, wenn ihm die Silben ‚Schwieger‘ voranstehen!“ —

„Erklären wir es mit der ebenfalls sehr deutschen Eigentümlichkeit, dass das — was sich liebt — sich gerne neckt!“ lächelte der Amtsrichter in bester Laune, hob sein Glas und trank auf das Wohl der Damen.

Frau Agnes zuckte die Achseln. „Na — mit der ‚Liebe‘ wollen wir es in diesem Falle nicht zu genau nehmen. Es gibt Exemplare von Schwiegermüttern, die furchtbar sind. Davor möge Gott einen jeden Mann bewahren. Ich habe da selbst gar manches mit angesehen — und am schlimmsten sind sie, wenn sie das Geld in Händen haben und obendrein geizig sind. Da glaubt mancher, er nimmt sich eine wohlhabende Frau — und wenn’s zum Klappen kommt, sitzt die Schwiegermutter auf dem Geldsack und lässt die lieben Kinder hungern! Hat sich schon mancher die Zähne an Musbrot ausgebissen, der lieber Butter darauf gegessen hätte, — und statt Karpfen — grüne Heringe. Und statt Hühnerbraten einen Stallhasen! — Übrigens — ist denn das wohl wahr, dass die Doktorn neulich ein wildes Karnickel gebraten hat? — Gott soll mich bewahren, nächstens wird sie noch die Ratten und Mäuse spicken! — Sehen Sie, Herr Amtsrichter — ich will nichts gesagt haben — aber ich bin eine ehrliche Person und rede die Wahrheit. — Sehen Sie, die Doktorn, das ist so eine Schwiegermutter, von der die Männer auch beten können: ‚Davor bewahr’ uns, lieber Herrgott!‘ — — Ei, warum sehen Sie denn plötzlich so verlegen aus, mein Goldkindchen? Bei Ihnen kommt ja doch nie ein Mann in Verlegenheit wegen der Schwiegermama, Margret, — Ihr Zukünftiger kann sich ins Fäustchen lachen! — So, und nun holen Sie uns mal den Hühnerbraten, Kleine, — die Kompottschüsseln haben wir schon auf dem Tisch, fehlt also noch der Kartoffelsalat und die Sauce dazu!“ —

Margret hatte mit Schreck die sehr verdüsterte Miene des Amtsrichters gesehen, als Agnes so ungeniert von der Doktorn sprach. Du liebe Zeit, ahnte denn die Alte gar nicht, dass Herr Hettstädt der erklärte Freier von Doktors Lina war? — —

Sie ward dunkelrot vor Verlegenheit, erhob sich hastig und wechselte die Teller, um alsdann nach der Küche zu eilen.

Der Amtsrichter nickte mit grämlichem Gesicht vor sich hin. „Hm ... die Frau Doktor ...“ murmelte er. „Sie haben wohl recht, beste Hauser ... die Frau ist mehr wie sparsam. Das Karnickel hat sie in der Tat gebraten und behauptet, solch ein Lapin sei eine Delikatesse. — Schrecklich!“ —

„Behauptet sie? — Die Heuchlerin!“ rief Agnes voll sittlicher Entrüstung. — „Das Dienstmädchen hat erzählt, wie Schwamm hätte das Vieh geschmeckt, und so unappetitlich sei’s gewesen, dass sie lieber Hunger gelitten hätte, als so was über die Lippen zu bringen. Und das will was heissen! Denn bei Doktors werden die Mägde wirklich mit Heringsgräten gesuttert. Trotz alledem hat die Madame schon wieder neue Karnickel bei dem Forstläufer bestellt. Ja, ja, schütteln Sie sich man, Herr Amtsrichter! Wenn Sie in der nächsten Zeit hingehen, bekommen Sie auch Lapinbraten vorgesetzt, also bleiben Sie man lieber weg!“

„Ja — das werde ich wohl ... obgleich ... Sie verstehen, mein lieber Professor, so als Junggeselle und einsamer Mensch bedarf man eines gewissen Familienanschlusses. Ich bin Gemütsmensch, eine traute Häuslichkeit zieht mich an! Ja, wenn man es als Hagestolz so herrlich haben kann wie Sie, verehrter Freund. So versorgt und gehegt und gepflegt werden — eine solch meisterliche Küche ... o — ja dann“ —

„Hm ... allerdings ... meine gute Agnes ...“

„Ich will Ihnen mal was sagen, Herr Hettstädt: Wenn es Ihnen um Gemütlichkeit zu tun ist, dann kommen Sie zu uns, sooft Sie Lust haben! Wenn der Professor auch arbeitet — ei, so sind wir Frauenzimmer doch da, um Sie zu unterhalten. Bei mir gibt’s keine Karnickel und Musstullen, und die Margret spielt Ihnen was auf dem Klavier. So, da wären ja die Hühner! Haben Sie recht brav gemacht, Kindchen! So goldgelb knusprig müssen sie aussehn — und tüchtig Sahne an die Sosse? Schmeckt delikat. — Na ja, ich sage ja, die Magret kocht bald noch besser wie ich!“

Der Amtsrichter kniff sehr huldvoll lächelnd die Augen zusammen.

„Wissen Sie auch, Fräulein Margret, — dass meine lieben Freunde hier mich soeben aufforderten, recht häufiger Gast in diesem behaglichen Hause zu sein?“

Das junge Mädchen war so glückselig und verwirrt durch das Lob der Frau Agnes, dass sie nur mit leuchtenden Augen den Sprecher anblickte und ihm freundlich zulächelte: „O, das ist ja sehr nett! Dann darf ich Frau Hauser hoffentlich jedesmal in der Küche helfen!“

„Das versteht sich!“ nickte die Alte und schnitt mit kraftvoller Hand ein saftiges Hühnerbein ab, um es voll sorgender Höflichkeit allsogleich auf den Teller des Gastes zu legen. „Sie sollen jetzt tüchtig kochen lernen, Fräuleinchen, damit Ihr Mann mal ein gutes Leben hat, wenn Sie heiraten! Viele Zeit haben wir nicht mehr! Am Neujahrstag hat mir geträumt, dass ich Kuchen backte und einen Kranz flocht, das bedeutet eine Braut im Hause!“

„Ah — sieh an! — ei, ei, Fräulein Magret!“ —

„Hm — sollte mich freuen!“ schmunzelte der Professor und hob sein Glas: „Darauf wollen wir anstossen!“

„Aber Onkel!“

„Schnickschnack! Angestossen!“

„Ich erlaube mir, mein schönes Fräulein!“

„Nicht wahr, der kann lachen, der die mal kriegt?“ kicherte Frau Agnes und stiess den Amtsrichter mit den Ellenbogen sanft in die Seite. —

Der gestrenge Herr füllte sich gerade Kompott auf.

„Das glaube ich selbst! Eine Frau, die hübsch ist, gesund — gut kocht —“

„Hihi! und keine Schwiegermutter mit ins Haus bringt —“

„Sehr beachtenswert!“ —

„Und von feiner Familie ist —“

„Hm — darauf lege ich nicht viel Wert.“ — Das Gesicht des Sprechers bekam wieder etwas Säuerliches. — „Titel sind überflüssig: wenn nicht die Mittel dazu da sind, genieren sie höchstens. Aber die Mittel sind doch eine rechte Hauptsache!“ —

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