Nataly von Eschstruth - Nachtschatten

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Die verwaiste und verarmte Margret von Uttenhofen lebt bei ihrem Onkel, dem Professor von Uttenhofen, aber bald wird Margret Opfer eines Rufmords und muss die Kleinstadt Rügenfurt verlassen. Sie lässt sich als Diakonisse ausbilden und wird aufopferungsvolle Pflegerin der sterbenskranken Baronin von Thüngen. Doch inzwischen kommt die Nichte der Baronin, Gräfin Joriède ins Haus, die partout auf Triberg Schlossherrin werden möchte und sich die Zeit mit einem jungen Verwalter vertreibt. Als der Sohn der Baronin, Maurus von Thüngen, wieder nach Hause kommt, werden die Karten neu gemischt. Joriède will ihn erobern, während Maurus sich zu Margret hingezogen fühlt. Joriède jedoch fasst einen teuflischen Plan: Als die Baronin überraschend stirbt, stellt sie die Pflegerin Margret als Mörderin hin. Margret ergreift voller Angst die Flucht …-

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Der Professor schaute mit seinen müde gelesenen Augen erstaunt über die Brille hinweg.

„Was heisst das, Agnes? Ich denke bestimmt, dass er heute oder morgen kommt, um um meine Nichte anzuhalten!“

Ein hartes Auflachen. „Das denken Sie, Herr Professor, weil Sie eben über Ihrem gelehrten Kram ganz vergessen, wie es in der Welt aussieht! Zum Heiraten gehört Geld! Fürnehmlich bei einem Leutnant, denn von der Gage allein kann keiner mit Weib und Kind leben! Na — und was hat sie? — und was hat er? — So viel! und das ist zu wenig.“

Die Sprecherin pustete verächtlich durch die Finger, und der Professor starrte sie verdutzt an: „Ach so ... die Kaution ... hm ... daran hatte ich noch gar nicht gedacht! Fatal, sehr fatal! Ja, was tun wir da, Agnes?“

Frau Agnes stemmte die blauroten Fäuste in die Hüften.

„Wir suchen einen andern!“ sagte sie trocken.

„Einen andern?“ Herr von Uttenhofen fuhr mit der Hand über die hohe Stirn und sah ganz fassungslos aus: „Glaubst du denn, Agnes, dass unter den Offizieren ein vermögender Mann ist?“

„Nein, — und darum darf’s eben kein Herr Offizier sein! Gibt es denn nicht noch andere achtbare Männer hier?“ ...

„O ja ... gewiss ... aber ... weisst du denn, ob einer von ihnen unsere Margret liebt?“

Wieder ein kurzes Auflachen: „Darauf kommt’s nicht an. Was nicht ist, kann immer noch werden!“

Der Professor rückte ängstlich auf dem Stuhl hin und her: „So! so! — Und wen meinst du, liebe Agnes?“

Die liebe Agnes strich gewichtig über die steifgestärkte Schürze. „Den Amtsrichter Hettstädt mein’ ich! Der passt für sie, und der wird’s!“

„Der Amtsrichter? Hm ... nicht übel, — ein sehr ansehnlicher Mann — aber ... ja, soviel ich weiss, macht der bei Doktors stark den Hof — —“

„Bei Doktors? Der Hopfenstange Lina etwa, die ein Gesicht hat, als ob sich schon mal einer aus Versehn draufgesetzt hätte? — Na, mit der nehmen wir’s noch auf! —“

„Sie hat aber etwas Vermögen ...“

„Na, wieviel denn? Die paar Kröten sind doch gar nicht der Rede wert! Und was nützt ihm das bei dem Geiz von der Alten! Bah! Was kocht sie ihm denn? Letzten Dienstag, als er zur Abendvisite bei ihnen war, hat sie grüne Heringe und Bratkartoffeln aufgetischt! Ist das eine Bewirtung für einen Freier? Und was die Müllern ist, die nebenan wohnt — die sagt —: ‚Alles macht die Doktern mit Margarine! Kein Lot Butter kommt mehr ins Haus; und wenn der Amtsrichter zum Kaffee kommt, streicht sie ihm auch eine Musstulle!‘ Nu bitt’ ich Sie, Herr Professor! Eine Musstulle für einen Freier!! Der klebt ja fest, wenn er danach die Lina auf die Backe küsst!“

„Ja aber ... du kochst ja ganz vorzüglich, liebe Agnes, und Margret versteht es wohl auch schon etwas ... Aber wie kann ich das dem Amtsrichter erzählen ...“

„Schnickschnack! Erzählen! — Von ’ner gemalten Wurst wird keiner satt. — Wenn Sie den Amtsrichter heute abend im ‚Löwen‘ sehn, dann laden Sie ihn für morgen zum Essen ein ...“

„Zu uns? — Hierher? — Zum Essen?!“ Herr von Uttenhofen sah aus, als drehe sich die ganze Stube im Wirbel, so dass der Virgil über den Horaz und der Homer unter den Kalender von 1881 zu stehen käme —: „Hierher zu uns?!“

„Na gewiss! Im Gasthaus kann ich ihm nicht kochen. Sie sagen, morgen sei Ihr Geburtstag ...“

„Aber der ist ja im September ...“

„Weiss das jemand? — Und schliesslich — so ein zerstreuter Bücherwurm verwechselt auch schon mal den eigenen Geburtstag! Also morgen ist Ihr Geburtstag, Herr Professor — und dazu laden Sie sich den Amtsrichter ein. Alles andere überlassen Sie man mir, — das werde ich schon fingern!“

Der Professor schielte schon wieder sehnsüchtig nach seinem Manuskript: „Hm ... wie du meinst, liebe Agnes, du weisst ja alles am besten ... und zum Essen also ... um zwölf Uhr meinst du? ...“

„Nein, — um ein Uhr, — das ist feiner. Je später, desto feiner, heisst’s heutzutage. Der Landrat hat neulich sogar mal um drei Uhr geladen, — aber vor solcher Übertreibung soll mich Gott bewahren! Das heisst ja, die ganze Weltordnung über den Haufen stossen, wenn es erst Mittag gibt, wo andere Christenmenschen schon wieder ihren Stippekaffee trinken! Um ein Uhr, — das ist reichlich spät, aber es ist noch keine Auflehnung gegen die göttlichen Naturgesetze!“

„Gewiss nicht, liebe Agnes!“

„Und ich esse mit am Tisch! Die Margret trägt auf, — das macht einen wirtschaftlichen Eindruck.“

„Hm ... hm ...“ Der Professor sass schon wieder tief über sein Werk geneigt: „Gewiss, liebe Agnes!“

— — — Am anderen Tage erschien der Amtsrichter, und wenn auch Margret voll freudigsten Eifers in der Küche geholfen hatte — zu ihrem grenzenlosen Erstaunen gestattete Frau Agnes, dass „die Kleine“ bei der Zubereitung der Speisen hilfreiche Hand leistete und belehrte sie sogar voll herablassender Huld, wie dies und jenes Gericht herzustellen sei —, so empfing Fräulein von Uttenhofen den Gast selber, jedoch nur voll höflicher Gleichgültigkeit.

Der pedantische Herr mit der goldenen Brille, dem kränklich spitzen Gesicht und dem Ausdruck stets nörgelnder Unzufriedenheit oder arrogantester Überhebung in den früh gealterten Zügen, war ihr nie sehr sympathisch gewesen, und in ihrer Herzensunschuld, die die Herren noch nicht auf ihre Eigenschaften als gute Partie prüfte, begriff sie nicht den ungeheuren Enthusiasmus, mit dem die Damen von Rügenfurt für Herrn Hettstädt schwärmten. Man riss sich um seine Gunst, man buhlte um sein Wohlwollen, und die Aufregung der Mütter im Ballsaal erreichte ihren Höhepunkt, wenn der Herr Amtsrichter, — ganz hochfürstlich erst dann, wenn alle Welt versammelt war, — als Gnadensonne in der Tür aufstieg, um mit sauersüssem Lächeln seine Tänze zu vergeben, wie ein König, der Almosen austeilt. Margret war so unerhört leichtsinnig und unbedacht gewesen, nie auf den gestrengen Herrn zu warten, — sie liess ihre Tanzkarte ohne Ansehen der Person von Freunden und Verehrern füllen, und darum nahm es auf dem letzten Ball um so mehr wunder, als der Herr Amtsrichter sich beim Souper an die „andere“ Seite des Fräulein von Uttenhofen setzte und sogar geruhte, sich sehr scharmant mit dem dummen Ding, das nie die mindeste Rücksicht auf ihn nahm, zu unterhalten.

Ah! Die Frau Rätin hatte recht, wenn sie plötzlich auf den Gedanken kam, die ganze „Gleichgültigtuerei“ des Fräulein Margret sei raffinierteste Koketterie, um den Freier dadurch aufs äusserste zu reizen!

Margret ahnte nichts von dieser Konduite, die Neid und Missgunst ihr ausstellten. Sie fand den Amtsrichter weder sehr angenehm noch sehr unangenehm. Er war ihr vollkommen gleichgültig, und nur die Höflichkeit und ihr so von Herzen liebenswürdiges Wesen liessen sie mit ihm plaudern, wie mit allen andern Herren auch.

Sie war sehr überrascht, als Onkel Max sich zur Feier seines Geburtstages gerade diesen Herrn als Gast eingeladen hatte, aber die Freude über das so selten freundliche Wesen, das Agnes heute zeigte, der Eifer, in der Küche helfen und lernen zu können, strahlte aus ihren Augen, und so begrüsste sie den Amtsrichter so heiter und frisch und sah so bezaubernd anmutig aus, dass der gestrenge Herr mit wohlwollendem Lächeln ihre Hand länger drückte, als just nötig war.

Zweites Kapitel.

Margret hatte den Geburtstagstisch so sinnig und hübsch geschmückt, wie es bei den bescheidenen Mitteln, über die sie verfügte, möglich war. Grosse Sträusse schlanker Weiden- und Nusskätzchen, die ersten gelben Blüten der Herlizia, Krokus und Fürwitzchen, untermischt mit bescheidenen, rotgeränderten Gänseblümchen und weissen Anemonen, kurz alles, was der erste, junge Lenz an Blüten und Knospen über die erwachende Welt streut, blühte auf dem weissen Damasttuch!

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