Nataly von Eschstruth - Nachtschatten

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Die verwaiste und verarmte Margret von Uttenhofen lebt bei ihrem Onkel, dem Professor von Uttenhofen, aber bald wird Margret Opfer eines Rufmords und muss die Kleinstadt Rügenfurt verlassen. Sie lässt sich als Diakonisse ausbilden und wird aufopferungsvolle Pflegerin der sterbenskranken Baronin von Thüngen. Doch inzwischen kommt die Nichte der Baronin, Gräfin Joriède ins Haus, die partout auf Triberg Schlossherrin werden möchte und sich die Zeit mit einem jungen Verwalter vertreibt. Als der Sohn der Baronin, Maurus von Thüngen, wieder nach Hause kommt, werden die Karten neu gemischt. Joriède will ihn erobern, während Maurus sich zu Margret hingezogen fühlt. Joriède jedoch fasst einen teuflischen Plan: Als die Baronin überraschend stirbt, stellt sie die Pflegerin Margret als Mörderin hin. Margret ergreift voller Angst die Flucht …-

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Selbstgebackener Mandelkuchen duftete auf buntgemalter Platte, schlanke Weinflaschen sorgten für das festliche Gepränge, und Margret hatte auf Befehl der Frau Agnes das lichtblaue Kleid anlegen müssen, welches ihr so ganz besonders hübsch zu Gesicht stand! —

Der Amtsrichter blickte denn auch mit unverkennbarer Huld auf die zarte, schmiegsame Mädchengestalt, und schien nicht zum angenehmsten überrascht, als Frau Agnes ihm mit viel selbstbewusster Würde den Stuhl an ihrer Seite anwies, während zu seiner Linken der Professor Platz nahm.

Herr von Uttenhofen schien auch etwas erstaunt über dieses Arrangement.

„Soll unser verehrter Gast denn nicht zwischen den beiden Damen sitzen, liebe Agnes?“ fragte er mit schüchternem Versuch, auch einmal eine Anordnung zu treffen, — Frau Hauser aber schöpfte gelassen die Suppe aus und sagte sehr ruhig und bestimmt: „Nein, Herr Professor, die Kleine ist heute eine zu ungemütliche Nachbarin, — Sie wissen, dass sie es sich heute ebensowenig wie sonst nehmen lässt, uns zu bedienen, und da würde der Herr Amtsrichter zumeist neben einem leeren Stuhl sitzen. — Das Tischgebet, Margret!“ —

„Wie du willst, liebe Agnes!“ —

Und dann sprach die weiche, melodische Stimme des jungen Mädchens, die bei den so überraschend gnädigen Worten der Alten heiss erglüht war, das schlichte Sprüchlein.

Man setzte sich, und der Amtsrichter machte mit galanter Verbeugung gegen Fräulein von Uttenhofen die treffende Bemerkung: „Vis-à-vis — noch besser wie nah dabi!“ — eine Artigkeit, die den Professor veranlasste Frau Agnes einen strahlenden Blick zuzuwerfen, der soviel ausdrückte, als wie: „Hast du’s gehört? Er hat wirklich Absichten!!“

Aber Frau Hauser löffelte vollständig gleichgültig ihre Suppe und sagte nur: „Na, jetzt haben Sie’s ja raus, Gretchen, wie man eine gute Fleischbrüh’ kocht!“ —

Margret starrte sie ganz verdutzt an, der Amtsrichter aber lächelte höflich: „Das gnädige Fräulein ist wohl Ihre Schülerin in der edlen Kochkunst, Frau Agnes? Nun, da kann man ihr freilich gratulieren!“

„Ihr und wohl auch demjenigen, der sie mal heimführt!“ lächelte die Matrone verschmitzt. „Nicht wahr, Kleine? Wenn der Mann so hungrig und müde vom Dienst nach Hause kommt und viel Staub geschluckt hat ... na, na — dies böse Gesicht! — Da hier — mein Suppenteller! Sie können uns gleich den Fisch holen!“— und damit wischte sich die Sprecherin mit breitem Lachen den Mund, nahm die Teller von ihren beiden Nachbarn zusammen und reichte sie dem jungen Mädchen. „Mit Verlaub, Herr Amtsrichter, es geht ganz gemütlich bei uns zu. Auf Gäste sind wir nicht eingerichtet — Lohndiener sind bei uns nicht, — man muss fürlieb nehmen!“

Margret war über die Art und Weise der Alten, sie plötzlich mit einem Offizier zu necken, so perplex, dass sie schleunigst mit den Tellern verschwand. — Auch der Professor sah ganz fassungslos aus, und Herr Hettstädt kniff mit saurem Gesicht die kurzsichtigen Augen zusammen und wiederholte gedehnt —: „Ah — dom Dienst? Also Fräulein Margret wünscht sich einen Herrn Offizier zum Gatten?“

Agnes neigte sich vertraulich näher: „Nein, das tut sie eben nicht! Sie macht sich nämlich nicht viel aus dem doppelten Tuch! — Hihi! Sahen Sie nicht ihr böses Gesicht? Aber, du liebe Zeit! Ich denke mir, es wird doch noch mal ein Leutnant! Da ist namentlich einer, der ist ganz toll in das Mädel! Rein von Sinnen! Ich sehe ja, wie er das Pflaster vor dem Hause glatt läuft!“

„Hm! Hm!“ —

„Nicht wahr, Sie merkten es auch schon?“

„Olmütz! Pah — grüner Laffe — kein Geld ... der kann ihr nichts nützen!“

„Sagen Sie das nicht! Hübsch ist er aber! Und schmuck und fein! Und in vier Jahren Hauptmann. So lange kann eine Achtzehnjährige wohl warten!“

Die Sprecherin schenkte dem Gast sehr freundlich Wein ein, der Professor sass wie ein steinernes Bild und stöhnte leise: „Aber Agnes — liebe Agnes ...“

Der Amtsrichter nahm jedoch mit sauertöpfischem Gesicht einen Schluck und zuckte die Achseln. „Sagten Sie aber nicht, Fräulein Margret mache sich nichts aus dem Militär?“ —

„Tut sie auch nicht!“

„Nun also!“ —

„Manches Mädchen hat schon den Falschen genommen, wenn der Rechte nicht kam! Ob sie Olmütz mal erobern wird? Das glaube ich kaum! Aber der Berliner ...“

„Der Berliner?!“

„Ja, sehen Sie, Herr Amtsrichter — ganz unter uns gesagt — von der Pension her hat sie auch einen Anbeter, einen flotten, reichen Husar sogar, der ein Schloss und Geld wie Heu hat. Du liebe Zeit, wem fiele das bildschöne Mädchen nicht auf —“

„Ein Husar?!“

„Liebe Agnes ... ein reicher Husar ... ei, davon weiss ich ja kein Sterbenswörtchen!“ —

„Woher denn auch? — Einem Manne und alten Onkel machen die Mädchen keine Geständnisse ...“

„Also doch Geständnisse —! Da ist die Sache wohl schon klipp und klar?“

„I, wo denken Sie hin, Herr Amtsrichter! Das ist ja das Wunderliche, dass das närrische Ding ihn auch nicht mag! Hat sich ja vor ihm hierher zu uns geflüchtet ... im Vertrauen gesagt, Herr Hettstädt!“ —

„Aber liebste Agnes ... hierhergeflüchtet?“ — und Onkel Max machte ein so unbeschreiblich überraschtes Gesicht, dass er vollständig vergass, den Mund wieder zu schliessen.

„Pst!“ sagte Frau Hauser. „Das liebe kleine Ding kommt!“

Und Margret setzte mit glühenden Wangen einen herrlich gebläuten Karpfen auf den Tisch, lachte den Amtsrichter ganz harmlos und lediglich aus Freude über das ihr gelungene Anrichten mit strahlenden Augen an, und huschte leichtfüssig zurück, um Kartoffeln und Sauce zu holen.

Frau Agnes aber sass dick und breit auf ihrem Stuhl und legte die Hände behaglich über dem Magen zusammen.

„Nun sieh mal an — wie sie’s ’raus hat!“ sagte sie mit anerkennendem Kopfnicken, mehr zu sich, wie zu den Herren, und dann schenkte sie dem Amtsrichter abermals ein. „Fisch will schwimmen und nun, bitte, mal zugelangt! Ich weiss aus dem Löwen her, dass Sie den Kopf lieben — mit Verlaub, wenn ich Ihnen vorlege!“

Herr Hettstädt strahlte vor Freude, hielt den Teller hin und nahm dankend sein Lieblingsstück in Empfang.

„Ganz recht, ganz recht! Der Kopf, ja dafür habe ich eine Schwäche! Aber sagen Sie um alles, beste Frau Agnes — wie erfuhren Sie das?!“

Die Matrone sah unendlich harmlos aus. „Ei, die Margret hat es mir wohl gesagt. Solch ein junges Ding weiss immer mehr wie andere Leute ... pst ... sie kommt.“

Voll ausgesuchtester Höflichkeit wandte sich der Amtsrichter der jungen Dame zu, die Unterhaltung schien die schönsten Blüten treiben zu wollen, als Frau Hauser energisch die Hand hob. „Beim Fisch wird nicht gesprochen! Essen Sie mal in Frieden Ihren Karpfenkopf, Herr Amtsrichter, die Margret hält sich nie lange mit Messer und Gabel auf, und wenn sie mit ihrem Teller im klaren ist, sagt sie uns mal das hübsche, lustige Gedicht vom Ritter Kunz und seiner Schwiegermutter auf.“

„Ja, das ist sehr spasshaft!“ nickte der Professor kauend, und der Amtsrichter, der nichts mehr liebte, als wie beim Fischessen gut unterhalten zu werden, ohne dass Ansprüche an seine Suade gestellt wurden, applaudierte mit scharmantestem Lächeln und war entzückt von der Idee.

„Aber liebste Frau Agnes, dieser alte Witz“ — — wehrte Margret verlegen ab.

„Schnickschnack! Trinken Sie mal! tüchtig, das ganze Glas aus! — So, und nun seien Sie ganz so lustig und gesprächig, wie Sie es stets bei Tische sind. Vor dem Herrn Amtsrichter brauchen Sie sich nicht zu genieren!“

„O gewiss nicht!“ Fräulein von Uttenhofen sah ganz verklärt aus. So liebenswürdig war ihre gestrenge Widersacherin ja noch nie zu ihr gewesen.

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