Inger Edelfeldt - Der Bote

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Die 17-jährige Arri liebt Fantasy, Musik und schwarzen Samt. Seit langem schon fühlt sie sich als Außenseiterin; nichts und niemand kann ihren romantischen Sehnsüchten und ihrem Lebenshunger genügen. Niemand – bis auf Oscar, den sensiblen, fantasievollen Jungen, der Arri jedoch unerreichbar scheint. Ihre – wie sie glaubt – hoffnungslose Leidenschaft zieht Arri in einen dunklen Sog. Schatten scheinen aus dem Spiegel in ihrem Zimmer nach ihr zu greifen und eines Tages tritt ein Bote aus einer anderen Welt durch das Spiegel-Tor. Leonidas, ein faszinierender, höfisch kultivierter Vampir, nimmt Arri mit ins Schattenreich Eidolon. Der neue Jugendroman der preisgekrönten Autorin Inger Edelfeldt führt den Leser an die schmale Grenze zwischen Wirklichkeit und Traum. Fesselnd, verführerisch – und brillant erzählt!-

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Das hatte sie wahrscheinlich in einem dieser Psychologiebücher gelesen, die sie andauernd kauft. Bücher, in denen es immer um die Kunst des Liebens geht oder die Kunst der Selbsterkenntnis oder darum, das Wesen des Mannes zu verstehen, oder um Sternzeichen und wie sie zueinander passen oder um Sachen, die mit der Psyche der Frau zu tun haben – Göttinnenaspekte z. B. oder Abhandlungen namens »Wie möchte die Frau geliebt werden« oder »Der Zorn der Frauen«.

Einmal habe ich sie gefragt, ob sie und der Bibliothekar nie daran gedacht hätten, sich scheiden zu lassen. Das hat sie fürchterlich gekränkt. Wahrscheinlich ist sie der Ansicht, dass sie die Ehe mir und Sophie zuliebe aufrechterhalten hat, obwohl sie eigentlich etwas viel, viel Besseres hätte haben können. Da möchte ich mich doch am liebsten übergeben.

5. Kapitel

Nie darf man in Ruhe die Kaninchen anschauen

Die Oscar-Situation war unverändert. Es hatte absolut keinen Sinn, sich irgendwelche Hoffnungen zu machen. Wenigstens versuchte ich mir das zu sagen. So zu tun, als ob man etwas nicht braucht, was man vermutlich ohnehin nicht bekommen kann – ist das wohl ein gutes Prinzip? (Wie weit kann man mit diesem Prinzip gehen – eine interessante philosophische Frage! Letzten Endes redet man sich vielleicht erfolgreich ein, dass man überhaupt nichts mehr braucht, und dann siecht man endgültig dahin . . .)

Ich setzte meinen Abstieg in die pechschwarze Depression fort, da ich gewisse Tatsachen einsehen musste: 1. Ich kann nicht aufhören ekelhaft verliebt in ihn zu sein. 2. Er gehört Amanda. 3. Amanda sieht aus wie ein Golden Retriever. 4. Ich sehe nicht wie ein Golden Retriever aus. 5. Er fühlt sich auf perverse Art ausschließlich zu Mädchen hingezogen, die wie Golden Retriever aussehen.

Ich mochte in den Pausen kaum auf den Schulhof gehen, weil es so unerträglich schmerzhaft war, ihn mit ihr dastehen zu sehen! Und ich wollte ja unter keinen Umständen, dass er merkte, wie sehr ich ihn anstarrte, was ich ja nicht lassen konnte – also war es besser, sich anderswo aufzuhalten.

Jenes Lächeln damals musste ein Versehen seinerseits gewesen sein, vielleicht hatte er auch ganz einfach gefunden, dass ich komisch aussah!

Es war wie ein Rückfall in meine Zeit als Dreizehnjährige. Ich ging in die Schule und saß den Unterricht ab, völlig in meine eigene Welt versunken (mit anderen Worten: eine klägliche, kleine Rotznase in einer gläsernen Kugel), dann ging ich nach Hause, machte freudlos und roboterhaft meine Hausaufgaben, stickte oder pusselte mit meinen Fotos und Cernit-Figuren herum. Nicht einmal Musik vermochte mich zu trösten, weder meine alten Bänder und die Platten mit mittelalterlicher Musik, die Mairas Vater für mich gebrannt hatte, noch meine Platten mit Dead Can Dance, Portishead und Loreena McKennitt.

Im Werkunterricht sollten wir Stoffmuster drucken. Die renommierte, extra angeheuerte Textilkünstlerin, die uns unterrichtete, fand meinen Vorschlag für ein kompliziertes Totenkopfmuster »interessant, aber nicht sehr originell«.

Ich fühlte mich wie ein Automat, tot. In mir schien eine Art Hass zu schwelen, der in Geschwüre aufzubrechen drohte. Als wäre ich vergiftet.

Anfang September gelang es mir dann tatsächlich, echt krank zu werden. Ich bekam einen so bösartigen Virus, dass ich nicht in die Schule konnte. Das bedeutete natürlich, dass ich Probleme mit meinem Epochenheft für sphärische Trigonometrie bekommen würde, aber mir ging es so schlecht, dass ich mich kaum auf den Beinen halten konnte. Um die anderen Fächer machte ich mir keine Sorgen. Ich hatte sowieso keine Lust mehr, mich leistungsorientiert zu verhalten, obwohl ich natürlich auch nicht wollte, dass man sich um meinen Geisteszustand Gedanken machte. Bloß keine engagierten Entwicklungsgespräche über mich, besten Dank!

Typisch für mich ist: Für Fächer, die mich interessieren (wie Sprachen und, ehrlich wahr, Religion), brauche ich kaum zu lernen, und alles, was mich nicht interessiert (Mathe und ähnlich nützliche Dinge), kriegt man nicht mal mit einem Hammer in meinen Schädel rein. Daher begreife ich eigentlich nicht, warum jemand wie ich überhaupt eine Schule besuchen soll; das, was mich interessiert, kann ich ohnehin schon, wie z. B. jedes noch so schwierige Buch auf Englisch lesen und Fotos machen. Manchmal habe ich daran gedacht, einfach aufzuhören.

Maira hatte sich demonstrativ mit Jessy zusammengetan, einer patchouliduftenden Person mit Dreadlocks, die ihre eigenen Kleider nähte, Gitarre spielte und verdächtigt wurde lesbisch zu sein.

Ich kann also nicht behaupten, dass es irgendetwas in der Schule gab, das mich verlockte – bis auf Oscar.

Andererseits war es daheim ziemlich einsam und verlassen. Der Mutterkuchen hatte (ungewöhnlicherweise) ein paar Tage freigenommen und traf sich mit ihren Freundinnen im Café, garantiert vor allem, um die Fehler und Mängel in ihrer Beziehung zum Bibliothekar zu analysieren. (»Du fühlst dich doch hoffentlich nicht im Stich gelassen, wenn ich mal kurz ausgehe, Arri?«)

Sophie glänzte meistens durch Abwesenheit. Sie hatte sich plötzlich einen zwei Jahre älteren Freund zugelegt, der dem inzwischen so verachteten Ricky Martin lächerlich ähnlich sah und unglückseligerweise sogar Rico hieß, aber ich durfte ihn unter keinen Umständen Ricky nennen (wie sollte ich mir das verkneifen können?). Sie wohnte mehr oder weniger bei ihm, wenn sie nicht gerade eine der anderen Geklonten besuchte.

An einem dieser Tage, als ich unter einer warmen Decke auf dem Sofa lag und wieder mal »Watership Down« guckte, wurde die Wohnungstür aufgeschlossen. Der Mutterkuchen kam total verweint hereingestürzt und schrie: »Sie haben das World Trade Center gesprengt! Warum gehst du nicht ans Telefon?«

Ich hatte einfach keine Lust gehabt, ans Telefon zu gehen, weil ich ja ungestört Video gucken wollte.

Sie befand sich im Auflösungszustand. Der Kaninchenfilm musste den Nachrichten weichen. Und sie rief immer wieder Sophie an, die aber bei ihrem Freund bleiben wollte. Der Bibliothekar kam nach Hause und war, ausnahmsweise, genauso erregt, obwohl er versuchte männlich zu sein und Trost und Ausgewogenheit zu verbreiten.

Und was war mit mir? Wie reagierte ich?

Der Mutterkuchen bezeichnete meinen Zustand als »Schock«. Ich selbst würde eher behaupten, dass ich nicht überrascht war. Ich weiß, ehrlich gesagt, nicht, warum. Aber die Welt dort draußen ist doch eigentlich nie besonders viel versprechend gewesen, oder? Oder ich hatte tatsächlich einen Schock und habe ihn immer noch.

Aber irgendwie habe ich mir nie ein langes, sicheres Leben vorstellen können. Kaum überhaupt ein Leben. Ich habe den Glauben, dass die ganze Chose nicht zum Teufel gehen wird, schon immer für naiv gehalten.

Ich hörte ihre Gespräche, als sie glaubten, ich schliefe: »Wenn ich gewusst hätte, wie diese Welt einmal aussehen wird, hätte ich niemals auch nur ein einziges Kind auf die Welt gebracht.«

So, so.

Und ich verkroch mich unter der Decke und stellte mir vor, wie alles verging, in Flammen aufging, explodierte.

Vor einiger Zeit war mir vage bewusst geworden, dass ich irgendwann etwas anderes als ein so genannter »Teenie« sein würde. Ich würde irgendeiner Arbeit nachgehen, irgendwo wohnen und irgendeine Art von erwachsenem Leben führen müssen. Das kam mir zwar unendlich fern vor und ich hatte auch keine Lust, daran zu denken, aber ganz konnte ich doch nicht davon absehen. In Hinblick darauf, dass die Welt ohnehin früher als gedacht untergehen würde, fand ich diese Überlegungen plötzlich ziemlich einfältig.

Und erstaunlicherweise kam mir der bevorstehende Weltuntergang gar nicht so entsetzlich vor, wie man hätte erwarten können. Als ich so unter meiner Decke lag, empfand ich zum ersten Mal tiefe Dankbarkeit dafür, dass ich nicht viel mehr zu verlieren hatte als – mein Leben. Dieses Leben, das mir sowieso als Illusion erschien. Wer konnte schon wissen, ob der Tod nicht eine Rückkehr zu diesem tiefsten Ernst war, der mir schon immer als die einzige Wahrheit erschien?

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