Martina Andre - Flamme von Jamaika

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Flamme von Jamaika: краткое содержание, описание и аннотация

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ABENTEUER UND LEIDENSCHAFT. Als die Hamburger Kaufmannstochter Lena Huvstedt 1831 nach Jamaika kommt, betritt sie eine fremde, exotische Welt. Hier soll sie mit dem Plantagenbesitzer Edward Blake eine Familie gründen. Doch schon kurz nach der Hochzeit wird Lena von aufständischen Sklaven entführt. Ihr Anführer ist der charismatische Jes. Mit ihm erfährt Lena, was wahre Liebe ist. Und sie trifft eine folgenschwere Entscheidung: Um Jes zu retten, kehrt sie zurück in die Höhle des Löwen …-

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Der livrierte Butler geriet ins Wanken, und die heiße Milch schwappte über seine Hände. Er schleuderte Baba ein paar ungehobelte Flüche entgegen, doch sie rannte bereits die Treppe hinauf, zwei Stufen auf einmal nehmend. Vorbei an den Wandleuchtern, deren flammende Kerzen Schatten in die oberen Stockwerke warfen.

«Hey! Wo willst du hin?», rief ihr der aufgebrachte Mann hinterher.

Natürlich wusste er, dass Baba nicht ins Haus, sondern auf die Felder gehörte, weil die Rangordnung der Sklaven auch etwas mit ihren zugewiesenen Aufgaben zu tun hatte.

Wie aufgeschreckte Vögel steckten jetzt weitere Hausangestellte ihre Köpfe aus den Türen im Erdgeschoss. Doch ungeachtet der entgeisterten Blicke, setzte Baba ihren Weg in den ersten Stock fort, wo Seine Lordschaft mit Ihrer Ladyschaft über zwei nebeneinanderliegende Schlafgemächer verfügte. Von Estrelle, die ab und an im Haus aushalf, wusste Baba, dass die Gemächer der beiden Eheleute durch eine Tür miteinander verbunden waren.

Als sie die erste Tür aufstieß, tat Ihre Ladyschaft einen entsetzten Schrei und fuhr so rasch in ihrem Bett auf, dass sie ihr sorgsam aufgesetztes Häubchen verlor. Sofort fiel das rotblonde Haar in langen Wellen herab, was ihr zartes, weißes Gesicht noch bleicher erscheinen ließ. Ihr Blick war so panisch, als habe sie ein Gespenst gesehen. Doch Baba hatte keine Zeit, die hochschwangere Missus länger zu betrachten. Sie wollte Antworten von ihrem Master, und wenn es ihr Leben kosten würde.

Schon stürmte sie durch die Zwischentür. Lord William saß im Bett und hatte bereits eine Lampe entzündet. Baba irritierte sein ungewohnter Anblick. Unzählige Male hatte sie seinen gestählten Körper nackt gesehen, aber noch nie war ihr William Blake im Nachthemd begegnet, und schon gar nicht mit einer Zipfelmütze auf seinem grau werdenden Haupt. Doch er musste den Eindringling erwartet haben. Denn in seiner Rechten hielt er eine Pistole.

«Wo ist mein Sohn?», schrie Baba und ignorierte, dass der Lauf der Waffe auf sie gerichtet war.

Der Master zögerte einen Moment, ob aus Überraschung oder vor Zorn vermochte Baba nicht zu sagen. Die Angst um ihr Kind steigerte sich in grenzenlose Hysterie.

«Wo ist Jess?», brüllte sie wie von Sinnen. «Und wage ja nicht, so zu tun, als wüsstest du es nicht!»

Dass sie ihn vor seiner Frau und allen anwesenden Haussklaven in einer solch respektlosen Weise behandelte, machte die Sache nicht besser. Lord Williams Kopf schwoll vor Zorn rot an.

«Verkauft!», sagte er in einem bemüht nüchternen Ton. «An einen spanischen Händler.» Als er sah, wie schockiert Baba reagierte, fügte er ohne Erbarmen hinzu: «Beide haben die Insel bereits verlassen. Also hör auf zu lamentieren. Du kannst dir ja von irgendeinem dahergelaufenen Nigger einen neuen Jesús machen lassen. Je eher, desto besser.»

Für einen Moment war Baba wie betäubt. Fassungslos starrte sie auf den Mann, der sie so viele Jahre missbraucht und gequält hatte. Der körperliche Schmerz, den sie ertragen hatte, war nichts im Vergleich zu dem, was sie nun fühlte.

«Ich … verfluche … dich, William Blake», flüsterte sie gefährlich leise. «Dich und deine gesamte Familie. Auf dass deine Frau und deine Kinder einen baldigen Tod finden mögen. Und alle Frauen, die auf Redfield Hall noch folgen werden! Sie sollen allesamt eines frühzeitigen Todes sterben und auf immer und ewig in der Hölle schmoren!»

Rascher, als William reagieren konnte, riss Baba sich das Pflanzmesser vom Gürtel. «Der Teufel selbst und all seine Dämonen sollen meine Zeugen sein, dass ich diesen Fluch hier und heute und für alle Ewigkeit mit meinem Blut besiegele!»

Dann schnitt sie sich vor den entsetzten Augen aller Umstehenden mit zwei schnellen Bewegungen die Pulsadern auf.

Kapitel 1

Januar 1831 // London // Eine schicksalhafte Entscheidung

Flamme von Jamaika - изображение 5

Wie sich das anhört!», flötete Maggie entzückt und wedelte mit der Einladungskarte aus weißem Büttenpapier wie mit einem Fächer vor Lenas Nase herum. Währenddessen wickelte die eigens ins Haus bestellte Frisierdame aus der Parfümerie Bel Air Lenas hellblondes Haar aus den über Nacht getragenen Papilloten, um es anschließend zu einem kunstvollen Arrangement aufstecken zu können.

«Die Countess of Lieven gibt sich die Ehre», las Maggie vor, «die Debütantin Helena Sophie Huvstedt und ihren werten Herrn Vater Konsul Johann Friedrich Alexander Huvstedt in die Almack’s Assembly Rooms zum ersten Ball der diesjährigen Saison einzuladen», setzte Maggie fort, wobei ihre braunen Mausaugen vor Begeisterung funkelten. «Es wird noch besser!», rief sie aufgeregt. «Die Countess hat unter den in goldenen Lettern gedruckten Einladungstext handschriftlich etwas hinzugefügt: Liebste Helena, ich schätze mich außerordentlich glücklich, Ihnen zu diesem Anlass den ehrenwerten Sir Edward William Montgomery Blake als Ihren abendlichen Tanzpartner vorstellen zu dürfen

Lena erwiderte nichts, sondern schaute konzentriert in den Spiegel. Zufrieden registrierte sie, dass sich ihre nackten, makellosen Schultern farblich kaum von den ausladenden Ballonärmeln des Ballkleides unterschieden, die seitlich an das tief sitzende Dekolleté angesetzt waren. Die Schneiderin hatte ihr den richtigen Rat gegeben und den Ausschnitt ein klein wenig sündiger gestaltet als vom Vater abgesegnet. Wie zwei dralle, rosige Äpfelchen lugten ihre Brüste nun neugierig unter dem Spitzensaum hervor, gerade so, als ob sie den Betrachter dazu animieren wollten, ihren Reifegrad zu prüfen. Mit der engen Taille und dem voluminösen, knöchellangen Rock, der übersät war mit zarten, rosafarbenen Schleifen, sah Lena aus wie ein frisch verpacktes Sahnebonbon.

«Dieser Edward Blake scheint eine wahrhaft gute Partie zu sein», plapperte Maggie munter weiter. «Ich habe gehört, er soll blendend aussehen. Groß, dunkelhaarig und blauäugig. Warum er mit beinahe dreißig Jahren wohl noch keine passende Ehefrau gefunden hat?» Maggie rieb sich das Kinn, während Lena in ihrem cremefarbenen Seidenkleid genervt mit den Augen rollte.

«Du hältst dich entschieden zu oft bei den Küchenmägden auf, meine Liebe», tadelte sie ihre Anstandsdame, die mit ihren fünfundzwanzig Jahren nur vier Jahre älter war als sie selbst. «Und das ruiniert auf Dauer nicht nur deine Figur, sondern auch dein Urteilsvermögen», fügte sie warnend hinzu, obwohl Maggie von einer allzu üppigen Figur so weit entfernt war wie Hamburg von Amerika.

Manchmal verglich Lena ihre Gouvernante, deren vollständiger Name Margareth Elisabeth Blumenroth lautete, eher mit einer umherschwirrenden Fledermaus. Vor allem, wenn sie wie jetzt mit ihren schwarzen, aufgesteckten Locken, dem anthrazitfarbenen Häubchen und einem gleichfarbigen Seidentaftkleid wie ein unruhiger Geist aufgeregt um sie herumwuselte.

Maggie tat nicht selten so, als ob sie jeden Freier höchstpersönlich davon abschrecken müsste, auch nur einen Blick auf ihre Schutzbefohlene zu werfen. Besonders dann, wenn ihr sonst so strenger Mund den potenziellen Bewerber mit einem säuerlichen Lächeln bedachte und sie dabei einen halb abgebrochenen Schneidezahn zur Schau stellte, der zu allem Übel erheblich dunkler war als seine durchaus ansehnlichen Nachbarn.

Der armen Maggie fehlt es wirklich an jeglicher Anmut , dachte Lena und seufzte. Andererseits eignete sie sich aufgrund ihres Auftretens geradezu hervorragend als Hüterin weiblicher Unschuld. Denn ihre Sinne waren geschärft wie die eines Luchses. Ihr entging nicht die kleinste Kleinigkeit. Wenn sie eine sich nähernde, männliche Person prüfend unter die Lupe nahm, beobachtete sie sie unauffällig, aber doch so intensiv, als ob sie eine Naturforscherin wäre, die ein seltenes Insekt aus jedem nur möglichen Winkel betrachtete. Umso missgelaunter war sie, wenn ihre Qualitäten bei gesellschaftlichen Ereignissen wie der Einladung zum Ball nicht gefragt waren.

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