Arno Alexander - Der gestohlene Mord

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An einem ganz normalen Arbeitstag kommt Bless Dorlon, die Sekretärin von Maitre Seurette, Jurist verschiedener Verbände und Organisationen, deren Geld er verwaltet, ins Büro und findet ihren Chef über ihre Geheimnotizen gebeugt – jene Blätter, in denen sie gewissenhaft über die Summen Buch führt, die sie seit Jahren von Sourettes Geschäftskonten hat verschwinden lassen. Es gibt für sie nur noch eine Möglichkeit, ein Entdecktwerden zu verhindern: Mord. Die tatkräftige Frau greift die günstige Gelegenheit sogleich am Schopf und stiehlt auch noch das Geld, das sich im Tresor befindet. Dann informiert sie die Kriminalpolizei. Sie habe da ihren Chef erschlagen vorgefunden, der Täter ist flüchtig … Philippe Lavingne, reicher Geschäftsmann und Besitzer einer Chemie-Exportfirma, kommt dieser Mord derweil höchst ungelegen. Denn in dem ausgeraubten Tresor befand sich, wie er weiß, auch das Gründungsprotokoll eines Vereins, der sich kein geringeres Ziel gesetzt hat als seine, Philippe Lavingnes, Beseitigung. Das für den Täter völlig nutzlose Papier ist daher für seine eigene Rettung von höchster Bedeutung. Und so erteilt er seinem Sohn Philippe den Auftrag, jenes Protokoll, koste es, was es wolle, aus den Händen des Mörders wiederzuerlangen. Das bedeutet jedoch auch, den Fall zuerst einmal aufzuklären … Dieser gewohnt raffinierte Kriminalroman von Arno Alexander nimmt den Leser mit in eine unglaublich spannende Geschichte, die Seite um Seite nur noch packender und fesselnder wird!-

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„Lauf zur Post und wirf diesen Brief ein. Willst du?“ Sie legte einen Hundertfrancschein auf den Umschlag. „Wird erledigt, Madame!“

Sie lächelte darüber, daß er sie „Madame“ nannte. Er lief davon.

Auch Bless lief jetzt, so schnell es in dem engen Rock ging. Sie lief um die Ecke in die Rue de Madrid und in ein kleines Café gegenüber dem Konservatorium. Auch jetzt am Morgen saßen schon Studenten hier und sahen ihr nach, wie sie, fast stolpernd, an den Schanktisch lief und sich eine Telefonmarke geben ließ. Sie eilte in die Telefonzelle in der Ecke des Caféraumes und ließ sich die Kriminalpolizei geben.

„Kommen Sie sofort! Monsieur le Maitre Sourette ist tot!“

„Ich bin seine Sekretärin. Ich fand ihn um neun Uhr bei Dienstbeginn in seinem Büro.“

„Er muß erschlagen worden sein. Ich spreche aus einem Café. Die Telefonschnur im Büro ist durchschnitten.“

„Ich warte auf Sie.“

Sie verließ eilig das Café, aber doch auf ihre Erscheinung bedacht, etwa so wie eine Dame, die zu einer Verabredung ohnehin schon eine Viertelstunde zu spät kommt. Sie ging in Sourettes Büro zurück, um die Polizei zu erwarten. Sie überlegte: Wenn die erste Vernehmung vorüber war, würde sie Eric anrufen.

*

Eric Lavigne legte den Telefonhörer langsam, geistesabwesend auf die Gabel zurück. Er starrte auf den Rücken seiner Sekretärin, als wolle er die roten Punkte ihrer Everglace-Bluse zählen. Er glaubte, die dunkle Stimme von Bless Dorlon noch zu hören, die eben gesagt hatte: „Ich muß dich sprechen, sofort!“ Aber sie hatte nicht verraten, was denn geschehen war. Er gab sich einen Ruck, fuhr sich durch das stark gewellte schwarze Haar und griff an den grellbunten Schlips.

„Sollte jemand nach mir fragen —“

Die Sekretärin drehte sich um und musterte den Junior der Firma drohend.

„Sagen Sie das lieber Ihrem Vater.“

„Was zahlt er Ihnen im Monat dafür, daß Sie für ein Schaf wie mich den Schäferhund spielen?“

„Monsieur Eric, ich meine es doch nur gut.“

„Jedenfalls hat mein Vater einen neuen Plan. Früher hatte ich hübsche Sekretärinnen!“ Mit einem verbitterten Gesicht marschierte Eric hinaus auf den Korridor.

Übrigens vermutete er richtig. Sein Vater hatte erkannt, daß sich hübsche Sekretärinnen im Zimmer des Juniors zu schnell in Freundinnen verwandelten.

Eric öffnete die Tür zum Zimmer seines Vaters, ohne anzuklopfen, und steckte seinen schmalen, gelblich-bleichen Kopf hinein.

„Ein Anruf, Pa, ich muß rasch einmal —“

Philippe Lavigne saß in Hemdsärmeln am Schreibtisch.

„Ich weiß nicht, was du dir eigentlich denkst. Ich habe dir hundertmal gesagt, du sollst in der Geschäftszeit deine heillosen Geschichten lassen.“

„Es handelt sich nicht um Geschichten, sondern um einen Kunden, und —“

„Kunden?“ Wie heißt dieser Kunde?“

„Darüber nachher, Pa. Ich kann ihn nicht warten lassen!“

Eric schloß schnell die Tür und schüttelte sich. Er verstand auch durch die geschlossene Tür, was ihm nachgerufen wurde:

„Untersteh dich nicht, einen Wagen zu nehmen!“

Nein, Eric unterstand sich nicht. Er hätte sich kaum ein Taxi leisten können — jedenfalls nicht mit dem Taschengeld, daß Monsieur Philippe seinem 22jährigen Sohn bewilligte. Eric hatte Lust, die Fäuste zu ballen. Aber er war soweit eingeschüchtert, daß er dazu erst einmal die Hände in die Taschen schob.

Auch das Mädchen in der Empfangsloge dieser Firmen-Etage blickte ihn streng an. Vielleicht hatte auch sie eine Anweisung von Vater Philippe — Eric verspürte ein brennendes Verlangen, ihr die Zunge herauszustrecken. Aber er unterließ es.

So war es immer. Hundertmal am Tag packte ihn die Lust zur Auflehnung, zur Revolution, zum Sturm gegen die Tyrannei. Aber es kam höchstens einmal im Monat dazu, daß er zu sagen wagte: „Pa, da bin ich anderer Meinung.“ Und Vater Philippe pflegte die Revolution durch einen Satz zu beenden wie: „Dop hatte auch immer eine Meinung.“

Dop nämlich war der Foxterrier, der vor ein paar Jahren gestorben war.

Eric stürzte auf die Straße. Er hatte nur ein paar Schritte zu laufen, aus der Rue Drouot auf die Oper zu. Von weitem sah er an einem der Tischchen vor dem Café Opéra Bless Dorlon sitzen — in ihrem hautengen rohseidenen Kleid, steif wie die Königin von Saba, hinter einem Apéritif, den sie nicht anrührte. Etwas atemlos kam er an.

„Danke, Bless. Für den Anruf. Höchste Zeit, daß du für Nachschub sorgst. Meine Munition ist wieder einmal restlos verschossen, und der Alte ...“

Mitten im Reden gab er ihr die Hand und ließ sich auf einen Rohrstuhl neben ihr fallen.

„... und der Alte verlangt einen schriftlichen Antrag in drei Ausfertigungen, wenn ich zwanzig Francs für den Bus brauche.“

Eric lachte. Bless hob ruhig das schöne, aber unbewegliche Gesicht und sah ihn an. Er hatte rehbraune Augen. Aber er konnte sie nicht länger als zwei Sekunden auf den gleichen Punkt gerichtet halten. Er hatte Lippen wie eine Frau und zerbrechliche Hände.

„Mit dem Nachschub ist es aus, Eric“, sagte sie ruhig. „Sourette ist tot.“

„Tot? — Was? — Was ist Sourette?“

Sie sah auf diese langen, dünnen Hände, die er jetzt auf die Tischkante legte, als wolle er sich daran festhalten. Die Haut dieser Hände hatte den gleichen gelblich-bleichen Farbton wie sein langes Gesicht.

Sie nickte. „Tot. Totgeschlagen.“

*

Wer einen reichen Mann beneidet, täuscht sich mitunter. Philippe Lavigne war reich. Ihm allein gehörte die Chemie-Exportfirma, die es sich leisten konnte, im brandteuren Zentrum von Paris eine Büro-Etage zu haben. Und Philippes Macht strahlte von dieser Etage weithin aus. Seit vier Jahren behauptete er den heiß umkämpften Präsidentensessel der Chemie-Union, einem konzernartigen Zusammenschluß etlicher großer Werke und Handelsfirmen der chemischen Industrie.

Sein Wort konnte binnen Minuten Existenzen in Ecuador oder Kapstadt vernichten. Aber er selbst lebte wie der Lastesel eines armen Müllers.

Es kennzeichnete ihn, daß er mit hochgekrempelten Ärmeln am Schreibtisch zu sitzen pflegte. Er verrichtete seine Papierarbeit so, wie ein anderer Bäume fällen würde. Er schnaufte, schuftete und strengte sich entsetzlich an. Seine vierschrötige, muskulöse Gestalt wirkte wie eine Dampfturbine bei der höchsten Drehzahl. Wie eine Maschine funktionierte er nach seinem Terminkalender, und jede Minute, die ihm von seiner Planung verloren ging, brachte ihn an den Rand der Raserei.

Kurz vor elf Uhr an diesem Morgen sprang er auf und drückte dreimal kurz auf einen roten Knopf an seinem Diktiergerät. Das dreifache Klingelzeichen war in seinem Vorzimmer zu hören.

Das Zeichen wirkte wie der Alarmpfiff bei der Feuerwehr. Die erste Sekretärin warf Listen und Stifte von sich, schrie in ein Mikrophon, der Wagen des Chefs habe vorzufahren. Dann riß sie Lavignes Mantel aus dem Schrank und stürzte auf den Korridor, wo Lavigne im nächsten Augenblick bereits in voller Fahrt vorbeisauste.

Die zweite Sekretärin rannte hinterdrein mit einer Mappe, in der sich die zur jeweiligen Sitzung nötigen Papiere befanden.

Wenn es ihnen nicht gelang, Philippe Lavigne bis zum Fahrstuhl mit Mantel, Hut und Tasche zu versehen, dann mußten sie eben mit nach unten fahren. Zum Stehenbleiben hatte er keine Zeit.

„Was ist das für eine Schweinerei!“

Lavigne lief rot an und fluchte, während er nach dem linken Ärmel suchte, weil er diesmal doch stehenbleiben mußte. Jemand anders wagte es, ausgerechnet jetzt den Fahrstuhl zu benutzen. Als dann der erleuchtete Korb endlich eintraf und die Glastür sich öffnete, stellte sich heraus, daß Eric dieser Unglücksrabe war.

„Ah! Der Herr Sohn geruht zu kommen! Hätte ich mir denken können.“

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