59 Lustiges Schweineleben
Die Frühlingssonne ist eben aufgegangen und schon hüpft Karl aus seinem Bett. Etwas Besonderes hat ihn aus den Federn gelockt – es quiekt und grunzt und bewohnt seit kurzem den Schweinestall. Nach dem Frühstück läuft Karl zum Stall, wo sein Vater schon dabei ist, die Tiere mit Futter zu versorgen. Und die Schweine verputzen eine ganze Menge davon. Wenn sie genug gefressen haben, dürfen sie auf eine kleine Weide gleich neben dem Stall. Für die Ferkel ist dies das wahre Paradies. Sie wühlen in der Erde, tollen herum und treiben ihre Späße. So mancher Regenwurm oder Käfer hatte schon eine unliebsame Begegnung mit den neugierigen Tierkindern. Sind sie nicht lustig anzuschauen? Grunz …
60 So eine Rasselbande!
Mäh, mäh – Daniels Schafherde weckt ihn schon ungeduldig. Es ist zwar noch früh am Morgen, aber die Tiere wollen unbedingt auf die Weide. Kurt frühstückt hastig und dann eilt er nach draußen. Da geht es zu wie in einem Taubenschlag. Aufgeregt hopsen die weißen Wollknäuel über- und durcheinander. Nicht einmal sein Hütehund Rolf kann die wilde Bande im Zaum halten. So, endlich ist es geschafft! Daniel hat das Gatter zur Weide geöffnet und die Schafe stürmen hinaus auf die Wiese. Rolf lässt sich erschöpft auf die Wiese plumpsen. Nein, so eine Rasselbande – und die muss er bewachen! Da muss er sich doch erst mal zu einem Nickerchen verkrümeln.
61 Ein neues Spielzeug
Nach einem langen Winter hat der Frühling nun endlich das Land erobert. Die Wiesen sind mit Gänseblümchen übersät und die Bäume tragen wieder ihr hellgrünes Kleid. Die Tierkinder erfreuen sich besonders an dem frischen Grün. Da entdecken sie im hohen Gras etwas Buntes. Das haben sie ja hier noch nie gesehen. Das leuchtende Etwas entpuppt sich als alter Strohhut. Wem hat der Wind wohl dieses Ding vom Kopf geweht? Die kleine Katze und die Maus sind natürlich entzückt von diesem neuen Spielzeug. Das wäre doch eine prima Höhle zum Versteckenspielen! Das Stroh kitzelt die Mieze an den Pfoten. Na, jetzt sind die beiden Freunde für den Rest des Tages beschäftigt.
62 Der Findelteddy
Das Haus ist wie zu jeder Jahreszeit schön geschmückt. Im Frühling blühen schon die ersten Blumen, wo die Sonne besonders lange scheint. Hier fühlen sich die beiden Haustiere Schnuffi, der Hund, und Wolli, die getigerte Katze, wohl. Doch heute liegen sie nicht allein in der Sonne. Sie haben im Gebüsch einen Teddy gefunden, den sie mit viel Mühe vor das Haus setzen. Der Findelteddy scheint verletzt zu sein, er blutet ein bisschen. Rasch wird der Teddy versorgt, nun ziert ein großes Pflaster seinen plüschigen Bauch. Schnuffi und Wolli freuen sich – endlich ein neuer Spielkamerad! Sie genießen die gemeinsame Zeit, denn vielleicht klopft eines Tages ja die Besitzerin des süßen Teddys an ihre Tür.
63 Na, hast du dich verirrt?
Die prächtigen Margeriten verströmen ihren süßen Duft auf der Frühlingswiese. Die Kühe und Pferde des Bauernhofes haben es gut, denn sie dürfen dort weiden. Aber auch Pieps, ein kleines Küken, möchte einmal durch diese Blütenpracht toben. Und so nimmt es heimlich Reißaus. Ach, ist das hier schön! Pieps steckt seinen kleinen Schnabel in die Blütenkelche. Hatschi! Vorsichtig zupft es ein bisschen an den Blättern. Schmeckt ganz gut! Doch Pieps entfernt sich immer weiter von zu Hause. Bis es nicht mehr zurückfindet! Zum Glück wird sein klägliches Jammern gehört: Ein paar kleine Schafe bringen Pieps wieder sicher zum Hof. Fortlaufen will es nie mehr.
64 Hoch auf der Alm
Darauf haben Milli und ihre Freundinnen schon lange gewartet: Endlich können sie nach dem langen Winter wieder hinaus auf ihre Almwiesen. Als sie auf die Weide hinaufgeführt werden, sind sie schon ganz aufgeregt. Sie freuen sich auf das saftige Gras und die frische Luft. Außerdem darf Milli dort oben auch einmal alleine herumstreunen. Es ist zwar jemand auf der Alm, der auf die Herde aufpasst, aber hier oben auf den Bergen können die Kühe einmal richtig Freiheit schnuppern. Weit kann man ihre prächtigen Glocken klingen hören. Hm, da wird die Milch wieder besonders leckere schmecken, vielleicht kann man sogar die köstlichen Almkräuter herausschmecken.
65 Ein tierisches Vergnügen
Ja, was purzelt denn da vom Baum? Plopp, schon wieder! Der Hase Schnurr reibt sich seinen Kopf, au weia, das gibt eine schöne Beule. Eigentlich hätte er hier in der warmen Herbstsonne sein Nickerchen halten wollen. Auch die rosigen Ferkel kommen zu ihm und schnüffeln neugierig nun nach dem, was da so lustig auf der Wiese landet. Bei genauem Betrachten entdecken sie, dass es die ersten Eicheln sind, die von den Ästen abfallen. Toll, ein neues Spielzeug! Übermütig beginnen die Ferkel, mit den glänzenden braunen Kugeln Fußball zu spielen. Auch Schnurr entpuppt sich als geschickter Jongleur. Na, kleiner Hase, aus dem Nickerchen wird es wohl heute nichts mehr! Spiel doch auch mit, vielleicht als Torwart!
66 Kleine Hobbygärtner
Schnell hat es der Frühling geschafft, ein Blütenmeer und das frische Grün auszubreiten. Nun sind die Gärtner wieder in ihrem Element. Den ganzen Winter kamen sie um vor Langeweile, weil sie im Garten nichts tun konnten. Aber jetzt legen sie dafür so richtig los. Auch im Schulgarten machen sich die Schüler der ersten Klasse nützlich. Da, wo jetzt noch kahles Erdreich ist, sollen in ein paar Wochen schon die ersten Halme sprießen. Was wohl aus den Samen wird, die hier noch unscheinbar in der Erde liegen? Emsig wird umgegraben und mit dem Rechen gearbeitet. Da wird ihre Klassenlehrerin wohl sicher Bonuspunkte verteilen. Und in ein paar Wochen können sie vielleicht schon die ersten Blumen sehen.
67 Na, wem gehörst du denn?
Gemütlich knabbert das Kalb an den frischen Kräutern. Ein paar Hasen hoppeln zwischen den bunten Blumen umher und auch sonst ist auf der Weide alles wie immer. Wirklich alles? Hinter einem Baum, tief ins Gras gekauert, liegt ein kleines Lamm und weint dicke Tränen. Die Tiere auf der Weide blicken erstaunt. Auf das traurige Blöken werden auch die Kinder des Bauernhofs aufmerksam. Schnell holen sie frische Milch, füllen sie in eine Babyflasche und füttern damit das zitternde Wollknäuel. Niemand weiß, wo die Mutter des Lämmchens ist, aber hier wird es erst einmal versorgt und getröstet. Unter all den anderen Tieren hier auf dem Hof wird sich das Findelkind sicher wohlfühlen.
68 Gänsemarsch
Hans und Franz sind zwei prächtige Ganter wie sie im Buche stehen. Sie sind eitel und schrecklich eingebildet. Jetzt, im Frühling, begeben sie sich natürlich wieder auf Brautschau. Jeder der beiden möchte eine besonders hübsche Gänsedame erobern. Und so machen sie sich auf den Weg. Im Gänsemarsch, versteht sich. Hans hinter Franz. Oder Franz hinter Hans? Egal. Elegant watscheln sie über die Wiese. Nur ja schön die Haltung bewahren, sonst machen sich die Gänsedamen noch über sie lustig. Ein kleines Stück bis zum See haben sie noch, aber dann, ja dann! Na, hoffentlich handeln sich die zwei Kavaliere keine Abfuhr ein!
69 Frühlingserwachen
Nina wird von fröhlichem Vogelgezwitscher geweckt. Sie öffnet das Fenster und blickt zum Pferdestall hinüber. Der Morgen ist im Frühling immer ganz besonders schön. Leichte Nebelschleier hängen in der noch kühlen Morgenluft. Die aufgehende Sonne lässt den hellgrünen Flaum auf Büschen und Bäumen noch stärker leuchten. Nina freut sich auf ihren Ausritt nach dem Frühstück. Zu lange haben die Pferde während des Winters im Stall ausharren müssen. Jetzt dürfen sie endlich wieder nach Herzenslust galoppieren. Nina glaubt, ihre Freunde schon wiehern zu hören. Nun aber rasch frühstücken und ab geht es in den Stall und dann auf die Koppel. Ein paar Zuckerstücke nimmt sie auch noch mit. Errätst du, für wen?
70 Wieder in der alten Heimat
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