Malte Oberschelp - Der Fußball-Lehrer

Здесь есть возможность читать онлайн «Malte Oberschelp - Der Fußball-Lehrer» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der Fußball-Lehrer: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Fußball-Lehrer»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Er ist der eigentliche Urahn des deutschen Fußballs: Als der Braunschweiger Gymnasiallehrer Konrad Koch 1874 seine Schüler dem runden Leder nachjagen ließ, war er der Erste in Deutschland, der das neuartige englische Spiel ausprobierte. Koch tat später viel, um Vorbehalte gegenüber dem Fußball abzubauen. Er argumentierte gegen die Vorurteile, die Kickerei sei gesundheitsgefährdend und zudem ein «englisches», also «undeutsches» Spiel. Er formulierte das erste Regelwerk in deutscher Sprache und fand für viele Fachbegriffe deutsche Ausdrücke, die noch heute Gültigkeit haben (beispielsweise «Tor» für «goal»). Erstmals wurden für dieses Buch die unzähligen Schriften Kochs sowie weitere verschüttete Quellen ausgewertet. Dem Autor gelingen damit völlig neue Einblicke in die Pionierphase des deutschen Fußballs.

Der Fußball-Lehrer — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Fußball-Lehrer», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

In den folgenden Jahren veröffentlichte Koch in mehreren Turn-und Lehrerzeitschriften Aufsätze über die pädagogische Bedeutung der englischen Spiele. 1877 erschien in der Leipziger Fachzeitschrift „Pädagogisches Archiv“, einer Monatsschrift für Erziehung, Unterricht und Wissenschaft, eine größere Abhandlung über Fußball. Sie war in Deutschland die erste ihrer Art und trug den schlichten Titel „Fußball, das englische Winterspiel“.

Auffällig ist, dass Koch auf die Kritik der Turnlehrerversammlung reagierte und behauptete, es ginge bei der Einführung des Spiels gar nicht um einen Import. Die deutsche Jugend, schrieb er, „wird mit dem Fußballe, wenn sie ihn erst nur erhält, schon auf ihre Weise umspringen und sich bald ein Spiel gestalten, das mit Vermeidung der Rohheiten mancher englischen Spielweisen die Eigenthümlichkeit deutscher Art zum Ausdruck bringt“. 21Zum anderen wurde der Fußball gegen das Unwesen des „Stubenhockerthums“ 22sowie Alkohol in Stellung gebracht. „Sobald der Fußball eingeführt ward, wurden die Kneipen von ihren unbesonnenen Besuchern leer, alle lasterhaften Vergnügungen in jener Zeit wurden aufgegeben“, schrieb Koch. 23Selbstorganisierte Schülerverbindungen, die nach dem Vorbild der Studenten Saufgelage veranstalteten, waren damals ein großes Problem an den Schulen. Der Reiz des englischen Spiels, so hoffte Koch, werde sie davon abhalten können.

Darüber hinaus bot „Fußball, das englische Winterspiel“ eine sehr genaue Beschreibung der Fußballgeschichte sowie der Regeln der beiden Spielarten Rugby und Fußball wobei Koch aus seiner Vorliebe keinen Hehl machte. Er hielt Rugby für geeigneter, weil es neben den Beinen auch die Arme trainiere. Was das Abseits anging, hinkte Koch der englischen Realität allerdings hinterher: Dass die erste Abseitsregel alle Spieler müssen hinter dem Ball sein für Association seit 1866 nicht mehr galt, war ihm offenbar entgangen.

Den wichtigsten Vorteil des Fußballs bewahrte Koch sich für den Schluss auf: die Schulung des Gemeinsinns. „Es lehrt den Einzelnen sich der Gesammtheit willig einzupassen und unterzuordnen“, schrieb er über das Spiel. 24Kronzeuge dieser These war das bei deutschen Pädagogen sehr populäre Buch „Tom Brown’s Schooldays“ von Thomas Hughes. Es handelt sich dabei um die nostalgisch überhöhte Beschreibung einer Schulzeit an der Public School Rugby zur Zeit des Rektors Thomas Arnold. Koch erzählte ausführlich das Football-Match nach, das an Tom Browns erstem Tag in Rugby stattfand und bei dem die jüngeren Schüler durch eine starke Mannschaftsleistung gegen die körperlich überlegenen älteren bestanden.

1878 beschrieb Koch den Charakter der Mannschaftsspiele im Programm des Martino-Katharineums ausführlich. Die 15-seitige Abhandlung „Der erziehliche Werth der Schulspiele“ war in Deutschland der erste Versuch, die englischen Spiele pädagogisch zu untermauern. Das ging im Land der Dichter und Denker nicht ohne Koryphäen; dementsprechend tief griff Koch in den Fundus der abendländischen Geistesgeschichte. Um aus Fußball angewandte Staatsbürgerkunde zu machen, bemühte er Plato, Aristoteles, Rosseau, Herbart, Jahn, GutsMuths und Thomas Arnold. Mit dessen Erziehungsmethode in Rugby, dem „self-government“ der Schüler, hatte Koch sich während seines Studiums beschäftigt.

„Der besondere Vorzug der genannten englischen Spiele besteht eben darin, daß die Entscheidung in denselben zumeist nicht von hervorragenden Leistungen Einzelner, sondern von dem ‚Zusammenspiel‘ der Spielgenossen abhängig ist“, schrieb Koch. Er fuhr fort, „daß ein jeder nicht blos an seiner Stelle seine Schuldigkeit thut, sondern auch in jedem Augenblick seinen Mitspieler zu unterstützen, auf dessen Wünsche einzugehen bereit ist, kurz, sich in das Ganze seiner Spielgenossenschaft willig und eifrig einfügt“. 25Für die damalige Zeit war das ein moderner Gedanke. Koch verstand Fußball als den Spiegel einer Gesellschaft, die komplexer geworden war und Arbeitsteilung der Schüler erforderte.

„Die Turnschulstunden aber, die eine an militärische Disciplin anstreifende Ordnung nöthig machen, beschränken die freie Bewegung des Einzelnen zu sehr und schließen einen Verkehr der Schüler unter einander innerhalb der Stunde völlig aus“, schrieb Koch. 26Sein Ziel war ein Gemeinschaftsgefühl, in dem Raum für Individualität blieb. In einer Kurzfassung seiner Schrift wurde Koch deutlicher. Eigenmotivation beim Spiel sei „nur zu erreichen auf dem Boden der Freiheit“. 27Von hier war der Weg zu einer Analogie von Spiel und Gemeinwesen nicht weit: Der moderne Nationalstaat ist ein Zusammenspiel von Gesetz und individuellen Entscheidungen. Dem entsprechen Übungsformen, die nicht auf Zwang beruhen und innerhalb der Gemeinschaft Raum für persönliche Entfaltung lassen. Die Spielregel wurde zum Äquivalent des Gesetzes, jede Fußballmannschaft zum Modellstaat.

In einer zweiten Abhandlung setzte sich Koch auch mit dem physiologischen Wert der Spiele auseinander. „Schulspiele und Gesundheitslehre“, erschienen 1882 im „Monatsblatt für öffentliche Gesundheitspflege im Herzogtum Braunschweig“, trat den Nachweis an, dass sich Muskeln und Nerven bei Fußball und Cricket besser entwickeln als in der Turnhalle.

Für das Cricket setzte sich Koch ebenso engagiert ein. Beide Spiele traten als zwei Seiten einer Medaille auf und waren in den ersten Jahren ähnlich erfolgreich. Fußball galt als Spiel für die Wintermonate, Cricket in Deutschland seinerzeit auch Thorball genannt wurde für den Sommer empfohlen. Tatsächlich spielten viele Fußballer gleichzeitig Cricket, zum Beispiel bei Eintracht Braunschweig. In den Vereinen für Rasenspiele abgekürzt VfR wurde außer Fußball auch Cricket und Tennis betrieben. Einer der ersten DFB-Vorläufer war 1891 der Deutsche Fußball- und Cricket-Bund. Und der 1889 gegründete Berliner Thor- und Fußball-Club Victoria, in dem damals der Fußballpionier Walther Bensemann Mitglied war, wurde 1908 und 1911 Deutscher Fußballmeister.

Die Eindeutschung Thorball stammte aus Johann Christoph Fried-rich GutsMuths’ berühmtem Buch „Spiele zur Uebung und Erholung des Körpers und Geistes, für die Jugend, ihre Erzieher und allen Freunde unschuldiger Jugendfreuden“ aus dem Jahr 1796. GutsMuths war der zweite Gründervater der deutschen Turnbewegung. Sein Buch „Gymnastik für die Jugend“ von 1793 diente Jahn als Vorbild. Allerdings hatte GutsMuths’ Domäne, das Spiel, in der Turnbewegung mehr und mehr an Bedeutung verloren. Koch übernahm GutsMuths’ Begriff Thorball und veröffentlichte 1877 die „Regeln des Thorballs mit einigen Bemerkungen für Anfänger, einer Tafel und einem Plane“. Im gleichen Jahr schrieb er den Aufsatz „Vergleichung des englischen Thorballs mit dem deutschen Ballspiel ‚Kaiser‘“. Dort arbeitete er prinzipielle Unterschiede zwischen den Spielen beider Länder heraus.

Kaiserball war damals ein anderer Name für Schlagball. Dort warf ein Spieler der einen Partei einen Ball in die Höhe, den ein Spieler der anderen mit einem Schlagholz wegbefördern musste. Gelang dies, durften die Mitspieler des Schlägers zwischen zwei markierten Zonen hin- und herlaufen und bekamen dafür Punkte. Die andere Partei versuchte, den Ball aufzufangen und damit die laufenden Gegner abzuwerfen. Unverkennbar ist eine Ähnlichkeit zum Baseball, die auch durch die deutsche Übersetzung des Ballwerfers zum Ausdruck kam: Er hieß Einschenker der englische Pitcher ist zugleich der Begriff für einen Bierkrug.

Cricket, referierte Koch, ähnelt dem Schlagball. Ein Spieler wirft, einer schlägt, die „runs“ ergeben die Punkte. Aber: Beim Schlagball war das Werfen des Balles eine bloße Formalität, damit das Spiel in Gang kam. Der Einschenker hatte ein Interesse daran, dass der Schläger den Ball trifft. Beim Cricket bestand die Kunst darin, so hart oder geschickt zu werfen, dass der Schläger den Ball verfehlt und das Tor hinter ihm getroffen wird. Das Ergebnis war stärkerer Wettbewerb. Koch fasste zusammen, „erstens dass unsere beiden Spiele in Bezug auf Einschenken, Schlagen, Aufpassen in den Grundforderungen eine unverkennbare Ähnlichkeit besitzen, zweitens dass Thorball in bei weitem höheren Grade als Kaiser für alle drei Thätigkeiten Kraft und Gewandtheit, Sicherheit und Schnelligkeit erfordert“. 28

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der Fußball-Lehrer»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Fußball-Lehrer» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Der Fußball-Lehrer»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Fußball-Lehrer» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x