Rudolf Stratz - Sturm des Herrn

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Während unter Metternichs Spitzel die deutschen Fürstentümer vor sich hin schlafen, als habe es die Französische Revolution nie gegeben, haben sich die Studenten aller Universitäten politisiert. Mitten unter ihnen der Raufdegen Ellerbrook, der auf dem Wartburgfest gegen den Spion des russischen Zaren Kotzebue seine glühenden Reden hält. Doch die Versammlung der über fünfhundert Studenten und Professoren, die gegen die reaktionäre Politik und Kleinstaaterei und für einen Nationalstaat mit eigener Verfassung demonstrieren, gerät aus dem Ruder. Die Verunglimpfung Kotzebues hat auch für Ellerbrook Folgen – er wird vom Studium ausgeschlossen. Als er trotz der Fürsprache Goethes auch in Berlin die Universität nicht betreten darf, dringt der temperamentvolle junge Mann bis vor die Haustür des Geheimrats von Römhild, der das Verdikt gegen ihn unterzeichnet hat. Dort tritt ihm die blonde Male Römhild, selbstbewusste Tochter des pommerschen Rittergutbesitzers, frech entgegen und schaut sich den bürgerlichen Draufgänger genauer an. Und der gefällt ihr, trotz des Standesunterschieds – gefällt ihr sogar sehr. Als die Ermordung Kotzebues durch Karl Sand Ellerbrooks Leben in Deutschland endgültig unmöglich macht, hat er ein ungewöhnliches Mädchen hinter sich.-

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„In der Tat, Euer Hoheit!“ Der Minister Karl Augusts, der Freiherr von Fritsch, nickte verständnisvoll. „Die jungen Herren in Jena können stolz darauf sein, wegen ihres flüchtigen Burschenübermuts auf der Wartburg nach Monaten die höchsten Vertreter der beiden deutschen Grossmächte in unserem kleinen Weimar vereint zu sehen!“

„Wir hatten die Ehr’, Ihrem hohen Landesherrn in Audienz aufzuwarten!“ sagte als Dritter am Beratungstisch, der auch schon bejahrte Wiener Staats- und Conferenzminister Graf Karl Zichy von Vasonykeö, der nach dem Fürsten Hardenberg vor dem Gelben Schloss aus seiner Karosse gestiegen war. „Ihr erlauchter und erleuchteter Grossherzog Karl August hat mich, als Gesandten des Staatskanzlers Fürsten Metternich, recht lieb empfangen! Wissen’s, Excellenz: das war mir nicht angenehm, Ihrem Serenissimo zwei mahnende Handschreiben unserer Souveräne in Hinsicht Eures faden Wartburgfests zu überreichen. Aber der hohe Herr hat die beiden Billeterln freimütig mit einer gewissen Fröhlichkeit entgegengenommen!“

„Er ruht ganz in sich! Er kennt keine Menschenfurcht!“

„Er hat herzlich lachen müssen, als ich höchstdemselben die Worte aus der Umgebung des Fürsten Metternich wiederholte, nur mit Zittern könne ein Vater heute noch seinen Sohn auf die Hochschule nach Jena ziehen sehen!“

„Und im selben Sinn, Hoheit,“ wandte sich der Minister von Fritsch an den Staatskanzler von Hardenberg, „hat unser Grossherzog amtlich durch unsern Geschäftsträger Müller in Berlin bestellen lassen: „Vertrauen und Mut können die gegenwärtige Aufregung der Studiosen an allen Hochschulen ersticken, Argwohn und gewaltsame Massregeln aber würden Deutschland nur verwirren!“

„Vortrefflich, Excellenz! Immerhin liegt aus Berlin eine substanziierte Denunciation über die Verbrennung eines der Wartburgbücher vor. Dieses, wie sich dessen Verfasser, der Herr von Kamptz, ausdrückt, bis jetzt allein in Weimarer Landen gefeierte literarische Autodafé . . .“

Der Minister von Fritsch klingelte und winkte dem eintretenden Assessor von Helmich, ein auf dem Tisch liegendes Blatt zu ergreifen.

„Verlesen Sie die eingelaufene Beschwerde des Herrn von Kamptz!“

„Ein Haufen verwilderter Professoren und verführter Studenten“, begann der Kammerjunker von Helmich, „haben eine durch Feuer und Mistgabeln geübte Zensur . . .“

„Übergehen wir diese Einleitung . . .“

„Unreife Solone, welchen die Ruhe und Ordnung in unserem Staate ein wahrer Greuel ist, und welchen es vorteilhafter wäre, wenn, wie in Italien, so auch in Deutschland, der rechtliche Bürger die Sicherheit vor Räubern erst von diesen selbst erkaufen müsse . . .“

„Gut gebrüllt, Herr von Kampe!“ Selbst der Fürst Hardenberg musste lächeln.

„. . . haben, einem Policey-Collegium zum Hohn, eine Scene der rohesten Barbarei . . .“

Der Minister gab seinem Assessor einen Wink zu verstummen.

„Der Kern dieses Berliner Fastenbriefs“, sagte er, „ist lediglich die Verbrennung einiger Gensdarmerie-Vorschriften, darunter auch weimarischer . . .“

„Und was hat Ihr Landesherr zu diesem Frevel gesagt?“

„Karl August hat gelacht!“

„Das dacht ich mir!“

„. . . aber zugleich ernstlich befohlen, unter allen Umständen die Wiederholung solcher Dummenjungen-Streiche zu verhindern!“

„Nun — und das wird uns also in Berlin genügen!“ Der Staatskanzler Fürst Hardenberg stand auf. Graf Zichy mit ihm. Der alte Ungar hob, um das Wort bittend, die Hand.

„Als Stellvertreter Seiner Durchlaucht des Fürsten Metternich habe ich leider noch nit die Ehr’, mich für völlig beruhigt zu erklären. — Uns graust’s in Wien vor den staatsgefährlichen Professoren in Jena, die, wie man bei uns sagt, nicht volkstümlich, sondern volksdümmlich sind. Das Laster beleidigter Majestät, heisst es, geht da auf offener Strasse umanand!“

„In dieser Hinsicht“, sprach der Staatsminister von Fritsch, „möchte ich an ein goldenes Wort Serenissimi, meines allergnädigsten Herrn, erinnern, das er seiner Zeit amtlich verlautbaren liess. ‚Mein Ehrgeiz ist‘, liess sich Karl August vernehmen, dass in meinen Landen auf eine des deutschen Nationalcharakters würdige Weise sich Licht und Wahrheit verbreite‘ . . .“

„Und ist eine Hochschule nicht eben ein wahrer Leuchtturm für Wahrheit und Wissen?“ Der schöngeistige, selbst dichtende Weimarer Minister wandte sich an den alten Wiener Grafen: „Glauben Euer Excellenz wirklich, dass ein Fürst, der solch edle Principien verkündet, seine Landesuniversität Jena mit einem catilinarischen Geist sättigt, gegen den zu wüten, wie Seine Durchlaucht Fürst Metternich sich zu äussern beliebten, Pflicht aller Regierungen sei?“

„Ja — wissen ’s: Ich kenn’ das Jena ja gar nicht!“ Der Cabinettsminister Zichy schüttelte den Graukopf.

„So folgen Euer Excellenz dem Rat, den Ihnen mein Grossherzog gab: Fahren Sie hier von Weimar die paar Meilen hinüber in das winzige Musenstädtchen, das jetzt das Sorgenkind der europäischen Cabinette ist, und berichten Sie, was Sie gesehen haben, nach Wien. Ich hoffe, dass der Herr Staatskanzler dort dann ruhiger schlafen wird!“

Hunderte von Burschen gingen an dem mondhellen, linden Dezemberabend auf dem Markt von Jena auf und nieder. Aus dem Gewimmel der schwarzen, deutschen Röcke wehten die Federn von den schwarzen Baretten. Die offenen Fenster der altertümlichen kleinen Bürgerhäuser umher waren hell und mit Menschen besetzt. Ein unbestimmtes Brausen lag über der Versammlung von Jünglingen und vereinzelt schon vollbärtigen Jungmännern mit langen Haaren und blossen Hälsen über weissem Schillerfragen. Vom Turm der Stadtkirche herunter läuteten dröhnend die Glocken.

„Da haben wir’s: Ein abscheilid’s Bild der liberté und egalité!“ Der Weimarer Gesandte Graf Zichy wandte sich in seinem offenen, auf dem Platz inmitten der Schwarzröcke haltenden Reisemagen an seine beiden Weimarer Begleiter, den Grafen Edling zu seiner Linken und, ihm gegenüber, den Kammerjunker Karl von Helmich. „Die Zusammenrottung, mein Lieber, erinnert schon an die französische Revolution. Es fehlt nur noch die Guillotine mitten auf dem Platz. Gleich werden’s mit dem Barrikadenbau beginnen — die jungen Herrn!“

Der junge von Helmich lächelte. Er winkte einem der Burschen zu, der mit verwegenem schnurrbärtigem Römerkopf und feurigen, rheinisch-dunklen Augen das Gewirr der Hüte überragte. Der Studiosus Christian Ellerbrook antwortete mit einem schallenden ‚Volunto! — Wolle! —‘, dem Mahnruf der Burschenschaft an der Ofenwand des Okenschen Auditoriums — dem Kriegskameraden. Dann erhob er die Rechte — mit ihm die andern Führer der Schwarzen Röcke und entblösste gleich ihnen mit der Linken das Haupt. Feierlich klang es aus Hunderten von jungen Männerkehlen über den Markt von Jena:

„Wem soll der erste Dank erschallen?

Dem Gott, der gross und wunderbar

aus langer Schande Nacht uns Allen

in Flammen aufgegangen war . . .“

„Es ist ein Jahrhunderte altes Vorrecht der Studenten von Jena, auf den Strassen zu singen!“ sagte in den Wagen der Assessor von Helmich zu dem Abgesandten Metternichs. „Früher hörte man rauhe Saufgesänge. Schelmenliedlein. Unartige darunter. Selbst Zoten. Seit der Gründung der Burschenschaft sind sie ausser Schwang gekommen. Man hört nur noch ernste und vaterländische Weisen!“

„. . . der unserer Feinde Trotz zerblitzte.“

Es hallte andächtig von Hunderten von Lippen in das Glockengeläute aus der Höhe.

„Der unsere Kraft uns schön erneut

und auf den Sternen waltend sitzet

von Ewigkeit zu Ewigkeit!“

„Sie sehen, Excellenz: auf den Söllern des Rathauses stehen beifällig die Professoren und lauschen.“ Baltisch gefärbt das Deutsch des neuen Staatsdieners in Weimar, des geistreichen Grafen Edling. „Vor der Hofapotheke die Bürgermädchen — schmucke Kinder — unbehelligt von den ernsten jungen Männern!“

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