Rudolf Stratz - Sturm des Herrn

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Während unter Metternichs Spitzel die deutschen Fürstentümer vor sich hin schlafen, als habe es die Französische Revolution nie gegeben, haben sich die Studenten aller Universitäten politisiert. Mitten unter ihnen der Raufdegen Ellerbrook, der auf dem Wartburgfest gegen den Spion des russischen Zaren Kotzebue seine glühenden Reden hält. Doch die Versammlung der über fünfhundert Studenten und Professoren, die gegen die reaktionäre Politik und Kleinstaaterei und für einen Nationalstaat mit eigener Verfassung demonstrieren, gerät aus dem Ruder. Die Verunglimpfung Kotzebues hat auch für Ellerbrook Folgen – er wird vom Studium ausgeschlossen. Als er trotz der Fürsprache Goethes auch in Berlin die Universität nicht betreten darf, dringt der temperamentvolle junge Mann bis vor die Haustür des Geheimrats von Römhild, der das Verdikt gegen ihn unterzeichnet hat. Dort tritt ihm die blonde Male Römhild, selbstbewusste Tochter des pommerschen Rittergutbesitzers, frech entgegen und schaut sich den bürgerlichen Draufgänger genauer an. Und der gefällt ihr, trotz des Standesunterschieds – gefällt ihr sogar sehr. Als die Ermordung Kotzebues durch Karl Sand Ellerbrooks Leben in Deutschland endgültig unmöglich macht, hat er ein ungewöhnliches Mädchen hinter sich.-

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„Nein. Ein Deutscher!“ schrie der Student. Er stand neben seinem regentriefenden trojanischen Pferd. „Das ganze Deutschland soll es sein!“ singt unser Arndt. Und alle guten Deutschen einander gleich! Freies Reich! Alle gleich! Heisa juchhe!“

„Die Leute laufen ja auf dem Marktplatz zusammen, Monsieur!“

„Hört’s nur, Ihr Siebenschläfer, Ihr Tuckmäuser, Ihr Bönhasen!“ Der Student kletterte in den Sattel. „Grüssen Sie Bruder Helmich von mir, mein Fräulein!“

„Ich bange schon, wenn Sie wiederkommen und von neuem unsere Residenz in Trubel bringen!“ klang es leise von unten. Ein Lachen oben unter dunklem Schnurrbart.

„Unbesorgt! Mir behagt der Markt von Jena mehr. Von dort aus streitet es sich besser gegen alle Bösen und Buben. Hier in Weimar weht mir eine zu dünne Luft. Ich komme nicht wieder. Ich wünsche wohl zu leben, Demoiselle!“

Der Studiosus Ellerbrook schwenkte das Federbarett und ritt über das Marktpflaster in der Richtung nach dem Brühl davon, und das Fräulein von Laubisch sah ihm, das Schwesterchen an der Hand, tränenschwer nach.

Viertes Kapitel

Durch die Gassen von Weimar donnerte im ersten, leisen, vorweihnachtlichen Schneeflockengestiebe eine vierspännige Glaskarosse und hielt gegenüber der grossherzoglichen Residenz, vor den Ministerien des Gelben Schlosses. Der Staatsminister Karl Wilhelm von Fritsch, ein angehender Fünfziger, ein Sohn und Enkel schon sächsischer Minister, stand zum Empfang des Besuchers hochselbst am Eingang, blossen Haupts, mit einem ehrerbietigen Lächeln auf den geistreichen, glattrasierten Zügen, die mehr den Dichter in Mussestunden als den Staatsdiener im Hauptberuf verrieten, und begrüsste voll tiefen Respekts den aussteigenden Fremden mit dem hechtgrauen Cylinderhut auf dem weissen Kopf und in einfachem rostbraunem Reisemantel und geleitete ihn in das Innere.

Gleich darauf kam eine zweite Hofequipage vor dem Gelben Schloss zum Stehen. Wieder empfing Herr von Fritsch mit gleicher feierlicher Höflichkeit einen betagten Diplomaten mit lebhaften dunklen Augen und magyarischem Gesichtsschnitt und stieg zu seiner Linken an den sich tief verbeugenden Beamten des ersten Departements des Inneren eines Grossherzoglich Weimarischen Ministerii vorbei die Treppe zum Conferenzsaal empor.

Und zur selben Zeit griff drüben am Graben im Haus des Majors im Ruhestand von Laubisch der Assessor von Helmich erschrocken nach der dünnen, um den Hals geschlungenen und über den Achatknöpfen der Blümchenmeste schaukelnden Goldkette und zog seine Uhr.

„Ich muss mich eilends empfehlen, meine Schönen, und Sie, meine Freunde! Im Gelben Schloss erwartet mich die Historie!“

„Brauchen Preussen und Österreich wirklich Deinen Rat?“ frug seine Schwester, des klassischen Namens Theora, die eigentlich Emma hiess, ein frisches blondes Mädchen. Sie stand neben der Haustochter Friderique von Laubisch in einem Kreis von Fräuleins der Schönen Welt und jungen Cavalieren in dem blauen Rundsalon vor einem künstlerischen Bühnenaufbau von leeren Stühlen und Weinkisten.

„Ich muss in der Antichambre warten, ob man mich zum Protokollieren benötigt. Meine Damen: der Ihrige!“

Der Kammerjunker von Helmich war fort. Das Stiftsfräulein von Mengershausen, das nicht mehr die Jugend drückte, gross, knochig, berühmt durch ihre scharfen Epigramme und Satiren, sprach mit tiefer männlicher Stimme:

„Wir müssen das lebende Bild ohne ihn weiter proben. Nächste Woche ist doch schon der klassische Redoutenaufzug im Stadthaus. Wir stellen an Monsieur Helmichs Plag als Apollo Musagetes einen Haubenstod! Vorwärts, Homer!“

Homer war ein ältlicher, durchgeistigter Hofmann in zeisiggrünem Frack und engen schwarzen Beinkleidern. Er setzte sich majestätisch in die Mitte, eine zusammengerollte Nummer des Ludwig Wielandschen „Patrioten“ wie eine Urschrift der Ilias auf das übergeschlagene Knie gestemmt.“

„Wir folgen in unserem Bild ‚Homers Apotheose‘ strictissime der Beschreibung, die Herr von Goethe von dem antiken, im siebzehnten Jahrhundert zu Marino gefundenen Basrelief gibt: Ilias und Odyssee knieen fromm an meiner Seite. Von hinten bekränzt mich Eumelia. Mythos als bekränzter Opferknabe. Historia streut Weihrauch. Poesie hält ein paar Fackeln — recht so, teure Helmich! Tragödia, alt und würdig — das sind Sie, meine beste Mengershausen — Comödia jung und anmutig, hebt ihre rechte Hand. So heben Sie doch die Hand, verehrungswürdiges Fräulein von Laubisch!“

Aber die schöne Friderique ging in ihrem rosa Wiener Tüllkleid beiseite und setzte sich am Fenster nieder und stützte stumm das Kinn in die Hand. Ihr zartes seelenvolles Profil zeichnete sich braunumlockt wie ein kunstvoller Scherenschnitt von dem schneegrauen Dezemberhimmel ab. Ein leidender Tross schloss die weich knospenden Lippen.

„Setzt lieber an meine Stelle auch einen Perückenstock“, sagte sie. „Mir ist es verdriesslich, diesen alten Waldgott, den Homer, zu fetieren!“

„Was haben Sie gegen den blinden Sänger?“

„Muss es denn immer griechisch sein?“ Friderique von Laubisch schaute, den andern abgewandt, kummervoll und trotzig in das weite, kahle bereifte Thüringer Land hinaus. „Es gibt doch auch noch andere Sujets!“

„Haben Sie die Gefälligkeit, sie uns aufzuzeigen!“ bat der Homer gereizt, hoch von seinem auf Kisten stehenden Sessel. Friderique wandte den braunen, mit einem Spitzenhäubchen bedeckten Kopf leise der Gesellschaft zu.

„Wir leben doch in Deutschland“, versetzte sie sanft. „Warum wählen wir nicht ein lebendes Bild von deutscher Art?“

„. . . der ich angelegentlichst um ein Beispiel bitte, das nicht edle Naturen durch Bärenhäuterei und nordische Nebel abstösst?“

„Man braucht ja nicht in der Vergangenheit zu verweilen!“ Friderique lächelte träumerisch. „Es ist doch um uns ein Brausen der Zeit. Warum trifft unsere Wahl eines lebenden Bildes nicht den Aufruf des Königs von Preussen ‚An mein Volk‘ — wie die Jünglinge begeistert zu den Waffen strömen — wie in der Schenke in Breslau Bräute, Mütter, Schwestern die freiwilligen Jäger zum Eintritt in Lützows Wilde Verwegene Jagd segnen!“

Ein Schreckensschrei der Schöngeister durch das blaue Rundgemach.

„Friderique — Du fieberst! Was geht uns Preussen an?“

„War nicht unser Grossherzog zeitlebens mit Ruhm und Ehren preussischer General!“ Die blasse, empfindsame Friderique sprang ungestüm auf. Ihre gefühlvolle Stimme klang viel heller und lauter als sonst. „Hat nicht unser erhabener Karl August als deutscher Fürst dem Bonaparte getrogt und eben darum vor dem Ungeheuer bestanden? Nehmt Euch an seiner aufrechten deutschen Gesinnung ein Beispiel, meine Lieben!“

„Da muss ich Fridriquen beitreten.“ Ihr Vater stand im Zimmer. Er schüttelte den feinsinnigen, schnurrbärtigen Soldatenkopf. Er wandte sich halblaut zu dem Stiftsfräulein neben ihm. „Aber es ist in Wahrheit nicht Serenissimus, der ihr vorleuchtet. Der deutschschwärmerische Geist kommt ihr von anderswo . . . Und es ist doch jetzt zwei Monate her, dass der schwarze Student wieder aus Weimar abgeritten ist.“

„Wir, die Grossmächte, führen mit Studenten Krieg!“ sprach zu gleicher Zeit im Conferenzsaal des Gelben Schlosses in Weimar der vorhin vorgefahrene preussische Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg. Er war schon nahe den Siebzig. Weltlich-sinnlich immer noch, trotz des dichten, weissgewellten Haars, sein verstandesmächtiger kantiger Kopf mit den breit ausladenden Wangen und den glattrasierten, feinen, aber in den Mundwinkeln entschlossen gefurchten Lippen. Er trug, unter der weissgeknoteten Halsbinde auf dem dunklen Schossrock das Eiserne Kreuz und den hellblauen Achtspiss des Schwarzen Adlers. Er lächelte das feine ironische Lächeln eines grossen Herrn und grossen Geistes.

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