Clara Viebig - Absolvo te!

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"›Die Ratten, hu, die Ratten!‹ schrie die schöne Frau Tiralla, als sie mit der Magd im Keller war." So beginnt Clara Viebigs Psychodrama in Romanform und verweist sogleich auf die finsteren Schatten und Geschöpfe, die in Frau Tirallas Anwesen und in ihrer Seele hausen. Doch bald sind es nicht nur die Ratten, die sie in Angst und Schrecken versetzen, und dunklere Gestalten nagen an ihrem Gewissen … Viebigs Roman über eine unglückliche Ehe, der sich die Frau durch einen Giftmord zu entziehen trachtet, gehört zu den eindrücklichsten Werken der wohl bedeutendsten naturalistischen Erzählerin Deutschlands. Der Roman war ein großer Erfolg und wurde später von der Autorin in eine Oper mit dem Titel «Die Môra» umgearbeitet, zu der ihr Sohn, der begabte Komponist Ernst Viebig, die Musik schrieb.-

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Es war der Magd gewesen, als müsse sie ihrem Herrn, da sie ihn heute davonfahren sah, nachrufen: ‚Halt, fahre nicht!‘ Aber sie hatte sich doch auf den Mund geschlagen: was ging sie’s denn an? Wenn er so ein Esel war — seine Schuld! Und dann hatte sie über dem Liebeln mit dem Jendrek hinter der Stallwand ganz den Herrn vergessen. Erst jetzt, als sie in der Küche die Herrin antraf, fiel ihr alles wieder ein.

„Der Herr ist ausgefahren,“ sprach Frau Tiralla. Und obgleich Marianna nicht fragte, setzte sie rasch hinzu: „Nach Gnesen!“ Und dann mit einem Erröten, das die Lüge ihr in die Wangen trieb: „Er will sich Winterstoffe ansehen, zum Anzug, bei Rosenthal!“

Die Magd sagte noch immer nichts, nickte nur und fing an, flink die Kartoffeln aus dem Korbe zu schälen.

„Er wird auch wohl in die Apotheke fahren um Rattengift!“ Frau Tiralla konnte nicht anders, das drängte sich ihr über die Lippen, ganz wider ihren Willen. Sie musste das sagen. Die Stummheit der Magd trieb ihr das heraus. Warum schwieg die so andauernd, was dachte die?! Ein Zittern befiel sie.

Die Magd hob den Kopf. „Da kann sich die Pani ja freuen!“ Sie seufzte und liess den Kopf wieder sinken: „Armes Herrchen!“

„Wieso — was meinst du? ‚Armes Herrchen‘ — warum sagtest du das?!“ Frau Tirallas Zittern wurde immer stärker.

„Ei, is sich denn nicht ‚armes Herrchen‘, bei solch abscheuliches Wetter fahren zu müssen? Wer weiss, wann wiederkommt armes Herrchen!“ Marianna lächelte.

War dieses Lächeln nun harmlos oder boshaft?! Frau Tiralla zerbrach sich den Kopf: nein, nein, die war doch ganz harmlos! Aber der Schrecken, der sie befallen hatte, wollte noch nicht weichen. Bei Gott, sie musste zusehen, sich mit der Magd zu verhalten! Und wenn die Liederliche ihr auch noch so zuwider war, sie musste gut Freund mit ihr sein! So ging sie denn, als die Magd, jetzt gänzlich verstummend, am Herd stand und immer in einem Topf rührte, in ihre Bettkammer und holte ein buntschottisches Tuch, das sie gern um ihre Schultern getragen hatte. „Da,“ sagte sie und legte es der noch immer am Herd Rührenden um, „es ist kalt, und ich sehe, du hast nichts, um dich zu wärmen!“

„Padam do nóg!“ Wie ein Blitz fuhr Marianna herum, bückte sich und küsste der Herrin Knie. „Ei, schönes Tuchchen, so schönes Tuchchen das! Alle Heiligen mögen es Pani vergelten! Möge sie gesegnet sein bis ans Ende ihrer Tage!“ Sie küsste auch das Tuch und tanzte mit ihm in der Küche herum. „Wie mir gut steht! Ei, ei! Und so weich ist, so warm! Ei, und so bunt!“ Strahlend wie ein beschenktes Kind, legte sie den Finger auf die bunten Farben und weidete sich daran.

Nein, von der hatte sie nichts zu befürchten! Frau Tiralla wurde plötzlich sehr guter Dinge. Nein, so alt war sie denn doch auch noch nicht und auch noch nicht so abgestumpft, um nicht begreifen zu können, wie ein armes junges Ding sich über ein buntes Tuch freut! Sie lachte mit der Glückseligen.

Unter Lachen und Spässen bereiteten sie das Mittagsmahl.

Als Rózyczka verspätet aus der Schule kam, sehr müde und überangestrengt vom Waten durch den Schnee, bereitete die Mutter, gut gelaunt, der Uberhungerten noch einen Extraschmaus: einen goldgelben Eierkuchen mit Himbeermus. Dann kochten sich beide Frauen einen starken Kaffee, stellten auch für Herrn Tiralla ein Töpfchen zurück und wärmten ihm das Bett aus mit heissen Steinen. Warm sollte er liegen nach kalter Fahrt.

III.

Rózyczka — Rosa war sie getauft, aber er nannte sie immer Rózyczka, Röschen — war ihres Vaters Lieblingskind. ‚Sein Ebenbild‘, wie Frau Tiralla sagte in einem seltsamen Ton. Ja, die Tochter hatte des Vaters blaue Augen, wenn auch nicht ganz so fahl und wässrig, auch seine Haare, die einstmals, ehe sie missfarben und grau wurden, so blondrot gewesen sein mochten; darum auch hatte die Mutter sich hundertmal abgewandt, wenn das kleine Mädchen auf ihren Schoss verlangt und mit täppisch liebkosenden Fingerchen ihre Wange zu streicheln begehrt hatte.

Aber heute abend war Frau Tiralla liebevoller gestimmt. Verwundert blickte das Mädchen auf, als es eine weiche Hand auf seinem Scheitel fühlte, und schmiegte sich dann sanft mit einem dankbar-glücklichen Aufleuchten der matten Augen an die Mutter.

Herr Tiralla war aus Gnesen heimgekehrt, und nun war es der Frau, als stünde ein Stern über ihrem Haus und wiese ihr hell den Weg, den sie zu gehen hatte. In ihr war eine längst nicht gekannte, befreiende Heiterkeit.

Wie eine Schachtel voller Bonbons, deren er ihr zuweilen aus der Stadt welche mit heimbrachte, so hatte ihr Herr Tiralla das Apothekerpaketchen präsentiert. Hübsch war es eingeschlagen in gestreiftes Seidenpapier und mit rotem Bändchen gebunden. Aber als sie das Schnürchen löste, da grinste auf der Schachtel ein Totenkopf sie an mit darunter gekreuzten Knochen, und ‚Gift‘ hatte sie gelesen und mit einem Aufschrei das Schächtelchen vor sich auf den Tisch fallen lassen.

„Siehst du, nun hast du auch Angst davor,“ sagte Herr Tiralla.

Ah, wie schlecht er sie kannte — sie und Angst?! „Wie macht man’s denn, wie macht man’s denn?“ fragte sie hastig.

Nun belehrte er sie. Er kam sich recht wichtig vor, denn der Apotheker hatte ihn ermahnt, ja recht vorsichtig zu sein. Keinem anderen Menschen würde er so etwas in die Hand geben, hatte der gesagt, selbst auf einen Giftschein hin nicht; nur ihm, dem wohlbekannten Besitzer Tiralla. Hier von diesen weissen Pülverchen, die so harmlos wie feiner Zucker aussahen, streute man auf Stückchen von rohem Fleisch und legte diese in die Ecken: keine Ratte im Keller blieb lebendig. Oder man konnte auch hier aus dem Dütchen von diesem Weizen streuen, dem man’s gar nicht ansah, dass es nicht ganz gewöhnlicher Weizen war, der nur ein wenig rötlicher schimmerte.

„Aber Vorsicht, meine Taube! Zoschchen, ich beschwöre dich, du musst mir versprechen bei deiner Seligkeit, recht vorsichtig zu sein!“ Von einem plötzlichen Angstgefühl befallen, wischte sich Herr Tiralla den Schweiss von der Stirn. Ihm war so heiss auf einmal, trotzdem der Schnee kalt auf seinem Pelzkragen lag und auf seiner Mütze. Er legte ab, warf die Oberkleider von sich und dehnte sich wie beklommen, während sie regungslos am Tische stand und mit glühenden Auge auf das Mitbringsel starrte.

„Was ist denn wirksamer,“ sagte sie ganz verträumt, „die Pulver oder der Weizen?“

„Beides, beides,“ versicherte er ängstlich. „Der Weizen ist schlimm, aber — Heilige Mutter! — von dem weissen Zeuge darf man nur lecken — ah, noch nicht einmal lecken darf man, kaum die Zungenspitze daran bringen, und man ist schon hin. Gift, schreckliches Gift ist’s, furchtbares Strychnin!“ Er schauderte. „Ach, dass ich auch so was ins Haus bringen musste! Der Teufel hat mich geritten. Her damit!“ Er riss es ihr unter den Augen weg und lief hin zum Ofen, in dem die flackernden Holzscheite knackten.

„Bist du verrückt?“ Sie sah seine Absicht: er wollte es verbrennen. Mit einem Sprung war sie ihm im Wege, riss ihm das Päckchen aus der Hand und verbarg es in ihre Tasche.

„Gib’s her, gib’s her!“ schrie er.

Sie lachte ihn aus und hielt ihre Hand fest auf der Tasche.

Da fing er an zu jammern: ach, ach, was hatte er angerichtet! Was war das für eine Dummheit von ihm gewesen, sich so etwas ins Haus zu schaffen! Keine ruhige Stunde hatte man jetzt mehr, ewig musste man denken, es könnte ein Unglück geschehen!

„Aber warum denn,“ sagte sie ruhig und heftete ihre schwarzen Augen fest auf ihn, „warum denn ein Unglück?“

„Ach, ach,“ jammerte er und hielt sich den Kopf.

Sie musste ihn trösten. Ihr Zureden beruhigte ihn; er war wie ein Kind. Zuletzt verlangte er, gestreichelt zu werden; auch das tat sie. Und dann wünschte er, ins Bett gebracht zu werden; er hatte wohl auch getrunken, obgleich er’s leugnete. Die Magd musste auch herbei und helfen; sie zog ihm die hohen Schaftstiefel ab, während er der Frau seinen schweren Kopf an die Schulter lehnte und sie ihn mit ihren Armen umschlingen musste.

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