Nataly von Eschstruth - Ungleich!

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Cyprian – genannt «Juvivallera» –, der junge Sohn des Grafen Lankwitz, hat schon als kleines Kind im wörtlichen wie im übertragenen Sinn gelernt, «die Rute zu schwingen». Gleichzeit ist er jedoch auch «die verkörperte Liebeswürdigkeit neben all seinen Unarten und tollen Streichen» und er strahlt «wie eitel Sonnenschein». Da lernt er die junge Prinzessin Rafaela kennen, die, wie er noch ein Kind, seine Zuneigung nicht unerwidert lässt. Doch Rafaela ist die Thronerbin, falls die Ehe des Herzogs kinderlos bleibt, und so darf sie nur einen Prinzen von Geblüt heiraten. Unheil bahnt sich an: Denn schließlich wird Rafaela in eine Hochzeit gedrängt, bei der «alles ungleich und ungrad» ist, während Cyprian zunehmend sein kindlich-sonniges Strahlen zu verlieren beginnt … Aber muss, was ungleich ist, auf ewig ungleich bleiben?

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Cyprian trat näher und übersah das Geld. Hundert Mark? — was soll das sein? —

Er trat zurück, ging nach dem Stall und rief August. „Heda! was liegt denn drin für Geld auf dem Tisch? woher stammt das?“

August richtete sich stramm auf. Sein Gesicht zuckte wie unter Qualen der Angst, seine Stimme klang tonlos und gurgelnd.

„Das ist ja für unsern Ziegenbock, Herr Graf!“

„Für den Ziegenbock?!“ Wie ein Donner rollte die Stimme Juvivalleras durch den niedern Raum. „Himmelschockbombenelement! Was soll das heissen?!“

„So wissen der Herr Graf von gar nichts?“ stammelte der geängstigte Husar.

„Keine Ahnung habe ich! Wo ist Hans? Wo steckt er? Was ist mit meinem Ziegenbock geschehen?“

Lankwitz riss ausser sich vor Erregung die Tür zum Nebenstalle auf und leuchtete mit der Laterne hinein.

Leer, öde und still. Keine Spur von Hans. Alles Blut wich aus den Wangen des jungen Offiziers. „Was ist mit dem Bock geschehen, August? Hat man ihn etwa getötet?“ fragte er durch die Zähne.

Der Bursche richtete sich stramm auf, zu rapportieren. „Als der Herr Graf heute mittag kaum zum Hofe hinausgeritten waren, kam der Herr Rittmeister mit einem andern Herrn und gingen, ohne mich zu rufen oder zu befragen an den Stall von unserem Hans heran. Mir ahnte gleich etwas Schlimmes, darum ging ich näher und stellte mich mit allem Respekt auf. Aber der Herr Rittmeister sah mich gar nicht an, sondern fragte den anderen Herrn: ‚So, hier ist der Ziegenbock. Dressiert für die Manege, kann alle möglichen Kunststücke, was geben Sie dafür, Levi?‘“

„Der Händler, den der Herr Graf ja auch kennen, handelte hin und her, dass solch ein Vieh gar keinen Wert habe — und dann sprachen sie leise miteinander, und schliesslich schienen sie handelseinig. Der Levi zog die Börse und zahlte dem Herrn Rittmeister etwas, und der sagte: ‚Na in Teufels Namen — dann will ich noch drauf legen, damit der Herr Graf ein gutes Geschäft macht.‘ Dann band der Levi unsern Hans an eine Leine und zerrte ihn mit sich fort, und als ich mir erlauben wollte, etwas zu bemerken, schnauzte mich der Herr Rittmeister so mächtig an, dass ich in den Stall retirierte, denn sagen durfte ich ja doch nichts mehr.“ August schluckte ein paarmal krampfhaft. „Unser Hans aber ist fort — und jetzt — jetzt haben sie ihn vielleicht schon geschlachtet, denn der Levi sagte, er sei recht gut im Futter!“

Schweigend hatte Juvivallera zugehört. Seine Stirn glühte dunkelrot, seine Brauen zogen sich wie drohend Wetter zusammen. — „Gut“, sagte er kurz, „hol mir eine Liebfrauenmilch aus dem Keller, August“, — wandte dem Burschen den Rücken und schrittin die Wohnung zurück.

Die halbe Nacht sass er und blies blaue Ringel, trank ein Glas um das andere und grübelte. Endlich blitzte es hell auf in seinen Augen, ein leises Lachen klang von seinen Lippen, triumphierend hob er den Kopf. Nun wusste er, wie er dem Rittmeister antworten wollte. Seelenvergnügt begab er sich zur Ruhe und schlief bis in den hellen Tag hinein, denn am andern Morgen klangen die Sonntagsglocken, und der Herr Rittmeister verlebte jeden Sonntag in der nahegelegenen Provinzialstadt.

An diesem Sonntag kehrte Herr von Angerschütz schon sehr frühzeitig in seine kleine Garnison zurück. Seiner Gewohnheit gemäss machte er zuvor noch einen Nundgang durch Wohnung und Stall, um zu revidieren, ob alles in Ordnung sei.

Die Physiognomie seines Burschen war dem Herrn Rittmeister stets sehr gleichgültig gewesen, auch heute hatte er keinen Blick für das auffallend veränderte Gesicht seines Husaren, welcher stumm und stramm vor dem Gebieter zu verharren hatte, bis er gefragt wurde. Und heute fragte Herr von Angerschütz nichts, absolut nichts — denn er hatte sehr üble Laune. Zum erstenmal war sein Besuch bei den Eltern der Baronesse Soldau ohne triftigen Grund abgelehnt worden. Und gerade bediesem Besuch hatte er Ernst machen und sich der „goli digen“ Dame des Herzens erklären wollen! — Konnte es tatsächlich wahr sein, was er vorhin von etlichen Jägern in der Stadt erfahren, dass Lankwitz es wagte, dem Vorgesetzten in das Gehege zu kommen? Dass Fräulein Bianka ein auffallendes Interesse für den jungen Laffen, seinen stadtbekannten Gegner gezeigt?

Eine fieberische Unruhe hatte Angerschütz erfasst. Er beschloss, noch an diesem Abend nach Schloss Soldau hinaus zu reiten, um auf jeden Fall eine Aussprache und das Jawort Biankas zu erzwingen. Er hatte schon so völlig sicher mit dieser glänzenden Partie gerechnet, dass ein Ausfall der vielen Millionen von unberechenbarer Tragweite für ihn sein konnte.

Gefolgt von dem Burschen trat er in den Stall, hielt die Laterne hoch und leuchtete. — „Na nu? zum Teufel Donnerwetter — wo sind denn die Pferde?“ — rang es sich, atemlos vor Uberraschung, von seinen Lippen. Da nicht sogleich eine Antwort erfolgte, fuhr er herum und starrte den Burschen an. Wie ein Bild des Jammers, mit schlotternden Knieu und angstverzerrter Miene stand Gottlieb vor ihm.

„Kerl!“ donnerte Angerschütz, „was ist mit den Gäulen passiert?“

„Die ... die ... die hat der Herr Graf zu Lankwitz heute nachmittag an den Levi verkauft, Herr Rittmeister“, stammelte der Husar mit halbgeschlossenen Augen, „auf dem Tisch drinnen liegen zweihundert Mark — —“

Ein unartikulierter Wutschrei. Die Laterne schmetterte auf das Pflaster, die Stalltüre krachte wie ein Kanonenschlag ins Schloss, und Gottlieb sass allein im Dunkeln, stöhnend vor Herzensangst, auf der Haferkiste im leeren Stall und erwartete resigniert, dass die Welt mit ihm und dem Grafen Lankwitz untergehe. — — Nie hat eine Geschichte in militärischen Kreisen so viel Sensation erregt, wie die des kühnen Juvivallera, welcher seinem Rittmeister, der ihm den Ziegenbock verkaufte, sehr gelassen die Pferde aus dem Stall en revanche ebenso verkaufte!

Selbstredend wirbelte die Sache ungeheuren Staub auf, nahm einen ernsten Charakter an und rollte wie eine Lawine, verderbendrohend von einer Instanz zur andern. Juvivallera aber pfiff sich eins und wusste es ganz genau, wie weidlich sein Streich in allen Kreisen belacht und applaudiert wurde, auch sah das Gesicht seines Obersten gar nicht so entsetzlich menschenfresserisch aus, als der sehr beliebte Chef ihm ernsten Auges sagte: im hiesigen Regiment sei Graf Lankwitz unmöglich geworden, er möge sich auf eine Strafversetzung gefasst machen.

Das tat der junge Missetäter mit seinem einnehmendsten und liebenswürdigsten Gesicht und hatte durchaus nichts dagegen, dass er bis zur Entscheidung zu einer andern Schwadron kommandiert wurde, wo er, unter scharmantesten Vorgesetzten, ein wahres Götterleben führte.

Juvivallera hatte ja stets Glück im Leben, wie hätte ihm jetzt Frau Fortuna den Laufpass geben sollen, nachdem er das ganze Land durch seine schlagfertige Rache amüsiert hatte?

Die gefürchtete Versetzung kam, aber — ein laut donnernder Jubel tönte durch die Kneipe, in welcher Cyprian mit seinen jungen Kameraden schon seit vierzehn Tagen allabendlich den Abschied mit Tränen der Madame Cliquot-Ponsardin begoss, als er, stockend vor Überraschung, den ominösen Zettel des Regimentsadjutanten vorlas. — In das St.’r Leib-Ulanenregiment? in eines der elegantesten, besten Regimenter, in die brillanteste Garnison, woselbst ein herzoglicher Hof residierte und sein Schwiegervater bereits eine fürstliche Villa besass? — — Donnerwetter — über solchen Dusel! — Herrlichster, entzückendster Oberst, der seinem übermütigen „Jüngsten“ für eine solche „Strafversetzung“ gesorgt! — Die Ohren haben ihm geklungen von all den begeisterten Hochs, welche Juvivallera auf ihn ausgebracht!

Und Cyprians Schwiegervater? — Ja, das war noch eine Geschichte extra für sich.

An jenem Abend, da Herr von Angerschütz vergeblich nach seinen Pferden suchte, um Schloss Soldau mit einem Heiratsantrag zu beglücken, sass Juvivallera kreuzfidel zu Füssen der Baronesse Bianka und fragte sie lachend: ob sie es nicht für gar zu bodenlos frech hielte, wenn er, der jüngste Leutnant, sich bereits mit Heiratsgedanken trage?

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