Nataly von Eschstruth - Ungleich!

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Cyprian – genannt «Juvivallera» –, der junge Sohn des Grafen Lankwitz, hat schon als kleines Kind im wörtlichen wie im übertragenen Sinn gelernt, «die Rute zu schwingen». Gleichzeit ist er jedoch auch «die verkörperte Liebeswürdigkeit neben all seinen Unarten und tollen Streichen» und er strahlt «wie eitel Sonnenschein». Da lernt er die junge Prinzessin Rafaela kennen, die, wie er noch ein Kind, seine Zuneigung nicht unerwidert lässt. Doch Rafaela ist die Thronerbin, falls die Ehe des Herzogs kinderlos bleibt, und so darf sie nur einen Prinzen von Geblüt heiraten. Unheil bahnt sich an: Denn schließlich wird Rafaela in eine Hochzeit gedrängt, bei der «alles ungleich und ungrad» ist, während Cyprian zunehmend sein kindlich-sonniges Strahlen zu verlieren beginnt … Aber muss, was ungleich ist, auf ewig ungleich bleiben?

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Der Rittmeister war kein sehr liebenswürdiger und feinfühliger Charakter. Das Duell-Attentat, welches sein jüngster Leutnant gegen ihn geplant, war ihm bei den mehr wie kleinen Garnisonverhältnissen selbstverständlich zu Ohren gekommen, und konnte er dem Herrn Juvivallera eine solche unerhörte Arroganz nie verzeihen.

Das ganze Auftreten des jungen Grafen, dem auch hier, wie überall, die Herzen im Sturme zuflogen, verdross und ärgerte ihn, und seine missgünstige und verbissene Natur suchte nun dem Grimm Luft zu machen, dadurch, dass er den Grafen Lankwitz nach aller Möglichkeit schikanierte.

Aber Juvivallera ärgerte sich nicht mehr darüber. Da er wusste, dass er seinem Vorgesetzten im Dienst sozusagen hilflos gegenüberstand, schüttelte er sich wie ein Pudel, auf den es Prügel regnet. So lange er mit Herrn von Angerschütz auf dem Exerzierplatz oder in der Kaserne verkehrte, war er Pagode, dessen marmorkühle Gelassenheit den hitzigen Gegner mehr erboste, als er ahnte; wenn aber das Terrain in Gesellschaftsräumen oder in der Kneipe neutral wurde, drehte sich das Blättchen, dann war es Graf Cyprian, der reiche, lachende, übermütige Majoratsherr, welcher durch stets neue kleine Malicen, die das Publikum ebenso amüsierten, wie ihn selber, den Rittmeister manchmal fast zur Verzweiflung brachte!

Auf diesem neutralen Boden entspann sich ein bitterer Kampf, welcher von seiten Cyprians mit stets bestem Humor, von der des Rittmeisters mit stets wachsendem Ingrimm und mancher Unklugheit geführt wurde.

Das Gerücht von der Fehde dieser ungleichen Gegner drang selbstverständlich in die Lande hinaus, und ward namentlich im Regiment mit besonderem Interesse beobachtet.

Juvivallera, der stets liebenswürdige, gefällige, zu jeder Hilfe und jedem Opfer herzlich gern bereite Kamerad, hatte die volle Sympathie der Herren für sich, die sich sogar bis zu dem schmunzelnden Wohlwollen des Obersten erstreckte, den die immer taktvolle Schlagfertigkeit seines jüngsten Leutnants aufrichtig amüsierte. Angerschütz war niemals ein sonderlich beliebter Regimentskamerad gewesen, er hatte bei manchen der jüngeren Herren eine ganze Menge auf dem Kerbholz, weshalb die Betreffenden jetzt desto eifriger Partei für Lankwitz ergriffen. In ihm erstand ein Rächer für gar manchen Schwadronskamerad, und da Lankwitz ein „uranständiger Kerl“ war, und sich glücklicherweise in einer Lage befand, welche ihn unabhängig von jedem Beruf machte, so konnte man so recht behaglich und wohlgemut zuschauen, wie sich der „Sturm im Wasserglase austoben werde!“

Juvivallera bewohnte eine, für die kleine Garnison sehr splendide Junggesellenwohnung, besass Hof, Garten und Stallungen, was Wunder, wenn der geborene Landwirt auf die anfänglich so absonderlich erscheinende Idee kam, sich einen — Ziegenbock anzuschaffen. Man lachte darüber und fand es ganz à la Juvivallera, dass der junge Offizier sich stundenlang mit besagtem Ziegenbock beschäftigte, hörte man doch munkeln, Graf Lankwitz sei bemüht, das Tier persönlich zu dressieren. Zu welchem Zweck? Man zerbrach sich vergeblich die Köpfe darüber. Wollte er irgend eine kleine Regimentstochter in seiner bekannt scharmanten Weise mit einer Ziegenbockequipage überraschen? Wohl möglich.

„Hans“ — wie der Bock hiess — (fatalerweise war auch der Rittmeister auf diesen Namen getauft) war ein strammes, riesig grosses Tier, mit imposanten Hörnern, langem, weisslockigem Fell und von einer permanenten Kampfeslust beseelt, die alle Besucher des Lankwitzschen Hofes zu einer gewissen Vorsicht mahnte. Dennoch hatte „Hans“ nie eine Attacke gegen irgend ein menschliches Wesen gewagt.

Die Wohnung des Rittmeisters lag zwei Häuser weiter zurück in der Strasse und nötigte Herrn von Angerschütz, das Hoftor Cyprians zu passieren, wenn er nach der Kaserne wollte. Eines Morgens war an die paar bestbefreundeten Leutnants eine Frühstückseinladung von seiten Juvivalleras ergangen, und mit etwas roten Köpfen und in weinseliger Stimmung lagen die Herren just im Fenster, als der Rittmeister zu Fuss auf der Strasse erschien, um die Kaserne zu revidieren.

Der Ziegenbock Hans trieb sich unter allerhand vergnüglichen Kapriolen im Hofe herum, als er plötzlich stutzte und jählings den Kopf hob. Ein scharfer, langer Pfiff Juvivalleras, aus welchem sich die Melodie: „Heil dir im Siegerkranz“ entwickelte, klang schrill über den Hof, und just, als habe der Bock nur auf dieses Signal gewartet, stürzte er sich wie rasend aus dem Hoftor, dem nahenden Rittmeister entgegen.

Mit gesenkten Hörnern ging Hans zum Angriff vor. Angerschütz sprang jäh erschrocken zur Seite, der Bock folgte; heiss bedrängt, retirierte der Rittmeister auf die Treppe des Hauses, Hans stiess wie besessen hinter ihm her, ein wilder, erbitterter Kampf entspann sich. Mit blankem Säbel hieb Angerschütz auf den Angreifer los, aber der Ziegenbock schien gegen Stich und Hieb gefeit, immer zornmutiger sprang er gegen den Feind seines Herrn an.

Publikum sammelte sich, man stand und schrie vor Lachen, dieweil des Rittmeisters Angesicht sich kirschrot färbte vor Wut.

„Lankwitz! Rufen Sie das verfluchte Biest zurück, sonst steche ich es, hol’s der Henker, über den Haufen!“

Juvivallera lockte in zärtlichsten Tönen, dieweil die anderen Herren an ihrem inneren Gelächter zu ersticken drohten — vergeblich, es war, als ob die Stimme des jungen Gebieters den Ziegenbock nur in immer grössere Wut versetzte.

Die Herren eilten schliesslich auf die Strasse, die Burschen stürmten herzu, es gelang den vereinten Kräften, den Rittmeister von seinem Angreifer zu befreien.

Angerschütz bebte vor Zorn. Er las wohl in den Mienen der Herren, dass er auf keine besondere Teilnahme derselben zu rechnen habe, darum erging er sich nur in etlichen boshaften Bemerkungen über „einen Kavalleristen, der sich wohl auf dem Pferde zu unsicher fühle“, griff kurz an die Mütze und schritt weiter.

Lankwitz hatte sich in höflichster Weise entschuldigt, die Kameraden waren darum über die ausfahrende Art des Rittmeisters doppelt entrüstet.

Am nächsten Tage ritt Angerschütz an dem Hoftor vorüber. Wie von wilder Wut gepackt, stürzte der Ziegenbock heraus und attackierte das Pferd, welches jäh entsetzt, so wild ausbrach, dass der ahnungslose Reiter es nur, nach vorn überschiessend, um den Hals nehmen konnte, sich auf dem dahinrasenden Durchgänger zu halten. Dass Cyprian just im Hofe: „Heil dir im Siegerkranz“ pfiff hatte er nicht gehört.

Die ganze Strasse belebte sich von lachenden Menschen, die spasshafte Geschichte, dass der Ziegenbock von Graf Lankwitz eine ausgesprochene Abneigung gegen den Rittmeister zeige, erregte und interessierte alle Gemüter, denn mit rechten Dingen ging das nicht zu, man ahnte jetzt zu allgemeinem Gaudium, wie und warum der Ziegenbock dressiert worden sei.

Angerschütz schnaubte vor Wut. Er liess dem Grafen sagen, er habe sofort den Ziegenbock abzuschaffen, widrigenfalls er denselben zusammenschiessen werde.

Lankwitz antwortete in einem ausgesucht höflichen Schreiben, dass er leider dem Wunsche des Herrn Rittmeisters nicht entsprechen könne. Der Ziegenbock sei Eigentum des Zirkusbesitzers R., welcher ihn dressiert und ihn nur während einer Kunstreise hierher in Pension gegeben habe. „Hans“ sei ein äusserst geschicktes und wertvolles Tier, und würde der Herr Rittmeister ein sehr hohes Reugeld für den durchlöcherten Schädel zu zahlen haben! —

Angerschütz war als sehr geizig bekannt. Wie erwartet, traf auch sein sehr formlos gehaltenes Antwortschreiben ein. Er beabsichtige nicht, sich um des Herrn Grafen willen Kosten zu machen, liesse denselben daher strengstens ersuchen, das Hoftor verschlossen zu halten, damit der Ziegenbock die Passanten nicht mehr belästigen könne. Widrigenfalles werde er andere Massregeln ergreifen.

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