Nataly von Eschstruth - Ungleich!

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Cyprian – genannt «Juvivallera» –, der junge Sohn des Grafen Lankwitz, hat schon als kleines Kind im wörtlichen wie im übertragenen Sinn gelernt, «die Rute zu schwingen». Gleichzeit ist er jedoch auch «die verkörperte Liebeswürdigkeit neben all seinen Unarten und tollen Streichen» und er strahlt «wie eitel Sonnenschein». Da lernt er die junge Prinzessin Rafaela kennen, die, wie er noch ein Kind, seine Zuneigung nicht unerwidert lässt. Doch Rafaela ist die Thronerbin, falls die Ehe des Herzogs kinderlos bleibt, und so darf sie nur einen Prinzen von Geblüt heiraten. Unheil bahnt sich an: Denn schließlich wird Rafaela in eine Hochzeit gedrängt, bei der «alles ungleich und ungrad» ist, während Cyprian zunehmend sein kindlich-sonniges Strahlen zu verlieren beginnt … Aber muss, was ungleich ist, auf ewig ungleich bleiben?

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Anders dachte Cyprian. Noch nie hatte er ein derartiges Antlitz gesehen, und weil es ihm so neu und an Onkel Adolf doch alles ein für allemal schön war, so benutzte er einen Augenblick feierlicher Stille, schlang sehr herzlich den Arm in den des Generals und schaute wahrhaft verliebt zu ihm empor.

„Ach, Onkel!“ rief er begeistert, „was hast du doch für bildschöne, winzig kleine Augen, für prachtvolle grosse Ohren, für eine dunkelblaue Nase und einen so herrlich grossen Mund, dass Du gewiss die Melone dort hinein stecken kannst!“

Die Wirkung dieser Liebeserklärung war unbeschreiblich, wie gelähmt vor Verblüffung sass Onkel Adolf, mit dunkelroten Köpfen prusteten die entfernter sitzenden Tafelgäste in die Servietten, dieweil die nächste Umgebung des Generals wahrhafte Anfälle von Stickhusten bekam. Nur Graf und Gräfin Lankwitz sassen bleich und verzweifelnd auf ihren Sesseln und wussten, dass in diesem Augenblick das Testament des Onkels einen völlig anderen Inhalt erhielt. —

Derselbe war und blieb auffallend verstimmt, erhob sich vor der Zeit und reiste mit einem früheren Zuge ab.

Juvivallera blieb zwar sein zärtlicher Trabant, aber der General war zerstreut und finster und schien kaum noch die Zutunlichkeit des Neffen zu bemerken.

„Nun ist alles aus! er ist wütend beleidigt und unversöhnlich! —“ schluchzte die Gräfin, und ihr Gemahl stimmte ihr seufzend bei. — Aber sie irrten sich. Nichts im Leben schien den lustigen, kleinen Juvivallera misslingen zu sollen; im Gegenteil, das Glück schien einen besonderen Narren an ihm gefressen zu haben, und je waghalsiger Cyprian mit seiner rollenden Kugel Fangball spielte, desto unzertrennlicher heftete es sich an seine Sohlen.

Onkel Adolf starb sehr unerwartet an einem Herzschlag, und sein Testament bestimmte Cyprian zum Universalerben. Aus dem hinterlassenen Tagebuch erfuhren dessen Eltern auch noch, wie sehr die verhängnisvollen Worte des Knaben, während des Diners ihm zum Segen, anstatt, wie befürchtet, zum Unheil geworden.

Just an jenem Tage war Onkel Adolf mehr denn je auf Freiers Füssen gegangen. Die Zärtlichkeit des Kindes, das weiche Anschmiegen und Kosen Cyprians hatten in dem Herzen des einsamen alten Junggesellen ganz wunderliche Gefühle erweckt. Eine unbeschreibliche Sehnsucht nach Niebesessenem erfüllte ihn, ein jugendfrohes Verlangen nach Liebe, Behagen und häuslichem Glück. — Und just in dieser Stimmung schickte ihm das Schicksal die Nichte der Baronin Bohden in den Weg, welche durch ihre graziöse Anmut schon in der Residenz seine Aufmerksamkeit erregt, und ihn durch ihre allerliebsten Koketterien auch jetzt im Park von Neudeck bezauberte.

Ein jäher, leidenschaftlicher Entschluss reifte in ihm. In seliger Weinlaune nach dem Diner, wenn Moët et Chandon ihm die Zunge gelöst, und die fünfmalhunderttausend Teuflein, welche in den Mousseuxperlchen wohnen, seine Befangenheit siegreich bekämpft hatten, — wollte er den kühnen Schritt wagen, Fräulein von Bohden Herz Hand und — Reichtum zu Füssen zu legen!

Da Alice von Bohden, selbst ohne jegliches Vermögen, auf die Hilfe ihrer Verwandten angewiesen war, hatte der General wohl kaum ein Körbchen zu befürchten, aber gerade der Gedanke, nur als Versorger und Ernährer gewählt zu werden, quälte sein empfindliches und liebebedürftiges Herz! Dennoch strahlten die dunklen Mädchenaugen so innig und berückend zu ihm auf, dennoch lächelten die roten Lippen so betörend — und was sie sprachen, klang lieb und zärtlich, als plaudere Alice nicht mit einem alten, grauköpfigen Invaliden, sondern mit dem jüngsten, schönsten und unwiderstehlichsten Kavalier! —

Empfand sie wirklich mehr für ihn, wie berechnendes Wohlwollen? — Fast schien es so, — und Gott Amor legte immer dichtere und rosigere Schleier über die Augen des greisen Freiers, dass er schliesslich nur das sah, was er gern sehen wollte! —

Und dann? — Dann kam die Katastrophe bei Tisch. — Cyprians Kindermund sprach treu und zärtlich seine fatale Schönheitskritik, die kränkte den General nicht, aber das Lachen und Kichern, das Blickewechseln und Husten der Anwesenden, das kränkte und schmerzte ihn bis in das tiefste Herz! —

Und am grausamsten wehe tat ihm das herzlose Lachen Alices, welche sich hinter ihrer Serviette gar nicht beruhigen konnte. Sie glaubte sich durch den hohen Blütenaufsatz den Blicken des Generals entzogen, und ahnte wohl nicht, dass gerade sie es war, welche er mit blutendem Herzen durch die Rosen- und Fliederzweige beobachtete. — Ihr Spotten und Lachen zerriss die rosigen Schleier, und sein klarer Blick sah es nun deutlich, wie Fräulein Alice mit ihrem jungen Tischnachbar in Dragoneruniform noch viel mehr kokettierte, als wie mit ihm, — dem alten Narren, der mit dem Schnee des Winters auf dem Haupt noch Myrtenblüten pflücken wollte!

Da war der kurze, späte Frühlingstraum von Glück und Liebe ausgeträumt, und der kleine Juvivallera war unbewusst seines eigenen Glückes Schmied gewesen!

Und wie er es diesmal war, so blieb er es stets. — Es gibt Glücks- und Sonntagskinder, welche unternehmen können, was sie wollen, ohne jemals übel dabei zu fahren! — So auch mit Cyprian. Sorglos, leicht, ohne leichtsinnig oder schlecht zu sein, lachend, amüsant, stets angenehm und von gewinnendem Wesen, lebte er lustig in den Tag hinein, es meisterlich verstehend, seine Erzieher und Hauslehrer für alles andere mehr zu interessieren, als für seine Unterrichtsstunden.

Er lernte nichts, und wusste dennoch genug, um überall mitreden zu können und durch kühne, stets humorvoll und amüsant durchgeführte Ansichten die Menschen trefflich zu unterhalten. Ein „Causeur“ ohne fader Schwätzer zu sein, ein Schmetterling, welcher im Sonnenglanz jedes Auge erfreut und jedem Blümlein willkommen ist, und dennoch ein loses, leichtes Ding ohne ernsten Lebenszweck ist. —

Die schwachen Eltern grämten sich wohl in dem Gedanken, dass ihr Sohn niemals ein Examen machen — oder einen Beruf ausüben werde, — aber der Juvivallera hatte ja immer Glück, — er war ein heller Kopf, und es schmeichelte seiner Eitelkeit, eine hübsche, elegante Husarenuniform zu tragen! Was Wunder, wenn er seinen langen Aufenthalt auf der Presse schliesslich doch ernst nahm, und — „um die verdammte Schulbank loszuwerden“ — endlich die notwendigen Prüfungen bestand, die ihm den Weg zum Attila eröffneten!

Die Eltern waren überselig, als sie ihren „erst“ zwanzigjährigen Leutnant umarmen konnten, und Juvivallera reiste, ohne sich im mindesten den sorgenvollen Ernst eines Leutnantsdaseins klar gemacht zu haben, in die neue, leider recht kleine Landgarnison ab.

Subordination, Respekt, Dienst — waren ihm durchaus unbekannte Begriffe — dass ein Rittmeister für seinen jüngsten Schwadronsleutnant ein unfehlbares, anbetungswürdiges Wesen ist, noch dazu in einer Garnison, woselbst nur eine Schwadron steht — das war für Cyprian Graf Lankwitz, ein äusserst fernliegender Gedanke, welcher höchstens etwas unbändig Humoristisches für den jungen Tyrannen von Neudeck hatte. — Bislang war er überall der tonangebende Herr und Gebieter gewesen, wo er geruht hatte, Stadt oder Land mit seiner Gegenwart auszuzeichnen, und nun wollte da ein Herr Rittmeister kommen, — sang- und klangloser Herr von Angerschütz, der sich einen Ton gegen ihn erlaubte — einen Ton — dass Graf Cyprian in seiner ersten Empörung geglaubt hatte, die Schmach eines offiziellen Anschnauzers nur mit Blut abwaschen zu können!

Der besonnene, sehr liebenswürdige Premierleutnant, den er zum Sekundanten erkor, konnte dem jungen Hitzkopf nur mit Mühe und Not die Unmöglichkeit seines Vorhabens klar machen, und nachdem Juvivallera von allen Seiten überzeugt war, dass der königliche Dienst stets eine kernige Sprache spricht, und ein Untergebener einen Vorgesetzten überhaupt nicht wegen dienstlicher. Differenzen fordern darf, so fügte er sich wohlgemut in das Unvermeidliche, denn seine Stimmungen wechselten wie Aprilwetter, und wenn es nicht Ehre und Reputation erforderten, nahm er gern alles auf die leichte Achsel und von der humoristischen Seite!

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