Nataly von Eschstruth - Ungleich!

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Cyprian – genannt «Juvivallera» –, der junge Sohn des Grafen Lankwitz, hat schon als kleines Kind im wörtlichen wie im übertragenen Sinn gelernt, «die Rute zu schwingen». Gleichzeit ist er jedoch auch «die verkörperte Liebeswürdigkeit neben all seinen Unarten und tollen Streichen» und er strahlt «wie eitel Sonnenschein». Da lernt er die junge Prinzessin Rafaela kennen, die, wie er noch ein Kind, seine Zuneigung nicht unerwidert lässt. Doch Rafaela ist die Thronerbin, falls die Ehe des Herzogs kinderlos bleibt, und so darf sie nur einen Prinzen von Geblüt heiraten. Unheil bahnt sich an: Denn schließlich wird Rafaela in eine Hochzeit gedrängt, bei der «alles ungleich und ungrad» ist, während Cyprian zunehmend sein kindlich-sonniges Strahlen zu verlieren beginnt … Aber muss, was ungleich ist, auf ewig ungleich bleiben?

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Am nächsten Tage war das Hoftor wahrhaft verrammelt — ein mächtiger Querbalken war noch zum Schutz davor gelegt — Hans aber weidete seelenvergnügt auf der nahegelegenen Gartenwiese, und als der Herr Rittmeister ironisch lächelnd das Hoftor passiert hatte, brach sein Feind jählings aus der lückenhaften Gartenhecke hervor und bedrängte den unvorbereiteten Herrn noch härter denn je zuvor.

Was tun?

Angerschütz durchschaute es, dass die ganze Ziegenbockaffäre nur von dem Grafen in Szene gesetzt worden war, um ihm einen neuen Schabernack zu spielen, und da er erforschte, dass der listige Juvivallera sich nach allen Seiten gedeckt hatte und ein eventuelles Töten des verhassten Ziegenbockes höchstens dem Täter selbst Kosten und Unannehmlichkeiten bereiten konnte, so änderte er seinen Plan. Anfänglich versuchte er es noch mit ein paar Hunden, gegen „Hans“ anzukämpfen, doch zogen die Teckel heulend den Schwanz ein nach den ersten paar Rippenstössen des ungewohnten Gegners, und Angerschütz rettete sich nur durch schleunige Flucht und knirschend vor Ingrimm vor dem Ziegenbock, dem seine scharfe Klinge mittlerweile doch manch ernste Wunde geschlagen.

Da machte er denn während der nächsten Tage einen sehr beträchtlichen Umweg, um Kaserne und Städtchen zu erreichen, und die Bürger, Bürgerinnen und sonstigen Zuschauer der amüsanten Renkontres hielten die Angelegenheit zu allgemeinem Bedauern hiermit für abgetan.

II.

Für etliche Tage herrschte Ruhe in der gesamten kleinen Garnison, aber es war nur eine Ruhe vor dem Sturm.

In den Augen des Rittmeisters wetterleuchtete es immer unheilvoller, und das höhnisch siegesgewisse Lächeln, mit dem er seinen „kleinen“ Sekondeleutnant anzusehen beliebte, hätte jeden andern misstrauisch machen müssen, nur nicht Cyprian Lankwitz, dessen sorglose Natur jedwede Hinterlist für eine Unmöglichkeit hielt. — Einer der benachbarten Gutsbesitzer hatte Einladungen zu einer besonders viel versprechenden Treibjagd ergehen lassen, und weil Juvivallera jeglichem Sport huldigte, so war er selbstverständlich auch diesmal in den Reihen der Jäger erschienen, unter denen auffallenderweise Herr von Angerschütz heute fehlte. Niemand vermisste ihn jedoch, im Gegenteil, die jungen Offiziere atmeten sehr vergnügt und erleichtert auf, das stets jagdneidische und missgünstige Gesicht ihres Vorgesetzten nicht permanent in all der Fröhlichkeit als „Dämpfer“ vor sich zu haben.

Frau Diana schien gleich der Glücksgöttin ein besonderes Wohlgefallen an dem lachenden Gesicht Cyprians zu finden, das mit dem blond gewellten Schnurrbärtchen so keck und siegesfroh unter dem flotten Jagdhut hervorstrahlte, dass die ernste, sonst so kaltherzig und gleichgültig beanlagte Baronesse Soldau, welche zum Besuch der Tochter des Jagdgebers überraschend vorgefahren war, ganz besonders lange und nachdenklich dem hübschen Leutnant nachschaute.

Baronesse Soldau galt für die reichste Erbin der ganzen Umgegend. Als einziges Kind ihrer Eltern erbte sie einen grossen, schuldenfreien Güterkomplex mit sehr einträglichen Kohlenbergwerken, eine schlossartige Villa in der Residenz und ausserdem noch einen recht beträchtlichen Säckel voll „Kleingeld“, das ihre grosse, knochige Hand wohl für die meisten Herren recht goldig und begehrenswert erscheinen liess.

Dennoch fehlte es ihr an Freiern! Unbegreiflicherweise; denn wenn sie auch kein Bild der Schönheit war, so konnte sie dennoch mit dem eiteln Wirtstöchterlein aus Fra Diavolo singen: „Und es ward in manchem Städtchen hässlicher Bräutchen schon getraut!“

Gross, tief brünett, etwas eckig in Figur und Wesen, schaute Bianka von Soldau meist sehr kalt, sehr übellaunig und schwermütig in die Welt. Sie sah trotz ihrer zwanzig Jahre nicht jung aus und war es auch weder an Körper noch Geist. Pessimistisch beanlagt, geradezu rätselhaft streng und abweisend über die lustige Welt denkend, lebte sie nonnenhaft still und zurückgezogen, und wie man sich erzählte, war Herr von Angerschütz der erste glühende Verehrer, welcher Gnade vor ihren Augen zu finden schien, denn er war wohl ebenso erbittert und menschenfeindlich gesonnen, wie die unnatürliche junge Dame im Nonnengewande!

Man wunderte sich darum allgemein doppelt, dass Baronesse Bianka wirklich und wahrhaftig ein paar mal laut gelacht hatte, als Graf Lankwitz sie beim letzten Diner zu Tische führte, und auch heute fiel es allgemein auf, mit welch ungeteiltem Interesse ihr Blick dem jungen Jäger folgte, so oft sich dieser in ihrer Nähe zeigte. Ahnungslos dieser enormen Auszeichnung tat Juvivallera einen Meisterschuss nach dem andern und kehrte als gefeierter Jagdkönig zum Diner zurück, um in wahrhaft brillanter Laune die ganze Tischrunde zu elektrisieren, namentlich die jungen Damen, zu denen sich noch immer Baronesse Soldau als recht langweiliges Mitglied gesellte.

Anfänglich hatte sie nur eine kurze Visite abstatten wollen, doch blieb sie heute, ganz gegen ihre Gewohnheit, so auffallend lange anwesend, dass die Hauswirte nicht allzu falsch kalkulierten, wenn sie glaubten, durch eine Einladung zum Jagddiner die junge Dame zu erfreuen.

Sie akzeptierte sehr gern, und auch jetzt, während des Mahles, zeichnete sie den Grafen Lankwitz durch ihre besondere Aufmerksamkeit aus, die sich allerdings nur durch ein heiteres Lächeln und den Blick ihrer sehr schönen, grossen Augen kundtat. Dennoch ward Juvivallera weidlich geneckt mit dieser neuesten Eroberung, welche ihn selber insofern lebhaft amüsierte, als er dadurch zum Rivalen des Rittmeisters wurde.

Was konnte spasshafter und ergötzlicher sein, als Angerschütz, der sich bereits bei Fräulein von Soldau am heissersehnten Ziel glaubte, diesen Erfolg streitig zu machen? Welch eine fiebernde, verzweifelnde Angst würde ihn ergreifen, falls er sähe, dass sein Goldfischchen dicht vor dem aufgestellten Netze kehrt macht und der Angel des Feindes entgegen eilt! —

Das wäre für den geizigen, berechnenden Mann wohl der schwerste Schlag, welcher ihn und seine Börse treffen könnte, und wenn er auch im Leben alles verschmerzen würde, die Millionen der Zukünftigen niemals! —

Cyprians Augen blitzten bei diesem Gedanken, der ihm wie eine neue, köstliche Eingebung erschien! „Ja, er kann reizend sein, wenn er nur will!“ sagte man von ihm, und jetzt wollte er, wollte bestricken und berücken — und die stets heisser glühenden Wangen der Baronesse Soldau bewiesen es, dass auch die Göttin der Liebe dem lustigen Juvivallera allüberall zum Sieg verhalf. — — Man beobachtete die Courmacherei voll harmloser Heiterkeit, als eine kleine Malice des Leutnants gegen seinen Rittmeister, denn jeder ernsthafte Gedanke schien dabei wohl ausgeschlossen. Ein ungleicheres und unpassenderes Paar hätte es wohl nie geben können, wie Cyprian und Bianka, und ausserdem dachte wohl der kaum zwanzigjährige, jüngste Leutnant an alles andere eher, als an ernstliches Verloben und Heiraten!

Und mit dieser Vermutung traf man auch durchaus das Richtige. Graf Lankwitz lag zur Zeit wohl kein Gedanke so fern, als der einer Verlobung, wenngleich sein überraschender Erfolg bei der spröden Soldau seiner Eitelkeit schmeichelte, und ihre strahlend geistvollen Augen ihm von Stunde zu Stunde besser gefielen.

Endlich blies es auch bei dem Kesseltreiben „Hallali“; die Gäste verabschiedeten sich in animiertester Stimmung, und auch Juvivallera bestieg frohgemut seinen Rappen, zur heimatlichen Garnison um zurück zu reiten! —

Als er zu seinem Hoftor einritt, stand der Bursche mit auffallend verstörten und bleichen Wangen — bereits wartend an der Schwelle, — sein Herr war jedoch zu weinseliger Stimmung, um das Angesicht seines Augusts eingehender zu studieren. Er warf ihm die Zügel zu, sprang zur Erde und betrat seine Wohnung.

Mitten auf dem Tisch des Wohnzimmers, hell beschienen vom Lampenschein, blinkten ihm ein paar Goldstücke entgegen.

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