Nataly von Eschstruth - Ungleich!

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Cyprian – genannt «Juvivallera» –, der junge Sohn des Grafen Lankwitz, hat schon als kleines Kind im wörtlichen wie im übertragenen Sinn gelernt, «die Rute zu schwingen». Gleichzeit ist er jedoch auch «die verkörperte Liebeswürdigkeit neben all seinen Unarten und tollen Streichen» und er strahlt «wie eitel Sonnenschein». Da lernt er die junge Prinzessin Rafaela kennen, die, wie er noch ein Kind, seine Zuneigung nicht unerwidert lässt. Doch Rafaela ist die Thronerbin, falls die Ehe des Herzogs kinderlos bleibt, und so darf sie nur einen Prinzen von Geblüt heiraten. Unheil bahnt sich an: Denn schließlich wird Rafaela in eine Hochzeit gedrängt, bei der «alles ungleich und ungrad» ist, während Cyprian zunehmend sein kindlich-sonniges Strahlen zu verlieren beginnt … Aber muss, was ungleich ist, auf ewig ungleich bleiben?

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„Auf unsern Hammel — —“

„Pardon, auf Ihren Herrn Sohn! — Wo steckt Monsieur Cyrill zur Zeit?“

Juvivallera lachte sehr animirt auf. „Er ahnt nicht, wie schlecht mir momentan mitgespielt wird, sonst käme er mir zu Hilfe! Die Ritterakademie liegt leider über eine Stunde von hier entfernt in der westlichen Vorstadt, und da man vielleicht ahnt, was für eine gefährliche Spezies von Schwiegermüttern hier lauert, bewahrt man die jungen Menschenkinder noch strengstens vor den Schicksalen eines Hofballes.“

„Sehr richtig! — Also Schüler der Ritterakademie! Ist Lankwitz junior ebenso hübsch und so unleidlich wie Ninon!“

„Es klingt allerdings empörend frivol, aber in anbetracht, dass meine Tochter erst sieben Jahre zählt und ich geradezu nach einer Erfrischung fiebere ... — lá voilà — zwar nicht mit Blut, aber mit Bleistift unterschrieben. Mignon kommt nächste Ostern wieder auf Pensionsurlaub hierher, dann können Sie den Schuldschein einlösen!“

Juvivallera faltete den unterzeichneten Zettel sorgsam zusammen und schob ihn in die Brusttasche. Sein ganzes, schönes Antlitz strahlte in Schalk und Triumph.

„Fällt mir gar nicht im Traume ein, Schwiegermama!“

„Wie? Sie lösen den Bon nicht ein?“

Da richtete sich der Graf auf und stemmte beide Hände auf die Tischplatte. Tief zu ihr niedergeneigt erwiderte er lachend: „Einlösen werde ich diesen entzückenden Schuldschein auf jeden Fall, Baronin, aber weder zu Ostern noch zu Pfingsten, sondern genau nach zehn Jahren, teuerste Schwiegermama — — dann küsst Mignon den alten Onkel vielleicht doch nicht so kaltblütig wie jetzt!“

„Verrat! — schändlicher Betrug! — ich falle in Ohnmacht!“

„Bitte warten Sie noch einen Augenblick damit — ich fliege, um das Eis zu holen!“ Und ganz, ganz langsam, Schrittchen für Schrittchen, stets lachend zurückschauend und seine Eile in übermütigster Weise persiflierend, verliess er seine Tischnachbarin, welche verzweifelt darüber war, just in diesem Augenblick an herzoglicher Tafel zu sitzen; sie konnte nicht einmal das Tischtuch zwischen sich und dem strafwürdigsten aller Kavaliere durchschneiden.

IV.

Man tanzte wieder.

Graf Cyprian gehörte nicht zu der Sorte unnatürlicher Herren, welche, kaum das Kadettenkorps oder Gymnasium hinter sich, bereits erklären: „Wir besuchen nur Diners und keine Bälle; wir tanzen nicht.“

Diese Herren hatte Herzogin Renée voll scharfen Spottes nie wieder zu den Hofbällen befehlen lassen. „Was sollen sie hier? Sie sind mir selbst als Staffage unsympathisch, denn ein junger Mensch, der nicht tanzt, hat entweder krumme Beine, und dann ziert er den Ballsaal nicht, oder er ist so krank und unappetitlich, dass er nicht unter lebensfrohe Gesunde gehört, oder er ist so unliebenswürdig blasiert, dass ich den jungen Damen solche Gesellschaft nicht zumuten kann!“

Das hatte gewirkt. Für krummbeinig, krank oder fade zu gelten, war den jungen Herren nicht angenehm, und Herzogin Renée, die leidenschaftliche Tänzerin, sah es mit Genugtuung, wie äusserst animiert und lebhaft sich ihre Tanzfeste künftighin gestalteten.

Ihr erlauchter Gemahl war durchaus einverstanden mit der scharfen Kritik, zu welcher er persönlich noch hinzugesetzt hatte: „Wer nicht tanzen kann, kann auch nicht marschieren, und wer nicht seinen Mann auf Amors Schlachtfeld steht, der leistet auch auf demjenigen des Mars nichts! Ein junger Mann, welcher ohne triftigen Grund nicht tanzt, ist schlapp und ohne Schneid, und solche Leute kann ich überall entbehren!“

Das wirkte noch mehr. Selbst die würdigen Familienväter und Stabsoffiziere wurden von ehrgeizigem Eifer beseelt. Wo die stramme, elegante Gestalt ihres Herzogs auf dem „Schlachtfelde Amors“ in flottem Galopp und Walzer vorausstürmte, folgte die Schar seiner Getreuen in lustigem Wetteifer nach; keiner wollte zurückbleiben, keiner wollte schlapp oder dienstunfähig erscheinen, das schneidige Rittertum feierte seine schönsten Siege.

Graf Cyprian hatte stets mit grosser Passion getanzt. Am Ende der dreissiger Jahre erst stehend, war seine vornehme Gestalt eine der hervorragendsten Erscheinungen bei Hofe, und seine Schönheit, seine ausserordentliche Liebenswürdigkeit und der leichtlebige Humor machten ihn auch hier, wie überall im Leben, zum Löwen des Tages, der für manch heimlichen Liebestraum sehnsuchtsvoller Mädchenherzen den Helden gab, und selbst das Ideal mancher anspruchsvollen Frauenseele verkörperte.

Sein Name klang auf allen Lippen, und während der ersten Hälfte des Balles, vor dem Souper, sah man ihn als gefeierten Mittelpunkt stets im Kreise der Damen, unermüdlich tanzend, scherzend, neckend — das belebende Element überall, wo er irrlichtartig auftauchte und wieder verschwand.

Nach dem Souper war er nirgends zu entdecken, so interessiert und erwartungsvoll auch manch schönes Auge nach ihm ausschaute. In einem schmalen, mit Blumen geschmückten Korridor, der die Galerie mit dem japanischen Saal verband, sass Juvivallera in den weichen Polstern einer Causeuse und starrte nachdenklich vor sich nieder auf das spiegelnde Parkett, das mit seinen reizenden Wappenmustern jedem Teppich Konkurrenz machte.

Er dachte weit, weit zurück. — Wie ein Mensch plötzlich vor einem Gemälde steht, welches ihm ein Stück Jugend und Heimat zeigt, so hatte Cyprian in das Antlitz der Baronin Ohly geschaut, und alles, was seit dem Einst und diesem Wiedersehen dazwischenlag, war wie mit einem Zauberschlag lebendig geworden.

Sie neckte ihn mit seinem schlechten Gedächtnis. War es wirklich so durchlöchert im Lauf der Jahre? — Oh nein; nur einen Augenblick besinnen und nachdenken — und all die Bilder, welche er längst verwittert geglaubt, werden aufs neue in frischer Farbenpracht vor seinen geistigen Augen stehen!

Florence von Ohly, geborene von Bahrenberg — gewiss, er sieht sie noch als derbes, dralles, rotwangiges, nicht sehr hübsches Backfischchen vor sich stehen, als er ihr in der Tanzstunde vorgestellt wurde. Sie und ihre Schwester Claudine waren die am wenigsten begehrten jungen Damen; Claudine noch ausgesprochen hässlicher, beide derb und ungelenk, still, verschlossen und abweisend wie die meisten Kinder, welche in der Einsamkeit des Landes aufwachsen und unselbständig und schüchtern in einen Kreis wildfremder, formengewandter Stadtmenschen treten.

Die Familienverhältnisse der Schwestern waren recht traurige. Sie hatten die Mutter früh verloren, nicht durch den Tod, sondern durch Scheidung der Eltern, und die Schuld war wohl zweifellos auf seiten der flatterhaften Frau, welche zu spät bereute, um eines grossen Reichtums willen einen auffallend hässlichen, menschenscheuen Mann geheiratet zu haben.

Die böse Welt behauptete, sie habe sich von dem Hauslehrer ihrer beiden Töchterchen entführen lassen, doch ward nie etwas Bestimmtes darüber laut. Frau von Bahrenberg lebte nach ihrer Scheidung mit ihrer Stiefschwester viel auf Reisen, gab nie Anlass zu böser Nachrede und ging keine zweite Ehe ein; sie erklärte jedem, der es hören wollte, dass sie lediglich darum das Haus ihres Mannes heimlich verlassen, weil sie einen derartigen Widerwillen gegen den eifersüchtigen, sie ständig quälenden Pessimisten empfunden, dass ihr ein ferneres Zusammenleben mit ihm unmöglich gewesen sei.

Auch hat sie verschiedentlich Versuche gemacht, ihre Kinder oder doch wenigstens eines derselben von ihrem Gatten zu erbitten — vergeblich, Herr von Bahrenberg untersagte in masslosem Hass selbst jede Korrespondenz zwischen der Mutter und den Töchtern, ja er erlaubte es sogar nicht, dass die halbwüchsigen Mädchen an das Sterbebett der Schwerkranken geholt wurden.

Einsam, freudlos, ganz unter dem Einfluss des verbitterten, menschenfeindlichen Vaters lebend, wuchsen die Zwillingsschwestern Claudine und Florence auf. Eine mitleidige Tante machte einst den Versuch, die armen jungen Wesen aus ihrer düsteren Abgeschlossenheit zu erlösen, und lud sie für einen Winter zu sich in die Residenz ein.

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