Beate Dolling - Ab in die Rakete

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Ausgerechnet in den Ferien muss Luis' Mama zu einem Rettungseinsatz auf See – und damit sind alle geplanten Ausflüge gestrichen. Statt ins Weltraum-Museum geht es für den angehenden Astronauten nun ins Altenheim! Die beste Freundin seiner Mutter arbeitet dort. Doch schon bald stellt sich heraus: Im Haus Erlengrund ist es alles andere als langweilig. Viele Bewohner vermissen Gegenstände. Liegt das wirklich nur daran, dass die alten Leute eben vergesslich sind? Luis hat da so seine Zweifel. In dem 104-jährigen Karl findet er einen Verbündeten, der seinen Verdacht teilt: Da geht etwas nicht mit rechten Dingen zu! Und schon steckt das ungleiche Team mitten in den Ermittlungen …

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»Sind Sie von der Polizei?«, fragt sie Luis.

»Nein, nein«, antwortet Julia für ihn. »Das ist der Luis. Der bleibt ein paar Tage bei uns.«

Die Frau mustert ihn eingehend. Luis weiß nicht, was er sagen soll. Hat sie ihn wirklich für einen Polizisten gehalten? Komisch, dass Julia gar nicht nachfragt, was eigentlich passiert ist. Stattdessen hakt sie die alte Dame unter, schlurft mit ihr über den gepflasterten Weg, zeigt auf die Rosenhecke und betont, wie wunderbar die Rosen heute duften. Die Masche kennt Luis, das ist das reinste Ablenkungsmanöver. Eindeutig, Julia will die Frau von dem Diebstahl ablenken. Warum?

Mariola kommt über den Rasen getrabt. Sie sieht aus wie eine Profifußballerin mit ihrem Pferdeschwanz und den muskulösen Waden. Mariola übernimmt Frau Weißbrot, redet fröhlich auf sie ein, schiebt sie am Goldfischteich vorbei Richtung Pavillon. Weiter hinten wickelt der Bademeister seelenruhig eine weitere Bahn blaue Wäscheleine von einem Holzstückchen ab und rückt die Schnur mit der Fußspitze im Gras zurecht. Gleich hat er sein Schwimmbecken beisammen.

»Frau Weißbrot bildet sich nur ein, man habe ihr den Schmuck gestohlen«, erklärt ihm Julia. »Sie ist dement.«

»Dement?«, fragt Luis.

»Ja. So nennt man das, wenn alte Menschen Sachen durcheinanderbringen oder in ihren Erinnerungen leben.«

»Wie der Bademeister?«

Julia nickt.

Krass! Nun kennt Luis schon drei Leute, die irgendwo in ihrem Leben stecken geblieben sind, wie in einem defekten Fahrstuhl: Frau Weißbrot, die denkt, sie würde beklaut, Herr Dollmann, der meint, er sei im Schwimmbad, und Frau Sperling, die einen Franz hat, den keiner kennt.

»Wie gesagt«, seufzt Julia. »So lange es ihnen gut geht, lassen wir sie in ihrer Welt.«

»Aber wenn man meint, dass man bestohlen wird, geht es einem doch nicht gut.«

»Frau Weißbrot meint das ja nicht immer, sie hat nur Schübe. Sie ruft andauernd nach irgendwas, manchmal sogar nach der Feuerwehr. Und dann hört man tagelang gar nichts von ihr.«

»Und wenn sie wirklich bestohlen worden ist?«

»Ach was«, sagt Julia. »Doch nicht im Haus Erlengrund . Das ist ein sehr angesehenes Seniorenheim.«

Im Teich schnappt ein Goldfisch nach Luft. In der Ferne sind Stimmen zu hören und das Klackern von Würfeln.

»Geh doch in den Pavillon, da gibt es einen Spieleschrank«, schlägt Julia ihm vor. »Gleich wenn du reinkommst, rechts. Vielleicht entdeckst du was Interessantes. Die Bewohner freuen sich total, wenn jemand mit ihnen spielt.«

»Wieso?«, fragt Luis. »Können die sich nicht selbst beschäftigen?«

Julia streicht ihm lächelnd über den Kopf. So was kann er überhaupt nicht leiden. Er zieht den Kopf weg. Dann schnuppert sie in seine Richtung. »Sag mal, bist du das, der hier so gut riecht?«

Luis spürt, wie er rot wird.

»Haargel?«

»Nee. Deo.«

»Cool«, sagt Julia, aber er sieht, dass sie die Nase rümpft. Zum Glück fragt sie nicht, welche Marke. Sie schaut auf ihre Armbanduhr. »Ich muss jetzt wieder rein. In einer halben Stunde teilen wir das Essen aus. Die Bettlägerigen auf der zweiten Station bekommen es aufs Zimmer, die anderen treffen sich unten im Speisesaal.« Dann rauscht Julia ab.

KAPITEL 3,

in dem Luis zum Retter wird

und einen James-Bond-Opa trifft

In den Hortensienbüschen brummen Hummeln. Durch den großen Garten schleichen die Senioren. Manche haben Besuch von ihren Kindern, die auch schon Senioren sind. ›Echt, alle alt hier‹, denkt Luis. Okay, dann geht er mal die Lage checken. Das macht Mama auch immer als Erstes, wenn sie irgendwo neu ankommt: checken, was los ist und dann eingreifen und retten. Er würde ja auch gern mal jemanden retten, aber hier ist niemand in Seenot, hier kriegen sie ja sogar das Essen ans Bett. Aber was ist mit der Hilfe rufenden Frau?

Luis geht an einer Laube vorbei, sagt »Hallo« zu zwei Opas, die dort am Tisch sitzen und rauchen, und geht einmal durch den riesigen Garten, der schon ein halber Park ist, mit vielen Wegen, Bänken und Büschen. Eine Außenwand von Haus Erlengrund ist mit Efeu überwachsen und hat sogar eine Feuertreppe, die sich im Zickzack bis unters Dach erstreckt.

Durch die Küchenfenster sieht er eine Frau mit einem riesigen Schneebesen in einem großen Topf herumrühren. Es riecht nach Pudding. Weiter hinten steht ein Mann und bestreicht Brote mit Margarine. Okay, nichts Verdächtiges, dann checkt Luis mal, was in diesem Pavillon los ist. Der Pavillon ist ein Anbau mit Glaswänden und Gardinen. Drinnen sitzen verteilt mehrere Leute herum, die lesen, reden oder tagträumen. Am vorderen Teil eines langen Tisches spielen drei Damen Mensch-ärgere-dich-nicht. Eine Frau mit schulterlangen, schwarzen Haaren und blumigem Haarreif, hockt halb auf ihrem Rollator zwischen den Spielenden, guckt ihnen über die Schulter und gibt Anweisungen.

»Nee, nee, Frau Buttermann, Sie können Frau Münnemann nicht schmeißen. Sie müssen erst ihr Startfeld frei machen.«

Eine kleine Frau mit schneeweißen Locken fragt: »Hab ich Rrrrot?« Sie rollt das »R« sehr stark.

Gerade als Luis den Spieleschrank öffnen will, kommt Mariola, die Fußballerin, und fragt, ob er sich schon bekannt gemacht habe. Luis zuckt die Schultern. Was glaubt sie, dass er reinkommt und gleich seinen Namen durch die Gegend posaunt? Aber genau das macht jetzt Mariola. Die alten Leute, die noch ihren Kopf drehen können, sehen ihn an und gucken ganz entzückt.

»Ach, wie hübsch!«, sagt eine elegante Dame mit dick aufgemalten Augenbrauen, die neben einem Zeitung lesenden Mann im Rollstuhl am anderen Ende vom Spieltisch sitzt und Kreuzworträtsel löst. Der Zeitungsleser schaut nur kurz über den Zeitungsrand und liest dann weiter. Er hat einen so dicken Bauch, als hätte er einen Wasserball verschluckt.

»Kommt jetzt endlich die Polizei?«, fragt Frau Weißbrot, die ganz allein in der Mitte des langen Tisches sitzt.

»Was ist los?«, will der dicke Mann wissen. Die elegante Dame neben ihm schreit ihm ins Ohr, was Frau Weißbrot gesagt hat.

»Polizei? So weit kommts noch«, nuschelt der Mann über seine Zeitung hinweg und tippt sich an die Stirn.

»Schwester, man hat mich bestohlen«, fängt Frau Weißbrot wieder an.

Mariola beugt sich zu ihr und redet genauso auf sie ein, wie Julia das vorhin getan hat, anstatt sie zu fragen, was los ist. Das macht Luis ganz nervös. Ob er sich da mal hinterklemmen soll? Schließlich hatte er vor nicht allzu langer Zeit ein eigenes Detektivbüro, mit Luca und Greta, und Papa hatte ihnen sogar Visitenkarten gedruckt. Papa. Zu dem hätte er auch gehen können. Aber dann zehnmal lieber Altenheim!

Kaum ist Mariola in einem Nebenraum verschwunden, ruft die alte Frau ganz aufgeregt: »Hilfe! Da liegt ja ein Vögelchen. Sieht das denn niemand?« Sie zeigt zitternd durchs Fenster.

Der Dicke im Rollstuhl brummt: »Die hat ja selber einen Vogel.« Die Mensch-ärgere-dich-nicht-Liga kichert. Aber da sieht Luis ihn auch, den kleinen Vogel, der draußen im Blumenbeet liegt und ganz verstört um sich blickt.

Frau Weißbrot ist bereits aufgestanden und schlurft zur Tür. Luis ist schneller draußen als sie. Halb schräg liegt der Vogel auf der Erde, auf einen Flügel gestützt. Sein nackter Bauch schimmert rosa und ist voller Falten.

»Och, ein Vogelbaby«, sagt Frau Weißbrot, die nun ganz außer Atem neben Luis steht. »Hoffentlich hat es sich nichts gebrochen.«

Über Luis piepst es. Er schaut hoch. Zwischen Wand und Holzbalken klebt ein Schwalbennest. Drei kleine schwarze Köpfe ziehen sich schnell zurück in die Nesthöhle, wahrscheinlich seine Geschwister. Vielleicht haben sie zu wild gespielt und einer ist dabei aus dem Nest gefallen.

Ein paar weitere Senioren haben sich nun um die Unfallstelle geschart. Das Vogeljunge guckt sie mit großen Augen an.

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