Corina C. Klengel - Todesrunen

Здесь есть возможность читать онлайн «Corina C. Klengel - Todesrunen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Todesrunen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Todesrunen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Tilla Leinwig ist spontan, sinnlich, impulsiv – und sie ist eine Harzer Hexe. An Samhain, dem Neujahresfest der Altgläubigen, findet Tilla ihre Mutter tot am Küchentisch, vor ihr ein tödlicher Aufguss aus Eisenhut. Auf der Suche nach einer Erklärung für den völlig überraschenden Freitod ihrer Mutter stößt sie nicht nur auf ein Verbrechen, das dreißig Jahre zurückliegt, sie erfährt auch, dass ihre Mutter Kontakt zu einem mysteriösen Orden hatte. Dieser fordert jetzt von Tilla die Herausgabe eines sagenumwobenen Schwertes. Während Tilla fieberhaft nach der Waffe sucht, werden zwei Männer an geschichtsträchtigen Orten hingerichtet. An den Tatorten findet die Goslarer Kripo Runen und verdächtigt die junge Frau, an den Morden beteiligt zu sein. Um die Geschehnisse aufzuklären, muss sie sich mit den Geschichtsstudien ihrer Mutter auseinandersetzen, die bis zur Varusschlacht zurückreichen.

Todesrunen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Todesrunen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Zwischen den Zeilen erkannte Tilla eine kleine Bleistiftskizze. Sie wusste, es handelte sich um die Skizze zu einem Ölbild, das ihre Mutter mal gemalt hatte. Es zeigte ein Schwert, das sich aus einer Flüssigkeit zu erheben schien. Früher hatte Tilla immer gedacht, ihre Mutter habe Excalibur, das Schwert König Artus, gemalt. Doch nun verstand sie dieses Bild im Zusammenhang mit der Geschichte. Um ein Schwert entstehen zu lassen, braucht es alle Elemente; Feuer, Wasser, Erde, Luft, hörte sie ihre Mutter wispern.

Seufzend ließ Tilla die Blätter mit der Harcylugh-Geschichte sinken. Überall im Haus nahm sie ihre Mutter wahr. Hier eine schwache Spur ihres Maiglöckchenparfums, dort ein Schatten, als husche Hedera gerade um die Ecke. Ihre Mutter war allgegenwärtig. Nur sie selbst existierte in diesem Haus nicht mehr.

Diese Feststellung hatte Tilla mehr als alles andere erschüttert, und sie verstand es nicht. Ihre Mutter hatte jede Spur von ihr getilgt. Kein einziges Foto von ihr hing an den Wänden, die früher unter der Last von Hederas Fotos und Zeichnungen von Tilla fast zusammenzubrechen drohten. Selbst Tillas Jungmädchenzimmer war zu einem unpersönlichen Gästezimmer umfunktioniert worden. Kraftlos saß Tilla auf dem Boden des Wohnzimmers und starrte in den Garten. Sie hatte zuletzt nicht gerade ein harmonisches Verhältnis zu ihrer Mutter gehabt, aber dass Hedera ihre Existenz geradezu aus diesem Haus herausradiert hatte, schmerzte unendlich.

Es hatte aufgehört zu regnen. Tilla stand auf, öffnete erst den einen, dann einen weiteren ihrer noch immer unausgepackten Koffer im Flur, bis sie ihre Laufschuhe gefunden hatte. Sie streifte sie über, schnappte sich ihre Jacke und verließ das Haus.

Nach einer viel zu kurzen Aufwärmphase lief Tilla in hohem Tempo den Waldweg entlang Richtung Stapelburg. Mit bösartiger Befriedigung registrierte sie die Warnzeichen ihres Körpers. Sie wusste sehr wohl, dass sie mal wieder die Grenzen überschritt. Es war, als wolle sie ihren Körper für das bestrafen, was geschehen war.

Ich bin schuld, ich bin schuld, ich bin schuld … hämmerte es bei jedem Schritt in ihrem Kopf und sie gab sich den Wellen des Schmerzes bewusst hin. Irgendwann kam jedoch der Punkt, den sie für sich immer mit ›Abheben‹ beschrieb. Die Seitenstiche hörten auf, der Atem fand seinen Rhythmus und die Muskeln spannten und entspannten nahezu ohne ihr Zutun. Rhythmisch und federnd lief sie Kilometer um Kilometer, bis sie die Ecker erreichte, wo sie sich nicht etwa eine Pause gönnte. In unvermindertem Tempo lief sie zurück Richtung Bad Harzburg. Doch nach einer Weile hatte sie das Gefühl, dass ihr die Lungenflügel zu zerspringen drohten, und verringerte die Geschwindigkeit. Im gleichen Maße, wie ihre Beine ruhiger wurden, verstärkte sich das Wirbeln ihrer Gedanken, was mehr schmerzte als ihre malträtierte Oberschenkelmuskulatur.

Sie hatte ihre Mutter verloren, sie hatte Nina verloren, sie war bestraft und als Hexe beschimpft worden. Und sie hatte jegliche Möglichkeit verloren, doch noch etwas über ihren Vater zu erfahren.

Fast war es, als hörte sie ihre Mutter flüstern: Deine Aura schwankt zwischen aggressivem Rot und unruhigem Orange …

»Ich weiß«, fauchte Tilla ins Nichts. »Dazu hab ich ja wohl auch allen Grund! Wie immer ist es dir auch diesmal gelungen, meinen Fragen elegant aus dem Wege zu gehen!«

Sie gab ein Geräusch von sich, das entfernt an den Kampfschrei orientalischer Frauen erinnerte, und trampelte auf dem Waldweg herum, als gelte es, ihn zum Einsturz zu bringen. Erst als sie sich etwas beruhigt hatte, merkte Tilla, dass ihr eisiger Wind entgegenpfiff. Mit einem ungnädigen Ruck zog sie den Reißverschluss ihrer Jacke hoch. In diesem Moment hüllte sie ein Sonnenstrahl ein, der dem kahlen Novemberwald ein kleines Stückchen Freundlichkeit gab. Tilla ließ sich die Sonne ins Gesicht scheinen. Sofort spürte sie, wie sich die dunklen Schatten ihrer Gedanken leichter zurückdrängen ließen.

So ist es recht, mein Kind, du musst dich erden, damit sich deine Energien mit denen der Natur verbinden. Die Kraft der Erde wird deine schlechten Energien verdünnen und damit umgestalten …

»Mutsch, lass mich in Ruhe! Meine Energien sind so explosiv, die reichen, um den halben Harz wegzusprengen.«

Es sind ungesunde Energien, die sich immer stärker mit deinem Selbst verbinden. Du kannst sie nur ableiten, indem du sie durch dich durchlässt und durchlebst. Nur dann kann die Wunde heilen ...

»Ich will aber nicht!« Tilla und zuckte vor der Heftigkeit ihrer eigenen Worte zusammen. Verstohlen sah sie sich um. »Heilige Göttin! Jetzt streite ich mich schon mit meiner toten Mutter auf einem Waldweg herum.« Es wurde Zeit, dass sie zurück nach Hause und zurück ins Leben kam. Es dämmerte bereits.

Die Tortur hatte sich gelohnt, denn es ging Tilla viel besser, gerade so, als habe man ihr einen viel zu engen Mantel vom Körper gestreift. Tief sog sie die erdige Herbstluft ein. Als sie aus dem Wald auf die Schotterstraße trat, die zu ihrem Haus führte, kam ihr ein dunkler Wagen entgegen. Erst dachte sie, er wolle vor ihrem Haus parken, doch dann fuhr der Wagen ruckartig wieder an und so dicht an ihr vorbei, dass Tilla in den Matsch gedrängt wurde. Verärgert starrte sie in die getönte Autoscheibe, durch die rein gar nichts zu sehen war. Sie blieb am Wegesrand stehen und staunte dem Wagen nach, der unberechtigt den Waldweg entlangfuhr.

Den Mann im Fond des Wagens traf der Anblick der jungen Frau am Wegrand wie ein Schlag. Die Emotionen, die ihn so unvermutet überkamen, erreichten erstaunlicherweise die Grenze dessen, was er kontrollieren konnte. Dennoch hätte nur ein Beobachter, der ihn sehr gut kannte, das Zucken der kleinen Narbe bemerkt, die seine rechte Augenbraue teilte. Aber da es niemanden gab, der ihn gut genug kannte, blieb sein Gefühlssturm unbemerkt. Starr blickte er die junge Frau an und wurde geradezu durchgeschüttelt von Erinnerungen, die viele Jahre zurücklagen. Die schlanke Gestalt, das flammend rote Haar, dieses Gesicht … unfassbar! Diese Ähnlichkeit erschien ihm unmöglich und doch ... Sie stand dort am Wegrand.

Die wortreiche Rede seines Sitznachbarn schroff ignorierend befahl er: »Nicht halten! Fahr weiter!«

Kapitel 11

Todesrunen - изображение 18

Als Eisenschmiede und Bergleute gingen die Kelten in die germanische Mythologie ein. Wenn in Sagen von den hilfreichen Kleinen im Kapuzenmantel die Rede ist,so sind damit Kelten gemeint. So sind die Namen der Zwerge in der Germanischen Edda ausschließlich keltischen Ursprungs.

– Alexander Demandt, Die Kelten –

»Since 1992, the ore mines of the Rammelsberg and the Old Town of Goslar have been placed on the UNESCO World Cultural and Natural Heritage List for all Mankind.«, flötete Tilla und trabte energiegeladen vor einer Gruppe von Englisch sprechenden Touristen durch den Roederstollen her. »The Rammelsberg mine was shut down in 1988. Until then it used to be the only mine in the world which had been running continously for more than a thousand years.«, erzählte Tilla und verfiel unwillkürlich in den melodischen Singsang der englischen Sprache. Zu den dramatischen Pausen und der aufgeweckten Sprachmelodie gesellte sich Tillas temperamentvolle Körpersprache. Das Auditorium konnte kaum einen Blick von der jungen Frau wenden, deren wedelnde Arme immerfort neue Muster in die Luft malten. Währenddessen stellte Tilla fest, wie sehr sie diesen neuen Job mochte. Nach dem Auftrag in der Kaserne von Goslar war ihr alsbald die Anfrage ins Haus geflattert, ob sie als Touristenführerin arbeiten wolle. Sie hätte nie gedacht, dass ihr dies so viel Spaß machen könnte. Zwar verdiente sie keine Reichtümer, aber der Job im Museumsbergwerk brachte sie immer wieder mit neuen, interessanten Menschen zusammen. Ihr Leben bekam Struktur. Die tägliche Routine dämpfte den Schmerz der vergangenen Ereignisse etwas.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Todesrunen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Todesrunen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Todesrunen»

Обсуждение, отзывы о книге «Todesrunen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.