Corina C. Klengel - Todesrunen

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Tilla Leinwig ist spontan, sinnlich, impulsiv – und sie ist eine Harzer Hexe. An Samhain, dem Neujahresfest der Altgläubigen, findet Tilla ihre Mutter tot am Küchentisch, vor ihr ein tödlicher Aufguss aus Eisenhut. Auf der Suche nach einer Erklärung für den völlig überraschenden Freitod ihrer Mutter stößt sie nicht nur auf ein Verbrechen, das dreißig Jahre zurückliegt, sie erfährt auch, dass ihre Mutter Kontakt zu einem mysteriösen Orden hatte. Dieser fordert jetzt von Tilla die Herausgabe eines sagenumwobenen Schwertes. Während Tilla fieberhaft nach der Waffe sucht, werden zwei Männer an geschichtsträchtigen Orten hingerichtet. An den Tatorten findet die Goslarer Kripo Runen und verdächtigt die junge Frau, an den Morden beteiligt zu sein. Um die Geschehnisse aufzuklären, muss sie sich mit den Geschichtsstudien ihrer Mutter auseinandersetzen, die bis zur Varusschlacht zurückreichen.

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Der einzelne Mann, der sich heute ihrer Gruppe angeschlossen hatte, war ihr schon gleich am Anfang aufgefallen. Er hielt sich abseits, sprach mit niemandem, verfolgte jedoch ihren Vortrag überaus aufmerksam. Nichts an ihm sah nach Tourist aus. Er trug einen Mantel, den Tilla als teuer erkannte. Sein Alter war schwer zu schätzen. Sicher hatte er die fünfzig bereits überschritten, doch er war schlank und bewegte sich mit der Geschmeidigkeit eines jüngeren Mannes. Hin und wieder traf Tilla ein so intensiver Blick, der sie richtiggehend nervös machte. So hatte sie bei ihrer heutigen Führung mehrfach den Faden verloren. Sie erreichten die Waschkaue, ein riesiger Saal, in dem die Metallkörbe der einstigen Bergleute wie Bienenwaben an der Decke hingen. Mit dem lapidaren Angebot, gerne weitere Fragen zu beantworten, wollte sie schon Schluss machen, doch der Fremde kam ihr zuvor.

In einem mit leichten Härten durchsetzten Englisch sagte er: »Tausend Jahre erscheinen mir eigentlich etwas zu wenig für die Bergbaugeschichte des Harzes. Ich dachte, einmal gelesen zu haben, dass schon die Kelten hier dem Bergbau nachgingen.«

Tilla durchforstete ihr Gedächtnis. Bevor sie als Fremdenführerin angetreten war, hatte sie sich eingehend mit der Geschichte des Harzes beschäftigt. Vieles wusste sie aus ihrem Studium und auch von ihrer Mutter, deren Steckenpferd ja die Geschichtsforschung war. Tilla antwortete, die Sprache des Fremden benutzend: »Sie haben vollkommen recht. Nachweislich haben Kelten im Harz gelebt und da sie überall für ihre Fähigkeiten als Bergleute und Schmiede bekannt waren, ist anzunehmen, dass sie auch hier die Bodenschätze für ihr Handwerk gewonnen haben. Doch meines Wissens kam der gezielte Bergbau im Harz erst im siebten Jahrhundert langsam in Schwung, wenn auch basierend auf dem Wissen der Kelten.«

»Wann lebten die Kelten im Harz?«

Seine Fragen schienen ein ganz bestimmtes Ziel zu verfolgen. Tilla war etwas unwohl, was sich durch seinen starren, fast hypnotischen Blick erklärte, dennoch bemühte sie sich, ihn zufriedenzustellen.

»Archäologische Funde beweisen, dass die Kelten schon vor unserer Zeitrechnung hier gelebt haben. Auf genauere Daten bin ich bisher nicht gestoßen. Da die Kelten keine Aufzeichnungen machten, weiß man ja nicht viel über sie.«

Der Fremde nickte ihr zu, wobei Tilla dieses Nicken eher wie ein dezentes Lob vorkam, denn sie hatte nicht das Gefühl, ihm etwas Neues gesagt zu haben. Nachdem sich die Gruppe bei ihr bedankt und aufgelöst hatte, strebte auch Tilla nach draußen in die feuchte Kälte. Es war die letzte Führung für heute gewesen und sie sehnte sich nach einem Bad und einem heißen Tee. Eilig stapfte sie in ihren warmen Schnürstiefeln über den Parkplatz.

»Mrs. Leinwig?«

Fast hätte Tilla in hohem Bogen ihre Tasche von sich geworfen, so erschrak sie über den Fremden, der wie aus dem Nichts neben ihrem Wagen aufgetaucht war. »Holy Goddess! You frightened me!« Sie deutete das dezente Verziehen seines Gesichtes schon als höhnisches Amüsement, doch er entschuldigte sich artig, und dies zu Tillas großem Erstaunen in akzentfreiem Deutsch. Ihr Staunen mutierte zu unverhohlenem Ärger. »Woher kennen Sie eigentlich meinen Namen? Und wieso haben Sie mich auf Englisch angesprochen?«

»Ich habe mich nach Ihnen erkundigt und ich wollte Ihre Sprachkenntnisse testen«, antwortete ihr Gegenüber gelassen. Er blickte sie nachdenklich an. »Es fehlt Ihnen zwar an Impulskontrolle, aber ansonsten beherrschen Sie die Kunst, sich Gehör zu verschaffen, hervorragend.« Tillas Unmut ignorierend, überreichte ihr der Fremde seine Visitenkarte.

»Janus Borderfeld, Projektentwicklung und Beratung«, las Tilla vor und schaute ihn fragend an. »Was kann ich für Sie tun, Herr Borderfeld?«

»Ich denke, ich kann etwas für Sie tun, Frau Leinwig.«

Tilla schaute Borderfeld verblüfft an. »Ach tatsächlich? Na, da bin ich aber gespannt?« Sie bedauerte, sein Gesicht nicht deutlich sehen zu können, dazu war es bereits zu dunkel. Verdrossen nahm sich Tilla vor, nächstens in der Nähe einer Laterne zu parken.

Nach einer Weile klopfte er leicht auf die mit keltischen Knotenmustern verschönte Motorhaube ihres Autos. »Wie lange geben Sie Ihrem Wagen noch? Glauben Sie, dass dieses Gefährt den nächsten TÜV übersteht?«

Verdrossen grummelte Tilla: »Wollen Sie mir einen neuen Wagen anbieten?«

»Wenn wir ins Geschäft kommen, können Sie sich ohne Probleme selbst einen kaufen.«

»Ah … klasse! Wen muss ich dafür umbringen?«

»Ein interessantes Angebot, aber diese Stelle habe ich bereits anderweitig besetzt«, antwortete er.

Irgendwie kam Tilla das Bedürfnis abhanden, über diesen Witz zu lachen. Sie starrte den Fremden nur wortlos an.

»Ich möchte vielmehr Ihre Sprachfähigkeiten und Ihr enormes Geschichtswissen nutzen«, sagte er.

»Aha«, machte Tilla abwartend. Der Kerl nervte, trotzdem fühlte sie sich geschmeichelt.

»Eine wirklich schöne Kette, die Sie da tragen. So eine Arbeit habe ich schon lange nicht mehr gesehen«, bemerkte er beiläufig.

Verunsichert griff Tilla nach ihrem Amulett. Sie hatte ihren Mantel bereits geöffnet, da sie ihn im Wagen hatte ausziehen wollen. An diesem Abend trug sie den silbernen, in keltischen Rosenranken eingebundenen Drudenfuß von ihrer Großmutter. »Es ist ein Erbstück und schon sehr alt«, erklärte sie zögernd.

Er nickte. »Eine keltische Arbeit?« Obwohl er ziemlich leise sprach, hatte sie keine Probleme, ihn zu verstehen.

Tilla wurde das Gefühl nicht los, dass er die Antwort bereits kannte. »Ja, es stammt aus Wales.«

»Aus dem kraftvollen Waliser Silber«, murmelte er mit der Andeutung eines Nickens. Übergangslos sprach er weiter. »Ich betreibe hier in Deutschland einige Recherchen über mögliche Standorte meiner Geschäftsfilialen und auch Standorte für Investoren. Meine Nachforschungen über verschiedene Regionen sind recht unkonventionell. Die Geschichte möglicher Standorte nimmt einen großen Teil meiner Nachforschungen ein, gibt sie doch Aufschluss darüber, ob die Menschen Geschäfte wie die, die ich vermittle, zu tolerieren in der Lage sind. Über die Geschäfte oder die Investoren selbst werden Sie nichts erfahren.« Er legte eine kurze Pause ein und milderte seine Worte mit einem feinen Lächeln ab. »Jedenfalls vorerst nicht. Sie würden zunächst als freie Mitarbeiterin für mich tätig werden. Ich benötige regelmäßige Übersetzungen von Ihnen, etwa achtzig bis hundert Seiten im Monat, von deutschen Texten ins Englische. Einiges davon dient der Internetpräsentation für Investoren. Könnten Sie den Auftrag kurzfristig übernehmen?«

Tilla antwortete zögernd: »Nun, das klingt interessant. Ich denke, im Moment könnte ich durchaus etwas dazwischenschieben.«

Janus Borderfeld drehte sich ganz leicht, sodass etwas Licht auf sein Gesicht fiel. So konnte Tilla eine Andeutung von Zufriedenheit in den sonst so undurchsichtigen Zügen erkennen. »Ich würde Sie, weil es sich jeweils um sehr schnell zu bearbeitende Aufträge handelt, entsprechend höher bezahlen.«

Tilla war hin und her gerissen. Einerseits winkte ihr ein Auftrag, den sie brauchte wie ein Verdurstender eine Flasche Wasser, andererseits schrillte in ihrem Inneren ein ganzes Orchester von Alarmglocken. Dabei wusste sie ihr ungutes Gefühl mit nichts zu erklären. Der Mann war geschmackvoll gekleidet und verfügte über exzellente Umgangsformen, wenn man von seinem dominanten Auftreten absah. Obwohl sein Blick sie eindringlicher fixierte, als es die Regeln der Höflichkeit vorsahen. Dadurch hatte Tilla ständig das unangenehme Gefühl, dass er ihr zu nahe kam, obwohl er sich keinen Millimeter auf sie zu bewegt hatte. Dennoch trat sie nun einen Schritt zurück.

»Tja, Herr Borderfeld, Ihr Auftrag hört sich ja wirklich verlockend an. Wie würde unsere Geschäftsbeziehung denn ablaufen?«

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