Selbst ein moderater Verzehr von Fast Food oder industriell hergestelltem Gebäck verdoppelt das Risiko, an einer Depression zu erkranken 7, und der Verzehr von nur einer einzigen Portion Pommes frites wöchentlich erhöht wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge das Brustkrebsrisiko bei Frauen um 27 Prozent. 8Langfristig können sogenannte „Frankensteinfoods“, stark verarbeitete gentechnisch veränderte Nahrungsmittel, tödlich sein. Fast Food ist wie Asbest vor 20 Jahren: ein weitverbreiteter stiller Killer.
Das Geheimnis, das einem langen, nicht von krankheitsbedingten Leiden beeinträchtigten Leben zugrunde liegt, ist eine Ernährung, die reich an Nährstoffen und eher kalorienarm ist. Dies ist die Quelle meiner Gesundheitsgleichung: G=N/K (Gesundheit = Nährstoffe/Kalorien). Die Aufnahme vieler Mikronährstoffe im Verhältnis zu den konsumierten Kalorien bildet die Grundlage einer gesunden Ernährung.
Das Risiko, das mit dem Verzehr ungesunder Nahrungsmittel einhergeht, wird durch die medizinischen Versorgungssysteme nochmals erhöht – und durch den weitverbreiteten Glauben, dass die Einnahme von Medikamenten gegen zu hohen Blutdruck, zu hohe Cholesterinwerte und zu hohe Blutzuckerwerte die beste Möglichkeit ist, die Folgen unserer Ernährungsdummheiten zu bekämpfen. Die medizinische Versorgung ist aufgrund medizinischer Irrtümer die dritthäufigste Todesursache in den USA. 9Außerdem lässt es die Verabreichung von Medikamenten zudem so erscheinen, als ob die Menschen, die sie einnehmen, auf der sicheren Seite wären, weil sie bei bestimmten Messungen und Tests niedrigere Werte haben. Diese Testergebnisse erlauben es den Leuten, sich ihr selbstzerstörerisches Essverhalten schönzureden (und es fortzusetzen). Schlimmer noch: Diese unverdienten „guten“ Testergebnisse schwächen die Motivation, die Essgewohnheiten zu ändern und die Gesundheit dadurch zu fördern. Wenn es überhaupt keine Medikamente gäbe, die man verbreichen könnte, würden die Ärzte und Gesundheitsexperten ihren Patienten vielleicht unnachgiebig und erfolgreich lebensrettende Änderungen ihrer Ernährungsweise nahebringen. Bei den meisten chronischen Krankheiten ist eine umfassend gute Ernährung hundertmal wirksamer als die Einnahme von Medikamenten, und es ist die einzige Möglichkeit, sich nachhaltig vor Herzerkrankungen, Schlaganfällen, Demenz und sogar Krebs zu schützen.
Wenn Sie den Weg gehen, der in diesem Buch beschrieben wird, und sich auf eine Weise ernähren, die sich durch eine hohe Menge und eine große Vielfalt an Mikronährstoffen und Phytonährstoffen auszeichnet, werden Sie nicht nur langsamer altern, sondern auch die Fähigkeit Ihres Körpers erhöhen, Sie vor chronischen Krankheiten zu schützen. Sie machen Ihren Körper gesünder und verleihen Ihrem Leben mehr Schwung.
Ocean Robbins’ Buch Die 31-Tage-Food-Revolution wird Ihnen dabei helfen, diese Ziele zu erreichen. Sein Wissen, sein Urteilsvermögen, seine Motivierungsfähigkeit und sein Mitempfinden kommen in diesem fantastischen Buch zum Tragen, das Sie dazu animieren kann, ein besseres Leben zu leben und an einer besseren Welt mitzuarbeiten.
Ocean wird Ihnen zeigen, wie Sie sich die Macht der Nahrungsmittel zunutze machen können, um Ihren Darm in Ordnung zu bringen, überschüssige Pfunde zu verlieren und Ihr Risiko, krank zu werden, dramatisch zu senken. In diesem Buch werden Sie herzerwärmende Geschichten, fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse und wohlbegründete Inspirationen finden. Diese werden Ihnen dabei helfen zu verstehen, welche Wirkung und welchen Einfluss Ihre Entscheidungen tatsächlich haben. Sie werden Sie dazu animieren, diese entscheidenden Einsichten Ihrer Gesundheit und Ihrem Wohlergehen zuliebe in die Tat umzusetzen.
Wir brauchen eine Ernährungsrevolution. Ich hoffe, Sie werden daran teilnehmen. Ich hoffe es für Sie selbst, für Ihre Kinder und für uns alle.
Dr. Joel Fuhrman
Vorsitzender der Nutritional Research Foundation Autor von Eat to live, Fastfood kann tödlich sein und fünf weiteren Bestsellern der New York Times
Nennen wir das Kind beim Namen: Wir leben in einer toxischen Esskultur.
Diese Esskultur hat uns epidemische Raten von Fettleibigkeit, Herzerkrankungen, Krebs, Diabetes Typ 2 und Alzheimer beschert. Die Lage ist so schlimm geworden, dass die meisten Menschen es für normal halten, ein paar Extrapfunde auf den Hüften zu haben, immer stärker von dem stetig wachsenden Angebot an verschreibungspflichtigen Medikamenten abhängig zu sein und mit jedem verstreichenden Jahr etwas mehr Gedächtnis und Bewegungsfähigkeit zu verlieren.
Das mag man ja aus der Sicht der Betroffenen als normal ansehen, aber es muss ganz sicher nicht für normal gehalten werden.
Man muss Nahrungsmittel zu sich nehmen, aber man muss sich nicht damit abfinden, unter Gedächtnisverlust zu leiden, mit einer stetig schlechter werdenden Gesundheit zu leben und sich mies zu fühlen. Tatsache ist: Genau in diesem Moment leiden Hunderte Millionen von Menschen unter Krankheiten, die sich bei ihnen gar nicht erst hätten entwickeln müssen.
Bei unserer Versorgung mit Lebensmitteln hat es in den vergangenen 25 Jahren gefährliche Veränderungen gegeben, die sich auf den Anbau, die Herstellung und die Verarbeitung unserer Nahrungsmittel ausgewirkt haben – und darauf, wie bedenklich oder unbedenklich deren Verzehr ist. Der gegenwärtige Zustand der Nahrungsmittelproduktion drängt Kleinbauern aus dem Markt, zwingt Tiere dazu, unter erbärmlichen Bedingungen leben zu müssen, und liefert im Ergebnis Nahrungsmittel, die uns krank machen.
Die Pharmaindustrie und die Lebensmittelindustrie verdienen in einem System, das Leben zerstört und sogar die Zukunft unseres Planeten bedroht, Billionen von Dollar.
Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, dazu beizutragen, diesen Irrsinn zu beenden, indem ich die Wahrheit über Nahrungsmittel verbreite und den Konsumenten dabei helfe, aktiv zu werden und Maßnahmen zu ergreifen. Aus diesem Grund habe ich das Food Revolution Network mit mehr als 500.000 Mitgliedern gegründet und das Buch geschrieben, das Sie in den Händen halten.
In gewisser Hinsicht mag ich als ein ziemlich fragwürdiger Ernährungsrevolutionär erscheinen. Immerhin hat mein Großvater Irvine Robbins zusammen mit seinem Schwager Burt Baskin im Jahr 1953 die Eiscafé-Kette Baskin-Robbins gegründet, die 31 Eissorten anbot.
Falls es irgendjemandem auf diesem Planeten entgangen sein sollte: Wir wissen inzwischen ganz genau, dass Eiscreme kein gesundes Nahrungsmittel ist. Doch in den 1950er-Jahren, als mein Opa dutzendweise köstliche Eisaromen kreierte, wusste man noch nicht viel über den Zusammenhang zwischen Nahrung und Gesundheit. Bis dahin schienen die meisten Leute sich mit drei Geschmacksrichtungen zufriedenzugeben: Vanille, Schokolade und Erdbeere. Mein Großvater war durch und durch Unternehmer und verschrieb sich mit ganzem Herzen seinem Ziel, sehr viel mehr Varianten anzubieten – 31, um genau zu sein, für jeden Tag des Monats eine andere.
Mein Vater John wuchs mit einem Swimmingpool auf, der wie ein Eishörnchen geformt war. Manchmal bestand sogar sein Frühstück aus Eiscreme. Er wurde von klein auf darauf vorbereitet, eines Tages das Familienunternehmen zu leiten. Eine der Kreationen meines Vaters während seiner Jugend war das Aroma Jamoca Almond Fudge (bis heute eine der kultigsten Geschmackssorten der Firma). Außerdem führte er in sämtlichen Filialen den berühmten rosa Löffel ein, mit dem Kunden die verschiedenen Eissorten gratis probieren können.
Doch im Jahr 1967 wurde der Schwager und Geschäftspartner meines Großvaters Burt Baskin schwer krank. Seine Ärzte teilten ihm mit, dass er unter einer Herzerkrankung leide, an der er sterben werde. Ich habe meinen Großonkel Burt nicht kennengelernt, weil er kurz danach gestorben ist, sechs Jahre vor meiner Geburt. Aber ich weiß, dass er einer der erfolgreichsten Unternehmer in der Geschichte der USA war. Er war unglaublich reich, hatte Spaß an seiner Arbeit und eine Familie, die er liebte. Er aß jede Menge Eiscreme. Und am Ende wurde er krank und starb mit 54.
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