Hans Bibelriether - Natur Natur sein lassen

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Wie der Wald zur Wildnis wurde
"Wilde Natur" wächst heute wie selbstverständlich in 16 deutschen Nationalparken. Der 1970 gegründete Nationalpark Bayerischer Wald war dafür die Basis. Der erste Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, Dr. Hans Bibelriether, schildert in spannenden Geschichten, wie es zu seiner Zeit in den ersten 30 Jahren des Nationalparks dazu kam, dass sich «Wildnis» in deutschen Wäldern entwickeln konnte, wie nicht nur «Kulturerbe», sondern auch «Naturerbe» heute hierzulande schutzwürdig geworden ist.
Ohne die richtigen Persönlichkeiten zur rechten Zeit, Minister, Abgeordnete, Bürgermeister, Professoren, Journalisten, Biologen und Forstleute wäre es nicht zum heutigen wilden Naturwald im Bayerischen Wald gekommen. Der Bayerische Wald ohne Nationalpark – nicht mehr vorstellbar.

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Am nächsten Tag suchten wir während der Forstvereinstagung ein Gespräch mit Ministerialdirektor Hermann Haagen und schlugen ihm vor, dass nicht nur einer, sondern zwei Förster nach Spiegelau versetzt werden sollten. Denn wenn einer krank wäre, wäre das Amt führungslos. Er meinte, dass er dies auch für sinnvoll hielte. Wir sagten ihm, es wäre uns gleich, wer Leiter und wer Stellvertreter werden würde. So kam es, dass wir gemeinsam die schwierige Aufgabe, einen Nationalpark einzurichten, der keiner werden sollte, übernehmen konnten.

Dienstanfang in Spiegelau

Nach dem Dienstantritt am 2. November 1969 in Spiegelau stand uns wochenlang nur ein Raum mit einem Schreibtisch und einem zusätzlichen Couchtisch im Forstamtsgebäude zur Verfügung. Mit nach Spiegelau versetzt wurde der Revierförsteranwärter Hartmut Strunz. Er war ein Mitstreiter der ersten Stunde. Unser Arbeitsbeginn am Morgen führte uns öfters zum Schreibwarenladen schräg gegenüber, wo wir uns Bleistifte, Radiergummi und Papier besorgten, damit wir wenigstens handschriftliche Notizen über unsere Arbeit anfertigen konnten. Die Rahmenbedingungen für unsere Arbeit änderten sich erst nach Wochen schrittweise.

Spatenstich zum Bau der ersten Vogelvoliere in Spiegelau im April 1970 - фото 7

Spatenstich zum Bau der ersten Vogelvoliere in Spiegelau im April 1970. (v.l.n.r.:) Michael Haug, Georg Sperber, Georg Schmutzer und Hartmut Strunz.

(Foto: Hans Bibelriether)

Als erstes ging es darum, einen Überblick über das Nationalparkgebiet zu bekommen. Dr. Wolfram Elling, bei der Oberforstdirektion Regensburg Standortserkunder und interessiert am Zustandekommen des Nationalparks, begleitete uns noch Anfang November an die Schwarzbachklause und zum Steinfleckberg im Staatsforstamt Mauth-Ost. Dort bekamen wir einen ersten Eindruck vom Zustand der Natur im Nationalpark. Eine Wiese dort oben, der Kirchlinger Stand, war auf Nationalparkkosten teilweise bis zu einem Zentimeter hoch mit Kunstdünger bedeckt. Fünfzig Ballen Floratorf lagen ebenfalls dort. Man wollte sie in 1.150 Metern Höhe ausbringen, um den Graswuchs als Nahrung für das Rotwild zu fördern. Am Fuße des Steinfleckbergs war eine Forststraße neu gebaut worden, um mächtige Fichten und Tannen in einem ursprünglichen Waldteil, einem Naturschutzgebiet, einzuschlagen. Als wir den Chef des Forstamtes Mauth-Ost aufforderten, dort keine Bäume fällen zu lassen, gab es den ersten Ärger und die ersten Kompetenzstreitigkeiten. Es stellte sich heraus, dass von den 400.000 D-Mark, die nach dem Landtagsbeschluss noch im Jahr 1969 für den Nationalpark zur Verfügung gestellt worden waren, die Forstämter über die Hälfte bereits für Forstwege- und Straßenbauten ausgegeben hatten.

Sehr positiv verlief ein erstes Gespräch mit dem SPD-Landrat Karl Bayer und Hubert Weinzierl am 29. November 1969 im Hinblick auf die ersten Vorstellungen, die wir inzwischen über den Nationalpark entwickelt hatten. Vor allem ging es uns darum, in den alten, ursprünglichen Waldbeständen keine Bäume mehr fällen, keine neuen Forststraßen mehr bauen und keine seltenen Wildtiere wie Auerhähne oder Haselhühner mehr abschießen zu lassen. Beide zeigten sich damit weitgehend einverstanden und im Laufe der nächsten Monate wurde die Zusammenarbeit immer enger.

Das Verhältnis zur Oberforstdirektion Regensburg, der die fünf im Nationalpark liegenden Forstämter unterstanden, wurde schon im Frühjahr 1970 immer schwieriger. Der Regensburger Forstpräsident Richard Tretzel, der uns beim ersten Zusammentreffen im November 1969 noch gesagt hatte: „Sie werden sehen, mit dem Weinzierl haben`s noch in fünf Jahren ihr`n Ärger“ , stellte nun fest: „Jetzt muss ich die Inspektion in den Nationalpark-Forstämtern selbst übernehmen, damit ich sie vor dem Nationalparkamt schützen kann.“

Ein klarer Auftrag an uns war, bis zur Eröffnung des Nationalparks im Herbst 1970 mehrere Gehege zu bauen. Im April 1970 war ich eigens zwei Tage an drei verschiedenen Orten in Österreich unterwegs, um neu errichtete Wildgehege anzusehen. Damals war es gerade Mode geworden, Tiergehege nicht nur in zoologischen Gärten, sondern draußen in der Landschaft anzulegen. Vorschläge für deren Standorte waren im „Haber-Gutachten“ enthalten. Wir entschlossen uns aber, die Gehege nicht in der unmittelbaren Nähe der einzelnen Dörfer, sondern nahe beieinander in einer „Gehegezone“ in einem sehr abwechslungsreichen Waldgebiet bei Neuschönau aufzubauen.

Ein neues Konfliktfeld öffnete sich, als wir erfuhren, dass die sogenannten „Schönbrunner Häuser“ der Forstverwaltung in sehr schöner Lage unmittelbar am Nationalparkrand verkauft werden sollten. Es gelang mit Unterstützung des damaligen Landtagspräsidenten Rudolf Hanauer, dies zu verhindern, und wir schlugen vor, dort ein Waldjugendheim einzurichten – das erste in Bayern. Später werde ich noch ausführlicher darüber berichten.

In einem Gespräch im Januar 1970 hatte uns Minister Eisenmann „grünes Licht“ gegeben, dass bis zur geplanten Eröffnung im Herbst 1970 neben dem Rothirschgehege auch ein Wisent- und ein Luchsgehege eingerichtet werden sollten. Zum Ärger der Ministerialforstabteilung und der Oberforstdirektion stimmte Minister Eisenmann bereits auch grundsätzlich unserem Vorschlag zu, dass das Nationalparkamt die Zuständigkeit für die Tierbestandsregulierung erhält, d. h. für die Regulierung von Rot- und Rehwild. Wir erfuhren, dass im Nationalparkgebiet 25 Rotwildfütterungen existierten. Örtliche Förster und der Rotwildring erhofften sich eine Bestandszunahme auf sechs bis acht Stück pro 100 Hektar, insgesamt 800 bis 900 Stück im Nationalpark. Die dort herangezüchteten starken Hirsche wollte man am Nationalparkrand erlegen.

Die erste Waldinventur 1970 im Nationalpark ergab, dass auf 3.000 Hektar Schälschäden durch Rotwild vorhanden waren. Fast 700 Hektar jüngere Waldbestände waren so massiv geschädigt, dass sie zusammenzubrechen drohten. Bei einer Pressekonferenz in München zur Eröffnung des Europäischen Naturschutzjahres am 16. Februar 1970 kam die Frage auf: „Wird im Nationalpark noch gejagt?“ Minister Eisenmann ermächtigte uns zu erklären: „Im Nationalpark wird im herkömmlichen Sinn nicht mehr gejagt. Lediglich eine Wildstandsregulierung bei Wildarten ohne natürliche Feinde ist notwendig.“ (Über dieses Thema mehr im nächsten Kapitel.)

In einer Dienstbesprechung im Februar 1970 mit der Oberforstdirektion und der Ministerialforstabteilung vor Ort forderten wir, dass die Restbestände alter Fichten-Tannen-Buchen-Bergmischwälder von der Nutzung freigestellt werden müssten, um diese ursprünglichen Waldteile zu erhalten. Es waren nur noch wenige hundert Hektar in den fünf Forstämtern vorhanden. Eine Zustimmung konnte zunächst nicht erreicht werden. Es gelang dies aber im Laufe des Jahres mit Unterstützung von Minister Eisenmann und auch den Landräten in den Landkreisen Wolfstein und Grafenau.

Aufgabenschwerpunkte werden festgelegt

Im März 1970 stellte ich bereits ein halbes Jahr vor der Eröffnung des Nationalparks für die Flurbereinigungsjahrestagung in Regensburg die von uns inzwischen ermittelten Aufgabenschwerpunkte, Naturschutz – Forschung – Fremdenverkehr und Erholung – Bildung, für den Nationalpark vor. In einem Referat erklärte ich zum Aufgabenbereich Naturschutz: „Auf dem Naturschutzsektor geht es um die Erhaltung des im Kern noch ursprünglichen größten deutschen Waldgebietes in seiner Gesamtheit mit seiner zum Teil einmaligen Tier- und Pflanzenwelt. Von besonderem Wert wegen ihrer Ursprünglichkeit sind die autochthonen Bergfichtenwälder der Hochlagen etwa ab 1.150 Metern Seehöhe; die Reste plenterartig aufgebauter Fichten-Tannen-Buchen-Mischwälder; die urwaldartigen Mischwälder im Bereich von Steilhängen und Felsabbrüchen sowie die Moor- und Moorrandbestockungen.“

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