Stefan Bouxsein - Die böse Begierde

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Eigentlich war sie als Nachfolgerin in der Führungsspitze des familiengeführten Konzerns vorgesehen. Doch dann wird sie ermordet. Neben ihrer Leiche sitzt ein nackter, verstörter Mönch. Er sagt kein Wort und ist den ermittelnden Beamten ein großes Rätsel.
In ihrem dritten Fall bei der Mordkommission Frankfurt ermitteln Siebels und Till bei den Angehörigen der Industriellenfamilie und im Benediktiner-Orden. Zunächst finden sie aber keinen Zusammenhang zwischen dem Kloster und dem Konzern.

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»Sie wissen aber viel über die geschäftlichen Dinge«, staunte Siebels. Frau Bromowitsch lächelte verlegen. »Ja, ich weiß das meiste von Magdalena. Sie hat oft mit mir darüber gesprochen, wenn wir die Zeit miteinander hier im Haus verbracht haben. Sie war von Wilhelmine als ihre Nachfolgerin vorgesehen worden. Aber die Krankheit ließ das nicht zu.«

»Seit wann arbeitet Eva Liebig im Unternehmen mit?«, fragte Siebels weiter.

»Schon sehr lange. Kurz nach Magdalenas Geburt stellten die Ärzte fest, dass sie an einer schweren Form von Epilepsie litt. Eva Liebig konnte mit der Krankheit ihrer Tochter nicht umgehen. Sie fühlte sich überfordert. Wilhelmine stellte mich damals als Kindermädchen für Magdalena und deren Halbschwester Sarah ein. Sarah war zwei Jahre älter als Magdalena und stammte aus der ersten Ehe von Hermann Liebig. Sarahs Mutter war bei der Geburt gestorben und Hermann hatte nach einer kurzen Trauerzeit Eva geheiratet. Sarah und Magdalena waren ein Herz und eine Seele. Aber Eva fühlte sich zunehmend nutzlos im Haus. Wilhelmine nahm Eva eines Tages mit in die Firma. Sie wollte ihr einfach mal etwas Abwechslung bieten. Eva war aus dem gleichen Holz geschnitzt wie Wilhelmine, sie lernte viel von ihr und bildete sich in Abendkursen weiter. Gegen den Willen von Walter setzte Wilhelmine Eva einige Jahre später offiziell als Mitglied der Firmenleitung ein. Eva wurde dann Anfang der siebziger Jahre Personalchefin und wechselte zirka zehn Jahre später in das Marketing. Walter Arenz blieb zwar bis zu seinem Tod 1973 die oberste Instanz im Unternehmen, konnte sich aber selten durchsetzen, wenn Wilhelmine, Eva und Hermann anderer Meinung waren als er. Die Familie Liebig war immer dominierend bei den Arenz-Werken. Das ist bis heute so geblieben.«

»Das ist sehr interessant«, murmelte Siebels und überlegte, ob das alles etwas mit dem Mord an Magdalena Liebig zu tun haben könnte.

»Wie sind denn die Verhältnisse im Unternehmen seit dem Tod von Wilhelmine Liebig?«, wollte Siebels wissen.

»Schwierig«, seufzte Frau Bromowitsch. »Hermann und Eva führen die Geschäfte. Aber Peter und Klara Arenz halten fast die Hälfte der Anteile am Unternehmen. Und die Liebigs sind jetzt beide 67 Jahre alt. Es gab viel Streit in der Zeit nach Wilhelmines Ableben. Aber über die jüngsten Ereignisse kann ich Ihnen leider nicht mehr viel erzählen. Da sprechen Sie am besten mit Dr. Jürgens. Er ist der Anwalt der Familie. Seine Kanzlei kümmert sich auch um die Vermögensverhältnisse der Familie.«

Siebels bedankte sich vorerst für die ausführlichen Informationen und notierte sich noch die Adressen des Anwalts und des Hausarztes Dr. Breuer sowie die von Sarah Liebig und Peter und Klara Arenz.

»Was macht eigentlich Sarah Liebig?«, erkundigte sich jetzt noch Till.

»Sarah ist Künstlerin. Sie malt.«

»Das schwarze Schaf der Familie?«, erkundigte sich Siebels.

»Oh nein. Sarah ist eine sehr begabte Malerin und wird von allen sehr geschätzt. Als Malerin und als Mensch.«

Die Spurensicherung hatte ihre Arbeit beendet und die Männer vom Bestattungsunternehmen kamen ins Haus.

»Auf direktem Weg in die Gerichtsmedizin«, gab Dr. Petri ihnen Anweisung.

»Ich hätte noch eine Bitte«, kam Siebels nochmals auf Frau Bromowitsch zu. »Könnten Sie bitte mit unseren Kollegen von der Spurensicherung noch einmal alle Räume nach der Kleidung des fremden Mannes absuchen? Sie wissen doch sicherlich, was Herrn Liebig gehört und was eventuell zu dem nackten Mann gehören könnte?«

»Ja, natürlich«, versicherte die Haushälterin, die wieder zu schluchzen anfing, als der Leichnam die Treppe heruntergebracht wurde.

In der Jackentasche von Siebels erklang eine Mundharmonika. Die Melodie von »Spiel mir das Lied vom Tod« ertönte genau in dem Moment, als der Sarg mit Magdalena Liebig an ihm vorbeigetragen wurde. Das Handy war nagelneu. Sabine hatte es ihm gestern geschenkt, weil sein Altes den Schleudergang bei der Kochwäsche nicht vertragen hatte. Der Klingelton mit der Bonanza-Melodie auf seinem alten Handy hatte bei den Kollegen immer für Erheiterung gesorgt. Jetzt starrte sogar Till ihn entsetzt an. Dummerweise stand auch Jensen nur zwei Meter von ihm entfernt und schaute mit offenem Mund abwechselnd zu Siebels und zu dem Sarg, der gerade durch die Villa der Eingangstür getragen wurde. Frau Bromowitsch schluchzte daraufhin noch lauter. Siebels stammelte eine Entschuldigung, fischte umständlich nach dem Handy und nahm verärgert den Anruf entgegen. Es war Sabine.

Jensen ging kopfschüttelnd davon und Petri reichte der Haushälterin ein frisches Taschentuch.

»Hallo mein Schatz«, meldete sich Sabine fröhlich.

»Vielen Dank für den pietätlosen Klingelton«, brummte Siebels missgelaunt.

»Gefällt er dir nicht?«

»Doch doch. Suuuper. Vor allem, wenn im gleichen Moment ein Mordopfer an mir vorbeigetragen wird. Das macht Eindruck auf die Angehörigen.«

»Ups. Sorry. Sollte ein Witz sein. Hätte ich das geahnt ...«

»Vergessen wir es«, schlug Siebels vor. »Weihnachtsurlaub ist leider gestrichen. Das Mordopfer. Du weißt schon. Ein heikler Fall.«

»Ja. Deswegen rufe ich auch an. Ich habe gerade gebucht. Sieben Tage Teneriffa.«

»Ja, wie jetzt? Ich kann nicht, sagte ich doch eben.«

»Eben. Deswegen habe ich gebucht. Morgen früh um fünf geht der Flieger. Ich fliege zusammen mit Johanna.«

»Aha.« Siebels kratzte sich am Kopf und schaute zu Till hin. »Ist das eine Verschwörung? Polizistenfrauenweihnachtsboykott? Nehmt ihr Frau Jensen auch mit?«

»Nee, Frau Staatsanwalt bleibt hier. Ist ja keine Polizistenfrau. Vielleicht backt sie euch ein paar Plätzchen, wenn Johanna und ich am Pool liegen und uns von muskulösen Animateuren die Rücken eincremen lassen.«

»Baby, dein Rücken gehört mir. Und der Rest auch.«

»Wow. Mein kleiner Brummbär verwandelt sich in einen Supermacho. Ich sollte öfter mal mit Johanna was unternehmen.«

»Vielleicht sollte ich mich doch besser auf meine alten Tage noch mal umorientieren und Till heiraten. Der steht mir wenigstens immer treu zur Seite«, säuselte Siebels.

Till stand neben ihm und hörte neugierig zu. Mit zwei auf die Schläfe ausgestreckten Fingern deutete er an, dass er sich lieber erschießen würde.

»Ich muss Schluss machen. Schreibt uns mal eine Postkarte. Frohe Weihnachten, meine Süße.«

»Hallo? Was heißt hier Frohe Weihnachten? Morgen früh fahrt ihr zwei uns gefälligst zum Flughafen. Dann kannst du mir ein frohes Fest wünschen.«

»Um fünf?«

»Nein. Um vier. Um fünf geht doch schon der Flieger.«

»Na dann. Bis später.« Siebels steckte sein Handy wieder ein und wendete sich Petri zu. »Unsere Weiber hauen ab. Die fliegen in die Sonne und wir haben einen nackten Mann am Hals. Ist das gerecht?«

»Tut mir wirklich leid, dass der nackte Mann keine Frau ist«, gab Petri sein Bedauern kund.

»Du musst morgen früh unsere Frauen um vier Uhr zum Flughafen bringen«, gab Siebels Till Anweisung.

»Ach, Johanna fliegt mit Sabine?«

»Jepp.«

»Ich bringe sie zum amerikanischen Militärflughafen nach Wiesbaden. Da können sie eine Maschine nach Afghanistan nehmen.«

»Manchmal hast du richtig gute Ideen. Hattest du auch schon eine zum Spiegelspruch?«

»Logisch. Bruder Jakobus. Der ist Mönch, der kann Latein, den finden wir in der Innenstadt, in der Liebfrauenkirche.«

»Wir nicht. Du. Ich fahre mit Dr. Petri zum nackten Mann. Wir treffen uns später im Präsidium. Lass dich von einer Streife hinfahren.«

5

Er hatte sich nach dem Gottesdienst und dem Gespräch mit dem Abt wieder in seine Zelle zurückgezogen. Ganz bewusst hatte er eine der kleinen Kammern gewählt. Nur ein schmales Bett und ein kleiner Tisch standen in dem Raum. Auf dem Tisch lag der braune Ledereinband, den er auf dem Bett sitzend anstarrte. Durch das kleine Fenster fiel das Sonnenlicht. Er versuchte, sich das Gesicht der Frau vorzustellen, die diese Zeilen für ihn verfasst hatte. Das Gesicht der Frau, wie es im Jahr 1940 ausgesehen haben mochte. Als sie 20 Jahre alt und schwanger war. Er versuchte, sich vorzustellen, wie sie am Abend mit ihrem Mann Fritz vor dem Radio saß und den Stimmen lauschte, die vom Krieg berichteten.

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