Stefan Bouxsein - Die böse Begierde

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Eigentlich war sie als Nachfolgerin in der Führungsspitze des familiengeführten Konzerns vorgesehen. Doch dann wird sie ermordet. Neben ihrer Leiche sitzt ein nackter, verstörter Mönch. Er sagt kein Wort und ist den ermittelnden Beamten ein großes Rätsel.
In ihrem dritten Fall bei der Mordkommission Frankfurt ermitteln Siebels und Till bei den Angehörigen der Industriellenfamilie und im Benediktiner-Orden. Zunächst finden sie aber keinen Zusammenhang zwischen dem Kloster und dem Konzern.

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»Etwas Religiöses?«, fragte Johanna zweifelnd nach. »Und warum fragst du dann mich?«

»Ich dachte, du hast Abitur und kannst Latein. Mediziner müssen doch Latein können. So wie Polizisten die Verkehrsregeln kennen müssen.«

»Wie du bereits richtig erkannt hast, bin ich Medizinerin. Bauchspeicheldrüse kann ich vielleicht auf Latein, aber dein kavendum Dingsbums ist weder eine Drüse noch ein Knochen noch sonst was Medizinisches. Probiere es mal in der katholischen Kirche, da spricht man auch Latein.«

»Danke für den Tipp. Urlaub wird übrigens ausfallen müssen. Jedenfalls für dieses Jahr. Aber den holen wir so schnell wie möglich nach. Versprochen.«

»Dein Versprechen in Jensens Ohr. Wenn ich den Job im Krankenhaus bekomme, wird das so schnell nix. Würde es dich stören, wenn ich jetzt ohne dich fliege?«

»Wie jetzt? Wieso ohne mich?«

»Mit einer Freundin. Ihr Mann kann auch nicht. Frauenurlaub.«

»Du willst mich über Weihnachten alleine hierlassen? Bei der Kälte?«

»Exakt. Du musst doch wieder einen Mörder jagen und hast sowieso keine Zeit. Wahrscheinlich bist du mit Steffen die ganzen Feiertage auf Achse. Oder etwa nicht?«

»Na ja. Schaut leider nicht gut aus. Tote in Villa. Reiche Leute, heikler Fall.«

»Also buche ich den nächsten Flug. Das wird jetzt eh schon schwierig genug, noch etwas Erschwingliches zu bekommen.«

»Na gut. Du hast es dir verdient. Erzähle mir heute Abend, was du gebucht hast. Wahrscheinlich wird es spät. Bye.«

»Ich mache Spaghetti, wenn du kommst. Ciao.«

Heiratsantrag ade, dachte Till und hatte im gleichen Moment eine Idee, die ihn gedanklich wieder voll auf den Fall Liebig zurückkatapultierte. Er tippte die Nummer der Auskunft in sein Handy und ließ sich mit der katholischen Telefonseelsorge in Frankfurt verbinden. Kurz darauf sprach er mit einer Frau, die ihn nach seinem Problem fragte.

»Cavendum ergo ideo malum desiderium quia mors secus introitum delectationis posita est«, las er stockend von seinem Zettel ab.

»Do you speak German?«, fragte die Frau am anderen Ende der Leitung.

»Yes. Only German. This is my problem.«

»Why is this your problem?«

»Weil ich kein Latein kann. Ich dachte, Sie sind die katholische Kirche und können mir helfen.«

»Ich bin Frau Lehmann. Bitte blockieren Sie nicht die Leitung, wenn Sie keine Hilfe benötigen. Andere Menschen haben wirklich Probleme und hoffen auf ein offenes Ohr. Gerade jetzt um die Weihnachtszeit.«

Till sprach daraufhin Klartext, stellte sich als Kriminaloberkommissar Krüger vor und fragte, wo er mit seinem lateinischen Text vorstellig werden könnte.

»Da gehen Sie am besten in die Innenstadt, in die Liebfrauenkirche. Dort fragen Sie nach Bruder Jakobus. Er ist dort im Kapuzinerkloster tätig. Er kann Ihnen bestimmt weiterhelfen.«

Till bedankte sich und ging zurück in die Villa. Er war mittlerweile bis auf die Knochen durchgefroren und bemitleidete die Polizisten, die untätig herumstanden. Anscheinend wurden sie nicht mehr benötigt, bekamen aber auch keinen Befehl zum Abmarsch. Vielleicht befürchtete Jensen noch einen Presseauflauf, der abgewehrt werden musste.

4

Nach Tagen der Einsamkeit verspürte er das Verlangen nach Gemeinschaft. Er suchte die Nähe zu Gott in seinen Brüdern. Der Abt hatte das Zeichen schon gegeben, die Brüder versammelten sich und er schloss sich ihnen an, so wie er es seit Jahrzehnten Tag für Tag hielt. Bruder Johannes empfing ihn mit einem wohlwollenden Lächeln auf den Lippen. Er reihte sich ein. Stand wieder dort, wo sein Platz war. Die Brüder stimmten die Feierlichkeiten an. Die Vigil, die erste Gebetszeit des Tages, hatte begonnen. Die Brüder ließen ihre Stimmen ertönen und priesen den Herrn mit einem Lied Davids, dem dritten Psalm.

»Herr, ich kann sie nicht mehr zählen, so viele sind es, die sich gegen mich stellen, so viele, die schadenfroh von mir sagen: Dem hilft auch Gott nicht mehr! …«

Eine Träne lief ihm die Wange herunter, während seine Stimme im Chor der Mönche den Schutz Gottes herbeiflehte. Der Gottesdienst nahm seinen Verlauf, die Brüder sangen »Ehre sei dem Vater« und fuhren fort mit Psalm 94 mit Antiphon. Weiter mit einem Hymnus des Ambrosius, dann sechs Psalmen mit Antiphonen, anschließend der Versikel. Dann sprach der Abt den Segen und alle Brüder setzten sich auf die Bänke. Der erste Bruder unter ihnen erhob sich zur Lesung. Der Abt hatte zuvor das Buch aufgeschlagen. Danach folgte die zweite Lesung, dieses Mal durch Bruder Johannes. Danach die dritte und letzte Lesung. Zwischen den Lesungen sangen die Brüder drei Responsorien. Nach den Lesungen folgten sechs weitere Psalme, die mit »Halleluja« gesungen wurden. Jetzt war er an der Reihe. Er war eins mit sich und den Brüdern und den altehrwürdigen Mauern, die ihn umgaben. Auswendig trug er seine Lesung aus den Apostelbriefen vor. Der Gottesdienst endete mit dem Bittgebet der Litanei.

Nach dem Gottesdienst nahm der Abt ihn beiseite. Wie er selbst hatte dieser fast sein ganzes Leben in den Mauern des Klosters verbracht, war ohne Eltern unter der Obhut Gottes aufgewachsen. Nachdem sie ein paar Schritte gegangen waren, sprach der Abt zu ihm. »Du weißt, mein lieber Bruder, man soll der Schweigsamkeit zuliebe bisweilen sogar auf gute Gespräche verzichten. Es steht geschrieben, dass vollkommenen Jüngern das Reden nur selten erlaubt sei, wegen der Bedeutung der Schweigsamkeit. Doch sind wir weit davon entfernt, vollkommen zu sein. Darum bitte ich dich, komm zu mir, wenn deine Seele nach einem aufbauenden Gespräch verlangt. Du warst noch ein Säugling, als du zu den Schwestern in das Kloster gekommen bist und ein Knabe von vier Jahren, als wir dich in unserer Mitte aufgenommen haben. Jetzt bist du ein gottesfürchtiger Diener des Herrn und erfährst all das, wonach die Seele des Waisen sich ein Leben lang sehnt. Nimm es als Geschenk Gottes und sieh in mir den Vater, den du nie hattest. Den Vater, dem der Sohn die Fragen stellt, die er im Herzen trägt. Du bist mir willkommen zu jeder Zeit, sei es am Tag oder in der Nacht.«

Wortlos nahm er die Hand des Abts und küsste sie. Dann ging er seines Weges. Zurück in seine Zelle. Zurück zu dem braunen Ledereinband. Zurück zu seinen Wurzeln.

20. Dezember 2007, 14:00 Uhr

Till fand Siebels und Petri mit Frau Bromowitsch in einem der vier kleineren Zimmer im Untergeschoss. Frau Bromowitsch fing gerade an, über die Familie zu erzählen.

»Das Unternehmen, die Arenz-Werke, wurde von Walter Arenz in der Nachkriegszeit gegründet. Die Werke gingen aus einer Schlosserei hervor, die der Vater von Walter Arenz bereits betrieben hatte. Nach dem Krieg sammelte Walter Arenz Schrott aus den Trümmern im zerbombten Frankfurt und verarbeitete ihn in seiner Schlosserei weiter. Als Schmied und Schlosser stellte er her, was gebraucht wurde. Bald schon vergrößerte er sein Geschäft und spezialisierte sich auf Fahrradrahmen, die er in großen Stückzahlen produzieren ließ. 1950 heiratete Walter Arenz Wilhelmine Liebig. Sie war Kriegswitwe und hatte einen Sohn, Hermann, den Walter Arenz aber nicht adoptierte. So blieb der Name Liebig erhalten. 1952 brachte Wilhelmine Peter zur Welt und ein Jahr später die Tochter Klara. Hermann Liebig wuchs mit seinen Halbgeschwistern auf. Peter und Klara kamen später in ein Schweizer Internat, als sie etwa fünfzehn Jahre alt waren. Das Unternehmen von Walter Arenz wuchs in den fünfziger Jahren rasant. Er verarbeitete Blech in großen Mengen und belieferte bald die Industrie in ganz Deutschland. Ende der Fünfziger beschäftigte er bereits 300 Leute in mehreren Fabriken. In den sechziger und siebziger Jahren avancierte er zu einem Hauptlieferanten der Automobilindustrie. Hermann Liebig war nach seinem Studium in das Unternehmen eingetreten und entpuppte sich als tüchtiger Geschäftsmann. Bereits als junger Student arbeitete er in der Firmenleitung mit. Außer ihm waren seine Mutter Wilhelmine und Walter Arenz mit der Führung des Unternehmens befasst. Wilhelmine kümmerte sich in erster Linie um die Buchhaltung und die Finanzen. Hermann war maßgeblich für die fortschreitende Automatisierung in den Werken zuständig und schaffte somit den Grundstein für weiteres Wachstum. Er war die treibende Kraft im Unternehmen, trotzdem bevorzugte Walter Arenz seine eigenen Kinder und hatte oft Streit mit Hermann. Peter Arenz studierte auf Drängen seines Vaters Betriebswirtschaft, Klara Arenz setzte ihren eigenen Kopf durch und studierte Journalistik. Walter Arenz starb 1973 im Alter von 58 Jahren. Die Firma gehörte fortan Wilhelmine sowie Peter und Klara. Hermann wurde geschäftsführender Direktor, erbte aber keine Unternehmensanteile von seinem Stiefvater. Wilhelmine kümmerte sich weiter um die Finanzen und gründete eine Holding, in der die Firmenaktivitäten gebündelt wurden. In den achtziger und neunziger Jahren investierte Hermann Liebig in Indien. Gemeinsam mit seiner Mutter verbrachte er ein halbes Jahr in Bombay. Sie bauten dort eine große Fabrik und kauften später mehrere Unternehmen in Europa und in den USA auf. Das erwies sich als sehr klug. Das Unternehmen wuchs ständig weiter. Heute ist es ein weltweiter Konzern mit einem internationalen Management, an dessen Spitze Hermann und Eva in der Holding sitzen.«

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