Stefan Bouxsein - Die böse Begierde

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Eigentlich war sie als Nachfolgerin in der Führungsspitze des familiengeführten Konzerns vorgesehen. Doch dann wird sie ermordet. Neben ihrer Leiche sitzt ein nackter, verstörter Mönch. Er sagt kein Wort und ist den ermittelnden Beamten ein großes Rätsel.
In ihrem dritten Fall bei der Mordkommission Frankfurt ermitteln Siebels und Till bei den Angehörigen der Industriellenfamilie und im Benediktiner-Orden. Zunächst finden sie aber keinen Zusammenhang zwischen dem Kloster und dem Konzern.

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Ich will nicht jammern, will mich nicht beklagen und will auch keine Anklage erheben mit der Niederschrift meines Lebens. Ich will nur ein wenig Klarheit in das Dunkel bringen, will meinen Nachkommen die Chance geben, das Schlechte zu meiden und das Gute zu leben.

Je älter ich werde, desto deutlicher erscheinen mir wieder meine Kindheit und meine frühe Jugend vor meinem geistigen Auge. Geboren wurde ich als Wilhelmine Güttlicher in einem kleinen Dorf in Ostpreußen als viertes von sechs Kindern. Das Leben zu jener Zeit war hart und voller Entbehrungen und doch war es rückblickend eine wunderbare Zeit gewesen. Eine Zeit der Unschuld und eine Zeit der Hoffnung. Es war eine Zeit der Umwälzungen, der große Krieg war vorüber, die Menschen suchten nach Orientierung und waren froh, wenn sie die hungrigen Kinder in der Familie ernähren konnten.

Seit meinem zwölften Lebensjahr war ich das Arbeiten vom frühen Morgen bis in die Abendstunden gewöhnt. Als ich älter wurde, wuchs mein Verlangen, das Haus, den Hof und meine Familie zu verlassen und ein neues Leben zu beginnen. Mein eigenes Leben.

Ich war 16 Jahre alt, als ich Fritz kennen lernte. Fritz war zwei Jahre älter als ich und kam aus dem Nachbardorf. Sein erster zärtlicher Kuss begleitete mich nächtelang in meinen Träumen. Ich konnte es kaum erwarten, meine kindliche Unschuld zu verlieren. Meine Hoffnungen auf ein neues glückliches Leben an der Seite von Fritz wuchsen mit jedem geträumten Traum.

Im Mai 1938 gab ich Fritz das Versprechen, ihm treu zu sein bis in den Tod. Ich war neunzehn und sah in den strahlenden Augen meines Bräutigams eine rosige Zukunft. Auch ein anderer Mann nährte meine Hoffnung auf ein besseres Leben. Adolf Hitler ging in großen Schritten voran und wir folgten ihm bedingungslos.

20. Dezember 2007, 11:55 Uhr

Siebels saß rauchend hinter dem Steuer und fuhr auf der Friedensbrücke über den Main. Zu seiner Linken ragten die gläsernen Bankentürme in den klaren blauen Himmel. Sein Kollege Till saß neben ihm und faselte etwas von Glühwein und Weihnachtsmarkt, aber Siebels hörte nur mit halbem Ohr zu. Eigentlich wäre heute sein erster Urlaubstag gewesen und eine Fahrt mit Sabine in die Rhön stand auf dem Programm. Eine Woche Urlaub abseits der Stadt, vielleicht mit etwas Schnee, war durch den Anruf von Staatsanwalt Jensen vor einer halben Stunde zunichtegemacht worden. Till hatte zur gleichen Zeit mit seiner Freundin Johanna vor dem Computer gesessen und sich die Last-Minute-Angebote für einen Trip auf die Kanarischen Inseln angeschaut. Jetzt saßen beide missmutig nebeneinander. Siebels schwieg eisern und Till versuchte die Situation mit Galgenhumor zu meistern.

»Klären wir halt schnell noch einen Mord auf, kippen uns anschließend auf dem Weihnachtsmarkt ein paar Becher Glühwein rein und hauen dann ab, ich zum Strand und du in die Rhön.«

Siebels fuhr Richtung Commerzbank-Arena und bog dann auf der Kennedyallee links ab. Sein Ziel war die Villa Liebig, deren Einfahrt er gerade passierte. Zwischen der Einfahrt und der Villa lag noch ein weitläufiges, parkähnliches Grundstück. Am Eingang der Villa standen zahlreiche Streifenwagen. Polizisten warteten dort und tranken heißen Tee aus Thermoskannen. Weiß-rote Absperrbänder waren rings um die Villa angebracht, ein Leichenwagen stand mit geöffneter Heckklappe auf der Zufahrt. Siebels brachte seinen BMW zwischen zwei Streifenwagen zum Stehen und betrachtete sich die Szenerie, bevor er endlich seinen optimistischen Beifahrer eines Besseren belehrte.

»Erstens: Wenn Jensen uns in allerletzter Sekunde aus dem Urlaub zurückpfeift, handelt es sich wieder mal um einen ganz heiklen Fall. Zweitens: Leiche in Villa bedeutet Ermitteln mit Fingerspitzengefühl. Das wird uns Meister Jensen bestimmt gleich höchstpersönlich erörtern. Und drittens: Sowie das Ding aufgeklärt ist, buche ich mit Sabine was Nettes auf Kuba oder Jamaika. In der Rhön sind wir nämlich auf keinen Fall sicher genug vor Jensen und neuen Fällen.«

Die beiden stiegen aus dem Wagen, zeigten den frierenden Polizisten ihre Ausweise und gingen Richtung Villa, von wo ihnen plötzlich Jensen entgegeneilte.

»Da sind Sie ja endlich meine Herren. Es tut mir leid, dass aus Ihrem Urlaub jetzt nix geworden ist, aber hier handelt es sich wirklich um einen sehr heiklen Fall. Da kann ich unmöglich auf meine besten Leute verzichten.«

Siebels und Till tauschten einen vielsagenden Blick aus.

»Was ist denn passiert?«, brummte Siebels.

»Ein Mord!«, entfuhr es Jensen.

»Wie schrecklich«, amüsierte sich Siebels. »Daher haben Sie uns herbestellt, weil wir von der Mordkommission sind. Und ich habe mir schon wer weiß was gedacht.«

Siebels erntete einen bösen Blick vom Staatsanwalt. »Was da drin passiert ist, das ist eine böse Sauerei. Die Lage ist ernst und Sie sollten es auch sein. Bevor Sie reingehen, schlüpfen Sie aber in die Überzieher. Die Kollegen von der Spurensicherung sind noch mit der Sicherung von Spuren beschäftigt.«

Siebels verkniff sich jeden weiteren Kommentar, was ihm nicht leichtfiel, und ließ sich die Plastikhüllen reichen, die er und Till sich über die Schuhe zogen, bevor sie die Villa betraten.

»Die Leiche liegt im ersten Stock«, klärte Jensen sie auf. »Bevor Sie sich das anschauen, lassen Sie sich besser erst mal von dem Gerichtsmediziner erklären, was passiert ist. Oben wimmelt es noch von Kriminaltechnikern und Spurenleuten. Hier unten müssten sie aber bald fertig sein.«

Siebels betrachtete sich die kleinen Blutspritzer auf den Bodenfliesen im Eingangsbereich. Fotos wurden geschossen, Proben von den Fliesen gekratzt, auf Türklinken nach Fingerabdrücken gesucht.

»Guten Tag, Herr Kommissar«, meldete sich eine vertraute Stimme.

»Ach nee«, entfuhr es Siebels, als er den Gerichtsmediziner die Treppe vom ersten Stock herunterkommen sah. »Der alte Doktor Petri treibt immer noch sein Unwesen.«

Petri kam Siebels mit ausgestreckter Hand entgegen und begrüßte ihn mit einem kräftigen Händedruck.

»Ich bin noch gar nicht so alt, ich sehe nur so aus. Kommen Sie, gehen wir in die Küche und trinken erst mal einen Tee mit Rum. Die Haushälterin wartet dort, sie hat die Leiche gefunden.« Bevor sie in die Küche eintraten, begrüßte Petri auch Till, den er noch gar nicht zur Kenntnis genommen hatte.

»Guten Tag, junger Mann. Wie ich höre, sind Sie immer noch der schlechteste Schütze im ganzen Revier.«

»Ja, aber ich übe viel, es kann nur besser werden«, entgegnete Till.

Siebels verdrehte gespielt genervt seine Augen. »Ständig ruft Schneider bei mir an und beschwert sich über den Kerl«, verriet er Petri. Schneider war Ausbilder auf dem Schießstand im Polizeipräsidium. Bei den regelmäßigen Schießübungen mussten die übenden Beamten auf Leinwände zielen, die plötzlich aus dem Nichts aufzutauchen schienen. Auf den Leinwänden waren Motive abgebildet, die es zu treffen galt oder auch nicht. Mal erschien ein harmloses Reh am Waldrand, mal ein vermummter Bankräuber, mal ein kleines Kind auf einem Spielplatz. Der Schütze musste blitzschnell erkennen, ob es einen Grund zum Schießen gab oder nicht. Wenn es einen gab, musste er möglichst zielsicher einen Schuss abfeuern. Till hatte eine Lieblingsleinwand. Sie zeigte eine ältere grauhaarige Frau, die von zwei bewaffneten Männern in Schach gehalten wurde. Sowie diese Leinwand vor Till hochschnellte, jagte er der Oma ein paar Kugeln in den Kopf. Er nannte sie Oma bin Laden, die Mutter aller Terroristen. Schneider hatte allerdings keinen Sinn für den Humor von Till und beschwerte sich regelmäßig bei Siebels über dessen schießuntauglichen jungen Kollegen.

In der Küche saß die Haushälterin und wurde von einem Sanitäter betreut. Man sah ihr an, dass sie unter Schock stand. Trotzdem ging Petri auf sie zu und fragte, ob sie einen Tee mit Rum für ihn und die beiden Beamten von der Kriminalpolizei zubereiten könnte. Sie nickte stumm und stand auf.

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