Stefan Bouxsein - Die böse Begierde

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Eigentlich war sie als Nachfolgerin in der Führungsspitze des familiengeführten Konzerns vorgesehen. Doch dann wird sie ermordet. Neben ihrer Leiche sitzt ein nackter, verstörter Mönch. Er sagt kein Wort und ist den ermittelnden Beamten ein großes Rätsel.
In ihrem dritten Fall bei der Mordkommission Frankfurt ermitteln Siebels und Till bei den Angehörigen der Industriellenfamilie und im Benediktiner-Orden. Zunächst finden sie aber keinen Zusammenhang zwischen dem Kloster und dem Konzern.

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»Für uns beide bitte ohne Rum«, bat Siebels.

»Der kann jetzt nicht schaden, Dienst hin oder her«, widersprach Petri.

»Na gut«, gab Siebels nach. »Dann bitte auch für mich mit Rum. Eigentlich bin ich ja auch im Urlaub.«

»Wenn schon kein Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, dann wenigstens Rum im Tee«, warf Till dazwischen, um das Gewissen des gewissenhaften Siebels zu beruhigen.

Die Haushälterin servierte den Tee. »Das ist Frau Bromowitsch«, stellte Petri sie vor. »Vielleicht sollten Sie sich einen Moment hinlegen, Frau Bromowitsch. Meine Kollegen von der Mordkommission werden nachher bestimmt noch Fragen an Sie haben.«

Frau Bromowitsch nickte wieder stumm und der Sanitäter führte sie aus der Küche.

Petri, Siebels und Till schlürften ihren Tee und betrachteten sich durch das Küchenfenster die frierenden Streifenbeamten.

»Was ist hier eigentlich passiert?«, wollte Till endlich wissen.

Petri nickte und fing an zu erzählen. »Vielleicht ist Ihnen der Name Liebig ein Begriff?«

»Klar«, sagte Till. »In Frankfurt gibt es eine Liebigstraße, ein Liebig-Gymnasium und ein Liebieg-Café. Wird ein berühmter Dichter oder Maler gewesen sein.«

»Da ist unser junger Kriminalist auf der falschen Spur«, gab Petri zurück. »Die Örtlichkeiten, von denen Sie sprechen, wurden entweder nach dem deutschen Chemiker Justus von Liebig oder nach dem Fabrikanten Heinrich Baron von Liebieg benannt. Letzterer ist Namensgeber für das Liebieghaus am Schaumainkai. Die Villa Liebig, in der wir uns hier befinden, hat ihren Namen von seinen Bewohnern. Hermann und Eva Liebig. Die beiden haben weder mit dem Chemiker noch mit dem Baron etwas zu tun. Sie befinden sich übrigens im Urlaub. Man versucht gerade, sie ausfindig zu machen.«

»Und wer ist jetzt ermordet worden?«, wollte Siebels wissen.

»Magdalena Liebig, die Tochter.«

»Und warum sollte uns der Name Liebig ein Begriff sein?«, kam Till wieder auf den Ausgangspunkt zurück.

»Nun ja«, begann Petri nachdenklich. »Vielleicht fangen wir anders an. Arenz. Sagt Ihnen dieser Name etwas?«

»Die Arenz-Werke?«, fragte Siebels.

»Volltreffer. Die Arenz-Werke. Eines der größten deutschen Unternehmen, das noch in Familienbesitz ist. Wahrscheinlich erinnern Sie sich, dass Wilhelmine Arenz erst vor einigen Wochen gestorben ist. Das ging durch alle Medien.«

»Ja, jetzt dämmert es mir«, gab Siebels zurück. »Hermann Liebig ist der Sohn aus erster Ehe von Wilhelmine Arenz. Ist er nicht der oberste Mann bei den Arenz-Werken?«

Petri schüttete sich noch etwas Rum in seinen Tee. »Hermann Liebig leitet die Arenz-Werke. Aber er ist nur Angestellter. Jedenfalls war er es bis zum Tod seiner Mutter. Bis dahin hat das Unternehmen mehrheitlich Wilhelmine Arenz und deren Kindern aus zweiter Ehe, Peter und Klara Arenz, gehört.«

»Wir haben es hier also mit Millionären zu tun?«, fragte Till.

»Sagen wir besser mit Milliardären. Oder noch besser mit Multi-Milliardären.«

»Da wird uns Jensen keine einzige ruhige Minute über Weihnachten lassen«, stöhnte Siebels.

»Das glaube ich auch«, pflichtete Petri ihm bei.

»Na, dann schießen Sie doch endlich mal los.«

»Nun ja«, begann Petri zögerlich. »Die Leiche von Magdalena Liebig liegt im Schlafzimmer ihrer Eltern. Sie wurde mit einem Messerstich getötet. Das war eine blutige Angelegenheit. Der Stich ging genau in die Halsschlagader. Das Blut muss nur so gespritzt haben. Sie werden es ja gleich sehen.«

»War es ein Einbruch? Hat es einen Kampf gegeben?«

»Nach meinen Kenntnissen gibt es keine Einbruchsspuren. Ob es zum Kampf kam, muss noch geprüft werden. Und wenn es einen gegeben hat, bleibt noch die Frage, wer mit wem gekämpft hat.«

»Was soll das denn wieder heißen?«

Petri räusperte sich. »Die Haushälterin hat nicht nur die Leiche gefunden. Neben der Leiche saß ein Mann auf dem Fußboden in ihrem Blut.«

»Der Täter? Warum sagen Sie das denn erst jetzt?«

»Es ist eher unwahrscheinlich, dass er der Täter ist. Jedenfalls hatte er kein Messer.«

»Vielleicht hat er sie umgebracht, ist dann spazieren gegangen, hat das Messer entsorgt und ist wieder zurückgekommen?«, warf Till ein.

»Auch eher unwahrscheinlich. Aber das müssen Sie mit der Spurensicherung klären. Die waren sich jedenfalls ziemlich sicher, dass er das Haus zwischenzeitlich nicht verlassen hat. Er saß übrigens nackt in ihrem Blut. Sie war auch nackt, als sie abgestochen wurde.«

»Wo ist er denn? Und was sagt er?« Siebels war ziemlich durcheinander.

»Er ist zur Untersuchung im Krankenhaus. Gesagt hat er nichts. Er war völlig apathisch. Es könnte sein, dass er einfach nur unter Schock stand, als ich eingetroffen bin. Aber ich befürchte, der Kerl hat tiefergreifende psychische Störungen. Er hatte einen völlig irren Blick. Deswegen habe ich veranlasst, dass er schnellstmöglich in der Psychiatrie unter die Lupe genommen wird.«

»Ist ja gleich um die Ecke«, besänftigte Till Siebels, der gerade anfangen wollte, sich über das Vorgehen in diesem Fall aufzuregen.

Die Psychiatrie war tatsächlich nur einige hundert Meter von der Villa entfernt. Trotzdem hätte Siebels sich gerne am Tatort ein Bild von dem Mann gemacht.

»Der läuft Ihnen nicht weg und gesagt hätte er ohnehin nichts, darauf mein Wort«, versprach Petri. »Vier Streifenbeamte haben ihn begleitet und passen auf ihn auf. Und jetzt sollten wir nach oben gehen. Ach ja, das hätte ich fast vergessen. Eine Botschaft wurde auch hinterlassen. Ob sie vom Täter stammt oder von dem Mann, der jetzt in der Psychiatrie ist, klären die Kollegen von der Spurensicherung. Natürlich vorausgesetzt, der Kerl ist wirklich nicht der Täter.«

2

Der Abt hatte ihm eine Einzelzelle zugewiesen, damit er sich in aller Abgeschiedenheit mit dem auseinandersetzen konnte, was ihm so unverhofft zuteilgeworden war. Sein Körper sollte rein sein, damit er einen klaren Geist habe, hatte der Abt verordnet. Und er sollte viel beten. Beten und fasten.

Er trank einen Schluck Wasser, aß ein trockenes Stück Brot und schlug seinen braunen Ledereinband auf.

Mein Leben, Wilhelmine Arenz

Nach unserer Hochzeit zogen Fritz und ich in das nahe gelegene Königsberg. Fritz fand dort eine Wohnung und Arbeit in einer Fabrik. Abends saßen wir gemeinsam vor dem Radio, dem Hochzeitsgeschenk seiner Eltern. Wir lauschten den Stimmen, die aus dem Radio kamen. Man sprach über uns. Über Ostpreußen, das seit dem Versailler Vertrag mitten in Polen lag und keine direkte Verbindung zum Deutschen Reich mehr hatte. Hitler wollte Danzig zurückhaben. Hitler wollte Ostpreußen mit einer exterritorialen Eisenbahn an das Reich anbinden. Fritz war begeistert von Hitler und seine Begeisterung übertrug sich auf mich. Wir lauschten den Stimmen aus dem Radio und wussten, dass die ganze Welt auf uns schaute. Als die deutsche Armee im September 1939 endlich die polnische Grenze überschritt, lagen Fritz und ich uns jubelnd in den Armen. Nur wenige Wochen später berichteten die Stimmen aus dem Radio aus Warschau, wo am 3. Oktober die deutsche Siegesparade stattfand. Sie beschrieben uns die siegreichen deutschen Soldaten, die zwischen zerschossenen Häusern, umgestürzten Straßenbahnwagen und anderen Barrikaden im Gleichschritt marschierten, den Arm zum Gruß erhoben. Heil Hitler!, ertönte es tausendfach in unserem bescheidenen Wohnzimmer. Mir machte das beschriebene Bild der Verwüstung Angst. Bei Fritz hatte es eine vollkommen andere Wirkung. Er wollte Polen brennen sehen und beschwor das neue Deutsche Reich. An diesem Tag beschloss Fritz, Soldat zu werden.

Alles war gut. Das Deutsche Reich hatte Ostpreußen wieder in sich aufgenommen. Die deutsche Armee war unbesiegbar, der Führer unsterblich und Fritz voller Tatendrang und Manneskraft. Die Nacht nach der Siegesparade in Warschau war die Nacht, in der Fritz mich schwängerte.

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