Joachim Ringelnatz - Schöne Gedichte

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Joachim Ringelnatz ist ein Klassiker der komischen Muse, ein Leichter mit Tiefgang. Spielerisch, frech, unkonventionell und feinsinnig widmet Ringelnatz seine Verse den alltäglichen Dingen des Lebens und schlägt dabei einen Haken ins Philosophische. Mit scheinbarer Leichtigkeit begegnet er den «großen Fragen» menschlicher Existenz. Dieses Buch bietet einen Querschnitt durch das Werk von Ringelnatz. So skurril wie das, WAS er erzählt, ist die Sprache WIE er es erzählt; poetisch und derb, kindlich naiv und gewitzt, geradeweg und manchmal wunderschön geringelt wie die Seepferdchen, denen er seinen Namen entlehnte

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Mit ihm in ganz intime Verbindung.

Als abends die beiden Schnallengezierten

In einer feudalen Gesellschaft soupierten,

Erhoben sich plötzlich zwei andere Schuhe

Und knarrten verlegen und baten um Ruhe

Und sagten, als alles ruhig war:

»Verehrte, es – riecht hier so sonderbar.«

картинка 67

Ein Nagel

Ein Nagel saß in einem Stück Holz.

Der war auf seine Gattin sehr stolz.

Die trug eine goldene Haube

Und war eine Messingschraube.

Sie war etwas locker und etwas verschraubt,

Sowohl in der Liebe, als auch überhaupt.

Sie liebte ein Häkchen und traf sich mit ihm

In einem Astloch. Sie wurden intim.

Kurz, eines Tages entfernten sie sich

Und ließen den armen Nagel im Stich.

Der arme Nagel bog sich vor Schmerz.

Noch niemals hatte sein eisernes Herz

So bittere Leiden gekostet.

Bald war er beinah verrostet.

Da aber kehrte sein früheres Glück,

Die alte Schraube, wieder zurück.

Sie glänzte übers ganze Gesicht.

Ja, alte Liebe, die rostet nicht!

картинка 68

Der Spiegel

Der Spiegel, der Kamm

Und der Schwamm

Und das weiße Handtuch an der Wand

Und ein Mann, der hinter dem Kleiderschrank stand,

Die warteten auf das schöne Mädchen

Käthchen.

Und endlich, endlich kam Käthchen gegangen.

Da küßte der Schwamm ihr Mund und Wangen,

Und sie küßte den Schwamm und beugte sich nieder

Und küßte das Handtuch und küßte es wieder.

Sie ließ sich von dem Spiegel umschmeicheln

Und von dem Kamme ihr Goldhaar streicheln.

Dann sagte sie allen recht schönen Dank.

Dann sah sie den Mann hinterm Kleiderschrank

Und rannte davon und schrie dabei:

»Zu Hilfe! Mörder!« und »Polizei!« – –

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Der Mensch glaubt über den Dingen zu stehen.

Hier war das Gegenteil deutlich zu sehen.

Es war eine gelbe Zitrone

Es war eine gelbe Zitrone,

Die lag unter einer Kanone,

Und deshalb bildete sie sich ein,

Eine Kanonenkugel zu sein.

Der Kanonier im ersten Glied,

Der merkte aber den Unterschied.

– – – – – – – – – – – – – – – – –

Bemerkt sei noch zu diesem Lied,

Ein Unterschied ist kein Oberschied.

картинка 69

Das Nadelkissen

Das Nadelkissen bildete sich ein,

Mit dem Stachelschwein

Verwandt zu sein.

Das Nadelkissen

Ist, wie wir wissen,

Eine recht nützliche Erscheinung.

Natürlich sind wir ganz seiner Meinung.

картинка 70

Es war einmal ein Kannibale

Es war einmal ein Kannibale,

Der war aus Halle an der Saale.

Man sah ihn oft am Bodensee

Für zwanzig Pfennige Entree.

картинка 71

Ein bettelarmer, braver Mann

Ein bettelarmer, braver Mann,

Der Tag und Nacht nur Gutes sann

Und gar nichts mehr zu essen hatte

Als eine halbverweste Ratte,

Der auch kein Bett besaß zum Schlafen,

Der ging in seiner höchsten Not

Zu einem reichen, stolzen Grafen

Und bat ihn um ein Stückchen Brot.

Der Graf nahm das gewaltig übel

Und schlug mit dem Champagnerkübel

Den braven Bettler lächelnd tot.

Doch niemand wagte es, den Grafen

Für solche Freveltat zu strafen.

Und deshalb wurde sein Betragen

Dann mit den Jahren noch viel schlimmer. –

So manchen Leser hör’ ich sagen:

Ja, ja! – Ja, ja! – So ist das immer!

Ich aber denke still für mich:

Der Leser ist ein Gänserich.

картинка 72

Ein kühnes Roßhaar

Ein kühnes Roßhaar erklärte den andern:

Es müsse aus der Matratze wandern.

Es poche auf seine Großjährigkeit,

Und es liege in seiner Roßhärigkeit

Der Trieb zum Wandern. Da rief es: »Adieu!«

Und damit schnellte es sich in die Höh’.

Ein Mensch saß auf besagter Matratze.

Das Roßhaar hüpfte auf seine Glatze,

Und weil es sehr gut gedieh an dem Orte,

So wuchsen dort bald noch mehr von der Sorte.

картинка 73

Miliz

»Sie haben sich gestern schrecklich betragen!«

Wollte das Putzleder zur Trommel sagen.

Aber die Trommel spannte schnell

Ihr dickes Fell

Und begann einen donnernden Wirbel zu schlagen,

Na – und da blieb dem Putzleder vor Schrecken

Das Wort im Munde stecken.

картинка 74

Es war ein Stahlknopf irgendwo

Es war ein Stahlknopf irgendwo,

Der ohne Grund sein Knopfloch floh.

(Vulgär gesprochen: Es stand offen.)

Ihm saß ein Fräulein vis-à-vis.

Das lachte plötzlich: Hi hi hi.

Da fühlte sich der Knopf getroffen

Und drehte stumm

Sich um.

Solch’ Peinlichkeiten sind halt nur

Die schlimmen Folgen der Kultur.

картинка 75

An der Zehe

An der Zehe gleich vorn

Saß ein Leichdorn.

Der Bader, den man befragte,

Der sagte:

Der Leichdorn sei eine Sommersprosse.

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Verzeihe mir, Leser, diese Posse!

Als ich noch ein

Seepferdchen war

Seepferdchen

Als ich noch ein Seepferdchen war,

Im vorigen Leben,

Wie war das wonnig, wunderbar,

Unter Wasser zu schweben.

In den träumenden Fluten

Wogte, wie Güte, das Haar

Der zierlichsten aller Seestuten,

Die meine Geliebte war.

Wir senkten uns still oder stiegen,

Tanzten harmonisch umeinand,

Ohne Arm, ohne Bein, ohne Hand,

Wie Wolken sich in Wolken wiegen.

Sie spielte manchmal graziöses Entfliehn,

Auf daß ich ihr folge, sie hasche,

Und legte mir einmal im Ansichziehn

Eierchen in die Tasche.

Sie blickte traurig und stellte sich froh,

Schnappte nach einem Wasserfloh

Und ringelte sich

An einem Stengelchen fest und sprach so:

Ich liebe dich!

Du wieherst nicht, du äpfelst nicht,

Du trägst ein farbloses Panzerkleid

Und hast ein bekümmertes altes Gesicht,

Als wüßtest du um kommendes Leid.

Seestütchen! Schnörkelchen! Ringelnaß!

Wann war wohl das?

Und wer bedauert wohl später meine restlichen Knochen?

Es ist beinahe so, daß ich weine –

Lollo hat das vertrocknete, kleine

Schmerzverkrümmte Seepferd zerbrochen.

картинка 76

Seehund zum Robbenjäger

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