Joachim Ringelnatz - Schöne Gedichte

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Joachim Ringelnatz ist ein Klassiker der komischen Muse, ein Leichter mit Tiefgang. Spielerisch, frech, unkonventionell und feinsinnig widmet Ringelnatz seine Verse den alltäglichen Dingen des Lebens und schlägt dabei einen Haken ins Philosophische. Mit scheinbarer Leichtigkeit begegnet er den «großen Fragen» menschlicher Existenz. Dieses Buch bietet einen Querschnitt durch das Werk von Ringelnatz. So skurril wie das, WAS er erzählt, ist die Sprache WIE er es erzählt; poetisch und derb, kindlich naiv und gewitzt, geradeweg und manchmal wunderschön geringelt wie die Seepferdchen, denen er seinen Namen entlehnte

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Heute morgen. – Hast du in Berlin

Das je gehört? – Sie sang, so schien

Es mir, für mich, für Ringelnatz.

Und gab mir doch Verlegenheit,

Weil sie dasselbe Jauchzen sang,

Das allen Dichtern früherer Zeit

Durchs Herz in ihre Verse klang.

In schöne Verse!

Nachtigall,

Besuche bitte ab und zu

Den Sachsenplatz;

Dort wohne ich. – Ich weiß, daß du

Nicht Verse suchst von Ringelnatz.

Und hatten doch die Schwärmer recht,

Die dich besangen gut und schlecht.

картинка 33

Im Park

Ein ganz kleines Reh stand am ganz kleinen Baum

Still und verklärt wie im Traum.

Das war des Nachts elf Uhr zwei.

Und dann kam ich um vier

Morgens wieder vorbei,

Und da träumte noch immer das Tier.

Nun schlich ich mich leise – ich atmete kaum –

Gegen den Wind an den Baum

Und gab dem Reh einen ganz kleinen Stips.

Und da war es aus Gips.

картинка 34

Der Globus

»Wo sitzt«, so frug der Globus leise

Und naseweise die weise, weiße,

Unübersehbar weite Wand,

»Wo sitzt bei uns wohl der Verstand?«

Die Wand besann sich eine Weile,

Sprach dann: »Bei dir – im Hinterteile!«

Nun dreht seitdem der Globus leise

Sich um und um herum im Kreise –

Als wie am Bratenspieß ein Huhn,

Und wie auch wir das schließlich tun –,

Dreht stetig sich und sucht derweil

Sein Hinterteil, sein Hinterteil.

картинка 35

»Oh«, rief ein Glas Burgunder

»Oh«, rief ein Glas Burgunder,

»Oh, Mond, du göttliches Wunder!

Du gießt aus silberner Schale

Das liebestaumelnde, fahle,

Trunkene Licht wie sengende Glut

Hin über das nachtigallige Land – –«

Da rief der Mond, indem er verschwand:

»Ich weiß! Ich weiß! Schon gut! Schon gut!«

картинка 36

Bumerang

War einmal ein Bumerang;

War ein weniges zu lang.

Bumerang flog ein Stück,

Aber kam nicht mehr zurück.

Publikum – noch stundenlang –

Wartete auf Bumerang.

картинка 37

Logik

Die Nacht war kalt und sternenklar,

Da trieb im Meer bei Norderney

Ein Suahelischnurrbarthaar. –

Die nächste Schiffsuhr wies auf drei.

Mir scheint da mancherlei nicht klar,

Man fragt doch, wenn man Logik hat,

Was sucht ein Suahelihaar

Denn nachts um drei am Kattegat?

Lustig quasselt

Lustig quasselt der seichte Bach.

Scheinchen scheppern darüber flach.

Stumm gegen die Wellchen steht ein Stein,

Sieht – wie mir scheint –

Ernst aus und verweint.

Denn es macht traurig, unbequem zu sein.

картинка 38

Weiß nicht mehr, was ich sagen wollte

Angegriffen und doch unversehrt

Rollt ein Bächlein zu Tale.

Und ein Stahlhelm ist umgekehrt

Eine stillende Schale.

Mancher Dieb wird erwischt.

Jedes Leben erlischt.

Zu dem Staubgefäß in der Dolde

Schleicht sich auch mancher Dieb –

Ich weiß gar nicht mehr, was ich sagen wollte –

Sei lieb!

картинка 39

Ein Kehlkopf litt an Migräne

Ein Kehlkopf litt an Migräne

Und schrie wie eine Hyäne,

Er schrie sich wund.

Doch als ihm niemand zu Hilfe kam

Und niemand ein Geschrei vernahm,

War er auf einmal – – – gesund.

Ein Pinsel mit sehr talentvollen Borsten

Ein Pinsel mit sehr talentvollen Borsten,

Der mußte viel hungern und viel dorsten.

Er war 60 Jahre alt und hieß Tipfelchen.

Aus festem Tannenholz war sein Stiel.

Er malte, und was er malte, gefiel.

Doch, wie gesagt, er litt Hunger und Durst.

Da kam eine junge fettige Wurst.

Sie wog 500 Gramm und war vom Stamme Rindvieh.

Kaum hatte der Pinsel die Wurst gesehn,

Blieb er stehn.

Bückte sich tief dabei,

Knickte dann schief entzwei.

Die Wurst aber, mit Namen Schulze,

Sagte: »Mein lieber Tipfelchen,

Hier hast du ein Wurstzipfelchen,

Male mir mal drei Meter Sulze.«

картинка 40

Abschiedsworte an Pellka

Jetzt schlägt deine schlimmste Stunde,

Du Ungleichrunde,

Du Ausgekochte, du Zeitgeschälte,

Du Vielgequälte,

Du Gipfel meines Entzückens.

Jetzt kommt der Moment des Zerdrückens

Mit der Gabel! – – Sei stark!

Ich will auch Butter und Salz und Quark

Oder Kümmel, auch Leberwurst in dich stampfen.

Mußt nicht so ängstlich dampfen.

Ich möchte dich doch noch einmal erfreun.

Soll ich Schnittlauch über dich streun?

Oder ist dir nach Hering zumut?

Du bist ein so rührend junges Blut. –

Deshalb schmeckst du besonders gut.

Wenn das auch egoistisch klingt,

So tröste dich damit, du wundervolle

Pellka, daß du eine Edelknolle

Warst und daß dich ein Kenner verschlingt.

картинка 41

Meine Schuhsohlen

Sie waren mir immer nah.

Obwohl ich sie selten sah,

Die Sohlen meiner Schuhe.

Sie waren meinen Fußsohlen hold.

An ihnen klebt ewige Unruhe

Und Dreck und Blut und vielleicht sogar Gold.

Sie haben sich aufgerieben

Für mich und sahen so selten das Licht.

Wer seine Sohlen nicht lieben

Kann, liebt auch die Seelen nicht.

Mir ist seit einigen Tagen

Das Herz so schwer.

Ich muß meine Sohlen zum Schuster tragen,

Sonst tragen sie mich nicht mehr.

картинка 42

Es war einmal ein Kragenknopf

Es war einmal ein Kragenknopf

Mit einer Mechanik am Kopf.

Der Kragenknopf saß im Genick.

Er schnipste mit der Mechanik,

Worauf mit unheilvollem Klang

Ein Kragen, der den Hals umschlang,

Elastisch aus der Angel sprang.

Ein Finger mühte sich durch Knipsen,

Ihn wieder richtig einzuschnipsen,

Doch weil ihm das nicht wollte glücken,

Ergriff besagter Kragenknopf

Schnell die Gelegenheit beim Schopf

Und rutschte an des Menschen Rücken

Mit nie geahnter Blitzesschnelle

Hinab nach jener düstern Stelle,

Die sich der arme Mensch verletzt,

Wenn er sich auf was Spitzes setzt.

картинка 43

Die Schnupftabaksdose

Es war eine Schnupftabaksdose,

Die hatte Friedrich der Große

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