Alexander Schug - Wer ist schon alt?

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Wir alle haben spontane Assoziationen zum «Alter». Oft ist das Alter angstbeladen, doch genauso wird es als Befreiung und Erkenntnisgewinn erlebt. In zahlreichen Darstellungen und Schriften von der Antike bis heute spiegeln sich diese Positionen zum Alter wider. Die Autoren zeichnen unsere Einstellung zum Alter und den Alten im Lauf der Geschichte nach – und präsentieren eine bebilderte und erkenntnisreiche
Kulturgeschichte des Alterns. Sie zeigen, wie sich unsere Einstellungen zu den Alten und die Selbstbilder der heute manchmal zu «golden agers» verklärten Generation über die Jahrhunderte veränderten. Das Thema ist von aktueller Brisanz: Angesichts der seit einigen Jahren prophezeiten «Vergreisung der Gesellschaft» und den für manchen sich daraus ergebenden «Sorgen» wird das Alter auf seine Potentiale hin untersucht – und festgestellt: Das Alter hat in der Geschichte viele Gesichter gehabt und wird heute als immer vielschichtigere Lebensphase erkannt.

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Angesichts der heutigen Debatten muss gefragt werden ob die Errungenschaft des - фото 4

Angesichts der heutigen Debatten muss gefragt werden, ob die Errungenschaft des Ruhestands noch aktuell ist – und ob wir uns das jetzige Rentensystem noch leisten und die sich abzeichnende Privatisierung des Systems hinnehmen wollen. Letztlich verbindet sich damit die Frage, ob wir uns wieder in eine Phase der Altersfeindschaft begeben – oder ob die ethischen Standards dieser Gesellschaft ausreichen, um Alte als selbstverständlich akzeptierte Gruppe, die keine Belastung darstellt, zu empfinden. Zu letzterem würde auch gehören, sozial-biologistischen Weltbildern und Apologeten der „Überalterung“ Paroli zu bieten. Denn von diesen kulturkritischen Perspektiven ist es nicht weit zu Vorstellungen von der Degeneration des Volkskörpers durch Geburtenrückgang, Individualismus, Geburtenkontrolle, Frauenerwerbstätigkeit. 5Die Vorstellung einer Überalterung der Gesellschaft war schon um 1900 aufgekommen und hatte im Nationalsozialismus zu den überwiegend erfolglosen Versuchen geführt, durch Zulagen und Auszeichnungen, die Geburtenraten zu steigern, weil man den Untergang der Nation fürchtete – ein durch und durch nationalistisches und sozial-biologistisches Motiv, dessen Kern die „arische Volksgemeinschaft“ war. Um so verwunderlicher ist es, dass dieser Zusammenhang bis heute sozialpolitische Relevanz hat.

Paradoxerweise stehen alle negativen Szenarien des Alterns und der alternden Gesellschaft letztlich im Gegensatz zu dem großen historischen Projekt, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern, die medizinische Versorgung zu gewährleisten, in Frieden und Gesundheit aufzuwachsen. Jahrhunderte über haben die Menschen dafür gekämpft, alt zu werden. Wo dieser Traum biblischen Alters Realität wird, stellen sich vermehrt Sorgen und Warnungen ein, denn die alternde Gesellschaft ist eine Gesellschaft, in der weniger Kinder geboren werden, der quasi die Jugend verloren geht. Doch hier wird ein unheilvoller Zusammenhang aufgemacht. Nach wie vor macht das Schlagwort der Überalterung der „Deutschen“ die Runde, denn bis zum Jahr 2020 soll der Anteil der Alten auf fast 30 Prozent ansteigen. Solche Zahlen taugen jedoch nicht wirklich als Schreckensszenario. Erstens sollte man sich die historischen Wurzeln solchen Denkens vor Augen führen, zweitens leben wir heute in einer Zeit globaler Vernetzung. Die Weltbevölkerung steigt insgesamt dramatisch, die Reproduktion der Menschen ist also nicht in Gefahr. Höhere Zuwanderungsraten in Deutschland ließen das Überalterungsproblem, wenn es denn eines ist, schnell vergessen – man müsste sich nur davon lösen, die deutsche Gesellschaft als Abstammungsgesellschaft auf Blutbasis anzusehen. Außerdem lassen die Szenarien der Überalterung nicht nur den Faktor der Migration außer Acht, sondern auch, dass Geburtenraten wieder steigen können. Die jetzigen demografischen Tendenzen sind also nicht für die Ewigkeit zementiert. 6

Wenn das Alter als normaler Zustand menschlicher Existenz ohne die Suggestion der Verderbnis und Zukunftsunfähigkeit wahrgenommen wird, wird es gelingen, die Geschichte des Alterns in ihrem jetzigen Stadium positiv zu deuten. Dieses Buch kann dazu vielleicht einen Beitrag bieten, in dem es die Hitzigkeit aktueller Debatten relativiert und vor Augen hält, was in anderen Zeiten am Alter geschätzt wurde. Es zeigt aber auch, wohin eine Gesellschaft steuert, die nichts mit ihren Alten anzufangen weiß.

Das Buch präsentiert eine Geschichte des Alterns. Grundlage der Darstellung sind die antiken und mittelalterlichen Quellen, die kurz zusammengefasst werden. Den Schwerpunkt bildet die Zeit seit dem 17./18. Jahrhundert, in dem sich die moderne Welt anfing herauszubilden und grundlegende, bis heute aktuelle Aspekte einer Alternsgeschichte deutlich werden. In chronologischer Folge und mit Konzentration auf den deutschen Kulturraum werden die Konjunkturen der Altersverehrung und -feindschaft vorgestellt. Dabei wird vor allem deutlich, dass die demografischen Entwicklungen und die Organisation des Zusammenlebens der Generationen vor allem als eine ökonomische Frage zu verstehen ist, die das Altern und den Umgang mit den Alten in unterschiedlicher Stärke immer auch als Lackmustest ethischmoralischer Standards erscheinen lässt. Es wäre dabei im Übrigen viel zu verkürzt, alt sein etwa als eine durch kapitalistische Praxis verursachte prekäre Phase des Lebens darzustellen. Problematisch war das Altern schon lange vor der Phase des Kapitalismus, ebenso wie die Geschichte der Alten in der DDR zeigt, dass auch ein sozialistisches System – trotz aller Propaganda – nicht zur Lösung der Integrationsprobleme der Alten beigetragen hat.

Wer ist schon alt?

Wenn man über Alte schreibt, muss eines vorausgeschickt werden: Ab wann ist man alt? In der Altersforschung unterscheidet man heute zwischen dem dritten und vierten Lebensalter, um zwei Kategorien von Alten zu beschreiben. Dem dritten Lebensalter gehören demnach die 60-80jährigen an, dem vierten die 80-100jährigen. Bei der einen Gruppe spricht man von jungen Alten, bei den anderen von alten Alten. 7Aber solche Einteilungen sind problematisch. Das erlebte Alter entspricht oft nicht dem biologischen Alter und erst recht nicht dem chronologischen Alter. Schließlich muss das Alter auch erst einmal erfahren werden, um das „alt sein“ überhaupt relevant werden zu lassen. Die Auseinandersetzung mit dem Altern ist Teil des Alterns selbst – und diese Auseinandersetzung kann erfolgreich sein oder auch nicht, „und auch sie kann durch das Altern selbst so beeinflusst werden, dass sie unserem Altern in unterschiedlicher Weise einen Stempel aufdrückt“. 8Dass dem biologischen Altern ein gewisser Stempel aufgedrückt wird, es positiv oder negativ erfahren wird, hängt immer auch damit zusammen, wie geistig fit jemand ist, und wie sehr man sich noch darüber freuen kann. Altern ist damit auch – neben allen gesellschaftlichen Zuschreibungen – ein individueller Prozess.

Aktuelle Definitionen des Alters auf die Geschichte zu übertragen ist - фото 5

Aktuelle Definitionen des Alters auf die Geschichte zu übertragen, ist problematisch. In Zeiten, in denen die Menschen kaum älter als 40 Jahre alt wurden, kann beispielsweise die Definition der jungen und alten Alten kaum angewandt werden. Berufstätigkeit als Bewertungsmaßstab fürs Altsein anzusehen, ist ebenso fragwürdig. Denn nicht jeder war und ist heute berufstätig und wird trotzdem alt, zudem ist der „Ruhestand“ in Abgrenzung zur Berufstätigkeit eine Kategorie, die weitgehend eine Erfindung der Moderne ist. Über viele Jahrhunderte schufteten die Menschen sprichwörtlich bis zum Umfallen. Altsein wird deshalb im Folgenden relativ weit gefasst – es ist vor allem eine Zuschreibung von außen, die von der jeweiligen Epoche, demografischen Grunddaten, gesellschaftlichem Status, Geschlecht und auch geltendem Recht abhängt und, wo die Quellen es zulassen, auch persönliche Sichtweisen einbezieht.

Das Alter –

Höhepunkt des Lebens oder Grund zur Klage?

Antike und mittelalterliche Perspektiven

„Man ist so alt, wie man sich fühlt“: Alter war – soweit man es in den Quellen über die Geschichte zurückverfolgen kann – immer schon eine Einstellungssache. Ob es ein Zugewinn sei, alt zu werden oder nicht, darüber schieden und scheiden sich die Geister. Doch heute wie früher kommen nicht alle dazu, sich über dieses Problem Sorgen zu machen. Nicht einmal in unserer Zeit werden alle Menschen alt. Die Lebenserwartung wird sehr stark dadurch beeinflusst, wo und in welche Schicht man hineingeboren wird.

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