Tomàs de Torres - Der Narrenturm

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"Der Ablieferungstermin ist in einer Woche!" Miguel Hermano traten die Schweißperlen auf die Stirn. Dabei sollte er diesmal gar keinen kompletten SM-Roman abliefern, sondern nur das allererste Kapitel. Allerdings war der Auftraggeber kein Verlag, sondern der Entführer seiner Frau María. Wenn er sie lebend wiedersehen wolle, müsse er – Woche für Woche ein Kapitel – einen Roman mit dem Titel «Der Narrenturm» schreiben, einen SM-Roman über die schaurig-schönen, mit allerlei Zwangsjacken, Fesseln und Gittern ausgestatteten Irrenhäuser vergangener Jahrhunderte.
Hermano macht sich umgehend an die Arbeit – an die literarische und an die fieberhafte Recherche nach dem Entführer. Bald schon stellt sich heraus, dass der Entführer selbst einen alten Narrenturm besitzt – und es stellen sich neue Fragen: Welche Rolle spielt María wirklich? Ist alles nur inszeniert und vorgetäuscht? Zu welchem Zweck? Mehr und mehr verwischen sich die Grenzen zwischen Roman und Realität, und für Miguel Hermano beginnt ein Tanz auf dem Vulkan …
Ungekürzte Ausgabe; (die Papierback-Ausgabe ist gekürzt)

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– ein Kokon –

um sein Herz und drohte, ihn zu erdrücken.

Er trank den Kaffee im Stehen, während er durch das Küchenfenster auf die Zufahrt starrte, ohne tatsächlich etwas wahrzunehmen. Der Entführer hatte angekündigt, die »detaillierten Anweisungen« im Laufe der nächsten Tage zu schicken, hatte aber keine Aussage darüber gemacht, auf welchem Weg dies geschehen werde. Am wahrscheinlichsten, überlegte Miguel, war natürlich der Postweg …

Einem plötzlichen Impuls folgend zog er den Hausschlüssel aus der Hosentasche, in der er ihn stets trug, seit er sich vor vielen Jahren zum ersten und bislang einzigen Mal selbst ausgesperrt hatte, und ging die wenigen Meter zum Briefkasten. Natürlich wurde sonntags keine Post ausgetragen, aber vielleicht …

Er hörte bereits am dumpfen Klang des Metalls, als er den Schlüssel umdrehte, dass der Kasten nicht leer war. Als die Tür aufschwang, fiel ihm ein brauner Umschlag im C4-Format entgegen. Miguel drehte ihn um: Ein unbeschriebenes Geschäftskuvert, keine Zieladresse, kein Absender und natürlich auch keine Briefmarke. Dennoch bestand kein Zweifel daran, wer diesen Umschlag in seinen Briefkasten geworfen hatte – persönlich! Wann war das geschehen? Letzte Nacht? Eigentlich, erkannte Miguel, hätte der Entführer den Umschlag bereits gestern nachmittag dort deponieren können, denn er oder María leerten den Kasten stets mittags.

Mit weichen Knien ging er zurück ins Haus und setzte sich an den Esstisch, wo immer noch der gestrige Brief lag. Er schob ihn zur Seite, nahm das Messer und öffnete das große Kuvert langsam, beinahe übervorsichtig. Er entnahm ihm drei ungefaltete Blätter – ein zweiseitiger Brief, wieder mit dem Computer geschrieben, und ein Blatt mit etwas, das wie eine Grund- und Aufrissskizze eines alten Turms aussah.

Miguel las zunächst den Brief.

Werter Sr. Hermano – oder vielleicht besser: Lieber Sr. Hermano, denn schließlich kennen wir uns ja bereits! Und wir werden uns im Laufe der nächsten Wochen und Monate noch wesentlich besser kennenlernen.

Lassen Sie mich zunächst auf den Punkt zu sprechen kommen, der Sie vermutlich am meisten interessiert (zumindest hoffe ich das): Ihrer Frau geht es, den Umständen gemäß, gut; sie ist nicht verletzt und hat auch anderweitig keinen körperlichen Schaden davongetragen. Ich habe mich bemüht, es ihr so bequem wie möglich zu machen. Natürlich sind dieser Bequemlichkeit dort Grenzen gesetzt, wo es darum geht zu verhindern, dass sie sich selbstständig macht und ohne meine Einwilligung zu Ihnen zurückkehrt … Aber sie scheint sich allmählich an die Zwangsjacke und die stählernen Fußfesseln zu gewöhnen. Nur stubenrein ist sie nicht, das muss ich leider tadelnd anmerken.

Kommen wir nun ohne weitere Umschweife zu den in meinem einführenden Schreiben versprochenen Anweisungen, wie Sie Ihre Frau möglichst bald und unversehrt wieder in Ihre Arme schließen können. Ich hatte bereits geschrieben, dass Sie mich als großen »Fan« Ihrer Romane betrachten können, und als solcher habe ich nur einen sehnlichen Wunsch, den zu erfüllen einem routinierten Autor wie Ihnen keine allzu großen Mühen machen sollte. Und angesichts der Umstände denke ich, dass Sie mir diesen Wunsch kaum abschlagen werden :-) Ich möchte, dass Sie einen Roman exklusiv für mich schreiben! Sehr gerne dürfen Sie ihn mir auch widmen – schließlich würde er ohne mich niemals geschrieben werden, nicht wahr? –, doch bestehe ich nicht auf diesem Punkt; ich überlasse dies Ihrem Gefühl für Takt und Höflichkeit. Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, habe ich bereits einen Titel und auch einen Schauplatz für Ihren neuen Roman ausgewählt: »Gefangen im Narrenturm«! Sie wissen doch, was damit gemeint ist, oder? Ah, ich bin mir dessen ganz sicher! In der so oft zitierten »guten, alten Zeit«, in der es weder Heizung noch eine halbwegs brauchbare medizinische Versorgung noch Arbeitslosen- oder Rentenversicherung gab, steckte man die Geisteskranken oder diejenigen, die man dafür hielt (oder halten wollte), einfach ins Gefängnis und ließ sie dort in ihrem eigenen Unrat verrotten. Später, sagen wir vor zwei- bis dreihundert Jahren, schuf man dann eigene »Anstalten« für solche Problemfälle, von denen man einige aufgrund ihrer Form als »Narrentürme« bezeichnete. Ich möchte nun, dass Ihr neuer Roman – den Sie mir gerne widmen dürfen, hatte ich das bereits erwähnt? – einen solchen »Narrenturm« zum Hauptschauplatz hat, daher auch der Titel. Ich wage gar nicht daran zu denken, was für »erbauliche« Szenen ein Autor wie Sie in diesem Turm inszenieren kann! Die Insassen dieser Anstalten waren, zumindest in früheren Zeiten, weitgehend sich selbst überlassen; eingekerkert und teils angekettet, manche in Einzelhaft (wussten Sie, dass man Käfige wie für Raubtiere verwendete?), andere gemeinsam, ohne einen Unterschied zwischen Männlein und Weiblein zu machen! Und alle zusammen waren sie der Willkür und Dekadenz der Aufseher ausgeliefert …

Aber natürlich muss der Roman nicht unbedingt in der Vergangenheit spielen; er kann auch in der heutigen Zeit angesiedelt sein, das überlasse ich ganz Ihnen und Ihrer bewährten Phantasie! Wichtig ist nur eines: Er muss, wie Ihre anderen Romane auch, für die Sie in gewissen Kreisen so bekannt sind, genügend anschauliche Beschreibungen der Insassen und ihres, ähem, schrecklichen Schicksals enthalten …

So viel zum Inhalt. Wie gesagt, alles andere bleibt Ihnen überlassen. Damit Sie sich ein Bild des Schauplatzes machen können, habe ich den Plan eines solchen Turms beigelegt. Ich bitte Sie, sich unbedingt an diesen zu halten! Tun Sie es nicht, würde Ihre Frau es sehr bereuen – und Sie letztlich auch, wenn Ihnen diese nicht ganz gleichgültig ist! Zu dem Plan wäre noch hinzuzufügen, dass sich etwa 40 Meter vom Turm entfernt eine alte Stallung befindet, die nicht mehr verwendet wird, aber noch einigermaßen »gut in Schuss« ist. Vielleicht können Sie damit etwas anfangen? Ach ja, und das den Turm und die Stallung umgebende Gelände ist leicht hügelig (wirklich nur ein wenig gewellt), sehr dicht bewaldet (man sieht den Turm erst, wenn man nur noch zwanzig oder dreißig Meter davon entfernt ist) und ziemlich abgelegen – noch abgelegener als Ihr Landsitz!

Zurück zu dem Roman. Damit Sie nicht der zweifellos aufkommenden Versuchung erliegen, mir ein Novellchen oder gar eine Kurzgeschichte als »Roman« anzudrehen, sollte er einen Umfang von, sagen wir, mindestens zehn Kapiteln zu jeweils mindestens zwölf Manuskriptseiten haben. Diesen Wunsch werden Sie mir (und Ihrer Frau …) doch nicht abschlagen, oder? Schließlich weiß ich, dass Ihre letzten Romane jeweils ein Mehrfaches dieses Volumens hatten! Des weiteren bitte ich Sie dringend, mir jede Woche mindestens ein Kapitel zuzusenden! Im Gegenzug erhalten Sie jeweils eine aktuelle Fotografie Ihrer Frau, die Ihnen anzeigen wird, dass sie noch lebt und sehnsüchtig auf die Vollendung des Romans wartet, der ihre umgehende Freilassung folgen wird.

Sie sehen: Es liegt ausschließlich an Ihnen, wie lange es dauern wird, bis Sie Ihre Frau wieder in den Armen halten können! Also hurtig, hurtig an die Arbeit! Ihre Frau ist für jeden Tag, den Sie das Manuskript früher beenden, dankbar, dafür werde ich schon sorgen :-)

Ach so, beinahe hätte ich das Wichtigste vergessen: die Art der Übergabe der einzelnen Kapitel! Die ist, dank unserer modernen Zeit und ihrer Errungenschaften, denkbar einfach: Senden Sie die Textdateien via E-Mail an folgende Adresse: »warden@foolstower.ph«! Die Antwort erfolgt jeweils baldmöglichst; ob per Mail oder Post oder auf welche Weise auch immer.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und hoffe auf einen spannenden und erbaulichen Roman! Und ich erwarte das erste Kapitel baldigst!

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