Tomàs de Torres - Der Narrenturm

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"Der Ablieferungstermin ist in einer Woche!" Miguel Hermano traten die Schweißperlen auf die Stirn. Dabei sollte er diesmal gar keinen kompletten SM-Roman abliefern, sondern nur das allererste Kapitel. Allerdings war der Auftraggeber kein Verlag, sondern der Entführer seiner Frau María. Wenn er sie lebend wiedersehen wolle, müsse er – Woche für Woche ein Kapitel – einen Roman mit dem Titel «Der Narrenturm» schreiben, einen SM-Roman über die schaurig-schönen, mit allerlei Zwangsjacken, Fesseln und Gittern ausgestatteten Irrenhäuser vergangener Jahrhunderte.
Hermano macht sich umgehend an die Arbeit – an die literarische und an die fieberhafte Recherche nach dem Entführer. Bald schon stellt sich heraus, dass der Entführer selbst einen alten Narrenturm besitzt – und es stellen sich neue Fragen: Welche Rolle spielt María wirklich? Ist alles nur inszeniert und vorgetäuscht? Zu welchem Zweck? Mehr und mehr verwischen sich die Grenzen zwischen Roman und Realität, und für Miguel Hermano beginnt ein Tanz auf dem Vulkan …
Ungekürzte Ausgabe; (die Papierback-Ausgabe ist gekürzt)

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Als er die Tür des »Spielzimmers« öffnete, stellte er fest, dass er vorhin vergessen hatte, das Licht zu löschen. Cristinas braune Rehaugen sahen ihn flehend an.

»Bitte, Herr!«

Miguel nickte und drückte einen Knopf auf dem kleinen, neben der Tür in Augenhöhe angebrachten Schaltpult. Summend aktivierte sich der Elektromotor, und die Sklavin begann, sich langsam herabzusenken. Als sie mit dem Rücken den Boden berührte, drückte Miguel den Knopf erneut, und das Summen verstummte.

»Du kannst nicht länger hierbleiben«, sagte er, während er die ledernen Manschetten an ihren Hand- und Fußgelenken löste. »María musste heute nachmittag überraschend zu ihren Eltern nach Murcia, im Süden – ein Trauerfall in der Familie!« Dann wurde ihm bewusst, dass diese Aussage nicht ganz mit seinem Verhalten vorhin zusammenpasste, als er Cristina nach dem Verbleib seiner Frau gefragt hatte. »Sie hat mich soeben angerufen«, fügte er hastig hinzu. »Ich habe den ganzen Tag geschrieben und nichts gehört.«

Meine Güte, dachte er, wenn ich bereits ihr gegenüber ins Schlingern komme, was passiert dann erst, wenn mich ein anderer nach meiner Frau fragt? Plötzlich begann er zu ahnen, dass die Forderung des Entführers nach Heraushaltung der Polizei vielleicht nicht so einfach zu erfüllen sein würde.

Doch Cristina hatte offensichtlich andere Sorgen, als sich um den Wahrheitsgehalt seiner Worte zu kümmern. Sie stöhnte und reckte sich. Dann kniff sie die Beine zusammen. »Bitte Herr, ich muss zur Toilette, ich kann es nicht mehr halten …«

Miguel seufzte. Natürlich gab es keine Toilette im »Spielzimmer«, nicht einmal in dem kleinen, eingebauten Duschraum. Das hatte »psychologische« Gründe. Denn sowohl für María als auch für ihn selbst war es unvorstellbar, dass eine Sklavin, so lange sie sich in ihrem Haus befand, eine Toilette benutzte. Bei länger dauernden Sitzungen pflegte María, sehr zu Cristinas Leidwesen, mit Windeln oder Gummihosen zu arbeiten; bei anderen Gelegenheiten musste ein alter Eimer diesem Zweck dienen. Selten ließ María sich ihre Sklavin in ein Sektglas erleichtern, aus dem diese anschließend ihren eigenen »Sekt« wieder genießen durfte …

Doch für so etwas hatte Miguel im Moment weder Zeit noch Lust. Er holte den Eimer aus dem Duschraum und stellte ihn vor Cristina hin, die sich unverzüglich darüber kauerte. Als Sklavin – wenn auch nur Freizeit- oder Wochenendsklavin – verfügte sie über keinerlei Recht auf so etwas wie ein Schamgefühl.

Während Miguel zusah, wie Cristina sich erleichterte, dachte er darüber nach, was er über sie wusste. Viel war es nicht: Das Paar hatte sie durch Miguels Bücher kennengelernt. María, die die im Laufe der Jahre langsam, aber stetig anwachsende Leserpost ihres Mannes erledigte – und dies mit großem Vergnügen, etwas, das Miguel nie verstanden hatte –, hatte ihm ihren Brief mit dem aufgeklebten Foto in die Hand gedrückt und dazu gesagt: »Die will ich haben!«

Und sie hatte sie bekommen, wenn auch nur an jedem zweiten oder dritten Wochenende; seltener für längere Zeit, wenn Cristina Urlaub hatte. Die neue Sklavin hatte bereits einschlägige Erfahrungen hinter sich gehabt, wie das Piercing und die Narben zeigten, und sie war wohl auf der Suche nach jemandem gewesen, dem sie vertrauen konnte – und mit dem sie nicht gleich ein Lebensbündnis eingehen musste. Miguel wusste, dass Cristina in Barcelona arbeitete, aber der Name ihrer Firma war ihm entfallen, falls er ihn überhaupt jemals gekannt hatte. Jedenfalls war es eine Software-Firma, und Cristina hatte darin irgendeine leitende Position inne; Oberkante der mittleren Führungsschicht oder so etwas. Die Softwarebranche war nach wie vor praktisch eine reine Männerdomäne, und so hatte Cristina bei ihrer Arbeit wohl schwer zu kämpfen. Und immer dann, wenn sie der berufliche Stress zu überwältigen drohte, kam sie hierher, um einige Tage in absoluter »Entspannung« zu verbringen.

Als sie fertig war, ging sie mit dem Eimer in den Duschraum und entleerte ihn in dessen Abfluss. Dann spülte sie ihn mit Wasser aus und stellte ihn zurück an seinen Platz. Zurück bei Miguel kniete sie sich nieder, den Kopf in der Höhe seines Schritts, und blickte ihn fragend an.

Er schüttelte den Kopf. »Nicht jetzt! Du musst gehen. María wird sich bei dir melden, wenn du wieder kommen kannst. Ich habe heute und morgen keine Zeit für dich!«

Cristina schlug die Augen nieder, dann nickte sie wortlos. Sie stand auf und wartete, während er die schwere Eisentür öffnete. Es war ungeschriebenes Gesetz, dass die Sklavin niemals die Tür des »Spielzimmers« berühren durfte, sei es von außen oder von innen.

Draußen kleidete sie sich rasch und schweigend an. Miguel betrachtete von hinten das Spiel ihres Keuschheitspiercings, als sie sich nach dem Slip bückte. Wie lange mochte kein Mann sie mehr gehabt haben? Den Schlüssel verwahrte María, also wohl mindestens drei Jahre lang – seit Cristina zum ersten Mal in dieses Haus gekommen war. Vielleicht aber auch viel länger …

Endlich war Cristina fertig. Miguel geleitete sie bis zur Haustür und nickte ihr zum Abschied zu. Als der Motor ihres Mercedes aufbrummte, saß er bereits wieder in der Küche und las den Brief ein drittes Mal.

2

Miguel hatte den Funkwecker abgestellt, was er ganz selten tat, sogar an einem Sonntag. Aber er hatte die halbe Nacht damit verbracht, sich den Kopf über das zu zerbrechen, was an diesem Tag geschehen war. Über Marías ungewisses Schicksal – möglicherweise war sie ja bereits tot, trotz der »beruhigenden« Worte des Entführers; über die Motive des »großen Unbekannten«, der beteuerte, kein Geld zu wollen; und nicht zuletzt darüber, wie er auf diese unerwartete Situation, die sein bislang ruhig und in eingefahrenen Bahnen verlaufenes Leben mit einem Schlag in tausend Stücke schmetterte, reagieren sollte.

Und er hatte zu viel Sherry getrunken.

Irgendwann in dieser Nacht war er schreiend aufgefahren, erwacht aus einem Alptraum, von dem er in seiner Kindheit oftmals gequält worden war, vor allem in Situationen großer emotionaler Belastung, der mittlerweile aber lange vergessen war; begraben im tiefsten Verlies seines Unterbewusstseins, aus dem niemals etwas entkommen konnte.

Ein Insekt … eine Fliege … ich bin eine kleine Fliege, eingeschlossen in ihren Kokon, in Dunkelheit …

Ich will den Kokon abschütteln, will mich befreien, will ans Licht, doch es geht nicht! Anstatt sich zu öffnen, wird der Kokon immer enger, erdrückt mich …

Ich kann meine Flügel nicht bewegen, kann nicht fliegen, nicht fliehen …

Der Kokon wird mich zerquetschen.

Er erwachte erst kurz nach halb zehn Uhr, was schon seit mindestens zwei Jahren nicht mehr vorgekommen war. Immerhin hielten sich die Kopfschmerzen in Grenzen. Er schalt sich einen Narren; mit Alkohol ließ sich dieses Problem gewiss nicht lösen!

Miguel verzichtete auf ein Frühstück und machte sich lediglich einen starken Kaffee. Normalerweise hätte er heute mit der Endkorrektur von »Alisons Suche« begonnen oder sich eines von mehreren halbfertigen Exposés für einen neuen Roman vorgenommen, denn er hasste nichts so sehr wie Leerlauf. Doch daran war nun natürlich nicht zu denken – er hätte sich niemals auf die Arbeit konzentrieren können.

Er wurde hin- und hergerissen zwischen dem drängenden Wunsch, die Polizei anzurufen und damit die schwere Last der Verantwortung für Marías Schicksal von seinen Schultern zu nehmen, und der Angst, der Entführer könne seine Drohung wahr machen und María töten und seine – Miguels – Existenz durch fingierte Beweise vernichten.

So oder so: Die Verantwortung, das erkannte er endlich, lag ausschließlich bei ihm; er konnte sie auf keinen anderen abwälzen. Sie legte sich wie ein eiserner Ring

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