Hier sind unsere Ergebnisse:
– 64 Prozent kämpfen mit Speckfalten am Bauch („Rettungsringe“).
– 40 Prozent leiden unter Haarausfall.
– 50 Prozent haben das Gefühl, dass sie von einer Arbeit zur nächsten hasten (wie ein aufgescheuchtes Huhn).
– 80 Prozent haben mindestens einmal pro Woche Schlafprobleme, 20 Prozent jede Nacht.
– Mehr als die Hälfte hat das Gefühl, dass der Tag nicht ausreicht, um all die Dinge zu erledigen, die erledigt werden müssen.
– 48 Prozent haben Kopfschmerzen, entweder im Rahmen der Menstruation oder unabhängig vom Zyklus.
– 48 Prozent haben Hautprobleme, von Ekzemen bis zum Dünnerwerden der Haut oder vorzeitiger Hautalterung.
– Mehr als die Hälfte der Frauen fühlten sich an mindestens drei oder mehr Tagen in der vorangegangenen Woche antriebslos.
– 37 Prozent leiden unter Scheidentrockenheit (atrophische Vaginitis).
– 9 Prozent haben erhöhten Blutdruck.
Damit ist es aber nicht genug. Viele meiner Klientinnen streben bestimme Ergebnisse an, zu denen ihnen die Schulmedizin aber nicht verhelfen kann: 91 Prozent wünschen sich mehr Energie, 80 Prozent mehr Lust auf das Liebesleben, 69 Prozent eine bessere Stimmung und 26 Prozent sehnen das Ende ihrer Hitzewallungen oder der nächtlichen Schweißausbrüche herbei.
Die Angaben zeigen auf, was moderne Frauen quält. Es geht den Frauen wahrlich nicht nur darum, gut auszusehen. Sie wollen sich innerlich und äußerlich gut fühlen. Ich stelle in meiner Praxis fest, dass viele Frauen zunächst einmal glauben, nur ein Rezept für ein Medikament könne ihnen helfen, alles andere sei reine Zeitverschwendung. Bei Erwähnung des Wortes „ganzheitlich“ suchen sie das Weite. Aber ich bitte Sie eindringlich, zu bleiben. Sie (und Ihre Familie) werden letzten Endes froh darüber sein.
Meine Gedankenkarte: Die Grundlagen des Hormonausgleichs
– Die dem Körper innewohnende Weisheit anerkennen: Die natürliche Ordnung, insbesondere, was die Steuerung des Hormonstoffwechsels betrifft, ist auf Gleichgewicht ausgerichtet. Wenn wir Hindernisse aus dem Weg räumen, bewegen wir uns auf dieses Gleichgewicht zu. Dabei geht es oft eher darum, die Hindernisse zu erkennen und sie aus dem Weg zu räumen, und weniger darum, Medikamente zu verschreiben. Zu lernen, was die Hindernisse für einen bedeuten und wie man sie bearbeitet – das macht einen wesentlichen Teil des Heilungsprozesses aus.
– Die Ursachen des Ungleichgewichts identifizieren: Eine nachhaltige Gesundheit ist das Ergebnis einer Behandlung der Ursachen und nicht einer Unterdrückung der Symptome.
– In Bezug auf den Hormonersatz systemorientiert und proaktiv intelligent handeln: Arbeiten Sie lieber mit Ihrem Kontrollsystem im Gehirn zusammen, anstatt jedes Hormon zu ersetzen, dessen Spiegel niedrig ist. Richten Sie Ihren Fokus sowohl auf das, was funktioniert, als auch auf das, was nicht funktioniert.
– Keinen Schaden anrichten: Zieht man die besten Nachweise heran, auch den Goldstandard der randomisierten Studien, kommt man zu Behandlungen, die nachweislich sicher und wirksam sind.
– Eine aktive Partnerin sein: Stellen Sie sicher, dass Sie bei Ihrem Bemühen um einen ausgeglichenen Hormonhaushalt aktiv eingebunden werden. Je mehr Sie sich als gleichberechtigte Partnerin und Teilnehmerin bei Ihrem Arzt einbringen, desto besser werden Sie die Veränderungen unterstützen, die Sie gemeinsam herbeiführen.
Es ist wissenschaftlich erwiesen: Ihre Gene steuern zwar die biologischen Vorgänge, doch mit einem ziemlich einfachen, Medikamentenfreien „Rezept“ – einer nährstoffreichen Ernährung für fehlende Vorläuferstoffe und Veränderungen im Lebensstil – können Sie dafür sorgen, dass die Gene ständig im „Reparatur“-Modus bleiben. Selbst wenn in Ihrem genetischen Programm die Entwicklung von Depressionen oder Krebs vorgesehen ist, kann die Art, wie Sie essen, sich bewegen und welche Nahrungsergänzungen Sie einnehmen, die Expression – also die Transkription und Übersetzung – Ihres genetischen Codes verändern. Das gerade im Entstehen begriffene Gebiet der Epigenetik untersucht den Einfluss aus der Umwelt auf die Genexpression. Beschleunigt durch die Entschlüsselung des menschlichen Genoms stellt die Epigenetik ein faszinierendes Gebiet dar, das Informationen über genetische Modifikationen ohne Veränderung der DNA-Sequenz liefert. Das heißt im Klartext, wie ein Gen, das zum Beispiel für Fettleibigkeit kodiert, dadurch verändert werden kann, dass man stärkearmes Gemüse anstatt Törtchen isst. Sie erfahren im Laufe des Buches noch mehr darüber, wie Sie sich die Epigenetik zunutze machen können, um Ihre genetischen Veranlagungen außer Kraft zu setzen.
Ihre Gene sind nichts weiter als eine Schablone. Mit anderen Worten, Ihr Körper verfügt über eine große Anzahl von Reparatur- und Heilungsmechanismen. Wenn Sie diese „eingebauten“ Mechanismen pflegen und erweitern, können Sie Krankheiten verhindern oder sogar rückgängig machen.
Und das ist die Grundlage des Gottfried-Programms: Ganz egal, um welches Hormonproblem es sich handelt, die Lösung beginnt immer damit, dass Sie Ihre Lebensweise umgestalten – einschließlich eines nährstoffreichen Ernährungsplans, der Feststellung und Ergänzung fehlender Vorläuferstoffe für die korrekte neurohormonelle Kommunikation sowie gezielter sportlicher Betätigung. Die Entwicklung einer entsprechenden Vorgehensweise zur Beurteilung, Unterstützung und Erhaltung des hormonellen Gleichgewichts für mich und meine Klientinnen nahm mehr als zehn Jahre in Anspruch. Ich bestimmte, testete und verfeinerte einen fortschrittlichen, systematischen Ansatz, der reproduzierbar und belegt ist.
Als ich mich mit meinen eigenen Hormonschwankungen befasste, wollte ich die Ursachen aufdecken, ein maßgeschneidertes Reparaturprogramm ausarbeiten und meine Fortschritte verfolgen. Ich schöpfte aus vielen Quellen, auch aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und der indischen Medizin (Ayurveda). Im Gottfried-Programm kombiniere ich die neuesten Fortschritte und Spitzentechniken in der Medizin mit den durch die moderne Forschung neu überprüften althergebrachten Behandlungsmethoden.
Die Empfehlungen in diesem Buch beruhen auf diesem evidenzbasierten integrativen Ansatz. Die Strategie in drei Schritten ist ein sequenzielles System, zu diesem gehören
1. die Lebensweise: Ernährung, medizinisch wirksame Lebensmittel, sogenannte Nutrazeutika, und gezielte sportliche Betätigung,
2. phytotherapeutische Maßnahmen sowie
3. bioidentische Hormone.
Für die meisten meiner Empfehlungen brauchen Sie kein Rezept. Frauen, die den ersten Schritt des Gottfried-Programms wirklich ernst nehmen und sich an einen individuellen Ernährungsplan halten, zu dem spezifische Nahrungsergänzungen gehören, die die fehlenden Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren liefern sowie gezielt Sport treiben, stellen fest, dass die meisten ihrer durch die Hormonschwankungen verursachten Symptome verschwinden. Ist das nicht der Fall, machen wir mit dem zweiten Schritt weiter, den bewährten phytotherapeutischen Maßnahmen. In der Folge brauchen nur wenige Frauen noch die bioidentischen Hormone, die im dritten Schritt vorgesehen sind, und sie benötigen oft keine lang anhaltende oder hoch dosierte Therapie, weil im Vorfeld die ersten beiden Schritte bereits zum Tragen kamen.
Manchmal bedarf es nur kleiner Anpassungen, um große Veränderungen herbeizuführen. Ich genieße den Moment, wenn einer Patientin klar wird, dass sie dem befürchteten lebenslänglichen Libidoverlust durch eine spezielle Form der Meditation und einen Maca-Smoothie entgehen kann.
Dieses Buch wird Ihrem Leben eine Wendung zum Guten geben. Ich bin von Natur aus skeptisch, doch ich habe den Nutzen des Gottfried-Programms in meiner eigenen Praxis immer wieder gesehen. Als Frauen sind wir darauf konditioniert, so zu leben, dass unsere Hormone gegen uns arbeiten, und ich möchte Ihnen gerne dabei helfen, Ihre Hormone auf natürliche Weise so anzupassen, dass sie zu Ihren Verbündeten werden. Da ich immer wieder Zeugin werde, wie Frauen gesunden, wenn ihre Hormone wieder im richtigen Verhältnis zueinander stehen, da ich die Ergebnisse und den Wandel dokumentiere, der in ihrem alltäglichen Leben stattfindet, bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass das Gottfried-Programm mit sehr viel größerer Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führt als ein Rezept für ein verschreibungspflichtiges Medikament – vor allem, wenn dieses für Ihren Körper eine völlig fremde Substanz ist.
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