Jürgen Holtkamp - Verblöden unsere Kinder?

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Längst haben Medien die Kinderzimmer erobert. SchülerVZ, Chatrooms, E-Mails und Handys sind für Kinder und Jugendliche selbstverständliche Begleiter im Alltag. Viele Eltern aber fühlen sich angesichts der Medienflut überfordert und können mit den neuen technischen Entwicklungen kaum mithalten. Damit stellt sich die Frage, welche Rolle die Medien in der Erziehung spielen. Welche Auswirkungen haben sie oder sollen sie haben? Wenn Kinder in einer Gesellschaft aufwachsen, in der Multimedia, Fernsehen, Computer und Internet selbstverständlich sind, dann kann die Antwort nicht darin bestehen, sie davon fernzuhalten. Die eigentliche pädagogische Herausforderung lautet: Erziehung der Kinder zur Medienkompetenz.

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Sie mögen Kunst und Kultur, exklusive Reisen und sind überaus aufgeschlossen gegenüber technischen Innovationen. Das Einkommen ist entsprechend ihrer Ausbildung teilweise sehr hoch.

Bürgerliche Mitte:Mit 15 Prozent stellt die bürgerliche Mitte das größte Milieu dar. Der Name ist Programm: Personen dieses Milieus leben den „Mainstream“, möchten sich beruflich und sozial etablieren und verfügen über einen ausgeprägten Hang zu harmonischen Verhältnissen. Neu hinzugekommen ist in diesem Milieu die Abstiegsangst, den erreichten finanziellen und sozialen Status nicht halten zu können. Sie möchten ein angenehmes und komfortables Leben führen. Sport, Vereine und Beschäftigung mit den Kindern sind ihre Merkmale. Sie haben mittlere Bildungsabschlüsse und ein durchschnittliches Einkommen.

Konsummaterialisten:Es handelt sich dabei um die konsumorientierte Unterschicht. Die finanziellen Mittel sind sehr beschränkt, viele Angehörige dieses Milieus leben fast ausschließlich gegenwartsorientiert. Sie fühlen sich als benachteiligte Gruppe und ihre Wünsche stehen in einem eklatanten Gegensatz zu ihren finanziellen Möglichkeiten. Fehlende Schul- und Ausbildungsabschlüsse sowie ein hoher Anteil von Arbeitslosen kennzeichnen die soziale Lage dieses Milieus. Fernsehen, Unterhaltung und Spaß gehören zu den wichtigsten Freizeitinteressen.

Postmaterielle:Sie sind sehr gut gebildet, ihre Grundhaltung ist tolerant und liberal.

Dieses Milieu denkt in globalen Zusammenhängen, setzt sich kritisch mit der Globalisierung auseinander, engagiert sich für erneuerbare Energien und ist politisch. Sie sind erfolgreich im Beruf, legen Wert auf individuelle Freiräume. Weiterbildung sehen sie als lebensbegleitende Herausforderung. An Kunst und Kultur sind sie sehr interessiert. Auf Grund ihrer hohen Bildungsabschlüsse verfügen sie über ein hohes Einkommen, kaufen selektiv und umweltbewusst.

Moderne Performer:Sie sind eine junge Elite, die ein intensives Leben mit vielen Optionen führt, mit dem Ziel, ihre eigenen Leistungsgrenzen zu erfahren. Multimedia ist ihre Lebensphilosophie. Sie sind selbstständig und wollen materiellen Erfolg. Kommunikationstechnologien sind integraler Teil ihres Lebens. Ihr Konsumverhalten ist multikulturell, sie legen Wert auf das „Besondere“. Der Altersdurchschnitt liegt unter 30 Jahre, verbunden mit einem sehr hohen Bildungsniveau.

Experimentalisten:Der Name ist Programm; sie experimentieren mit Lebensstilen, Szenen und Kulturen, der Altersdurchschnitt ist unter 30 Jahre. Zwänge lehnen sie ab und werden daher auch als „Lifestyle-Avantgarde“ bezeichnet. Ihnen sind beruflicher Erfolg und sozialer Status weniger wichtig. Sie nutzen Multimedia intensiv, spielen Video- und Computerspiele, engagieren sich aber auch sozial. Kommunikation und Unterhaltung sind ihre Triebfedern, sie sind ständig unterwegs, um etwas Interessantes zu entdecken. Sie haben gehobene Bildungsabschlüsse, ein durchschnittliches Einkommen und geben das Geld für Ungewöhnliches (z. B. Extremsportarten) aus.

Hedonisten:Sie sind die junge spaßorientierte Unterschicht. Fun und Action sind die treibenden Kräfte dieses Milieus. Auffallend ist, dass ihre Alltagsrealität in krassem Widerspruch zu ihrem Lebensstil steht, sie sind nicht selten aggressiv. Für Fernsehen, Computerspiele, Fußball sowie Kneipenbesuche interessieren sie sich besonders. Weil sie gerne und viel konsumieren, steht bei ihnen die Multimedia-Ausstattung ganz weit oben auf der Einkaufsliste. Sie verfügen über einfache bis mittlere Bildungsabschlüsse, nicht selten sind sie ohne abgeschlossene Berufsausbildung.

Die Sinus-Milieus sind ein Erklärungsansatz für gesellschaftliche Entwicklungen und stellen eine Momentaufnahme der Gesellschaft dar, ohne den Anspruch zu erheben, wie die Gesellschaft sein sollte. Damit können gesellschaftliche Veränderungen besser eingeordnet und gedeutet werden. Sie zeigen, in welchen finanziellen Verhältnissen die Menschen leben, an welchen Werten sich die Menschen orientieren und welche Medien sie nutzen.

Anna und Thomas wachsen in verschiedenen Milieus auf. Anna dürfte in einem postmateriellen Milieu oder der bürgerlichen Mitte groß werden, während Thomas in einem konsumorientierten Milieu lebt. Anna nutzt Medien aktiv für die eigene Bildung, wie sie es von ihren Eltern vorgelebt bekommt, derweil hinkt Thomas fast hoffnungslos hinterher, nutzt Computer und Fernsehen fast nur zum Spielen.

Aufwachsen in der Mediengesellschaft

Globalisierung, Mobilität, Arbeitslosigkeit, gesellschaftlicher Wandel oder Enttraditionalisierung und Individualisierung sind Ausprägungen hoch entwickelter Gesellschaften, die massiv in die Familien hineinwirken und diese unter einen enormen Anpassungsdruck setzen. Familienleben ist heute völlig anders, offener gegenüber der Umwelt, die Familienbande werden lockerer und die Familie verliert ihre Exklusivität. Die Medien- und Erlebnisgesellschaft hat die Familien erreicht. Auch in ländlichen Regionen sind durch Satellitenschüsseln Fernsehserien wie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ ebenso bekannt wie in städtischen Gebieten. Die ehemalige Unterscheidung zwischen Stadt und Land lässt sich so nicht mehr aufrechterhalten.

Ist es da verwunderlich, wenn der Einfluss der Medien auf die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen zunimmt? Gleichsam stellt sich nicht nur bei den Eltern ein beklemmendes Gefühl ein, wenn Medien (zu) intensiv genutzt werden.

Führen die vielen Gewaltdarstellungen, denen Kinder und Jugendliche ausgesetzt sind, nicht zu einer Desensibilisierung? Gibt es nicht doch einen Zusammenhang zwischen den Gewaltsendungen in Film, Fernsehen und Internet und den täglichen Gewaltdelikten auf Deutschlands Schulhöfen? Täuscht etwa der Eindruck, dass Computerspielen und Internet ein hohes Suchtpotential innewohnt? Die Liste der offenen Fragen angesichts einer Medienwirklichkeit, die alle Kinder und Jugendlichen erreicht, und zwar überall in Deutschland, ist noch längst nicht beendet und zeigt, wie nah Segen und Fluch der Medien in der Kindererziehung beieinanderliegen können.

Es gibt Eltern, die deshalb versuchen, ihre Kinder in einer „medienfreien Zone“ aufwachsen zu lassen, weil sie den Einfluss der Medien auf ihre Kinder als schädlich ansehen. Das Problem dabei ist, dass dies in der Mediengesellschaft schlichtweg unmöglich ist. Selbst wenn Eltern Radio, Fernsehen, Computer und Handy aus dem privaten Umfeld verbannen, so sind diese in anderen Bezügen, bei Freunden, Nachbarn und in der Schule, vorhanden, werden gehört, gesehen und benutzt.

Für Professor Bernd Schorb müssen Medien als ein „Faktor im Sozialisationsprozess“ angesehen werden. Damit meint er, dass durch die „Interaktion“ mit Medien Werte, Normen und das Verhalten von Kindern verändert werden können. Kinder erfahren etwas über die Welt, ohne je an diesem Ort gewesen zu sein. Dokumentationen über das Leben in der Sahara, das Abschmelzen des ewigen Eises oder die Artenvielfalt des Amazonas führen dazu, dass Menschen etwas über ferne Welten und Orte erfahren. Das „Gesehene und Gehörte“ muss verarbeitet, in einen Zusammenhang zum eigenen Leben gebracht und „kontextualisiert“ werden. Allerdings sollte dabei nicht vergessen werden, dass die „Prägekraft“ für die Erfahrung längst nicht so hoch ist wie eine Lebenswelt, die mit allen Sinnen erfahren werden kann. Wir können weder die Kälte des Eises noch die Hitze der Sahara fühlen und die verschiedenen Pflanzen nicht anfassen oder riechen. Mediale Erfahrungen können nie „primäre“ Erfahrungen werden, was Eltern und Pädagogen dazu verleitet, mediale Erfahrungen als „minderwertig“ zu bezeichnen. Natürlich haben diese medialen Erfahrungen auch ihre Vorteile, denn nicht jeder möchte die Hitze der Sahara oder die Kälte des ewigen Eises spüren. Und die meisten schauen sich Krokodile, Schlangen und Spinnen lieber im Fernsehen als in der Natur an.

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