Jürgen Holtkamp - Verblöden unsere Kinder?

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Längst haben Medien die Kinderzimmer erobert. SchülerVZ, Chatrooms, E-Mails und Handys sind für Kinder und Jugendliche selbstverständliche Begleiter im Alltag. Viele Eltern aber fühlen sich angesichts der Medienflut überfordert und können mit den neuen technischen Entwicklungen kaum mithalten. Damit stellt sich die Frage, welche Rolle die Medien in der Erziehung spielen. Welche Auswirkungen haben sie oder sollen sie haben? Wenn Kinder in einer Gesellschaft aufwachsen, in der Multimedia, Fernsehen, Computer und Internet selbstverständlich sind, dann kann die Antwort nicht darin bestehen, sie davon fernzuhalten. Die eigentliche pädagogische Herausforderung lautet: Erziehung der Kinder zur Medienkompetenz.

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1. Kinder und Jugendliche in der Mediengesellschaft

Es waren Kinder und Jugendliche, die dafür sorgten, dass die Computer in die Privathaushalte kamen. Ende der 1970er-Jahre kamen die ersten Spielkonsolen auf den Markt, mit denen am Fernseher gespielt werden konnte. Weil die Spiele einfach aufgebaut, leicht zu bedienen und zu steuern waren, fanden sie reißenden Absatz. Ein Grund, diese Konsolen zu kaufen war, dass man erstmals nicht mehr passiv vor dem Fernseher saß, sondern aktiv in das Spielgeschehen eingreifen konnte. Die Spiele selbst waren kinderleicht, auch der Anschluss an den Fernseher einfach, und weil dieser bereits Bestandteil der „Wohnzimmerkultur“ war, konnten Kinder und Jugendliche dieses neue Medium intensiv ausprobieren.

Es war daher folgerichtig, dass die ersten Spielcomputer für ein jugendliches Publikum entwickelt wurden. Mehr als 20 Jahre sind seitdem vergangen und die Medienentwicklung hat viele neue Gerätetypen hervorgebracht, die den Familienalltag beeinflussen. Kinder wachsen mit verschiedenen Medien auf, ihre Biografie ist geprägt durch vielseitige Medienerfahrungen, angefangen vom Bilderbuch im Kindergarten, den Kindersendungen im Fernsehen bis zu Computer, Internet und Handy. Die Medien sind Massenprodukte, zu denen immer mehr Kinder Zugang haben. Kinder sind neugierig, erleben, wie ihre Eltern spannende Fernsehsendungen sehen, am Computer arbeiten, und weil ihre Eltern die ersten Vorbilder sind, möchten sie ihnen nacheifern.

„Medienkids“

Wie unterschiedlich Kinder im 21. Jahrhundert aufwachsen und wie verschieden sie Medien nutzen, zeigen die beiden folgenden fiktiven Medienbiografien.

Anna ist 14 Jahre alt und geht in die 8. Klasse. Sie besitzt einen eigenen Computer mit Internetanschluss, hört ihre Lieblingsmusik vom MP3-Player, der ihr täglicher Begleiter ist. Kommt Anna von der Schule, schaltet sie den Computer an und fährt ihn erst kurz vor dem Schlafen wieder herunter. Wie viele ihrer Freundinnen ist sie dauerhaft online, zu ihren Lieblingsseiten im Internet gehört „SchülerVZ“. Vokabeln lernt sie mit Hilfe eines Lernprogramms, im Internet recherchiert sie mit Hilfe von Google, ihre Hausaufgaben in Deutsch oder Geschichte schreibt sie mit einer Textverarbeitungs-Software. Für Erdkunde bedient sie sich des Programms „Google-Earth“. Die regelmäßig besuchten Lieblingswebseiten hat Anna als Favoriten in ihrem Browser gespeichert. Unterwegs ist Anna über das eigene Handy nicht nur ständig erreichbar, sie verschickt auch viele SMS an ihre Freunde. Gibt es technische Probleme mit dem Computer, fragt sie entweder ihre Schulkameraden oder die Eltern. Anna spielt gerne Simulationen am Computer, schaut amerikanische Serien im Fernsehen, angefangen bei „Desperate Housewives“ über „Gilmore Girls“ bis zu „Navy CIS“, aber auch Arztserien wie „Dr. House“ findet sie klasse.

Die Eltern verfügen über eine akademische Ausbildung und unterstützen die Tochter, wo sie können. Die Einstellung der Eltern zu den Medien ist grundsätzlich positiv, sie achten allerdings auch darauf, dass der Medienkonsum nicht zu Lasten der schulischen Leistungen geht. Die Familie unternimmt gemeinsame Ausflüge und Urlaube, in denen Kultur und Bildung wichtig sind.

Die regelmäßige Lektüre von Zeitung und Büchern gehört nicht nur zum Alltag der Eltern, auch Anna liest viel und gern. Regelmäßig geht sie zur Bücherei, um sich neuen Lesestoff und andere Medien, wie Hörbücher oder DVDs, auszuleihen.

Anna nutzt Medien aktiv, lässt sich von ihnen inspirieren, sie lebt in einem sozialen Klima, in dem Bildung und Wissenserwerb wichtig sind und irgendwie zum täglichen Leben dazugehören. Auch wenn der Computer ihr täglicher Wegbegleiter ist, sind ihr Freunde und soziale Kontakte wichtiger als jedes Computerspiel. Daher lässt sie es sich in ihrem straffen Schulalltag nicht nehmen, AGs in der Schule zu besuchen und der Jugendgruppe der Gemeinde anzugehören. Auch die wöchentliche Klavierstunde bringt sie in ihrer Woche unter.

Der Alltag von Thomas sieht sehr anders aus. Er geht ebenfalls in die 8. Klasse und lebt mit Mutter und Schwester in einer kleinen Wohnung. Die Mutter arbeitet ganztags, die finanziellen Verhältnisse, in denen Thomas aufwächst, sind schwierig. Wenn Thomas von der Schule nach Hause kommt, schaltet er den Fernseher ein und zappt sich durch die Programme, seine Hausaufgaben macht er vor dem „Flimmerkasten“ nebenbei. Er schaut gerne Actionserien, die auf den privaten Sendern laufen. Der Fernseher ist ständiger Begleiter in seinem Alltag. Gerne spielt er Playstation. Wenn die Mutter abends von der Arbeit zurück ist, muss sie den Haushalt organisieren und ist danach erschöpft von ihrem anstrengenden Arbeitstag.

Thomas hat einen Computer, auf dem er am liebsten Actionspiele mit seinem Freund spielt. Er hat auch schon diverse „verbotene“ Spiele ausprobiert. Bücher liest er nicht und den Gang in die Bücherei spart er sich ebenfalls, da es dort die Computerspiele, die ihn faszinieren, nicht gibt. Die Schule mag Thomas nicht, es fällt ihm schwer, die Inhalte zu verstehen, und da seine Mutter ihm in vielen Fällen auch nicht weiterhelfen kann, sind die Noten gerade so ausreichend.

Die Beispiele „Anna und Thomas“ zeigen: Die Medienwelten, in denen beide groß werden, sind ziemlich unterschiedlich und die Bildungschancen der beiden Kinder ungleich.

Dazu, wie Menschen leben, wie sie ihre Freizeit gestalten, welche Wertmaßstäbe sie ihren Handlungen zugrunde legen, gibt es eine Reihe von Untersuchungen. Zu den bekanntesten gehört das Modell der Sinus-Milieus (www.sinus-sociovision.de), das zehn Milieus benennt. Darin werden Menschen zusammengefasst, die sich in Lebensauffassung und Lebensweise ähneln. Es sind Gruppen von „Gleichgesinnten“ in der Grundorientierung. In einem Raster lassen sich die Milieus nach der sozialen Lage (Einkommen, Bildung und Beruf) und nach der Grundorientierung von traditionell bis postmodern einteilen. Die Grundorientierung wird in drei Bereiche unterteilt, den traditionellen Werten, der Modernisierung und der Neuorientierung. Zum besseren Verständnis stelle ich die Milieus kurz dar.

Konservative:Etwa 5 Prozent der Bevölkerung gehören zu diesem Milieu, das dem deutschen Bildungsbürgertum zugeordnet wird, und Dreiviertel der Milieuangehörigen sind über 50 Jahre alt. Humanistische Bildung, Pflichterfüllung und das Pflegen der Traditionen sind die Merkmale der Konservativen. Sie kritisieren den Verfall von Sitte und Anstand und legen großen Wert auf die Familie. Sie sind bzw. waren beruflich erfolgreich, verfügen teilweise über ein großes Vermögen, schätzen die Oper, das Theater und genießen ihre Freizeit bzw. den Lebensabend.

Traditionsverwurzelte:Mit 14 Prozent die zweitgrößte Gruppe. Sie zählen zur Kriegs- bzw. Nachkriegsgeneration, in der Pflichterfüllung, Disziplin und Bescheidenheit wichtige Werte der Gesellschaft sind. Ein Großteil dieser Personen sind Rentner (Altersdurchschnitt 70 Jahre), die aus einer „kleinbürgerlichen Welt“ (Arbeiter, kleine Angestellte, Bauern) stammen. Nachbarschaftspflege und Traditionen sind ihnen sehr wichtig. Sie haben immer gespart, sind für sich selbst anspruchslos, unterstützen ihre Kinder und Enkelkinder aber sehr.

DDR-Nostalgische:Sie sind resigniert, gehören zu den Verlieren der deutsch-deutschen Vereinigung, halten an preußischen Tugenden fest und an altsozialistischen Vorstellungen, die alte DDR-Zeit wird von ihnen verklärt. Zu Zeiten des SED-Staates waren sie in den Führungskadern. Heute sind sie entweder arbeitslos oder üben einfache Berufe aus. Sie sind sparsam und kritisieren den westlichen Kapitalismus.

Etablierte:Sie haben hohe Ansprüche an das Leben, sehen sich als gesellschaftliche Elite, sind überaus selbstbewusst, gebildet und grenzen sich von anderen Milieus bewusst ab. Sie machen Karriere, übernehmen Führungsverantwortung.

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