Edith Wharton - Das Haus der Freude

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Lily Bart ist jung, schön und ein gern gesehener Gast auf den gesellschaftlichen Events der New Yorker High Society. Doch mit dem Ruin ihrer Familie kann sie ihr Leben in den feinen Kreisen nur fortführen, wenn sie einen reichen Ehemann findet. Lily muss sich entscheiden: Will sie als bloßes Schmuckstück an der Seite eines Mannes Reichtum und Luxus – oder will sie ein Leben gemäß ihrer tatsächlichen Gefühle?
Wie in «Zeit der Unschuld» zeigt sich die Pulitzer-Preisträgerin Edith Wharton auch in ihrer 1905 erschienen Sozialsatire als kühle Beobachterin, die mit bitterböser Raffinesse die schillernden und oberflächlichen Kreise der Reichen und Schönen zerlegt. – Mit einer kompakten Biographie der Autorin.

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»Warum tun Sie mir das an?«, rief sie aus. »Warum sorgen Sie dafür, dass alles, wofür ich mich entschieden habe, mir hassenswert erscheint, wenn Sie mir nichts an seiner statt zu geben haben?«

Diese Worte rissen Selden aus der Grübelei, in die er versunken war. Er wusste selbst nicht, warum er sie dazu gebracht hatte, ein solches Gespräch mit ihm zu führen. Von allen Alternativen, wie man einen Nachmittag allein mit Miss Bart verbringen konnte, hätte er diese für die letzte gehalten, die er sich ausgesucht hätte. Aber es war einer der Augenblicke, in dem keiner von beiden mit einer bestimmten Absicht zu sprechen schien, in dem vielmehr eine Stimme tief drinnen in jedem von ihnen den anderen über unergründliche Tiefen des Gefühls hinweg zu rufen schien.

»Nein, ich habe Ihnen nichts dafür zu geben«, sagte er, setzte sich aufrecht hin und wandte sich um, um sie anzusehen. »Wenn ich es hätte, würde es Ihnen gehören, das wissen Sie.«

Sie nahm diese abrupte Erklärung auf eine Weise auf, die noch sonderbarer war als seine Art, sich zu äußern: Sie verbarg ihr Gesicht in den Händen, und er sah, dass sie einen Augenblick lang weinte.

Es dauerte jedoch nur einen Augenblick, denn als er sich näher zu ihr beugte und ihre Hände mit einer eher ernsten als leidenschaftlichen Geste wegzog, wandte sie ihm ihr Gesicht zu; es war nicht entstellt nach ihrem Gefühlsausbruch, und er sagte sich, ein wenig grausam zwar, dass sogar ihr Weinen eine Kunst sei.

Diese Überlegung gab seiner Stimme die nötige Festigkeit, als er zwischen Mitleid und Ironie fragte: »Ist es nicht ganz natürlich, dass ich versuche, all die Dinge, die ich Ihnen nicht bieten kann, schlecht zu machen?«

Ihr Gesicht hellte sich daraufhin auf, aber sie zog ihre Hand weg, nicht mit einer Geste der Koketterie, sondern so, als wolle sie auf etwas verzichten, auf das sie keinen Anspruch habe.

»Aber ich bin es doch, die Sie schlechtmachen, nicht wahr«, erwiderte sie freundlich, »wenn Sie so sicher sind, dass das das Einzige ist, was mir etwas bedeutet?«

Selden merkte, wie etwas in ihm erschrak, aber das war nur das letzte Zucken seines Egoismus. Fast sofort antwortete er ganz einfach: »Aber es bedeutet Ihnen doch etwas, nicht? Und ich kann das nicht ändern, wie sehr ich es mir auch wünsche.«

Er hatte so vollständig aufgehört, daran zu denken, wohin ihn diese Wendung des Gesprächs führen könnte, dass er ganz deutlich Enttäuschung empfand, als sie ihm ihr Gesicht zuwandte, auf dem der Spott nur so funkelte.

»Ah«, rief sie aus, »trotz all Ihrer feinen Rederei sind Sie doch ein genauso großer Feigling wie ich, denn Sie hätten nichts von alledem gesagt, wenn Sie nicht genau gewusst hätten, wie meine Antwort aussehen würde.«

Der Schock, den ihre Erwiderung auslöste, hatte zur Folge, dass Seldens schwankende Absichten feste Form annahmen.

»Ich bin mir Ihrer Antwort nicht so sicher«, sagte er ruhig. »Und ich will Ihnen gegenüber so gerecht sein zu glauben, dass Sie es auch nicht sind.«

Jetzt war die Reihe an ihr, überrascht auszusehen; nach einer Weile fragte sie: »Wollen Sie mich heiraten?«

Er lachte laut auf. »Nein, ich will nicht – aber ich würde es vielleicht, wenn Sie es wollten!«

»Das habe ich Ihnen ja gesagt – Sie sind sich meiner so sicher, dass Sie sich das Vergnügen gönnen können, Experimente zu machen.« Sie entzog ihm ihre Hand, die er wieder genommen hatte, und schaute traurig zu ihm herunter.

»Ich mache keine Experimente«, erwiderte er. »Oder wenn ich es doch tue, dann mit mir selbst und nicht mit Ihnen. Ich weiß nicht, welche Folgen sie für mich haben werden – aber wenn eine davon es ist, Sie zu heiraten, will ich das Risiko eingehen.«

Ihr gelang ein schwaches Lächeln. »Es wäre mit Sicherheit ein großes Risiko – ich habe Ihnen nie verborgen, wie groß das Risiko wäre.«

»Ah, Sie sind der Feigling!«, rief er aus.

Sie war aufgestanden, und er stand ihr gegenüber, seine Augen sahen in die ihren. Die sanfte Einsamkeit des schwindenden Tages hüllte sie ein; es schien, als seien sie in dünnere Luft emporgehoben. All die feinen Einflüsse der Stunde zitterten in ihren Adern und zogen sie zueinander hin, wie die losen Blätter zur Erde hingezogen wurden.

»Sie sind der Feigling«, wiederholte er und nahm ihre Hände in die seinen.

Sie lehnte sich für einen Moment an ihn, so als ob sie nun endlich ihren müden Flügeln Ruhe gönnen könnte; er hatte das Gefühl, als schlüge ihr Herz eher von der Anstrengung eines langen Fluges als von der Aufregung, welche die neuen Horizonte in ihr erregten. Dann trat sie mit einem kleinen Lächeln der Warnung zurück; »Ich werde scheußlich aussehen in billigen Kleidern, aber ich kann immerhin meine Hüte selbst machen«, erklärte sie.

Sie standen eine Weile schweigend da und lächelten einander an wie Kinder bei einem abenteuerlichen Ausflug, die auf eine verbotene Höhe geklettert sind, von der aus sie eine neue Welt entdecken. Die wirkliche Welt zu ihren Füßen wurde von der wachsenden Dunkelheit verschleiert, und über dem Tal ging der Mond im dunkleren Blau auf.

Plötzlich hörten sie von ferne einen Ton wie das Summen eines gigantischen Insekts, und etwas Schwarzes bewegte sich mit großer Geschwindigkeit in ihr Blickfeld, der Hauptstraße folgend, die sich weiß von dem sie umgebenden Zwielicht abhob.

Lily schreckte aus ihrer versunkenen Haltung auf, ihr Lächeln verschwand, und sie bewegte sich auf den Weg zu.

»Ich hatte keine Ahnung, dass es so spät ist! Wir werden erst nach Einbruch der Dunkelheit zurück sein«, sagte sie schon beinahe ungeduldig.

Selden betrachtete sie überrascht; er brauchte eine Weile, um sie wieder mit denselben Augen wie früher zu sehen; dann sagte er, ohne den Sarkasmus aus seiner Stimme heraushalten zu können: »Das war keiner von unserer Gruppe, der Wagen fuhr in die andere Richtung.«

»Ich weiß – ich weiß –«, sie hielt inne, und er sah trotz der Dämmerung, wie sie rot wurde. »Aber ich habe ihnen gesagt, ich fühlte mich nicht gut, und dass ich nicht ausgehen wollte. Lassen Sie uns hinuntergehen!«, murmelte sie.

Selden betrachtete sie weiterhin, dann zog er sein Zigarettenetui aus der Tasche und zündete sich langsam eine Zigarette an. Es erschien ihm in diesem Moment notwendig, durch eine gewohnte Geste dieser Art zu zeigen, dass er wieder mit beiden Beinen auf dem Boden der wirklichen Welt stand; er hatte den geradezu kindlichen Wunsch, seine Begleiterin sehen zu lassen, dass, wo ihr Höhenflug nun einmal vorüber war, er wieder auf festem Boden gelandet war.

Sie wartete, während der Funke unter seiner gewölbten Hand aufsprang; dann bot er ihr die Zigaretten an.

Sie nahm eine mit unsteter Hand, steckte sie zwischen die Lippen und beugte sich vor, um sie an der seinen zu entzünden. In dem nachlassenden Licht beleuchtete der kleine rote Schein den unteren Teil ihres Gesichts, und er sah, wie ihr Mund ein zitterndes Lächeln versuchte.

»Haben Sie es ernst gemeint?«, fragte sie mit einem sonderbaren Anflug von Fröhlichkeit, so als hätte sie diesen in aller Eile ihrem Vorrat an gebräuchlichen Stimmvarianten entnommen, ohne Zeit genug gehabt zu haben, den richtigen Ton zu treffen.

Selden hatte seine Stimme besser unter Kontrolle. »Warum nicht?«, erwiderte er. »Sie sehen ja, ich bin kein Risiko dabei eingegangen.« Und als sie weiterhin vor ihm stand, ein wenig bleich nach der scharfen Entgegnung, fügte er schnell hinzu: »Gehen wir hinunter.«

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